Kunst Komma Strich

Kunst Komma Strich Kunst Komma Strich! Hier gehts rund um die Kunst
Es gibt viele Menschen die für sich das Malen und Zeichnen entdeckt haben, aber dabei auf Hindernisse stoßen.

Handwerk, fehlendes Wissen, oder, oder. Hier helfen wir gerne! Unsere Kurse begleiten dich auf deinem kreativen Weg! Langjährige Erfahrung hat uns gezeigt, dass es am Besten ist, wenn Altersgruppen, handwerkliches Können und Wissenstand über die Kunst bunt gemischt sind, also Kids mit Seniorengruppen, Anfänger mit Fortgeschrittenen und regelmäßige Museumsbesucher mit Museumsmuffeln. Wir freuen uns

darauf, euch ins Atelier einladen zu können. Der Arbeitsplatz ist ein wichtiger Bestandteil, der kreativen Arbeit. Er sollte einen stimulieren, inspirieren und dir die Möglichkeit geben, dich auszuleben. Schön, dass wir ein Wohnatelier haben, gefüllt mit einem kleinen grünen Dschungel, sieben Meerschweinchen und Espressomaschine. Auch findest du hier alle Materialien, die du brauchen könntest: Bleistift, Kohle, Acryl-, Ölfarben, Leinwände, Pinsel und Spachteln, Papiere und Ton...
Alle Materialien sind bereits in der Kursgebühr beinhaltet! Alles was du mitbringen musst ist die Bereitschaft dich auf das Abenteuer einzulassen.

Klein anfangenWenn man sich das alles so durchliest, was Komposition beinhaltet, möchte man am Liebsten gleich all das s...
04/02/2023

Klein anfangen
Wenn man sich das alles so durchliest, was Komposition beinhaltet, möchte man am Liebsten gleich all das schöne neue Material dem jungen Neffen schenken, weil der ja auch schon mal geäußert hat wie cool es wäre zeichnen und malen zu können - wobei es bei ihm hauptsächlich darum ging Eindruck bei der neuesten Flamme zu schinden.
Kein Künstler hat mit großartigen, komplexen Kompositionen angefangen! Im 19. Jahrhundert bekam der Student einen Gipskopf (im wahrsten Sinne des Wortes, das waren Gipsnachbildungen antiker Statuen) auf den Arbeitstisch geknallt und den musste er, ad nausea, monatelang von allen Seiten zeichnen und anschließend malen. Dann kam Césanne gegen Ende des Jahrhunderts und alles wurde anders!
A propos Césanne: es wäre ratsam sich mal die kleinen Obststillleben Césannes im Internet anzuschauen. Er hat drei oder vier ganz einfache Objekte - einen Apfel, eine Birne, einen kleinen Krug, ein einfaches Tuch - genommen und damit eine ganz einfache Komposition zusammengebaut, wobei er sehr auf das Licht geachtet hat. Also, man nehme sich zwei, drei einfache (!) Gegenstände und eine bewegliche Lampe und baue das Ganze auf dem Arbeitstisch auf. Wir schieben kleine Schachteln unter die Objekte, um eine kleine Komposition aufzubauen. Wenn wir damit zufrieden sind, fangen wir an mit unserer Lampe und dem Licht zu spielen. Dadurch setzten wir gleichzeitig den Ursprungsort des Lichtes fest. Jetzt können wir anfangen mit der Beleuchtung zu spielen. Wollen wir ein hartes, flaches Licht, wie beim Sonnenuntergang? Ein weiches, diffuses Licht, wie um die Mittagszeit im Sommer? Das Wichtige dabei ist, die Schatten zu beobachten, denn - wie schon gesagt - die Schatten halten den Betrachter im Bild, nicht die Lichter.
Gefällt uns der Aufbaukönnen wir anfangen zu zeichnen. Es wäre ratsam einen DIN A 3 Zeichenblock mit guter Grammatur (200-250 gr/qm) zu nehmen und einen Bleistift aus der B Reihe, beispielsweise B 5 oder B6. Ein Knetgummi ist auch nicht verkehrt. Übrigens, ein klein wenig Trivia: Bei Bleistiften heißt H „hard“, B „black“, HB „hard/black“ und F für „firm“ also fest. Außerdem besteht der färbende Anteil im Bleistift nicht aus Blei, sondern aus Graphit - man kann, so man will, den Stift also ohne Gefahr einer Bleivergiftung ablecken, sollte einem der Sinn danach sein.

Die „Heilige Kuh“: Die KompositionEndlich haben wir alles beinander, die Leinwand, die Pinsel, die Farben und all die an...
27/12/2022

Die „Heilige Kuh“: Die Komposition
Endlich haben wir alles beinander, die Leinwand, die Pinsel, die Farben und all die anderen kleinen und großen Dinge, die uns das Malen erleichtern sollen. Wir wissen sogar schon was wir malen wollen und trotzdem sitzen (oder stehen) wir vor der Staffelei und wissen nicht so recht, wie wir anfangen sollen. Die „große“ bildbeherrschende Komposition baut sich, wie ein Schrecken verbreitendes Monster, lähmend vor uns auf und wir zermartern uns das Hirn, während wir alle Ratschläge und Warnungen R***e passieren lassen. Zum Beispiel:
• Anordnung der Figuren/Gegenstände
• Kompositionsschema, Beziehungsverhältnisse wie zum Beispiel die Dreieckskomposition und die Diagonalmethode
• Perspektive
• goldener Schnitt
• Flächenhaftigkeit
• Symmetrie
• Licht
• Ordnungsprinzipien: Reihung, Ballung, Gruppierung, Streuung, Symmetrie, Asymmetrie, Struktur, Raster, Schwerpunkt, Dynamik, Statik
• Farbe

Diese Kompositionsvarianten gelten übrigens für figurative Bilder genauso wie für abstrakte Bilder, da ja in beiden Bereichen Bildelemente zueinander in Beziehung gebracht werden. Um die Sache nicht unötig zu komplizieren, sollten wir uns am Anfang auf drei Möglichkeiten des Bildaufbaus konzentrieren: Die Dreieckskomposition, die Diagonalmethode und den Goldenen Schnitt. Bei der Dreieckskomposition stehen die Bildgegenstände, oder die Figuren, wie eine Pyramide im Bild. Viele Marien- und Heiligendarstellungen der Renaissance und des Barock sind so aufgebaut. Der Dreieckaufbau eignet sich besonders für Poetraits oder Gruppen von Personen mit einer Hauptperson.
Bei der Diagonalmethode ist das Bild, beispielsweise, von links oben nach rechts unten aufgebaut. Diese Methode wird - wen wundert’s - gerne bei Landschaftsbildern eingesetzt. Den Goldenen Schnitt mit seinen vertikalen und horizontalen Dreiteilungen haben wir ja schon weiter vorne dargestellt. Seine Verwendung in der Malerei zielt darauf, die wichtigen Bildelemente auf die jeweiligen Schnittpunkte zu setzen.
Eines der wichtigsten Elemente der Bildkomposition ist der Brennpunkt, auch Fokuspunkt oder Bildanker genannt. Im Rhythmusablauf des Gemäldes ist es der Punkt, auf den alles hinaus läuft. Man kann ihn durch hell und dunkel hervorheben, oder durch die Farbgebung, die ihm dann die nötige prominente Stelle einräumt. Man beachte: In der westlichen Kultur wir ein Bild von links nach rechts „gelesen“. Das heißt, wir fangen zumeist an der linken Bildkante an, bewegen uns durch die verschiedenen interessanten Bildteile, die das Kunstwerk uns anbietet um schließlich beim Bildanker anzulangen. Natürlich passiert das meistens blitzschnell, außer man hat gerade das „Floß der Medusa“ (1819) von Géricault (1791–1824) vor sich, das mit seiner Größe von circa fünf mal sieben Meter schon etwas längerer Aufmerksamkeit bedarf!

Und was soll ich jetzt malen?Nicht lachen, die Frage kommt öfter, als man glaubt und beileibe nicht nur von ausgesproche...
13/12/2022

Und was soll ich jetzt malen?
Nicht lachen, die Frage kommt öfter, als man glaubt und beileibe nicht nur von ausgesprochenen Anfängern! Sie entsteht hauptsächlich durch ein noch nicht vorhandenes Beherrschen der Techniken, also was mach’ ich denn, mit all dem schönen neuen Material und Werkzeug, das ich mir angeschafft habe? Klar möchte man sofort ein Portrait der oder des Geliebten kunstfertig auf’s Papier, die Leinwand, bannen. Gerne auch das Haustier, von Katze, bis Meerschweinchen und diversen Reptilien. Aber man traut sich’s dann doch nicht zu und hofft, dass der Lehrer etwas vorgibt. Oft kommt dann auch der schnelle Griff ins Internet, Stichwort Sonnenunter/aufgang, Pony, Katze, diverse Schauspieler und andere Prominente, auch Figuren aus Videospielen sind gern gesuchte Vorlagen. Stop! Bilder, oder Zeichnungen von Internetphotos sind sehr schnell als solche identifiziert. Auch Abbildungen von Prominenten glaubt euch kein Mensch, oder nehmt ihr im Ernst an, dass eure Fangemeinde wirklich erwartet, dass Johnny Depp oder Helene Fischer zu eurem näheren Bekanntenkreis zählen?
Hier ein paar Vorschläge, die ganz einfach zu zeichnen und malen sind und die noch dazu Allgemeingültigkeit haben, das heißt, was einem diese Übungen beibringen, gilt für alles was später kommt, egal ob Stillleben, Landschaft, Tiere oder Portrait. Die folgenden Punkte sollte man bei jeder Zeichnung, bei jedem Bild beachten:
Licht und Schatten
Perspektive
Komposition
Nicht nur, das Licht und Schatten den Rhythmus eines Bildes bestimmen, sie helfen uns auch den sogenannten „Bildanker“ herzustellen. Der Bildanker ist der Teil des Bildes, den wir für den Wichtigsten halten. Merke - und das gehört hier ganz wichtig dazu: Wir malen keine Objekte, wir malen Effekte!
Zweitens, die Perspektive. Unsere Anfängerbilder können (technisch) noch so unbeholfen aussehen, wenn die Perspektive stimmt kann das alles andere überspielen. Zur Erklärung der Perspektive haben wir auf unserer Website kunstkommastrich.de einige kleine Videos eingestellt, die das Phänomen ganz simpel und doch erschöpfend behandeln.
Am Anfang genügt die einfache Ein-Punkt-Perspektive. Jedes Bild hat einen fiktiven oder realen Horizont und der ist immer in Augenhöhe. Nehmen wir ein Landschaftsbild, wenn wir aufrecht stehen geht der Horizont ziemlich genau durch das obere Bilddrittel. Gehen wir in die Knie, rutscht er bis fast unter den oberen Bildrand und wenn wir auf eine Leiter steigen, bewegt er sich ins untere Bilddrittel. Jetzt haben wir den Horizont, auf diesem machen wir nun an einer beliebigen Stelle einen Punkt. Jetzt braucht man sich nur noch merken, dass alle senkrechten und waagrechten Linien im 90° Winkel bleiben, die restlichen Linien gehen mit einer imaginären Linie alle auf den Punkt, auch Fluchtpunkt genannt, zu. Stellen wir uns mal ein Quadrat vor. Wenn wir jetzt aus diesem einen Kubus machen wollen, müssen wir es um die Mittelachse drehen, sagen wir 45 Grad. Dadurch erscheinen auf einer Seite des Quadrats die Seite des Kubus, die wieder durch eine senkrechte Linie gezeichnet wird. Die obere und untere Verbindungslinien zwischen dem Quadrat und dieser senkrechten Linie verbinden wir, um so einen Kubus zu schaffen. Diese Linien laufen nun mit einern gedachten (am Anfang ganz fein gezeichneten) Linie auf den Fluchtpunkt zu. Wenn wir nun die senkrechten und die schräg gezeichneten Linien dicker zeichnen, haben wir ganz plötzlich einen dreidimensionalen Kubus! Es ist übrigens gestattet dazu ein lineal zu verwenden, vor allem am Anfang tut man sich wesentlch leichter.
Das Thema „Komposition“ beschäftigt uns im nächsten Kapitel.

Das gute alte Raster und die „Grisaille“ MalereiSchon in der Renaissance war es Usus eine voll ausgearbeitete Zeichnung ...
28/11/2022

Das gute alte Raster und die „Grisaille“ Malerei
Schon in der Renaissance war es Usus eine voll ausgearbeitete Zeichnung mit Hilfe eines Rasters auf den Malgrund zu übertragen. Das Wichtigste dabei ist die Proportionen von Zeichnung und Malgrund identisch zu haben. Also, gehen wir mal vom DIN-Format aus, die Zeichnung ist auf einem DIN A 4 (21 x 29;7 cm) Blatt angelegt. Wenn unsere Leinwand DIN A 2 (circa 42 x 60 cm) ist, zeichnen wir ein Raster darauf, das beispielsweise 6 Felder breit und 4 Felder hoch ist. (Bitte das Raster nur ganz leicht und fein auf der Leinwand aufbringen!) Das gleiche Raster ( 6 x 4 Felder) zeichnen wir jetzt auf unserer Vorskizze ein. Keine Angst, sollte man die Zeichnung „jungfräulich“ halten wollen, kann man das Raster auch euf einer Folie oder einem dünnen Transparentpapier über die Zeichnung legen. Anschließend kann man - ähnlich wie „Malen nach Zahlen“ - die Zeichnung massstabsgetreu übertragen. Da die meisten fertig aufgezeichneten Leinwände nicht im DIN Format sind, sondern wie in unserem Beispiel 40 x 60 cm, sollten wir bereits bei der Vorzeichnung diese Proportion anwenden, dann gibt’s am Ende keine bösen Überraschungen, weil das fertige Bild merkwürdig anders aussieht, als die Zeichnung!
Jetzt etwas für fortgeschrittene „Malerfürsten“: Die „Grisaille“ Malerei (bitte was?) Die Grisaille wurde viel von den Meistern der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts angewandt.Dazu gibt der grundierten Leinwand erstmal einen dünn aufgetragenen, gleichmäßigen Ton, zum Beispiel ein helles Grau. Nach dem Trocknen überträgt man seine Zeichnung und beginnt dann lasierend die Zeichnung in Grautönen, wie ein Schwarz/Weiß Foto auszuarbeiten. Man sollte darauf achten die Grautöne nicht zu dunkel anzulegen. Anschließend fängt man in sehr dünnen Schichten mit den richtigen Farbtönen zu malen. Das nennt man Lasieren. Kleiner Wermuthstropfen für die Acrylmaler: Lasieren geht eigentlich wirklich gut nur mit Ölfarben, oder beim Aquarell - da heißt es dann Lavieren. Man malt eine (wirklich!) dünne Schicht, lässt sie trocknen und trägt die nächste Schicht auf, bis man den gewünschten Farbton erreicht hat.Sebstverständlich arbeitet man an vielen Stellen der Leinwand gleichzeitig, da man ja snst nie fertig wird! Diese Malweise liefert unglaublich reiche Farben, die dennoch sehr transparent, quasi „schwebend“ auf der Leinwand stehen. Es dauert halt, im Gegensatz zur „Alla Prima“ Malerei, ein gutes Stück länger, bis das Bild fertig ist.

Von links oben nach rechts unten, oder „all over“?In der „photorealistischen Malerei“ wird gerne nach dem ersten Prinzip...
13/11/2022

Von links oben nach rechts unten, oder „all over“?
In der „photorealistischen Malerei“ wird gerne nach dem ersten Prinzip verfahren. Die Leinwand und das abzumalende Photo werden in proportional gleiche Quadrate eingeteilt und man arbeitet ein Quadrat nach dem anderen ab. Da man sich so genau wie irgend möglich an die Vorlage hält, braucht man keine Vorahnung, wie sich der Hintergrund, oder andere große Flächen, zum Hauptmotiv verhalten, da man das ja bereits auf dem großformatigen Photo vor sich hat.
Bei allen anderen Motiven, zum Beispiel vor dem „lebenden“ Objekt, empfiehlt es sich, das Bild wie ein Puzzle aufzubauen. Malt man ein Portrait, beschäftigt man sich vielleicht als erstes mit den Augen - ohne ins endgültige Détail zu gehen - dann könnte man Stücke der Kleidung anlegen, um anschließend ein bisschen am Mund zu arbeiten. Durch diese Malweise bekommt man einen ausgewogenen Überblick der Arbeit und kann schon frühzeitig korrigierend eingreifen, wenn etwas nicht stimmen sollte.
Beim Malen arbeitet man mit Flächen, beim Zeichnen mit Linien. Deshalb braucht man sich um die richtige Größe einer Fläche nicht sorgen. Es ist besser, eine Fläche ein kleines bisschen größer zu malen, da man sie mit der anschließenden Fläche ja leicht korrigieren kann. Das Gleiche gilt auch für dünne Striche, wie Gesichtsfalten oder Äste. Lieber etwas breiter anlegen, da der Schwung der Linie dann dynamischer wird und anschließend durch die umgebende Fläche ausbessern und auf das richtige Maß „zuschneiden“.
Beim Anlegen eines Bildes entsteht immer wieder die Frage: Vorzeichnung oder direkt mit dem Pinsel anfangen. Die Vorzeichnung hat den Vorteil, dass man die Komposition und den Stand des Bildes auf der Leinwand sieht, bevor man einen Tupfen Farbe gesetzt hat. Aber, fängt man erst mal mit der Farbe an, verschwindet die Zeichnung darunter. Außerdem besteht die Gefahr, dass ein Bild steif und undynamisch werden kann, wenn man sich zu sehr an der Vorzeichnung orientiert. Durch unsere heutigen Mittel der Bilduntersuchung, zum Beispiel spezielle Röntgenaufnahmen, können wir feststellen, dass viele der alten Meister zwar vorgezeichnet, aber dann beim Malen die Komposition, manchmal sogar drastisch, verändert haben. Es ist besser, vorher Kohle- oder Bleistiftskizzen anzufertigen, um die Komposition festzulegen. Achtung: Die Proportion, also Höhe und Breite, der Zeichnung und der Leinwand sollte die gleiche sein, damit man keine bösen Überraschungen erlebt!

À propos Farben, mischen, mischen, mischenWenn wir heutzutage in einen Künstlerbedarfsladen gehen, sind wir als erstes v...
25/10/2022

À propos Farben, mischen, mischen, mischen
Wenn wir heutzutage in einen Künstlerbedarfsladen gehen, sind wir als erstes von Regalmetern an Farben überwältigt und überfragt. So viele verschiedene Farbtöne, so viele verschiedene Qualitäten, so viele verschiedene Hersteller! Zur Beruhigung: Alles halb so schwer und kompliziert, wie es aussieht.
Um nochmal auf die Alten Meister zurückzukommen, zu deren Zeiten gab es noch keine Tuben, denn die wurde es um 1860 vom amerikanischen Maler John Rand erfunden. Im 16. Jahrhundert mussten die Farben noch von Hand angerieben werden. Dazu gab mein Häuferl Pigment (das Farbpulver) auf eine aufgerauhte Glasplatte, fügt ein paar Tropfen Leinöl dazu und vermengte das Ganze mit einem Palettenmesser zu einem homogenen Teig. Anschließend fing man an mit dem so genannten Läufer, einem Teil aus Glas, das wie ein übergroßer Stempel mit aufgerauhter runder Grundfläche aus Glas aussieht, den Farbteig durch kreisrundes Reiben auf der Unterfläche zu einer brauchbaren Farbe zu verarbeiten. Dieses „Anreiben“ ist notwendig, damit sich das Leinöl so innig wie möglich mit dem Pigment verbindet. Nach circa 20 Minuten (jawohl!) ist die Farbe dann gebrauchsfertig.Ein ziemlich langwieriger Prozess, der in den großen Ateliers natürlich allmorgendlich von den Lehrlingen erledigt wurde. Aufgrund dieser langen und auch anstrengenden Vorarbeit, begann man bald mit einer begrenzten, der so genannten limitierten Palette zu arbeiten, weil man als Profimaler natürlich gelernt hatte, wie man aus den Grund- oder Primärfarben (fast) alle anderen Farbtöne hervorzaubern kann. Die Primärfarben, also die Töne, die nicht durch Mischen hergestellt werden können, sind Gelb, Rot und Blau. Theoretisch kann man damit alles andere ermischen, aber man stellt schnell fest, dass man sich leichter tut, wenn noch ein paar Töne dazu kommen. Als da wären: Weiß, helles Braun, zum Beispiel Sienna natur, und dunkles Braun, bevorzugt Gebrannte Umbra.
Anfang des 20. Jahrhunderts lebte der sehr bekannte schwedische Maler Anders Zorn (1860-1920), der vor allem Landschafts- und Portraitmaler war. Von ihm stammt die berühmte „Zorn-Palette“, die nur aus vier Farben besteht: Gelber Ocker, Cadmiumrot mittel, Elfenbeinschwarz und Kremser Weiß (Bleiweiß, das heute nicht mehr, oder nur schwierig, erhältlich ist). Man mag es kaum glauben, dass er mit derart wenig Farbtönen, ein so farbnüanciertes Werk schaffen konnte. (einfach mal bei Google „Anders Zorn“ und Bilder eingeben).
Ganz so puristisch wollen wir es nicht angehen, deshalb hier ein Vorschlag zu einer „erweiterten limitierten Palette“:

Sienna Natur
Gebrannte Umbra
Chromgelb (warm)
Cadmiumgelb (kalt)
Alzarinrot (warm)
Scharlachrot (kalt)
Ultramarinblau (warm)
Kobaltblau (kalt)
Titanweiß

Schwarztöne werden durch Mischen von Ultramarinblau und Gebrannter Umbra erhalten, Hautöne mit Sienna Natur, Alizarinrot (ein Hauch!), Titanweiß und einer Spur von Kobaltblau (noch ein Hauch!) erreicht. Alle anderen Farbtöne sind durch Mischen mit diesen Grundfarben herzustellen. Die Qualität der Farben ist auf den Tuben angegeben und besteht meist aus drei Kategorien: 1. Feinste Künstlerölfarbe, 2. Feine Künstlerölfarbe und 3. Akademie- oder Studienölfarbe. Am Anfang können wir uns beruhigt mit Akademie/Studienölfarben eindecken, die für unsere ersten Versuche absolut ausreichend sind.
Hier noch ein kleiner Quiz, mit dem man sich helfen kann, den richtigen Farbton zu treffen, wenn man mal blockiert ist.
1. Sollte die angemischte Farbe heller sein, um die Vorgabe zu erreichen?
2. Sollte die Farbe dunkler sein?
3. Braucht die Farbe mehr Gelb?
4. Braucht die Farbe mehr Blau?
5. Braucht die Farbe mehr Rot?
Wenn man diese fünf Fragen durch dazumischen der entsprechenden Farben beantwortet hat, sollte der richtige Farbton jetzt auf der Palette zur Weiterverwendung liegen.À propos Farben, mischen, mischen, mischen
Wenn wir heutzutage in einen Künstlerbedarfsladen gehen, sind wir als erstes von Regalmetern an Farben überwältigt und überfragt. So viele verschiedene Farbtöne, so viele verschiedene Qualitäten, so viele verschiedene Hersteller! Zur Beruhigung: Alles halb so schwer und kompliziert, wie es aussieht.
Um nochmal auf die Alten Meister zurückzukommen, zu deren Zeiten gab es noch keine Tuben, denn die wurde es um 1860 vom amerikanischen Maler John Rand erfunden. Im 16. Jahrhundert mussten die Farben noch von Hand angerieben werden. Dazu gab mein Häuferl Pigment (das Farbpulver) auf eine aufgerauhte Glasplatte, fügt ein paar Tropfen Leinöl dazu und vermengte das Ganze mit einem Palettenmesser zu einem homogenen Teig. Anschließend fing man an mit dem so genannten Läufer, einem Teil aus Glas, das wie ein übergroßer Stempel mit aufgerauhter runder Grundfläche aus Glas aussieht, den Farbteig durch kreisrundes Reiben auf der Unterfläche zu einer brauchbaren Farbe zu verarbeiten. Dieses „Anreiben“ ist notwendig, damit sich das Leinöl so innig wie möglich mit dem Pigment verbindet. Nach circa 20 Minuten (jawohl!) ist die Farbe dann gebrauchsfertig.Ein ziemlich langwieriger Prozess, der in den großen Ateliers natürlich allmorgendlich von den Lehrlingen erledigt wurde. Aufgrund dieser langen und auch anstrengenden Vorarbeit, begann man bald mit einer begrenzten, der so genannten limitierten Palette zu arbeiten, weil man als Profimaler natürlich gelernt hatte, wie man aus den Grund- oder Primärfarben (fast) alle anderen Farbtöne hervorzaubern kann. Die Primärfarben, also die Töne, die nicht durch Mischen hergestellt werden können, sind Gelb, Rot und Blau. Theoretisch kann man damit alles andere ermischen, aber man stellt schnell fest, dass man sich leichter tut, wenn noch ein paar Töne dazu kommen. Als da wären: Weiß, helles Braun, zum Beispiel Sienna natur, und dunkles Braun, bevorzugt Gebrannte Umbra.
Anfang des 20. Jahrhunderts lebte der sehr bekannte schwedische Maler Anders Zorn (1860-1920), der vor allem Landschafts- und Portraitmaler war. Von ihm stammt die berühmte „Zorn-Palette“, die nur aus vier Farben besteht: Gelber Ocker, Cadmiumrot mittel, Elfenbeinschwarz und Kremser Weiß (Bleiweiß, das heute nicht mehr, oder nur schwierig, erhältlich ist). Man mag es kaum glauben, dass er mit derart wenig Farbtönen, ein so farbnüanciertes Werk schaffen konnte. (einfach mal bei Google „Anders Zorn“ und Bilder eingeben).
Ganz so puristisch wollen wir es nicht angehen, deshalb hier ein Vorschlag zu einer „erweiterten limitierten Palette“:

Sienna Natur
Gebrannte Umbra
Chromgelb (warm)
Cadmiumgelb (kalt)
Alzarinrot (warm)
Scharlachrot (kalt)
Ultramarinblau (warm)
Kobaltblau (kalt)
Titanweiß

Schwarztöne werden durch Mischen von Ultramarinblau und Gebrannter Umbra erhalten, Hautöne mit Sienna Natur, Alizarinrot (ein Hauch!), Titanweiß und einer Spur von Kobaltblau (noch ein Hauch!) erreicht. Alle anderen Farbtöne sind durch Mischen mit diesen Grundfarben herzustellen. Die Qualität der Farben ist auf den Tuben angegeben und besteht meist aus drei Kategorien: 1. Feinste Künstlerölfarbe, 2. Feine Künstlerölfarbe und 3. Akademie- oder Studienölfarbe. Am Anfang können wir uns beruhigt mit Akademie/Studienölfarben eindecken, die für unsere ersten Versuche absolut ausreichend sind.
Hier noch ein kleiner Quiz, mit dem man sich helfen kann, den richtigen Farbton zu treffen, wenn man mal blockiert ist.
1. Sollte die angemischte Farbe heller sein, um die Vorgabe zu erreichen?
2. Sollte die Farbe dunkler sein?
3. Braucht die Farbe mehr Gelb?
4. Braucht die Farbe mehr Blau?
5. Braucht die Farbe mehr Rot?
Wenn man diese fünf Fragen durch dazumischen der entsprechenden Farben beantwortet hat, sollte der richtige Farbton jetzt auf der Palette zur Weiterverwendung liegen.

Kleine Tricks und Tipps aus dem echten MalerlebenDem weitbekannten Problem „Angst vor der leeren Leinwand“ kann man entg...
12/10/2022

Kleine Tricks und Tipps aus dem echten Malerleben
Dem weitbekannten Problem „Angst vor der leeren Leinwand“ kann man entgehen, indem man als Erstes so viel Farbe auf die Malfläche bringt, wie möglich. Großzügig mit breitem Pinsel arbeiten und immer daran denken, dass man bei dem Malen mit Ölfarben alles ändern kann! Jetzt bloß nicht kleinteilig werden und an Details hängen bleiben! Wenn erstmal überall Farbe auf dem Bild ist, zurücktreten und aus größerer Entfernung begutachten. Für kleine Leinwände (zum Beispiel 30 x 40 cm) mindestens drei Meter, für größere Formate sollten es schon mal fünf Meter sein. Überhaupt sollte man es sich zur Regel machen, nach einigen Minuten des Malens das Bild mit Abstand zu betrachten. Ein berühmter Portraitmaler aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, John Singer Sargent, hatte einen langen Läufer, der zur Staffelei führte. Er setzte einen Strich auch die Leinwand und ging dann circa 6-7 Meter zurück, rannte wieder vor zur Leinwand und versetzte dem Maltuch einen weiteren Pinselhieb, lief wieder zurück, und so weiter. Angeblich soll er eine stattliche Zahl persischer Läufer durch seine Lauferei verschlissen haben. Das Betrachten des entstehenden Werks ist sinnvoll, weil niemand 50 cm vor dem Bild (die normale Distanz beim Malen im Sitzen) stehen bleibt um es zu bewundern, sondern immer mindestens einige Meter vom Werk entfernt ist. Erst durch den Abstand verschmelzen die Farben und Formen zu den gewünschten Gebilden. Übrigens sollte man es sich zur Gewohnheit machen, das Bild beim kritischen Betrachten, dies immer mit leicht zusammen gekniffenen Augen zu tun. So sieht man viel besser, ob sich Farben gut voneinander unterscheiden, beziehungsweis trennen. Ein probater Trick ist auch, das Bild im Spiegel zu anzuschauen. Im Spiegelbild erkennt man kurioserweise sofort die Fehler im Bild, die einen beim normalen Hinsehen nicht aufgefallen sind.
Keine Angst vor großen Pinseln! Es empfiehlt sich, immer einen Pinsel zu nehmen, der eine Nummer größer als nötig ist. Erstens wird der Strich dadurch lockerer und zweitens kann man mehr Farbe aufnehmen, was einen flüssigeren Arbeitsablauf bietet. So ganz nebenbei, wir arbeiten immer mit „schmutzigem“ Pinsel. Das Malmittel ist keine Flüssigkeit zum Pinselauswaschen! Es dient nur in ganz kleiner Dosis die Farbe geschmeidiger zu machen. Den Pinsel reinigt man so: Mit Küchenpapier gründlich (aber nicht zu heftig!) abwischen, dann die neue Farbe aufnehmen und noch einmal gründlich abwischen. wenn man jetzt die neue Farbe aufnimmt ist der Pinsel zu 90% von der alten Farbe befreit und das bisschen, das noch übrig ist, hilft die Farbflächen harmonischer zu gestalten. ein Bild kommt viel besser „zusammen“, wenn jede Farbe in ganz kleinem Teil in allen anderen Frben vorkommt.

Maler denken in Flächen, Zeichner in LinienVereinfacht gesagt besteht die Welt und alles was dazu gehört, für Künstler a...
02/10/2022

Maler denken in Flächen, Zeichner in Linien
Vereinfacht gesagt besteht die Welt und alles was dazu gehört, für Künstler aus Quadraten, Rechtecken, Kreisen, Zylindern und Dreiecken. Beim Umsetzen der dreidimensionalen Welt auf die zweidimensionale Zeichenfläche ist es gut, sich daran zu erinnern. Was ist ein Kopf? Ein Oval. Was ist ein Arm? Zwei Zylinder, die mit einer kugel (der Ellbogen) verbunden sind. Ein Oberkörper? Ein Rechteck im Hochformat. Das Becken? Ein Rechteck, Querformat. Die zwei Beine? Wie der Arm, jeweils zwei Zylinder, verbunden mit einer Kugel. Ein Hand? Ein Dreieck. Beim Zeichnen, wie beim Malen hilft es die Formen vor einem in einfache geometrische Formen zu zerledigen, um das Motiv schnell zu skizzieren. Diese Vorgehensweise macht den Einstieg ins Bild einfacher. Der zweite Vorteil? Man verliert die Erfurcht vor den zu malenden Personen, oder dem Stillleben, das man gerade angefangen hat. Das mitten im Gesicht, diesem Oval, ist keine Nase sondern ein Dreieck, die Oberlippe ein langgezogenes M, die Unterlippe ein flachgedrückter Halbkreis. Zu geometrischen Figuren hat man keine Beziehung, wir malen nicht die Nase von Onkel Rüdiger, sondern ein Dreieck. Die ganze Malerei wird plötzlich abstrakt und unsere linke Gehirnhälfte (die, in der das logische Denken, die Sprache und all die zum täglichen notwendigen Denkprozesse stattfinden) kann damit nichts anfangen, aber dafür die rechte Hälfte. Die ist für Formen zuständig, für Gefühle, Musik, für Formen und deren Erkennung. Beim Zeichnen und Malen nützt uns die linke Gehirnhälfte nichts, sie stört nur. Geübte Künstler können bewußt die linke Gehirnhälfte stumm schalten, wenn sie sich an die Arbeit machen. Eine Fähigkeit, die jeder mit entsprechender Übung lernen kann. Serafina hat dafür ein genauso einfache, wie geniale Übung entwickelt. Man lässt sich von jemanden eine kontinuierliche Linie auf ein DIN A 4 Blatt (am besten Querformat) zeichnen. Die Linie mäandert über die Seite in Kurven und Geraden und bildet dadurch ein abstraktes Gebilde. Die Linie sollte sich nicht überkreuzen oder überlagern, eine einfache Linie, die zum Beispiel links oben anfängt und rechts unten endet. Die Aufgabe: Diese abstrakte Linie so genau wie möglich abzuzeichnen. Das Geniale an der Aufgabe ist die Abstraktion der Linie, damit kann die linke Gehirnhälfte nichts anfängen und muss der rechten Seite die Arbeit überlassen. Je mehr und je öfter man diese Aufgabe macht, desto mehr und desto schneller lernt man beim Zeichnen und Malen die rechte Gehirnhälfte einzusetzen. Wenn man dann ein Portrait zeichnet oder malt, denkt man eben nicht mehr, das ist eine Nase, das ist ein Auge, sondern man sieht nur noch abstrakte Linien und Flächen, aus denen schlußendlich ein Gesicht entsteht.

Das Malen, oder was sonst noch wichtig istBeim Malen mit Ölfarben gibt es eine eherne Regel: Fett auf mager. Für diejeni...
15/09/2022

Das Malen, oder was sonst noch wichtig ist
Beim Malen mit Ölfarben gibt es eine eherne Regel: Fett auf mager. Für diejenigen, die von der Acrylfarbe kommen, eine kurze Erklärung. Acryl- und Ölfarbe verwenden zwar die selben Pigmente, also das „Farbpulver“, das sie zu rot, blau oder gelb werden lassen, aber sie trocknen völlig verschieden auf dem Untergrund. Acrylfarben trocknen pysikalisch auf, während Ölfarben oxidieren, das heißt, sie trocknen chemisch. Acrylfarben bestehen aus Pigment sowie einer Acryl(Kunststoff)-Wasser-Emulsion, in der dieses gebunden ist. Wird die Farbe auf das Substrat, dem Bilduntergrund, aufgetragen, beginnt der Wasseranteil zu verdunsten. Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit kann das zwischen 20 Minuten und einer Stunde dauern. Ist das Wasser erstmal verdunstet, verbindet sich der Acrylteil mit dem Pigment unlösbar mit dem Untergrund und kann auch mit viel Wasser und gutem Willen nicht mehr angelöst werden. Ganz anders die Ölfarbe. Bei der besteht das Bindemittel aus Öl, meistens Leinöl, bei Weißtönen auch Walnussöl und das trocknet nicht durch Verdunstung, sondern der Ölanteil verfestigt sich allmählich durch den Sauerstoffanteil der Luft, er oxidiert. Dies bewirkt auch den großen Vorteil der Ölfarbe, nämlich dass die Farbe länger „offen“ bleibt, man kann sie länger verarbeiten, zum Beispiel um weiche Übergänge zu schaffen. Dieses Trocknungsverhalten können wir mit Malmitteln beeinflußen, indem wir verlangsamende oder beschleunigende Malmittel einsetzen. Bei der „Alla Prima“-Malerei (Bilder, die in einer Sitzung angefangen und zu Ende gemalt werden) empfehlen sich langsam trocknende Malmittel, bei der altmeisterlichen Schichtenmalerei (dazu mehr später), schnell trocknende Malmittel.
Hier kommt auch gleich die Kardinalregel „Fett auf mager“ zum Zug.Stellen wir uns ein Bild vor, das aus zwei Schichten Farbe besteht. Die untere Lage wurde vor ein paar Tagen aufgetragen, nun wollen wir das Bild fertig machen, indem wir auf dem bereits gemalten Teil frische Farbe aufbringen. Die untere Schicht, die schon älter ist, hat bereits begonnen zu trocknen, sprich zu oxidieren, der Vorgang ist aber noch nicht abgeschlossen. wenn wir jetzt eine „magere“ Schicht Farbe, also ohne zusätzlichem Ölanteil auftragen, wird diese Schicht unweigerlich durch das weitere Trocknen der unteren Schicht Risse bekommen, da die magere Schicht schneller oxidiert als die fette. Um dies zu vermeiden, sollte der oberen Schicht immer etwas mehr Fett durch das Malmittel hinzugefügt werden.
Eine andere, nicht so wichtige Regel besagt, man sollte vom Dunklen ins Helle malen. Wenn ich zuerst die Schattenflächen male, kann ich diese mit Weiß, oder anderen hellen Farben modulieren und dadurch heller machen. Das Gegenteil funktioniert leider nicht, außer ich warte bis der helle Ton durchgetrocknet ist, dann kann ich noch einmal mit dem dunklen drübergehen. Wenn eine Farbe erstmal durch weiß kontaminiert ist, kann man - im feuchten Zustand - nicht mehr zurück. Es gibt natürlich Maler, die beim Bildaufbau immer von Mitteltönen ausgehen, um dadurch in beide Richtungen, dunkel und hell, gehen zu können. Dies geht aber meistens nur durch ein recht pastose Malweise, bei der man, durch das Auftragen dicker Farbschichten, die jeweils darunterliegende überdecken kann. Dabei sollte man natürlich nicht „Fett auf mager“ vergessen!

Adresse

Wessobrunner Straße 4
Gauting
82131

Öffnungszeiten

Dienstag 15:00 - 18:00
Donnerstag 18:00 - 21:00
Freitag 15:30 - 18:30
Samstag 15:00 - 18:00
Sonntag 15:00 - 18:00
19:00 - 22:00

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Kunst Komma Strich erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Schule/Universität Kontaktieren

Nachricht an Kunst Komma Strich senden:

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie