03/09/2026
Vielleicht liest Du meine letzten Beiträge und denkst:
„Ganz ehrlich? Ich gebe doch sowieso schon alles.
Und jetzt soll ich mich noch mehr auf mein Kind einlassen?“
Vielleicht versuchst Du schon lange, ruhig zu bleiben, zu erklären, Verständnis zu haben. Und trotzdem gibt es diese Momente, in denen Du einfach möchtest, dass Dein Kind mitmacht.
Oder Du denkst:
„Kinder brauchen Führung. Ich kann doch nicht ständig nachgeben.“
Ja. Kinder brauchen Führung. Das ist ein Grundbedürfnis aller Kinder.
Und Du sollst auch gar nicht nachgeben.
Dein Kind zu verstehen bedeutet nicht, dass seine Wünsche wichtiger sind als Deine.
Es bedeutet auch nicht, dass Du Deine Grenzen verschiebst oder von dem abrückst, was Dir wichtig ist.
Es bedeutet:
Du kannst sehen, warum Dein Kind gerade nicht mitmachen möchte – und trotzdem bei Deinem Nein bleiben.
Du kannst verstehen, dass es weiterspielen möchte – und trotzdem sagen, dass Ihr jetzt losgeht.
Du kannst seine Wut darüber begleiten – ohne Deine Entscheidung zurückzunehmen.
Für mich ist genau das kooperative Führung:
Ich muss mich nicht gegen mein Kind durchsetzen.
Und mein Kind muss sich nicht gegen mich durchsetzen.
Ich übernehme die Führung und nehme gleichzeitig ernst, was in meinem Kind vorgeht.
Es geht nicht darum, wer gewinnt.
Beides darf gleichzeitig sein.
🌿 Ich kann Dich sehen und bei mir bleiben.