Institut für Sozialforschung

Institut für Sozialforschung

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taplink.cc/ifs Im Frühjahr 1933 geschlossen, gelang es, das Institut an die Columbia University nach New York zu verlegen. 1951 kehrte es nach Frankfurt zurück.

Gegründet und eröffnet in den Jahren 1923/24, steht das Institut für Sozialforschung seither für eine kritische Theorie der Gesellschaft, die den herrschenden sozialen Verhältnissen den Spiegel ihrer uneingelösten Möglichkeiten vor. Anfänglich ein Institut für die Theorie und Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung, wandelte sich die inhaltliche Ausrichtung unter der Leitung von Max Ho

Menschenrechte gegen Wählerstimmen? Was restriktive Migrationspolitik der Mitte bringt 24/08/2026

Menschenrechte gegen Wählerstimmen?
Was restriktive Migrationspolitik der Mitte bringt

Ein weit verbreitetes Argument unter Parteien der »Mitte« lautet: Die Mehrheit der Bevölkerung will eine restriktivere Migrationspolitik – daher müssen wir selbst nach rechts rücken, um diese Menschen nicht an rechtsextreme Parteien zu verlieren. Dieser Blogbeitrag, der Teil der Reihe »Zusammenhalt und Menschenrechte« ist, zeigt anhand von Daten des FGZ-Regionalpanels, dass diese Strategie nicht aufgeht.

Blogbeitrag von Jakob Hartl in der Reihe »Zusammenhalt und Menschenrechte« des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)

Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Menschenrechte gegen Wählerstimmen? Was restriktive Migrationspolitik der Mitte bringt Ein weit verbreitetes Argument unter Parteien der »Mitte« lautet: Die Mehrheit der Bevölkerung will eine restriktivere Migrationspolitik – daher müssen wir selbst nach rechts rücken, um diese Menschen nicht an rechtsextreme Parteien zu verlieren. Dieser Blogbeitrag, der Teil der Reihe »Zusam...

12/08/2026

+++Neuerscheinung in »IfS Aus der Reihe«+++

Sexualität in Gesellschaft. Kontinuitäten und Brüche kritischer Sexualforschung

Kritische Sexualforschung begreift Sexualität als Gegenstand einer komplexen gesellschaftlichen Wirklichkeit. Nach wie vor erweist sich Sexuelles als Stein des Anstoßes, an dem sich Auseinandersetzungen um das gute und ›richtige‹ Leben entzünden. Entgegen solcher Politisierung wird Sexualität in alltäglichen Praxen oft fast unsichtbar gelebt. Beides betrifft die ganze Lebensspanne von der Geburt bis zum Tod, Themen von Leben und Krankheit, Lust und Leiden, Differenzerfahrungen, diskriminierende Praktiken und Gewalt – und seit einiger Zeit wird Sexuelles besonders eng im Zusammenhang mit Identität(en) verhandelt. Welches Verhältnis lässt sich nun zwischen ›dem Sexuellen‹ und ›der Gesellschaft‹ beobachten? Welche Konstellationen lassen sich anhand unterschiedlicher Sujets des Sexuellen bestimmen?

Die Diskussion solcher Fragen hatte im Institut für Sexualwissenschaft an der Frankfurter Universitätsklinik für gut drei Jahrzehnte einen institutionellen Ort. Dann entschloss sich die Leitung der Universität gegen massive öffentliche Proteste und entschiedene Interventionen relevanter Fachgesellschaften zur Abwicklung des international angesehenen Instituts. Aber das mit den Namen Sophinette Becker, Martin Dannecker, Herbert Gschwind, Reimut Reiche und Volkmar Sigusch verbundene Projekt einer Sexualforschung im Spannungsfeld von Humanmedizin, Psychoanalyse und kritischer Gesellschaftstheorie wirkte als inhaltliche Fragestellung und Herausforderung fort. Dieser Band leistet einen Beitrag dazu, die Flaschenpost zu entkorken. Er führt die Debatten um das Sexuelle – nun am Frankfurter Institut für Sozialforschung – im Lichte der Gegenwart fort, kritisiert und revidiert sie.

Mit Beiträgen von Peer Briken, Martin Dannecker, Sabine Flick, Hans Goerdten, Louka Maju Goetzke, Julia König, Richard Kühl, Miriam Pietras und Katinka Schweizer.

📚 Neu erschienen: »Sexualität in Gesellschaft. Kontinuitäten und Brüche kritischer Sexualforschung« – IfS Aus der Reihe, Band 6

Kritische Sexualforschung begreift Sexualität als Gegenstand einer komplexen gesellschaftlichen Wirklichkeit. Nach wie vor erweist sich Sexuelles als Stein des Anstoßes, an dem sich Auseinandersetzungen um das gute und ›richtige‹ Leben entzünden. Entgegen solcher Politisierung wird Sexualität in alltäglichen Praxen oft fast unsichtbar gelebt. Beides betrifft die ganze Lebensspanne von der Geburt bis zum Tod, Themen von Leben und Krankheit, Lust und Leiden, Differenzerfahrungen, diskriminierende Praktiken und Gewalt – und seit einiger Zeit wird Sexuelles besonders eng im Zusammenhang mit Identität(en) verhandelt. Welches Verhältnis lässt sich nun zwischen ›dem Sexuellen‹ und ›der Gesellschaft‹ beobachten? Welche Konstellationen lassen sich anhand unterschiedlicher Sujets des Sexuellen bestimmen?

Die Diskussion solcher Fragen hatte im Institut für Sexualwissenschaft an der Frankfurter Universitätsklinik für gut drei Jahrzehnte einen institutionellen Ort. Dann entschloss sich die Leitung der Universität gegen massive öffentliche Proteste und entschiedene Interventionen relevanter Fachgesellschaften zur Abwicklung des international angesehenen Instituts. Aber das mit den Namen Sophinette Becker, Martin Dannecker, Herbert Gschwind, Reimut Reiche und Volkmar Sigusch verbundene Projekt einer Sexualforschung im Spannungsfeld von Humanmedizin, Psychoanalyse und kritischer Gesellschaftstheorie wirkte als inhaltliche Fragestellung und Herausforderung fort. Dieser Band leistet einen Beitrag dazu, die Flaschenpost zu entkorken. Er führt die Debatten um das Sexuelle – nun am Frankfurter Institut für Sozialforschung – im Lichte der Gegenwart fort, kritisiert und revidiert sie.

Herausgeber*innen: Sabine Flick, Hans Goerdten, Julia König, Miriam Pietras und Stella Schäfer

Beiträger*innen: Peer Briken, Martin Dannecker, Sabine Flick, Hans Goerdten, Louka Maju Goetzke, Julia König, Richard Kühl, Miriam Pietras und Katinka Schweizer

📖 192 Seiten | 18,00 € | Jetzt erhältlich: https://bertz-fischer.de/titel/sexualitaet-in-gesellschaft/

Wissenschaft: Skandal im Sperrbezirk 09/08/2026

Skandal im Sperrbezirk

Ist die Soziologie zu links? Wer das behauptet, wie Armin Nassehi und Irmhild Saake in der ZEIT, verkennt das eigene Fach und betreibt das Geschäft seiner Gegner.

Ein DIE ZEIT-Gastbeitrag von Stephan Lessenich und Sarah Nies

Wissenschaft: Skandal im Sperrbezirk Ist die Soziologie zu links? Wer das behauptet, wie Armin Nassehi und Irmhild Saake in der ZEIT, verkennt das eigene Fach und betreibt das Geschäft seiner Gegner.

24/07/2026

Vier Bände der bei Bertz + Fischer erscheinenden Reihe »IfS Aus der Reihe « sind nun als Open Access auf der Verlagsseite abrufbar.

23/07/2026

+++Veranstaltung+++

Dialektik der Teilhabe. Dynamiken demokratisch-kapitalistischer Gesellschaften

Abschlusskonferenz des Promotionskollegs »Dialektik der Teilhabe«

Dialektik der Teilhabe bedeutet, dass die Entwicklungsdynamik moderner, demokratisch-kapitalistischer Gesellschaften ein Doppelgesicht aufweist: Der historischen Bewegung einer institutionellen Garantie und Erweiterung von Teilhabemöglichkeiten korrespondiert die Gegenbewegung ihrer Verweigerung und Einschränkung. Solche Doppelbewegungen wurden im Kolleg in drei Dimensionen untersucht: in ihrer sozialstrukturellen Dynamik von In- und Exklusion, Auf- und Abstieg; in ihrer räumlichen Dynamik von Mobilitätsprozessen und -blockaden; sowie in ihrer politischen Dynamik der progressiven und regressiven Bearbeitung gesellschaftlicher Widersprüche in sozialen Bewegungen und Gegenbewegungen.

Auf der Abschlusskonferenz werden zentrale Befunde der am Kolleg durchgeführten Forschung zur Dialektik der Teilhabe präsentiert und miteinander ins Gespräch gebracht. Das Panel Teilhabe in Labour widmet sich auf der Grundlage eines erweiterten Arbeitsbegriffes der Vergesellschaftung von Subjekten im Spannungsfeld von Reproduktion und Produktion, wobei es nach den subjektiven Be- und Verarbeitungsformen dieser Spannung fragt. Anhand von Auseinandersetzungen um städtische Bodenpolitik, rassistische Gewalt und die Kriminalisierung der Seenotrettung geht das Panel Räumliche Selektivität staatlicher Ordnung den Widersprüchen gesellschaftlicher Teilhabe nach. Das individuelle wie kollektive Ringen um Befreiung steht im Zentrum des Panels Das Vertrackte der Emanzipation, das sich für die inneren und äußeren Dynamiken, die Hindernisse und das Unabgegoltene von Emanzipationsprozessen interessiert. Das Panel Autoritäre Spuren in Gegenwartsphänomenen spürt in verschwörungstheoretischen Mobilisierungen, Aushandlungen zu regionalen Transformationsprozessen und rückzügliche Bewegungen der Selbstversorgung dem autoritären Potenzial vermeintlich normaler Vergesellschaftungsprozesse nach.

Eingerahmt wird die Vorstellung zentraler Ergebnisse der Kollegsarbeit durch drei Podien: Emma Dowling und Serhat Karakayali nehmen die Dialektik der Teilhabe ausgehend von der Verschränkung von Migration und Reproduktionsarbeit in den Blick nehmen. Eva von Redecker und Sven Reichardt denken über Liberalismus und Faschisierung in der Gegenwart nach. Mit der Initiative 19. Februar Hanau diskutieren wir über Rassismus, Solidarität und Erinnerung in postmigrantischen Räumen sowie über die Frage: Wem gehört die Stadt?

Abschlusskonferenz des Promotionskollegs »Dialektik der Teilhabe«

15. und 16. Oktober
Goethe-Universität Frankfurt (Campus Westend), Casino-Gebäude Renate von Metzler-Saal

25/06/2026

Hegel ist der Denker der Befreiung. Er hat nicht nur festgestellt, dass in der westeuropäischen Moderne (gegenüber allen historisch vorhergehenden Ordnungen) endlich „Alle frei“ sind, sondern auch sowohl die Sklaverei, über deren Abschaffung in Haiti er gut informiert war, für Unrecht befunden als auch die Familie in der Liebe statt in einem Vertrags- oder Produktionsverhältnis begründet.

Aber für jeden dieser Bereiche gilt, dass Hegel in einem zweiten Schritt wieder Differenzierungen einführt, die ihn nicht nur zum Denker der Befreiung, sondern zugleich zum Denker einer eigenartigen Knechtschaft machen. Die „selbstbewusste Liebe“, auf die Hegel die Familie gründet, mündet in die heterosexuelle Kleinfamilie, in der das Eheverhältnis die EhepartnerInnen (Mann und Frau) zu einer Person verschweißt, die fortan nach Außen vom Mann vertreten wird, während die Frau ans Haus gefesselt bleibt. Ähnliches lässt sich im Hinblick auf die Kategorie race bei Hegel feststellen: Die Sklaverei ist für ihn „ein absolutes Unrecht“, doch behauptet er zeitgleich, dass die Versklavung schwarzer Menschen nach Amerika immer noch besser gewesen sei als ihre Realität in Afrika, wo ihnen jegliches Bewusstsein für Freiheit gefehlt hätte; und in diesem Zusammenhang entwickelt er auch eine Theorie dessen, was er „Rassenverschiedenheiten“ nennt. Die bürgerliche Gesellschaft schließlich, in der die Einzelnen erstmals nicht mehr als „Jude, Katholik, Protestant, Deutscher, Italiener, usf.“ gelten, sondern endlich nur als „Mensch“, erzeugt eine Unterschicht, die von allen zivilisatorischen Errungenschaften der Gesellschaft ausgeschlossen ist: Den Pöbel.

Zwischen beiden Deutungen muss man sich nicht entscheiden: Beide sind wahr. Hegel ist der Denker der Freiheit und der Denker der Knechtschaft. Das macht ihn zugleich zum paradigmatischen Denker unserer Gegenwart, in der genau diese Zweideutigkeit fortbesteht: Patriarchat, Rassismus und Klassendifferenz existieren innerhalb der modernen Freiheit fort. Aber ist das dann noch Freiheit? Wird sie nicht – im Ganzen – problematisch? Und noch wichtiger: Warum ist das so? Welche Rollen spielen Kategorien wie „Biologie“, „Kultur“ und „Geschichte“ im Diskurs der Moderne? Wie verflechten sich Geschlechterdifferenz, Klassendifferenz und Hegels „Rassendifferenz“ im Kontext der bürgerlichen Gesellschaft? Steht nicht sogar die Kategorie der „Liebe“ – ein Hegelsches Erbe, das wir weitgehend angenommen haben – mit einer von Hegel als „vormodern“ apostrophierten Sittlichkeit im Bunde und weist also in die Geschichte? Schließlich: Wie könnte eine Zukunft der Freiheit aussehen, die nicht mehr die zweideutige Freiheit Hegels wäre? Kann man ihm (und also unserer Moderne) entkommen?

Diese Fragen wollen wir im Workshop an den Texten Hegels zur Familie, zur bürgerlichen Gesellschaft und zur Philosophie der Geschichte sowie unter Rückgriff auf einschlägige Sekundärliteratur gemeinsam nachgehen.

23/06/2026

»Denn was sich am Horizont der gegenwärtigen Entwicklung liberaldemokratischer Gesellschaften abzeichnet, geht übe postliberale Zustände und die Aushöhlung demokratischer Institutionen und Verfahren hinaus. Wir stehen vor der Realität von politischen Programmatiken massenhafter Ausgrenzung und systematischer Entrechtung, die sich eines gesellschaftlichen Zuspruchs erfreuen, der von wahlpolitischen Mehrheiten längst nicht mehr weit entfernt ist.
Genau um die soziale Akzeptanz von Verrohung, Dehumanisierung und Gewalt geht es aber, wenn die Diagnose von der Faschisierung zur Debatte steht. Dies ist zugleich das Phänomen, das in der bisherigen, stark auf Personen orientierten Auseinandersetzung unterbelichtet geblieben ist. Dabei findet sich hier die Antwort auf die von Reemtsma mit Unverständnis quittierte „Faschismus-Frage“: Man fragt so, weil offenkundig viele Menschen in diesem Lande (wie auch anderswo) genau das wollen, was ihnen als sogenannter Rechtspopulismus angeboten wird.«

Stephan Lessenich und Sven Reichardt in der Süddeutsche Zeitung über das F-Wort.

15/06/2026

+++Veranstaltung+++

Antisemitismus und der Angriff auf die Demokratie
15. Juni 2026, 19 Uhr
Jüdisches Museum Frankfurt,
Jüdisches Museum Frankfurt / Museum Judengasse


Mit Mirjam Wenzel, Ilka Quindeau, Sophie Schmitt und Saba-Nur Cheema

Antisemitismus ist nicht nur das »Gerücht über die Juden« (Adorno), sondern ein frontaler Angriff auf das demokratische Miteinander. Historisch wie gegenwärtig zeigt sich: Die Konstruktion eines ›inneren Feindes‹ dient dazu, gesellschaftliche Konflikte umzulenken – und untergräbt zugleich grundlegende Prinzipien wie Gleichheit, Teilhabe und Solidarität, letztlich also das demokratische Miteinander. Das Panel geht den demokratiegefährdenden Effekten des Antisemitismus nach und fragt, welche spezifischen Dynamiken dabei wirksam werden. Diskutiert werden historische Entwicklungen, aktuelle Tendenzen sowie Konsequenzen für antisemitismuskritische Bildungspraxis.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Wissensnetzwerks »Antisemitismus und Demokratiegefährdung« statt, das vom HMWK gefördert und am Institut für Sozialforschung koordiniert wird.


Grußwort: Christoph Degen, Staatssekretär Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, HMWK

Es diskutieren:

Prof. Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museum Frankfurt

Prof. Dr. Ilka Quindeau, Professorin für Psychoanalyse, Frankfurt University of Applied Sciences

Prof. Dr. Sophie Schmitt, Professorin für Didaktik der Sozialwissenschaften, Justus-Liebig-Universität Gießen

Moderation: Dr. Saba-Nur Cheema, Politologin & Erziehungswissenschaftlerin, Institut für Sozialforschung

12/06/2026

La riqueza de las ciudades y la pobreza de las naciones. A cargo de Christof Parnreiter

Comentan: Esteban Torres (Director, Cátedra IW) Verónica Giordano (IEALC/UBA-CONICET, Argentina)

19/Junio, 8pm
Youtube-Livestream.

📣Cátedra Libre Immanuel Wallerstein – Septima sesión: «La riqueza de las ciudades y la pobreza de las naciones». A cargo de Christof Parnreiter
📅Viernes 19 de Junio - 15h UTC-3
📌Organizan: CEA FCS y el Institut für Sozialforschung
🖇️Más info: https://www.clacso.org/actividad/catedra-libre-immanuel-wallerstein-septima-sesion-la-riqueza-de-las-ciudades-y-la-pobreza-de-las-naciones-a-cargo-de-christof-parnreiter/

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