Krüger-Adorno-Schule

Krüger-Adorno-Schule Die Schulnamensgeber:

Der Mathematiker Louis Krüger wurde 1857 in der Hauptstraße Nr.33 in Elze geboren. Prof. Dr. Dipl.-Ing. Der Philosoph Theodor W.

Sein Vater Konrad war Schlossermeister, und so absolvierte Louis eine Schlosserlehre, denn er sollte den elterlichen Betrieb übernehmen. Wegen seiner mathematischen Begabung wurde Louis von seinem damaligen Rektor zu einer weiterführenden Ausbildung gedrängt, was dem Vater gar nicht Recht war. Der junge Louis Krüger wechselte also aus der Lehre in eine kleine Elzer Privatschule und besuchte bald d

ie Hildesheimer Gewerbeschule. Das kostete aber viel Geld, und da die Schlosserei zu wenig einbrachte und es den Eltern alles andere als gut ging, konnte die Ausbildung nur durch Spenden und Kredite finanziert werden. Nach seiner hervorragenden Abschlussprüfung kratzte Louis nun alles Geld zusammen, das er sich als Hauslehrer gespart hatte, um sich seinen Traum zu erfüllen, am Polytechnikum in Berlin zu studieren. Nach vier Jahren dann war er schließlich zum Mathematiklehrer ausgebildet. Schon während seines Studiums entwickelte Louis Krüger seine Leidenschaft für die Geodäsie (das ist die Wissenschaft von der Ausmessung der Erde und deren Abbildung auf Karten). Mit 27 Jahren machte er seinen Doktortitel in diesem Fachgebiet. Er ging nun an das Königlich Preußische Geodätische Institut nach Berlin, wurde dort erst Assistent, später Professor und schließlich stellvertretender Direktor. Louis Krüger entwickelte 1903 die Arbeit seines Vorgängers Carl Friedrich Gauß weiter, unter anderem die mathematische Methode, die gekrümmte Erdoberfläche auf ebenen Landkarten abzubilden. Diese ist – weil beide Wissenschaftler daran beteiligt waren bis heute als die Gauß-Krüger-Projektion bekannt. Louis Krüger kehrte nach 38 Jahren zurück nach Elze und starb dort 1923 im Alter von 66 Jahren. Adorno wurde 1903 in Frankfurt am Main geboren. Seine Mutter war eine Opernsängerin und sein jüdischer Vater mit dem Namen Wiesengrund war Weingroßhändler. Von ihm rührt das W. in seinem Namen her: Theodor W. Adorno; Spitzname zeit seines Lebens war Teddie. Die Kindheit Adornos ist von Wärme geprägt und von Weiblichkeit. Härte, Druck und Lebensnot waren ihm fremd. Er studierte Philosophie, Musikwissenschaft und Psychologie in Frankfurt, erwarb den Doktortitel, studierte weiter in Wien, hier Komposition und Klavier. Er heiratete 1935 seine Frau Gretel. Danach verließ er Deutschland aus Furcht vor den N***s. Zuerst ging Adorno an ein College nach Oxford (England), später siedelte er in die USA über. Hier arbeitete er mit seinem Freund Max Horkheimer an einem wissenschaftlichen Institut in New York. Für Adorno ist die Nazi-Zeit, der Faschismus, ein "Rückfall in die Barbarei". Und so hält er die "Entbarbarisierung" für eines der wichtigsten Erziehungsziele. Wörtlich schreibt Adorno: "Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung". Er meint, dass es nur einen Weg gibt, einen Rückfall in die Barbarei zu verhindern: Es ist die Kraft zur Selbstbestimmung, zum Nicht-Mitmachen. Die Menschen müssten sensibler werden gegenüber Gewalt, gegenüber Härte, gegenüber dem Schmerz, sie müssten aufhören, ohne Selbstbesinnung nach außen zu schlagen. In seinen pädagogischen Schriften fordert Adorno deshalb eine Erziehung zur Mündigkeit, zur Stärkung des Selbstgefühls, des Selbstvertrauens und des demokratischen Handelns. Vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte er wieder zurück nach Deutschland. Fortan arbeitete er als Professor an der Universität Frankfurt. Im Sommer 1969 starb er in der Schweiz an einem Herzinfarkt.

04/06/2018

Die Krüger-Adorno-Schule sagt Adé…

mit einem Fest
am 26.06.2018
von 17:00 – 21:00 Uhr
auf dem Schulhof der Krüger-Adorno-Schule

Zu diesem Fest laden wir ganz herzlich ein!

Wir möchten mit Ihnen/Euch gerne diesen schweren Weg der endgültigen Schulschließung gemeinsam gehen. Nicht in einem Trauermarsch, sondern mit einem Abschiedsfest, bei dem Raum für Erinnerungen, Verabschiedungen und Freude auf Neues sein soll. Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt sein.

Mit freundlichen Grüßen
die Schulfamilie der Krüger-Adorno-Schule

21/12/2017

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern schöne Weihnachtsferien, frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

08/07/2017

Wir trauern um unseren lieben ehemaligen Kollegen
Günther Spallek. Er starb viel zu früh am 4.7.2017.

21/05/2017

Achtung Achtung!
Am Dienstag, den 23.05.2017, um 17 Uhr, im Kreishaus Hildesheim, Bischof-Janssen-Str. 31, im kleinen Sitzungssaal, tagt der Ausschuss für Schule, Bildung und Kultur.

Es geht um die mögliche Schließung der KRÜGER-ADORNO-SCHULE. Die Sitzung ist ÖFFENTLICH. Alle die Zeit haben oder sich Zeit nehmen können und FÜR die Krüger-Adorno-Schule sind, sollten vorbeikommen und PRÄSENZ zeigen. Wir sind auch da, um zu zeigen, dass die Schule lebt und es Wert ist sie zu erhalten!

20/05/2017
http://www.ffn.de/on-air/aktionen/silbermond/elze/
25/08/2016

http://www.ffn.de/on-air/aktionen/silbermond/elze/

Sorgt dafür, dass die Krüger-Adorno-Schule Elze das Voting gewinnt und die Band um die Sängerin Stefanie Kloß am 9. September von 13 bis 14 Uhr dort ein Konzert gibt. Hier könnt ihr eure Stimme abgeben und diese Seite teilen.

14/09/2013

Image-Film der Krüger-Adorno-Schule Oberschule Elze

08/08/2013

Die allerbesten Wünsche für einen guten Start in das neue Schuljahr!

07/02/2012

Wissen, das nicht Macht sei -

Dass unsere SchülerInnen auch ja „genug“ lernen ist die immerwährende Sorge von Eltern, Kultusbürokraten, manchmal auch LehrerInnen - niemals von Schülern selbst. Mit „genug lernen“ ist dabei stets ein bestimmtes Stoffdeputat gemeint, dass vermittelt/erworben werden soll. Ausgefallene „Unterrichtsstunden“ verursachen mitunter bei manchen Eltern Angstschübe, die größte Menge eines irgend denkbaren „Stoffes“ sei der Vermittlung entgangen. Und nun? Nein, es geht nie um „Lernen“ im schulischen Lebenszusammenhang, es geht um unterrichtliches Lernen von „Stoff“, es geht um Aneignung von „Wissen“, es geht darum, „etwas Vernünftiges zu lernen“. Die Unterstellung, dass Sozialkompetenz, Konfliktfähigkeit, Interaktionssensibilität, Kreativität u.a.m. dem „Vernünftigen“ entgegengesetzte Lernziele und - effekte wären, will ich gar nicht weiter berücksichtigen. Dass das Lernen des „Vernünftigen“, des Stoffinhalts, an Zukunftschancen und die Teilhabe an Macht geknüpft wird, das ist der kritische Punkt. „Die alte Sozialdemokratie hatte die Parole ‘Wissen ist Macht’ als praktisch vernünftiges Rezept verkündet. Sie dachte dabei nicht viel. Gemeint war, man müsse ja etwas Richtiges lernen, um es später einmal besser zu haben.“ Zu dem Grundirrtum, die Schule könne unbegrenzt signifikantes Wissen vermehren fügte sich der Glaube, durch ein Mehr an Wissen ein Mehr an der Partizipation der Macht zu erreichen. Wissen wurde zu einem Moment politischer Strategie der Machteroberung. „Dieser Glaube ist heute in Zersetzung. (...) Unzählige sind nicht mehr bereit zu glauben, man müsse erst ‘etwas lernen’, um es einmal später besser zu haben. In ihnen (...) wächst eine Ahnung, die im antiken Kynismus Gewißheit war: daß man es erst einmal besser haben muß, um etwas Vernünftiges lernen zu können. (...) Die Umkehrung des Verhältnisses von Leben und Lernen liegt in der Luft.“

07/02/2012

Neuankömmlinge -

Norbert Hilbig -

In die Welt der Schule kommen die Kinder wie in die Fremde. Die Inbesitznahme fremden Terrains ist somit ihre erste und vordringlichste Aufgabe. Auch sie schulische Welt hält ein ganzes System von Regeln und Normen, von Wertsetzungen und Wertspuren parat, die Neuankömmlinge in der einen oder anderen Weise zu akzeptieren haben. Die Organisation von Lern- und Lebenszusammenhängen will das zur (schulischen) Welt kommen inaugurieren. Dabei unterläuft der Schule bald regelhaft der Irrtum, die schulische Welt mit der Welt selbst zu identifizieren. Sie tut, als sei sie umfänglich „Welt“ und als gelte dieser die Inauguration. Diese falsche Identifikation ist der Kern so vieler schulischer Fehlhaltungen und -hand-lungen. Hätte die schulische Welt ein Bewusstsein ihrer Partikularität, wäre sie der Differenz von „Welt“ und schulischer Welt eingedenk, bezöge sie ihre Initiationen auf ihren Weltausschnitt, es ließen viele Missverständnisse und -verhält-nisse sich vermeiden. Die Schule hilft beim „Zurweltkommen“, doch sie ist nicht Welt. Sie ist Geburtshelferin, aber nicht Gebärende und schon gar nicht jene Welt, in die hineingeboren wird. Sie ist eine Bühne, auf der geprobt wird, was weltwärts wächst. Die schulische Welt – wenn sie sich so verstünde und organisierte – könnte (als zivilisatorische Begebenheit) die „Bewußtseine umhüllen mit dem Schoßgefühl von Zugehörigkeit und Identität; durch das Versprechen von Kontinuität und Erwartungssicherheit.“

Mehr als jede andere gesellschaftliche Einrichtung könnte die schulische Welt zu jenem von Sloterdijk so genannten „sekundären Uterus“ werden, in der sich „durch Abfangen von Frontspannungen eine Innenwelt“ ausbilden könnte, „in der sichs mit Pflichten und Gewichten leben läßt.“ In der schulischen Welt, mehr als irgend sonst, könnte es den Menschen gelingen, „an einen Selbstanfang zu kommen, wo sie sich setzen, entwerfen, übernehmen“ können. Dazu hätte die Schule ihren SchülerInnen ins Gesicht zu schauen, sie hätte zu sehen, dass diese nicht hier ihren Anfang haben, sie sind in die schulische Welt gekommen „in den Resultaten des Schonangefangenseins. Da sind schon Rillen im Gesicht, da sind Falten um die Mundwinkel, da ist schon eine Angst im Nacken, eine Härte im Rücken, ein Zittern in den Knien, eine Spannung im Herzen.“ Sie sind keine – wie man so sagt – unbeschriebenen Blätter, ihre Gegenwart ist „mit der Hieroglyphenschrift älterer Anfänge überzogen, die man entziffern und vergegenwärtigen muß.“ Sie waren und sie sind es weiterhin, „alte“ Individuen. Und „was wir das Individuum nennen, ist zunächst nur das lebende Pergament, auf dem in Nervenschrift von Sekunde zu Sekunde die Chronik unserer Existenz aufgezeichnet wird. (...) Es sind beschriebene Blätter, die eines Tages sich selber umblättern und Schreibende werden.“ Die angesammelten Beschriftungen, die jedem Leben von Anfang an zugefügt werden, nennt Sloterdijk „Tätowierungen“. Und er meint damit „die Seelentätowierungen, die uns unsere Grundwörter vorsagen und unsere Grundbilder einbrennen; es sind die Nerventätowierungen, die sich als Sinnesverknüpfungen und Erlebnisbahnungen in uns eingestochen haben, es sind die Engramme, die uns Signale für Alarm und Aktion, für Rückzug und Sehnsucht setzen.“ Es sind die „existentiellen Tätowierungen“ , die „Brandzeichen der Seele“ , die wir an den Schulweltbewohnern lesen und dechiffrieren müssen.

Und was immer wir tun, es sind diese Tätowierungen nicht zu vermehren, nicht neue sind hinzuzufügen, neue Orientierungen und Geborgenheiten sind gegen die alten Brandmarkungen zu setzen. Es muss ein Abstand gewonnen werden von „den eingestochenen Grundwörtern“ für „den Zufluß neuer Zeichen, durch die die Welt herankommt (...). Je mehr neue Weltzeichen hinzukommen, desto mehr verblaßt auch die alte Nadelschrift.“ Wenn die Welt der Schule mehr Zeichen als Nadeln bereithält, nur dann schließt sie Welt auf. Nur als selbst aufgeschlossene, als offene kann die Institution Schule Welt eröffnen und ins Offene entlassen. So blieben denn die Tätowierungen nicht länger „die monotonen Spuren einer unvergangenen Vergangenheit“.

Adresse

Heilswannenweg 32
Elze
31008

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