21/08/2026
Der Pharao Ramses II. hatte nicht nur eine lange Regierungszeit, sondern auch zahlreiche Kinder mit seinen vier Hauptfrauen und weiteren Nebenfrauen. Viele Kinder von ihm sind in sechs seiner Tempel abgebildet oder aufgelistet, wie beispielsweise im Tempel von Abydos. Allein dort sind 45 Söhne und 40 Töchter dargestellt. Meist sind nur Kinder abgebildet oder aufgelistet, die das Säuglingsalter überlebten und die Hauptfrauen stellten in ihren Tempeln ausschließlich ihre eigenen Kinder dar.
Wie viele Kinder Ramses II. genau hatte, ist bis heute ungeklärt. Nach dem Tod von Ramses II. bestieg sein 13. Sohn Merenptah den Thron.
Quellen:
Toby Wilkinson, Aufstieg und Fall des Alten Ägypten. Die Geschichte einer Zivilisation vom 5. Jahrtausend v. Chr. bis Kleopatra (München 2015).
Lars Petersen (Hrsg.), Ramses. Göttlicher Herrscher am Nil (Karlsruhe 2016).
07/08/2026
Wer heute durch Barcelona, Palma de Mallorca, Valencia oder die kleinen Orte der Balearen reist, hört eine Sprache, die tief mit der Geschichte des Mittelmeers verbunden ist: Katalanisch.
Doch Katalanisch ist weit mehr als nur eine regionale Sprache. Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück – in eine Zeit, in der das westliche Mittelmeer von Handel, Seefahrt und kulturellem Austausch geprägt war.
Durch den Aufstieg der Krone von Aragón wurde der katalanischsprachige Raum zu einer bedeutenden politischen und wirtschaftlichen Macht. Ab 1323 bis etwa 1500 war das Katalanische eine der wichtigsten Verkehrssprachen im westlichen Mitttelmeer. Katalanischsprachige Kaufleute und Seefahrer waren zunehmend auf dem Mittelmeer unterwegs. Ihre Schiffe erreichten unter anderem Sardinien, Sizilien, Neapel, Griechenland und die Küsten Nordafrikas. Auch sizilianische Adlige, sardische Kaufleute und sogar teilweise der Heilige Stuhl sprachen Katalanisch.
Heute wird Katalanisch von Millionen Menschen gesprochen. Es ist Amtssprache in Katalonien, auf den Balearen und in Valencia – dort unter der Bezeichnung Valencianisch – sowie in Andorra, wo es sogar die einzige Amtssprache ist.
Quellen:
Rolf Eberenz: Katalanisch und Romanisch in: Günter Holtus/Michael Metzeltin/ Christian Schmitt: Lexikon der romanischen Linguistik, Bd. 8, S. 83- 92,Tübingen 1998.
Thomas N. Bisson: The Medieval Crown of Aragon. A short history, Oxford 1991.
03/08/2026
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24/07/2026
Im 3. Jahrtausend v. Chr. lebte Enḫeduana, Tochter des Königs Sargon von Akkad und Hohepriesterin des Mond- und Stadtgottes Nanna in Ur.
Sie gilt als eine der frühesten namentlich bekannten Autorinnen der Weltgeschichte. In ihren Hymnen und Gedichten verehrte sie vor allem die Göttin Inanna – Göttin der Liebe, des Krieges.
Als Enḫeduanna aufgrund politischer Unruhen nach dem Tod ihren Vaters Sargon von Akkad aus ihrem Amt vertrieben und ins Exil geschickt wurde, fand sie in einem Heiligtum der Innana Schutz, schrieb über ihre Erfahrungen und wandte sich in ihren Texten an Inanna. Schließlich siegte Enḫeduanas Familie über ihren Widersacher Lugalane. Nach dem Konflikt über die Herrschaft des Akkadreichs konnte Enḫeduana nach Ur zurückkehren.
Bildquelle InnanaB: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/2/2b/CBS7847_Ninmeshara_Penn_Museum.jpg/500px-CBS7847_Ninmeshara_Penn_Museum.jpg
17/07/2026
"Wir sitzen wie Ameisen oder Frösche um einen Teich." Mit diesem Bild beschrieb Platon in seinem Dialog "Phaidon" (109b) die griechische Welt. Die antiken Griechen gründeten zwischen dem 8. und 6. Jahrhundert v. Chr. zahlreiche Kolonien entlang der Küsten des Mittelmeers und des Schwarzen Meeres. Gründe dafür waren unter anderem Bevölkerungswachstum, Landmangel, politische Spannungen sowie die Suche nach neuen Handelsmöglichkeiten.
Diese Kolonien (Poleis) waren keine bloßen Außenposten, sondern eigenständige Stadtgründungen mit engen kulturellen und religiösen Verbindungen zu ihren Mutterstädten (Metropoleis). So entstand ein weit verzweigtes Netzwerk griechischer Poleis, das den Austausch von Waren, Wissen und Ideen förderte. Die griechische Sprache, Kunst und Lebensweise verbreiteten sich über weite Teile des Mittelmeerraums – ein Einfluss, der bis heute nachwirkt.
Platons Vergleich macht deshalb deutlich: Die Griechen bildeten kein geschlossenes Reich, sondern eine Gemeinschaft von Stadtstaaten, die wie Frösche den gesamten „Teich“ Mittelmeer säumten.
Quellen:
Martin Mauersberg: Die „griechische Kolonisation“. Ihr Bild in der Antike und der modernen altertumswissenschaftlichen Forschung. transcript, Bielefeld 2019
Elke Stein- Hölkeskamp: Das archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer. München 2015
Karl-Wilherlm Welwei: Die griechische Frühzeit. C. H. Beck, 3. aktualisierte Ausgabe, München 2019 (Originalausgabe 2002).
Bildlink: https://www.geschichte-abitur.de/wp-content/uploads/2021/03/griechische_kolonisation.jpg
15/07/2026
Wir sind seit Kurzem bei studycheck.de und haben bereits zwei tolle Bewertungen bekommen! 😍💯
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10/07/2026
Wusstet ihr schon, dass Napoléon Bonaparte indirekt an der Entzifferung der Hieroglyphen beteiligt war?
Der Hintergrund von Napoléons Ägyptenexpedition war eigentlich ein Konflikt mit England. Da direkte Landungsversuche in England fehlschlugen, reiste Napoléon mit 38.000 Soldaten und über 150 Wissenschaftlern auf über 40 Schiffen nach Ägypten mit dem Ziel, das Land zu einer französischen Kolonie zu machen. Nach einigen erfolgreichen Schlachten gegen die Mamelucken, mussten die Franzosen schließlich in der Seeschlacht von Abukir gegen die Briten kapitulieren.
Im Zuge dieser Expedition stießen französische Soldaten in der Nähe der Stadt Rosetta auf ein Stelenfragment, auf dem der gleiche Text in drei verschiedenen Sprachen geschrieben war: Mittelägyptisch, Demotisch und Altgriechisch. Durch den Sieg der Briten über die Franzosen gelangte der Stein von Rosetta in das British Museum in London, wo er bis heute ausgestellt ist.
Der Sprachwissenschaftler Jean-François Champollion konnte anhand einer Kopie des Steins ein demotisches Alphabet ableiten und anhand der Namen Kleopatra und Ptolemaios, die im Mittelägyptischen in einer auffälligen Namenskartusche geschrieben waren, im September 1822 ein System zur Entzifferung der Hieroglyphen vorstellen.
Dies war ein wichtiger Grundstein für die weitere wissenschaftliche Erforschung Ägyptens.
Quellen:
Münchler, G.: Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron, Darmstadt 2019.
Pink, J.: Geschichte Ägyptens. Von der Spätantike bis zur Gegenwart, München 2014.
Vomberg,P./Witthuhn, O.: Hieroglyphenschlüssel, Wiesbaden 2008.
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22/04/2026
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Kenncode: 6v4ArP
02/04/2026
Das KSMed-Team wünscht frohe Ostern!!!🎉
Beim Osterfest in Bulgarien gibt es eine spannende Tradition: Duelle mit Eiern! Zunächst werden die Eier gekocht und gefärbt. Am Ostersonntag nehmen die Menschen jeweils ein Ei mit in die Kirche. Nach der Messe beginnen die Eierduelle. Dabei werden zwei Eier mit der Spitze aneinandergeschlagen. Die Person, die als letzte eine heile Eierschale vorweisen kann, gewinnt. Ihr steht ein besonders glückliches Jahr bevor.
Quelle: https://www.geo.de/geolino/mensch/10390-rtkl-ostern-weltweit-alte-osterbraeuche