MHBC - Akademie für Mental Health & Business Coaching
Unsere Akademie bietet Aus- und Fortbildungen im Bereich Mentale Gesundheit und Coaching an.
12/11/2025
Manchmal reagieren wir als Erwachsene mit Gefühlen oder Gesten, die nicht zu unserem heutigen Alter passen.
Ein plötzliches Aufstampfen.
Verschränkte Arme.
Heftige Hilflosigkeit.
Übertriebene Wut.
Das wirkt von außen oft „unlogisch“.
Innerlich ist es jedoch ziemlich logisch.
Wenn ein starkes Erlebnis in der Kindheit zu überwältigend war, friert ein Teil von uns in genau diesem Moment ein.
Mit der damaligen Wahrnehmung.
Mit den damaligen Bewältigungsstrategien.
Mit den damaligen Gefühlen.
Jahre später reicht ein bestimmter Auslöser – ein Tonfall, ein Blick, eine Atmosphäre – und dieser eingefrorene Anteil meldet sich zurück.
Nicht, um zu nerven.
Sondern um zu schützen.
Das nennt man Altersregression:
ein Rückrutschen in den inneren Zustand, der damals entstanden ist.
Der erwachsene Mensch reagiert – aber der Impuls kommt aus einem viel jüngeren Teil.
Und genau hier beginnt oft die eigentliche Arbeit:
Das Verstehen, das Einordnen und das behutsame Auftauen dieses alten inneren Zustands.
11/11/2025
m Coaching oder der Therpie fangen unsere Klient:innen oft an, in Themen zu springen. Und Viele entschuldigen sich dann nachher, dass sie nicht chronologisch in ihrer Erzählung vorgegangen sind. Aber ist das überhaupt sinnvoll? Tatsächlich nicht. Die Psyche ist nicht linear oder biographisch organisiert, sondern in Netzwerken. Und deshalb kommt man beim Erzählen nicht auf das nächste zeitliche Ereignis, sondern auf das Thema, das mit dem Ereignis verbunden ist. Wir sollten also unsere Klient:innen nicht bitten, alles der chronologischen Reihenfolge nach zu erzählen. Ansonsten gehen uns wichtige Informationen verloren.
10/11/2025
Manchmal ist EMDR fast wie ein Film, bei dem die Psyche Regie spielt und alles ganz automatisch abläuft. Du siehst förmlich, wie sich etwas löst. Nicht abstrakt, sondern sehr konkret. Die Mimil verändert sich, der Mundwinkel formt sich. Die Schultern werden locker. Ein feines Lächeln und sowas wie ein ‚innerer Frieden‘ kehren ein. Und ehrlicherweise einer der Momente, auf den ich mich am meisten in den Ausbildungen freue. Zu sehen, wie unsere Teilnehmer:innen diesen Moment erleben. Weil man wirklich beobachten kann, wie die bilaterale Stimulation in Echtzeit wirkt. Und das nach wenigen Minuten. Das sind Momente, die berühren. Nicht nur mich. Und die zeigen, wie kraftvoll diese Methode ist. Lasst sie und weiter nach draußen tragen und Menschen damit Alternativen anbieten. Welche Erfahrung hast Du mit EMDR gemacht?
09/11/2025
Das erste EMDR-Wochenende hat wieder gezeigt, warum ich diese Methode so schätze.
Wir hatten Teilnehmer:innen, die ihre eigenen Themen mitgebracht haben. Ganz normal bei EMDR. Es gehört dazu, in die Übung zu gehen, die Methode selbst zu spüren und dem Nervensystem Raum zu geben.
Und dann passiert genau das, was wir an diesem Wochenenden immer erleben:
Veränderung.
Schnell.
Spürbar.
Themen, die lange auf den Nägeln brannten, wirkten plötzlich leichter.
Manche hatten auf einmal nicht mehr diese Schwere.
Andere verloren sogar komplett ihre Bedeutung.
Nicht durch Druck.
Nicht durch Analysieren.
Sondern durch einen klaren, gut geführten Prozess.
Geniale Momente.
Sie erinnern daran, wie viel Bewegung möglich ist, wenn man mit der richtigen Methode arbeitet und sich traut, einen Schritt nach innen zu gehen.
Ein starkes Wochenende.
Mit tollen Menschen.
Und vielen kleinen Aha-Momenten, die noch nachwirken werden.
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt der Raum.“ – Viktor E. Frankl**
Und genau in diesem Raum liegt die Chance: innehalten. wahrnehmen. neu wählen.
Ob in Therapie oder Alltag – impulsive oder manipulative Gespräche fordern unser Nervensystem heraus. Die automatische Reaktion? Rückzug, Rechtfertigung oder Gegenangriff. Aber wer gelernt hat, den Moment dazwischen zu bemerken, gewinnt Einfluss zurück.
🎯 In der Arbeit mit Klient:innen bedeutet das:
Nicht *anders reagieren* – sondern *bewusst reagieren lernen*.
Mit Achtsamkeit, klaren Grenzen und kleinen Pausen entsteht Sicherheit – nicht nur im Kontakt mit anderen, sondern vor allem mit sich selbst.
🧠 Und genau dabei begleiten wir als Therapeut:innen oder Coaches: Wir halten den Raum, bis der Klient ihn selbst halten kann.
👉 Welchen „Raum“ möchtest du in schwierigen Gesprächen öfter bewusst wahrnehmen?
15/10/2025
Manche Gespräche fühlen sich an, als würde dir plötzlich der Boden unter den Füßen weggezogen.
Eben warst du noch in einem normalen Austausch – und plötzlich stehst du als Schuldige:r da.
Kennst du das?
Impulsive oder manipulative Gesprächspartner:innen schaffen oft eine emotionale Dynamik,
die sich für sensible Menschen schnell überfordernd anfühlt.
Doch du darfst dich schützen – ohne laut zu werden, ohne dich zu rechtfertigen,
und ohne deine Werte zu verlieren.
💡 Klare Kommunikation beginnt nicht mit der perfekten Antwort –
sondern mit der inneren Erlaubnis, nicht mitzumachen.
➡️ In diesem Post zeige ich dir 6 kompakte Tipps,
wie du emotionales Chaos nicht übernehmen musst – sondern klar und ruhig bleibst.
Ideal für sensible Menschen, Coaches und Therapeut:innen.
Was hilft dir, wenn Gespräche kippen?
Teile es in den Kommentaren – oder speichere den Post für deine nächste Auseinandersetzung. 🖤
Manchmal liegt die Lösung nicht auf dem Weg, den wir geplant haben – sondern dort, wo wir bereit sind, anders hinzuschauen.
Genau das erleben viele Menschen in der EMDR-Therapie:
Die Augen folgen der Hand – und plötzlich kommt Bewegung in festgefahrene Gefühle.
Warum? Weil unser Gehirn beim beidseitigen Reiz (wie beim Rechts-Links-Blicken) Zugang zu Netzwerken findet, die im Gespräch oft verschlossen bleiben.
Es ist kein Zauber – sondern ein neurologisch erklärbarer Prozess, der dort ansetzt, wo Worte manchmal scheitern: im Nervensystem.
💡 Wenn du in deiner Arbeit als Therapeut:in oder Coach spürst, dass dein Gegenüber „versteht, aber nicht verändert“ – dann könnte EMDR der fehlende Baustein sein.
👉 Kennst du dieses Gefühl von feststecken trotz Erkenntnis?
Dann schreib „Ich schau anders hin“ in die Kommentare oder teile diesen Impuls mit Kolleg:innen, die neue Wege gehen wollen.
12/10/2025
12/10/2025
Vielleicht ist der Zug noch gar nicht abgefahren …“ 🚉
Manchmal brauchen Worte Bilder, um Herzen zu erreichen.
Diese Metapher ist mehr als ein schöner Spruch – sie ist ein Beispiel für sprachliches Reframing.
Sie verändert, wie ein Mensch seine Situation sieht: vom Gefühl des Verpassens hin zu einer neuen Möglichkeit.
Genau das tun wir als Therapeuten und Coaches, wenn wir bildhaft sprechen.
Wir öffnen mit Sprache neue Bedeutungsräume – und ermöglichen, dass Klient:innen ihr Erleben neu ordnen können.
🎯 Tipp:
Solche Metaphern wirken besonders tief, wenn sie im Zustand der inneren Ruhe oder Trance eingesetzt werden – etwa in der Hypnose.
Denn dort kann das Unbewusste beginnen, das Bild in eine neue Erfahrung zu verwandeln.
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