17/10/2012
3:0 hinten zur Halbzeit schon und gegen ein überstarkes Deutschland keinen Ball gesehen, keine gelungene Aktion nur Mißerfolg. Da will man doch am liebsten in der Kabine bleiben und zur zweiten Halbzeit gar nicht mehr antreten. Dann ...kurz nach Wiederanpfiff... 4: 0 ... jetzt ist aber endgültig verloren oder? Eine vollkommen aussichtslose Situation! Einigeln, Schadensbegrenzung betreiben, hinten reinstehen, duschen, einpacken, heimfahren, Kopf hängen lassen und aufs nächste Spiel hoffen!
- das wäre eine normale Reaktion gewesen. Nicht so die Schweden gestern Abend: Ein unglaubliches Comeback. Gekrönt mit dem 4 : 4 in der 92. Minute. Und auf einmal läuft alles. Der Gegnerische Torwart legt sich ein Ei... denselben Ball in den ersten 60 Minuten ... da hätte der drüber gelacht. Der Schiri pfeift das Foul vor dem 4: 4 nicht... wäre in der ersten Halbzeit undenkbar gewesen. Alles Zufall? Nein... Wenn Menschen an den Rand eines Abgrunds gelangen in scheinbar auweglose Situationen, dann kann es zu solchen Reaktionen kommen. Irgendwie verändert sich die Einstellung und das gesamte Verhalten und wie durch Zauberhand gehen Türen auf, die vorher wie zugenagelt schienen. Die Frage ist: Ist es mögliche eine solche Reaktion, ein solches Phänomen bewusst herbeizuführen? ...und wenn ja, wie?
Fragen, mit denen ich mich seit längerem beschäftige. Meine Antwort lautet JA! ... es ist möglich!
Wie? Meiner persönlichen Erfahrung nach gibt es verschiedene Wege. Der Härteste ist, sich selbst an den Rand des Abgrunds zu bringen.
Was denkt Ihr?