Spurwandel - Diana Brasse

Spurwandel - Diana Brasse Spurwandel - Diana Brasse - Pferdegestütztes Coaching & Trauerbegleitung Pferdegestütztes Coaching was ist der Nutzen für mich als Teilnehmer? Was heißt das?

Pferde spiegeln unser Verhalten. Pferde sind Fluchttiere und darauf angewiesen Situationen auf kleinste Verhaltensweisen ihres Gegenübers einzuschätzen, sie sind wie Seismographen. Sie erfassen die Körpersprache sofort und spiegeln das Verhalten des Menschen unmittelbar und ehrlich wider. Über Worte, Gestik und Argumente ausweichen gelingt bei Pferden nicht. Denn die Körpersprache spricht eine eig

ene Sprache. Kennen sie das? „Ja“ sagen und „nein“ handeln? Sie teilen ihre Erwartungen mit, aber sie fühlen sich un- oder missverstanden? Wie vermitteln Sie ihre Erwartungen? Sie sind genervt und werden laut, fangen an sich zu wiederholen, jammern, machen Druck oder resignieren? Sie verlieren den Faden, geben auf, weil keiner zuhört, sie hören manchmal sich an wie ihre eigenen Eltern, brechen vielleicht sogar in Tränen aus? Wer über seine Ziele und Handlungen im Klaren ist, kommuniziert klarer und das zeigt sich in der Körpersprache. Vielen Menschen lernen leichter wenn sie eine Erfahrung dazu machen. Dann ist es ihnen möglich ihr Denken und Handeln wahrzunehmen. Erfahren Sie wie sie kommunizieren, ... mit sich selbst, in der Familie, in der Partnerschaft, im Alltag, oder im Beruf und wie sie über diese Wahrnehmung diese Lebensbereiche beeinflussen können. Sie können das im Rahmen eines Einzelcoachings oder auch in einer exklusiven geschützten Gruppe machen.

Keine Sorge. Mir geht’s gut. 😉Aber ich bin Rheinländerin. Und ich mag Wörter. Besonders diese alten rheinischen und köls...
01/09/2026

Keine Sorge. Mir geht’s gut. 😉

Aber ich bin Rheinländerin. Und ich mag Wörter. Besonders diese alten rheinischen und kölschen Wörter, bei denen man manchmal erst beim Erklären merkt, wie viel Geschichte eigentlich in ihnen steckt.

Vor ein paar Tagen bin ich im Newsletter „Verliebt in Köln“, den ich sehr gerne lese und in dem ich übrigens auch annonciere, über eines meiner Lieblingswörter gestolpert:

plümerant.

„Et es mer su plümerant.“

Wer aus dem Rheinland kommt, braucht dafür wahrscheinlich keine Übersetzung. Man fühlt sich irgendwie nicht ganz wohl. Ein bisschen flau. Unpässlich. Vielleicht leicht schwindelig. Irgendetwas stimmt gerade nicht so richtig – ohne dass man gleich sagen könnte, was eigentlich los ist.

Und dann kommt das, was ich an solchen Wörtern besonders mag:

Plümerant hat vermutlich französische Wurzeln.

Vom französischen bleu mourant – einem blassen, „sterbenden“ Blau – entwickelte sich umgangssprachlich blümerant und im Kölschen unser plümerant.

Ein kleines sprachliches Überbleibsel aus einer Zeit, in der die Franzosen im Rheinland ihre Spuren hinterlassen haben.

Und irgendwie finde ich:
„Mir ist plümerant“ kann etwas, was „mir ist unwohl“ nicht kann.

Es beschreibt nicht nur einen Zustand.
Es hat Klang. Herkunft. Heimat.

Vielleicht mag ich solche Wörter deshalb so gern.

Sie erinnern mich daran, wo ich herkomme. Und dass Identität manchmal in ziemlich kleinen Dingen steckt.

Sogar in einem Wort.

Welches rheinische oder kölsche Wort gehört für euch unbedingt bewahrt?

Quelle/Inspiration: Newsletter „Verliebt in Köln“, Worterklärung „plümerant“, 20.08.2026

31/08/2026

„Reiß dich zusammen.” Diesen Satz haben viele so oft gehört, dass sie ihn selbst zu sich sagen.
Aber es gibt Momente, in denen Zusammenreißen genau das Falsche ist. In denen ein Gefühl keinen Rat braucht, keine Lösung, keine Aufmunterung — nur Raum.

Pferde geben genau das. Keine Erwartung. Keine Bewertung. Präsenz.

Wenn dich das berührt, lass ein „💜“ da.
Für alle, die diesen Satz auch kennen.

„Ich bin stark. Ich bin erfolgreich. Ich bin selbstbewusst.“Einfach jeden Morgen dreimal vor dem Spiegel sagen – und irg...
22/08/2026

„Ich bin stark. Ich bin erfolgreich. Ich bin selbstbewusst.“

Einfach jeden Morgen dreimal vor dem Spiegel sagen – und irgendwann glaubt das Gehirn es?
So einfach ist es leider nicht.

Was ist eigentlich eine Affirmation?

Eine Affirmation ist zunächst einmal eine bewusst gewählte Aussage über mich selbst oder darüber, wie ich denken, fühlen oder handeln möchte.

Zum Beispiel:

„Ich darf meine Bedürfnisse ernst nehmen.“

Oder:

„Ich kann auch dann handeln, wenn ich noch nicht ganz sicher bin.“

Die Idee dahinter: Statt immer wieder den vertrauten inneren Sätzen zu folgen, richte ich meine Aufmerksamkeit bewusst auf eine andere Möglichkeit.

Und genau hier wird es interessant.

Was sagt die Wissenschaft?

In der psychologischen Forschung bedeutet Self-Affirmation übrigens etwas etwas anderes als das klassische „Ich sage mir jeden Morgen einen positiven Satz“.

In vielen Studien beschäftigen sich Menschen mit persönlich wichtigen Werten – beispielsweise Familie, Beziehungen, Kreativität oder persönliche Entwicklung.

Die Forschung zeigt, dass solche Selbstaffirmationen unter bestimmten Bedingungen Stressreaktionen und defensives Verhalten reduzieren können. Auch Effekte auf Verhalten und Leistung wurden untersucht.

Neurowissenschaftliche Untersuchungen zeigen zudem Aktivität in Hirnregionen, die unter anderem mit Selbstbezug und Bewertung verbunden sind.

Aber:

Positiv klingt nicht automatisch positiv wirkt.

Eine bekannte Studie von Wood und Kolleg:innen zeigte etwas Spannendes:

Menschen mit niedrigem Selbstwert fühlten sich teilweise schlechter, nachdem sie sehr positive Aussagen über sich wiederholt hatten.

Warum?

Eine mögliche Erklärung ist ziemlich nachvollziehbar.

Ich denke:

„Eigentlich bin ich nicht gut genug.“

Und sage mir:

„Ich bin großartig und vollkommen selbstbewusst.“

Darauf antwortet mein inneres System möglicherweise sofort:

„Ach komm. Das glaubst du doch selbst nicht.“

Dann habe ich meine alte Überzeugung nicht verändert.

Ich habe sie gerade aktiviert.

Affirmation oder Meditation – ist das nicht dasselbe?

Nein.

Bei einer Meditation geht es – je nach Meditationsform – häufig darum, wahrzunehmen:

Was ist gerade da?

Gedanken kommen. Gefühle kommen. Körperempfindungen kommen. Ich beobachte sie, ohne jedem Gedanken folgen zu müssen.

Eine Affirmation setzt dagegen bewusst einen Gedanken oder eine innere Ausrichtung.

Ganz vereinfacht:

Meditation:
„Was ist gerade da?“

Affirmation:
„Worauf möchte ich mich bewusst ausrichten?“

Beides kann sich wunderbar ergänzen. Es ist aber nicht dasselbe.

Wie formuliere ich eine Affirmation, die zu mir passt?

Ich würde weniger darauf achten, dass sie möglichst groß und positiv klingt.

Viel wichtiger ist:

Kann etwas in mir diesen Satz überhaupt annehmen?

Statt:

❌ „Ich bin vollkommen selbstbewusst.“

vielleicht:

✓ „Ich darf lernen, mir selbst mehr zu vertrauen.“

Statt:

❌ „Ich habe keine Angst.“

vielleicht:

✓ „Ich kann Angst spüren und trotzdem meinen nächsten Schritt gehen.“

Statt:

❌ „Ich bin erfolgreich.“

vielleicht:

✓ „Ich erlaube mir, meine Fähigkeiten zu zeigen.“

Eine gute Affirmation darf ein kleines Stück vor dir liegen.

Aber vielleicht nicht drei Kilometer.

Und was, wenn meine Affirmation nicht funktioniert?

Dann würde ich sie nicht einfach noch hundertmal öfter aufsagen.

Sondern neugierig werden.

Was genau meldet sich in mir, wenn ich diesen Satz sage?

Nehmen wir:

„Ich bin wertvoll.“

Und sofort kommt:

„Nein.“

Das ist doch interessant.

Denn jetzt bin ich möglicherweise an einer ganz anderen Stelle angekommen:

Warum kann ich diesen Satz nicht glauben?

Was glaube ich stattdessen über mich?

Wo habe ich das gelernt?

Und wofür war diese Überzeugung vielleicht irgendwann einmal nützlich?

Dann wird aus einem vermeintlich nicht funktionierenden positiven Satz plötzlich etwas sehr Wertvolles:

ein Hinweis auf eine innere Überzeugung.

Vielleicht ist deshalb die entscheidende Frage bei einer Affirmation gar nicht:

„Wie oft muss ich sie wiederholen, bis ich sie glaube?“

Sondern:

„Was passiert in mir, wenn ich sie ausspreche?“

21/08/2026

Manchmal fühlt sich Coaching ein wenig an wie Theater. Nur ohne Drehbuch. Und gelegentlich mit einem sehr großen, unausg...
20/08/2026

Manchmal fühlt sich Coaching ein wenig an wie Theater. Nur ohne Drehbuch. Und gelegentlich mit einem sehr großen, unausgesprochenen Thema im Raum.

Stell dir vor, wir stehen in der Reithalle beim pferdegestützten Team-Coaching. Die beiden Pferd schnauben ruhig ab, der Sand knirscht unter den Stiefeln, irgendwo raschelt einer der Coachingkatzen. Alles wirkt ruhig, fast unspektakulär. Einer der Teammitglieder beginnt abseits der Gruppe zu erzählen. Von Arbeit, von Entscheidungen, von Dingen, die ihn beschäftigen. Und dann kommt dieser eine Satz, der jeden Coach kurz innehalten lässt:

„Aber das bleibt bitte unter uns.“

In diesem Moment verändert sich etwas. Plötzlich weiß man etwas, das nicht ausgesprochen werden darf. Ein kleines oder manchmal auch ziemlich großes Stück Wahrheit, das im Raum steht – und gleichzeitig außerhalb des Coaching bleiben soll, etwas was wichtig wäre sich anzusehen mit der Gruppe.

Und da stehe ich nun. Wissend, aber still. Zwischen Coachingauftrag, Empathie und professioneller Haltung balancierend wie auf einem schmalen Grat. Während wir weiter über Ziele, Prioritäten oder den nächsten Entwicklungsschritt sprechen, steht im Raum ein Elefant. Ein recht großer sogar. Er schnaubt gelegentlich, tritt vielleicht einmal mit dem Fuß auf den Boden – und alle tun so, als wäre er gar nicht da.

Das Pferd übrigens nicht.

Pferde haben ein erstaunliches Talent dafür, genau wahrzunehmen, was zwischen Menschen passiert. Sie reagieren auf Spannungen, auf Unsicherheiten, auf Dinge, die unausgesprochen bleiben. Manchmal schaut das Pferd in solchen Momenten einfach nur ruhig in die Runde, als wollte es sagen: „Interessant. Da ist noch etwas im Raum.“

Natürlich gehört Vertraulichkeit zum Fundament jedes Coachings. Ohne Vertrauen öffnen sich Menschen nicht. Ohne Sicherheit entstehen keine ehrlichen Gespräche. Gerade im Coaching mit Pferden ist dieser geschützte Raum besonders wichtig. Menschen lassen sich auf neue Erfahrungen ein, zeigen Unsicherheiten, probieren andere Wege aus.

Doch Vertraulichkeit kann auch eine besondere Herausforderung werden. Dann nämlich, wenn ein Thema im Raum steht, das eigentlich entscheidend für den Prozess wäre – und gleichzeitig nicht benannt werden darf. Die klassische Frage lautet dann: Wie arbeite ich an Entwicklung, wenn ein Teil der Wahrheit unausgesprochen bleiben muss?

Hier zeigt sich eine feine Grenze. Zwischen professioneller Loyalität und unbewusster Komplizenschaft. Als Coach möchte ich unterstützen, nicht decken. Ich möchte Entwicklung ermöglichen, nicht Dinge verschweigen. Und trotzdem gilt: Nicht alles darf ausgesprochen werden.

Coaching ist schließlich kein Beichtstuhl. Es geht nicht darum, jedes Detail zu analysieren oder jedes Geheimnis offenzulegen. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen ihre eigenen Antworten finden können.

Und manchmal – das gehört zur Wahrheit dieses Berufs – hilft in solchen Momenten Humor. Ein inneres Augenzwinkern. Eine stille Verständigung mit dem unsichtbaren Elefanten im Raum.

„Ich sehe dich“, denke ich dann vielleicht. „Das Pferd sieht dich großen Elefanten sowieso übrigens". Aber heute können wir das nicht klären, du bist nur stiller Beobachter.“

Erstaunlicherweise kann Coaching auch dann wirksam sein. Entwicklung entsteht nicht immer durch das Aussprechen jeder Wahrheit. Manchmal reicht es, wenn Menschen beginnen, es einmal ausgesprochen zu haben. Wenn sie spüren, das sich was verändern soll und sie wollen es sagen, aber sie wollen nicht öffentlich werde, weil sie z.B. die Konsequenzen fürchten, aber sehen das es nicht in ihrem Verständnis richtig ist.

Unsere Aufgabe als Coach ist es nicht, jeden Elefanten zu zähmen, der in der Reithalle auftaucht. Unsere Aufgabe ist es, einen Raum zu halten, in dem Menschen sich sicher ausprobieren können, neue Erfahrungen machen können, Erkenntnisse erfahren.

Und das Pferd? Das steht meist ruhig daneben. Als hätte es längst verstanden, dass Entwicklung oft dort beginnt, wo Menschen anfangen, sich selbst zu begegnen – auch wenn nicht alles ausgesprochen wird.

P.S. das Bild wurde mit KI erstellt ;-)

17/08/2026

Vergebung kann mit einer Entscheidung beginnen.
Aber Gefühle lassen sich nicht beschließen.

„Ich kann ihm nicht vergeben. Dafür bin ich noch viel zu wütend.“

Vielleicht kennst du solche Gedanken.

Und vielleicht liegt genau darin ein Missverständnis:

Du musst dich nicht versöhnlich fühlen, um dich für Vergebung entscheiden zu können.

Die Forschung unterscheidet zwischen zwei Formen:

Entscheidungsbezogene Vergebung
Ich entscheide, wie ich mit dem Geschehenen weiter umgehen möchte.
Zum Beispiel: Ich möchte nicht mehr, dass mein Wunsch nach Vergeltung mein Denken und Handeln bestimmt.

Emotionale Vergebung
Auch meine Gefühle gegenüber dem Menschen und dem Geschehen verändern sich. Wut, Bitterkeit oder Feindseligkeit können mit der Zeit weniger werden.

Das eine kann dem anderen vorausgehen.

Ein kleines Beispiel:

Eine Freundin hat etwas sehr Persönliches weitererzählt. Du bist verletzt und wütend.

Du kannst entscheiden:

„Ich möchte diese Verletzung nicht weiter mit mir herumtragen. Ich will nicht zurückschlagen und ich möchte mich innerlich davon lösen.“

Und trotzdem kannst du am nächsten Morgen aufwachen und immer noch wütend sein.

Deine Entscheidung war deshalb nicht falsch.

Dein Gefühl ist nur noch nicht dort angekommen.

Vielleicht besteht Vergebung deshalb gar nicht darin, eines Morgens aufzuwachen und plötzlich nichts mehr zu fühlen.

Vielleicht beginnt sie viel unspektakulärer:

Mit der Entscheidung, wie viel Raum das Geschehene in meinem weiteren Leben noch bekommen soll.

Und noch etwas ist wichtig:

Vergeben heißt nicht vergessen.
Es heißt nicht gutheißen.
Und es bedeutet auch nicht automatisch Versöhnung.

Ich kann jemandem vergeben und trotzdem sagen:

Bis hierhin – und nicht weiter.

Was glaubst du:
Muss man Vergebung fühlen – oder kann man sich zuerst dafür entscheiden?

12/08/2026

Gedanken für den Tag

10/08/2026
07/08/2026

Wann hast du dich das letzte Mal selbst wertgeschätzt?

04/08/2026

Adresse

106 Frenzenstraße
Erftstadt
50374

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