16/09/2026
📣 Für das Heft „Medien | Reste“ sucht die Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften „Navigationen" (Universität Siegen) Beiträge über das Verhältnis zwischen Medien und Resten. Herausgeber: Franzsika Barth (KWI), Henriette Gunkel (Ruhr-Universität Bochum) und Felix Hasebrink (Ruhr-Universität Bochum).
Das Leeren des Papierkorbs stellt heute vor allem eine symbolische Geste dar. Inszeniert wird ein restloses Verschwinden, das sich jedoch weder im Analogen noch im Digitalen vollständig einlöst. Werden Computerdateien gelöscht, bleiben sie als Rest auf dem Datenträger liegen, bis sie überschrieben werden, und lassen sich mit forensischen Mitteln wieder lesbar machen. Ebenso wenig verschwindet, was in analogen Abfallbehältern entsorgt wird. Das Weggeworfene wird lediglich aus dem Blickfeld verschoben, infrastrukturell abtransportiert, umgearbeitet, in neue Wertschöpfungskreisläufe eingespeist oder andernorts provisorisch angelagert. Die kulturelle Praxis des Wegwerfens erweist sich als Operation, die Dinge nicht zum Verschwinden bringt, sondern selbst Reste erzeugt 🚮
Der Heftschwerpunkt lädt ein, diesen Phänomenen anhand konkreter Fallstudien nachzugehen und den Begriff des Rests medientheoretisch weiterzuentwickeln. Beiträge können sich dabei an drei thematischen Annäherungen orientieren: 1. Medien als Restproduzenten, 2. Reste als Medien & 3. Ästhetik des Rests.
Einreichungen sind in deutscher oder englischer Sprache möglich. Das Heft wird im Herbst 2027 erscheinen. Weitere Informationen zur Zeitschrift Navigationen. Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften unter https://www.universi.uni-siegen.de/katalog/zeitschriften/navigationen/?lang=de
📆 Die Deadline ist der 02.10.2026. Weitere Informationen gibt es in der vollständigen Ausschreibung:https://www.kulturwissenschaften.de/wp-content/uploads/2026/09/cfp_medienreste.pdf