06/12/2025
🎁 NIKOLAUS – ANTHROPOLOGISCH GESEHEN
(mit einer Ikone, die aus einem künstlerischen Prozess über 90 Minuten mit KI entstanden ist)
Heute ist der 6. Dezember.
Heute ist Nikolaus.
Und ich betrachte diese Gestalt im Licht zweier Kapitel meiner Anthropologie:
Selbsterkenntnis und Einheit allen Seins.
Die Ikone, die du oben siehst, ist kein historisches Dokument und auch keine Reproduktion eines Originals.
Sie ist das Ergebnis eines künstlerischen Dialogprozesses, der fast 90 Minuten dauerte – ein vorsichtiges Herantasten an Form, Gesicht, Licht und Symbolik.
Schritt für Schritt entstand ein Bild, das das zeigt, was für meine Arbeit wesentlich ist:
eine menschliche Figur, klar, mild, wach – und erkennbar.
Die Erzählung berichtet, dass Nikolaus die Not dreier junger Frauen wahrnahm.
In dieser Szene zeigen sich zwei anthropologische Grundfiguren:
👉 Selbsterkenntnis
Selbsterkenntnis und Welterkenntnis gehören zusammen.
Wer die Welt erkennt, erkennt zugleich sich selbst –
die eigenen Möglichkeiten, die eigene Verantwortung, den eigenen Raum des Handelns.
Nikolaus sah die Lage der Mädchen
und erkannte zugleich, was er selbst tun konnte.
👉 Einheit allen Seins
Die zweite Figur ist die Erfahrung,
dass wir nicht getrennt sind.
Die Not des anderen ist nicht „fremd“,
sondern berührt uns als Teil eines gemeinsamen Seins.
Aus diesem Gefühl der Verbundenheit entsteht sein stilles, wirksames Handeln.
So erscheint Nikolaus – jenseits aller späteren Ausschmückungen –
als Beispiel dafür, wie Selbsterkenntnis, Welterkenntnis und Einheit
menschliches Handeln erst möglich machen.
📘 Anthropologie. 12 Spaziergänge durch den Garten des Philosophen an der Oberen Donau
📚 Andreas Stefan Geiger · Violonisto Verlag
📖 ISBN Print: 978-3-9824992-1-5
📱 ISBN E-Book: 978-3-9824992-0-8
📌 Einsicht und Verbundenheit sind Kräfte, die Wirklichkeit verändern können.