Pubertät bringt viele Familien an ihre Grenzen.
Das erlebe ich immer wieder in Gesprächen mit Eltern von Jugendlichen.
Wenn dann noch ADHS dazukommt, entstehen oft Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt:
Wie viel Unterstützung braucht mein Kind noch?
Wann sollte ich loslassen?
Und wie bleibe ich in Verbindung, ohne ständig zu kontrollieren?
Genau deshalb möchte ich dieses Buch empfehlen: „Ich lass dich los und geb dir Halt“ von Melanie Klefeldt
Kennt ihr das Buch bereits?
Lern- & Familiencoaching
Lern- & Familiencoaching für Kinder, Jugendliche und Eltern in Frankfurt. Wir sind für Familien da, wenn Lernen, Pubertät oder der Familienalltag herausfordern.
Lerncoaching ist eine fächerübergreifende, persönliche Hilfestellung bei allen Fragen rund um das Thema Lernen. Der Lernende steht mit seinen Stärken und Fähigkeiten ganz im Mittelpunkt. Ziele der Lernförderung durch Lerncoaching sind das Erkennen und Stärken der vorhandenen Kompetenzen. Lerncoaching hilft in vielfältigen Situationen - sei es, dass die Hausaufgaben zur erdrückenden Last werden, da
26/05/2026
„Fang doch einfach an.“
Und genau da wird es oft schwierig.
Die Aufgabe ist eigentlich machbar, das Wissen ist da und trotzdem sitzt dein Kind davor und kommt nicht rein.
Dann wird geschoben, nochmal kurz aufs Handy geschaut, ein Glas Wasser geholt.
Oder einfach gewartet.
Der 10-Minuten-Trick kann helfen, diese erste Hürde kleiner zu machen.
Die Vereinbarung ist simpel:
Nur 10 Minuten.
Der Druck wird kleiner, ,man kommt ins Tun Und plötzlich geht es weiter.
Und wenn nicht, sind 10 Minuten trotzdem ein Anfang.
Womit würdest du heute 10 minuten anfangen?
22/05/2026
„Du stresst voll.“ Und plötzlich ist wieder diese Stimmung da, die eigentlich niemand wollte.
Dabei ging es nur um eine kleine Frage.
Manchmal steckt hinter solchen Reaktionen mehr Anspannung,
als man im ersten Moment sehen kann.
Eigentlich spürst du längst, dass dein Teenager gerade gar nichts mehr aufnehmen kann.
Und trotzdem kommt dieser Impuls, doch noch etwas zu sagen.
Deine Sorgen werden immer größer.
Die Schule ist ständig präsent.
Und der Rückzug deines Kindes fühlt sich schnell so an, als würde gerade alles wegrutschen.
Vielleicht braucht es in solchen Momenten gar nicht sofort die richtige Lösung oder das perfekte Gespräch.
Manchmal hilft erstmal ein Satz wie:
„Ich merke gerade, das wird dir alles zu viel.“
Und manchmal entsteht genau daraus wieder eher ein Gespräch.
15/05/2026
Diese Stimmen geben einen kleinen Einblick in unsere Arbeit mit Familien.
13/05/2026
Du möchtest deinem Teenager eigentlich mehr Verantwortung überlassen.
Und trotzdem fragst du wieder nach: Ob gelernt wurde, ob die Aufgaben fertig sind, ob die nächste Klausur im Blick ist.
Oft ganz nebenbei. Beim Abendessen oder im Auto oder auch einfach zwischendurch.
Und irgendwann merkst du: Schule ist zuhause eigentlich die ganze Zeit mit im Raum.
Weil es schwer ist, sich wirklich rauszunehmen, wenn man das Gefühl hat, dass gerade etwas kippen könnte.
Dann beginnen Eltern mitzudenken, zu erinnern und zu kontrollieren.
Aus Sorge, dass ihr Kind den Überblick verliert. Oder der Druck irgendwann komplett eskaliert.
Und genau das spüren Jugendliche meistens sofort.
Woran merkt ihr zuhause gerade, dass Schule zu viel Raum einnimmt?
Eigentlich wolltest du heute nichts mehr über Schule sagen.
Und trotzdem kreist das Thema weiter in deinem Kopf.
Du siehst, dass dein Teenager lernen müsste. Du merkst, dass Aufgaben liegen bleiben oder Klausuren näher rücken. Und obwohl du dir vorgenommen hattest, heute nichts anzusprechen, entsteht innerlich wieder dieses Gefühl, etwas tun zu müssen.
Vielleicht weil du verhindern möchtest, dass es am Ende eskaliert. Vielleicht weil du merkst, wie schnell aus ein paar versäumten Dingen großer Druck wird.
Viele Eltern bewegen sich genau in dieser Spannung.
Sie möchten ihrem Teenager mehr Verantwortung überlassen und haben gleichzeitig Angst, zu wenig zu tun.
Dadurch verschwindet Schule zuhause oft nie ganz aus dem Raum, selbst an Tagen, an denen eigentlich Ruhe guttun würde.
Du willst helfen – und trotzdem kommt bei deinem Teenager nur Druck an. Du erinnerst an Aufgaben, denkst mit, schlägst Lösungen vor oder greifst ein, wenn du merkst, dass etwas aus dem Ruder läuft.
Über viele Jahre war genau das Teil elterlicher Verantwortung.
Mit Jugendlichen verändert sich jedoch etwas. Eigenständigkeit wird wichtiger. Der Wunsch, selbst zu entscheiden, wächst. Gleichzeitig gelingt Selbstorganisation noch nicht immer zuverlässig.
Genau in dieser Spannung entstehen viele Konflikte.
Was du als Unterstützung meinst, wird von deinem Teenager schneller als Einmischung oder Druck erlebt.
Hilfe wird in der Pubertät oft neu verhandelt. Jugendliche möchten stärker mitentscheiden, wann Unterstützung hilfreich ist und wann nicht.
Oft hilft deshalb eine andere Frage mehr als sofortiges Eingreifen:
Brauchst du gerade etwas von mir – oder möchtest du es erst selbst versuchen?
Wann kippt Unterstützung bei euch eher in Druck?
23/04/2026
Genervte Antworten treffen Eltern oft direkt. Sie wirken respektlos, abweisend und manchmal auch provozierend.
Und schnell entsteht das Gefühl, dass man als Eltern nichts mehr richtig machen kann.
Gerade Jugendliche reagieren jedoch nach Stressmomenten oft gereizter, als sie selbst möchten.
Nach einer Klausur, einem anstrengenden Schultag oder innerem Druck ist das Nervensystem häufig noch angespannt. Dann zeigen sich Überforderung, Frust oder Scham nicht selten zuerst im Ton.
Das bedeutet nicht automatisch Ablehnung.
Manche Reaktionen richten sich weniger gegen dich als gegen das, was innerlich gerade zu viel ist.
Nicht jede genervte Antwort braucht sofort eine Gegenreaktion.
Nach einer Klausur möchten viele Eltern zuerst wissen, wie es gelaufen ist.
Aus Interesse natürlich und manchmal auch aus Sorge und vor allem aus Liebe.
Aber diese Frage nicht immer der beste Einstieg.
Wenn dein Kind gerade angespannt, enttäuscht oder innerlich überfordert ist, will es diese Frage vielleicht noch nicht beantworten.
Dann braucht es zuerst etwas anderes: Ruhe, Zeit zum Ankommen, das Gefühl, nicht sofort funktionieren zu müssen.
Nicht jede gute Frage ist im ersten Moment die richtige.
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