Der TrauerCoach

Der TrauerCoach Die TrauerCoach-Academy bietet Trauernden, in der Trauer Arbeitenden als auch Rettungskräften eine

25/07/2026

✨ Du glaubst, du kommst da nur mit Tabletten durch? Ich sag dir: Die Fähigkeit, diese Zeit zu tragen, steckt längst in dir. 🖤

Mein Appell, wenn du in eine traumatische Situation rund um einen Verlust gerätst: Lass – wenn es irgendwie machbar ist – die Finger von Medikamenten.

Denn es ist eine Entscheidung. Auch wenn du noch gar nicht weißt, wie du das schaffen sollst, kannst du trotzdem sagen: „Nein. Ich will keine Chemie, die mein Gehirn in seiner natürlichen Funktion ausbremst. Ich will diesen Prozess wirklich durchleben – natürlich."

Ganz allein ist das ein bisschen schwer, wenn man nicht weiß, wie Trauer eigentlich funktioniert. Deshalb: Such dir Menschen, die dich betreuen – die dich Schritt für Schritt durch das Abschiednehmen und durch die Trauer führen, die vor dir liegt.

Und dann wirst du überrascht sein – oft ziemlich schnell: Vielleicht dauert die Trauer gar nicht so lange, wie du gerade denkst.

💬 Was hält dich gerade mehr – der Schmerz selbst, oder die Angst, ihn ohne Hilfsmittel zu spüren? Schreib es mir in die Kommentare oder per DM. Ich lese jede Nachricht. 🖤

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24/07/2026

💊 „Nur eine Pille, damit ich da durchkomme." Klingt harmlos. Ist es aber oft nicht. 🖤

Medikamente gegen den Schmerz – egal in welcher Form – bergen eine große Gefahr: Abhängigkeit. Und die kann dir den Rest deines Lebens zu schaffen machen.

Stell dir vor, wir gehen 5 Jahre in die Zukunft. Du schaust zurück. Natürlich ist da noch Trauer – der Verlust bleibt traurig, das wird auch so sein. Aber du kannst inzwischen gesund trauern. Der Gedanke an den Verstorbenen macht dich ruhig statt kaputt. Ein Lied stimmt dich kurz melancholisch – und trotzdem ist alles in Ordnung.

Das ist die eine Möglichkeit.

Die andere: Du stehst 5 Jahre später da und kämpfst nicht mehr mit der Trauer – sondern damit, überhaupt wieder vom Medikament loszukommen. Entzug, Kuren, Abhängigkeit.

Überleg dir ganz genau, was du dir da antust. Der Schmerz gehört zur Trauer dazu – die Sucht muss es nicht.

💬 Hast du selbst schon erlebt, wie schnell aus einer „Hilfe" eine Abhängigkeit werden kann? Schreib es mir in die Kommentare oder per DM. Ich lese jede Nachricht. 🖤

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23/07/2026

🤝 „Was mache ich jetzt eigentlich?" – Diese Frage steht nach einem Todesfall plötzlich riesengroß im Raum. Und niemand hat sie dir je beigebracht. 🖤

Wenn du einen Menschen verlierst, durchlebst du auf einmal Prozesse, die dir bis dahin völlig fremd waren. Genau deshalb spreche ich von Betreuung: jemand an deiner Seite, der dir Schritt für Schritt sagt, was jetzt dran ist.

Nimm den Abschied im Abschiedsraum. Wie sieht der Verstorbene aus? Was erwartet mich da gleich? Klar bist du nervös. Klar hast du vielleicht Angst. Das ist völlig in Ordnung – und du bist in Ordnung, genau so wie du bist.

Mein Rat: Mach den ersten Schritt in den Raum. Und dann bleib einfach stehen. Warte, bis sich die Nervosität ein bisschen legt. Und dann gehst du einen Schritt weiter. Und wenn das Ganze eine Stunde dauert? Dann dauert es eben eine Stunde. Das spielt überhaupt keine Rolle.

Das ist Betreuung. Nicht „Reiß dich zusammen." Sondern: „Ich bin da, wir gehen das gemeinsam – in deinem Tempo."

💬 Hattest du bei einem Abschied jemanden an deiner Seite – oder musstest du da ganz allein durch? Schreib es mir in die Kommentare oder per DM. Ich lese jede Nachricht. 🖤

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22/07/2026

💊 „Nimm was, dann kommst du da durch." – So gut gemeint dieser Satz auch ist: Er kann einen Menschen um seinen eigenen Abschied bringen. 🖤

In zwei Fällen aus meiner Arbeit waren Angehörige nach der Todesnachricht so traumatisiert, dass ihr Hausarzt ihnen am nächsten Morgen starke Betäubungsmittel verschrieben hat. Einmal eine Mutter, einmal eine Ehefrau.

Und dann saßen sie mir im Trauergespräch gegenüber – körperlich da, innerlich wie ausgeschaltet. Benebelt. Gleichgültig. Sie konnten nicht einmal mehr weinen. 😶

Genau das ist das Problem: Wer den Schmerz komplett wegdrückt, drückt oft auch den Abschied weg. Und der Abschied ist kein Luxus – er ist der Anfang echter Verarbeitung.

Weinen ist kein Zusammenbruch. Weinen ist Heilung in Bewegung. 🌊

Wenn dich ein Verlust aus der Bahn wirft, hol dir echte Betreuung – jemanden, der dich durch diese Zeit trägt. Nicht nur eine Pille, die den Schmerz auf Pause drückt.

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20/07/2026

🛑 Er dachte, das Reden zieht sie runter. Dabei zog ihn sein Schweigen runter.

Carola hat ihren Sohn Sven verloren. Später ihre Tochter. Und dann auch noch ihren Mann Peter. 🕯️

Peter starb an Krebs. Zu Hause. Und irgendwann stand die Frage im Raum, die kein Mensch je stellen möchte:

"Wie lange muss er noch leiden? Darf er endlich gehen?"

Aber es gibt noch etwas, das mir aus diesem Gespräch nicht mehr aus dem Kopf geht.

Nach Svens Tod hatte Carola Kontakt zu einem Trauernde-Eltern-Forum aufgenommen. Sie hat geredet. Sie hat sich ausgetauscht. Sie hat Menschen getroffen — zu manchen hat sie bis heute Kontakt. ❤️

Und Peter sagte damals zu ihr:

"Was machst Du da eigentlich? Du machst Dich kaputt. Das zieht Dich doch runter."

Er hat sich geirrt.

Carola sagt heute:

"Nein. IHN hat es runtergezogen. Sein Schweigen. Sein In-sich-Reinfressen." 💔

Sie hat es rausgelassen. Er hat alles in sich behalten.

Und das ist der Punkt, den ich Dir mitgeben will:

Schmerz, den Du in Dich hineinfrisst, verschwindet nicht. Er arbeitet weiter — nur unsichtbar. ⚠️

Reden ist keine Schwäche. Reden ist Überleben.

Und dann sagt Carola über Peters Tod diesen einen Satz, der alles über sie erzählt:

"Ich fresse es nicht in mich rein. Und ich freue mich, dass er keine Schmerzen mehr haben muss." 🌿

Das ist gesunde Trauer. Genau so.

🎙 Das ganze Gespräch mit Carola hörst Du in Folge #060 "Wenn dein Kind plötzlich nicht mehr nach Hause kommt" — auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts.
🔗 https://youtu.be/cgcUijXn-tY

Redest Du über Deinen Verlust — oder frisst Du ihn in Dich hinein? Schreib es mir gern in die Kommentare. Ich lese jeden einzelnen. 💬

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19/07/2026

⏰ Es sind die Uhrzeiten, die Dich einholen

Ich sage es immer wieder: Sobald die Beisetzung vorbei ist, beginnt der eigentliche Alltag. Und genau da wird es schwer. 🕯️

Carola beschreibt es so:

Es waren die Uhrzeiten.

Die Uhrzeit, zu der Sven sonst vom Geschäft nach Hause gekommen wäre. Zack — und der Gedanke war da: "Jetzt wäre Sven eigentlich hier."

Die Uhrzeit, zu der er zu seinen Kumpels aufgebrochen wäre. "Jetzt wäre Sven jetzt unterwegs."

Es hört nicht auf. Der Alltag läuft weiter — und mittendrin sind diese kleinen Stiche. 💔

Aber dann sagt Carola etwas, das mich bis heute berührt:

"Ich war gar nicht so allein. Seine Kumpels waren eigentlich immer für mich da."

Es hat geklingelt — und Rocco stand vor der Tür. 🚪
Ellen wohnte gegenüber.
Die Jugendlichen haben sie komplett aufgefangen.

Und immer, wenn sie am PC saß und der Gedanke kam — "Sven..." — dann hat genau in diesem Moment jemand angerufen und gefragt: "Wie geht's Dir?" ❤️

Sie nennt es Gedankenübertragung.

Ich nenne es das, was Trauernde am dringendsten brauchen: Menschen, die einfach da sind. 🌿

Nicht mit den perfekten Worten. Nicht mit Ratschlägen.

Einfach da.

👉 Wenn Du jemanden kennst, der trauert: Ruf an. Klingel. Frag nach. Auch Monate später. Gerade dann.

🎙 Das ganze Gespräch mit Carola hörst Du in Folge #060 "Wenn dein Kind plötzlich nicht mehr nach Hause kommt" — auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts.
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Welche Uhrzeit holt Dich immer wieder ein? Schreib es mir in die Kommentare. 💬

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18/07/2026

❤️ "Du bist jetzt der Sven. Du hockst Dich hin und machst mit."

19 Wochen nach Svens Tod stand sein Geburtstag an. Und die Familie sprach immer wieder davon. 🕯️

Ich war derjenige, der gedrängt hat: Wir machen eine Party.

Eine Party. Für einen Jungen, der nicht mehr da ist.

Und wir haben es getan. Wir haben sein Bild aufgestellt — und mit Sven gefeiert. 🎉

War es von der ersten Sekunde an leicht? Natürlich nicht. Niemand kam rein und rief "Yes!".

Aber dann ist etwas passiert.

Man hat Spaß gehabt. Es wurde gelacht. Selbst die, von denen man es am wenigsten erwartet hätte, haben an diesem Abend gelacht. ✨

Und Svens Freunde haben zu mir gesagt:

"Du musst jetzt den Sven ersetzen. Wir zeigen Dir, wie wir gefeiert haben. Du bist jetzt der Sven. Du hockst Dich jetzt dahin und machst mit."

Das waren die Worte von Jugendlichen. Einfach so. ❤️

Carola sagt heute über diesen Abend nur einen Satz:

"Der Abend war Wahnsinn."

Und genau darum geht es. 🌿

Freude ist kein Verrat. Lachen ist keine Untreue.
Du darfst Dir die Freude im Schmerz nicht verbieten.

Denn wer die Freude dauerhaft unterdrückt, macht sich langfristig krank.

🎙 Das ganze Gespräch mit Carola hörst Du in Folge #060 "Wenn dein Kind plötzlich nicht mehr nach Hause kommt" — auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts.
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Wie denkst Du darüber: Darf man in der Trauer lachen? Schreib es mir in die Kommentare. 💬

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17/07/2026

🛑 "Du brauchst nicht zu weinen." Der gefährlichste Satz nach einem Verlust.

Am Abend, an dem Carolas Sohn Sven tödlich verunglückte, waren Ersthelfer da. Sie haben zu Carolas Tochter gesagt: "Du, hör zu, das schaffst du." 🕯️

Und dann kam der Satz: "Du brauchst nicht zu weinen."

Gut gemeint. Und trotzdem falsch.

Denn sie hat es getan. Sie hat das Weinen unterdrückt. 💔

Carola sagt heute: "Das war nicht ganz so gut. Aber das haben wir erst später gemerkt."

Und genau darum geht es. Unterdrückte Tränen verschwinden nicht. Sie warten.

Erst Wochen später, beim Trauernde-Eltern-Forum, als sie gemeinsam Luftballons steigen ließen, konnte sie endlich richtig weinen. 🎈

Da durfte es raus.

Und dann ist da noch die andere Tochter, Jenny. Am ersten Tag war sie einfach nur still. Ruhig. Sie ist es bis heute.

Menschen trauern verschieden. Es gibt kein richtig und kein falsch. ❤️

Was es aber gibt: die Wahrheit, dass das Leben weitergeht. Ob Du willst oder nicht.

Carola wusste das schon an diesem Abend: "Ich habe noch die andere Tochter. Sie soll nicht immer nur traurig sein."

Weinen dürfen. Weitergehen dürfen. Beides gleichzeitig. 🌿

Das ist keine Untreue. Das ist gesunde Trauer.

🎙 Das ganze Gespräch mit Carola hörst Du in Folge #060 "Wenn dein Kind plötzlich nicht mehr nach Hause kommt" — auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts.
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Hat Dir auch schon mal jemand gesagt, Du sollst nicht weinen? Schreib es mir in die Kommentare. 💬

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16/07/2026

🎵 Und dann kam wieder dieses eine Lied

Carola hat ihren Sohn Sven verloren. Plötzlich. Von einer Sekunde auf die andere. 🕯️

Ich habe Sven damals abgeholt. Und ich habe zu Carola gesagt: "Der Sven ist jetzt mitten unter euch."

Sie sagt heute: Das war beruhigend. Man hat ihn gespürt. Er war da. ❤️

Und dann ist etwas passiert, das sie bis heute nicht loslässt.

Als wir Sven nach Hause gebracht haben, lief im Radio ein bestimmtes Lied. Auf dem Rückweg: dasselbe Lied. 🎵

Was damals niemand von uns wusste: Sven hatte genau dieses Lied eine Woche vor seinem Tod gehört. Und zu seiner Mutter gesagt: "Mama, das musst Du Dir mal anhören."

Es blieb nicht dabei.

Carolas Freundin kaufte später Svens Auto. Sie stieg ein — und das Lied lief. 💫
Carolas Mann fuhr von der Arbeit nach Hause — und das Lied lief.

Immer wieder. Über Monate.

Bis ihr Mann irgendwann sagte: "Du, ich höre nichts mehr vom Sven."

Und in derselben Nacht — ohne dass einer vom anderen wusste — kam Carolas Tochter zu ihr und sagte:

"Mama, der Sven hat heute Nacht zu mir gesagt: Der Papa soll mal besser zuhören." ✨

Nenn es Zufall, wenn Du magst.
Carola nennt es Verbundenheit. 🕊️

🎙 Das ganze Gespräch mit Carola hörst Du in Folge #060 "Wenn dein Kind plötzlich nicht mehr nach Hause kommt" — auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts.
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Hast Du auch so ein Zeichen erlebt? Erzähl es mir gern in den Kommentaren. 💬

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15/07/2026

🌌 Du hast keine Seele. Du BIST eine Seele!

Wenn Du zum ersten Mal einen Menschen verlierst, stehst Du völlig unvorbereitet da. Und dann kommt diese eine Frage, die Dich nachts wachhält: 🕯️

"Warum gerade er? Warum gerade sie?"

Lauter Fragen — und keine einzige Antwort.

Dabei ist das Wichtigste, wenn Dich ein Verlust frisch trifft, genau das: Antworten zu bekommen. 💡

Und wenn es auf die eine große Frage keine Antwort gibt — dann ist es umso wertvoller, wenn es wenigstens eine Erklärung gibt. Über das Leben. Über das Wesen, das Du bist.

Denn Du hast keine Seele.
Du BIST eine Seele. ✨

Und zwar eine ziemlich wundervolle. Denn als die Seele, die Du bist, bist Du Teil des Göttlichen.

Wenn der Körper stirbt, in dem Du beheimatet bist — wenn die Biologie endet — dann trennt sich der Geist auf. 🌊

Der Verstand, das Bewusste, stirbt mit der Biologie mit.

Aber was bleibt, ist das Wesen, das Du bist. Es lässt den Körper einfach hinter sich, der in der Natur wieder vergeht.

Das Wesen ist und bleibt Göttlichkeit. 💫

Und das gilt auch für den Menschen, den Du verloren hast. Er ist mehr als sein Körper. Er war es immer. ❤️

🎙 Die ganze Folge #059 "Wovor haben wir wirklich Angst, wenn der Körper den Geist aufgibt?" gibt es auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts.
🔗 https://youtu.be/Pnjg6_oOkXc

Was denkst Du: Was bleibt von uns? Schreib es mir in die Kommentare. 💬

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Adresse

Sandmühlenweg 5
Gärtringen
71116

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