25/09/2020
Regelmässig werden wir bei Anfragen gefragt, wie es denn mit einer Spende für den Kindergarten sei. "Frühere Fotografen hätten auch ja auch immer 10% gespendet", hören wir regelmässig.
Was die wengisten wissen: Das, nach dem uns viele Leitungen oder Elternbeiräte fragen ist keine "Spende" - sondern juristisch ein Bestechungsgeld. Auch wenn das viele gar nicht wissen.
Es gibt nämlich im Bereich der Kita-Fotografie viele Fotografen, die mit dieser Art von "Spende" ganz geziehlt Aufträge massig Aufträge generieren.
Lukrative Aufträge, denn bei diese Fotografen-Ketten wird miserable Arbeit abgeliefert. 2 Bilder pro Kind in weniger als 1 Minute, eine Schule mit 250 Kindern in einem Tag.
Qualität interessiert nicht, weil bei einem Mappenpreis von 15 Euro die "Schmerzgrenze" der Eltern für miese Bilder ihrer Kinder nicht überschritten wird. 250 Kinder a 15 Euro sind 3750 Euro an nur einem Tag.
Das Geschäft mit schlechten Kindergarten- und Schulfotos ist lukrativ. VIEL lukrativer als das Geschäft mit GUTEN Bildern.
Denn gute Bilder brauchen Zeit.
Zeit, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, zu UNS Vertrauen aufzubauen.
Zeit, um den Eltern nicht nur 2 schlechte Motive, sondern eine grösstmögliche Auswahl an unterschiedlichen Motiven anzubieten.
Zeit, um in der Nachbearbeitung das optimale Ergebnis rauszuholen.
Glücklicherweise buchen uns Kindergärten trotzdem, obwohl wir die Frage nach Spenden verneint haben. Weil sie verstehen, dass uns die Kinder & gute Fotos am Herzen liegen.
Vielen Dank dafür, dass ihr uns beauftragt, selbst wenn wir keine Bestechungsgelder bezahlen :-)
Bewährungsstrafen für eine Gelsenkirchener Fotoagentur: Um sich lukrative Aufträge für Schülerfotos zu verschaffen, hatte die Agentur bundesweit Schulleiter bestochen. Das Bochumer Landgericht verhängte auch empfindliche Geldstrafen gegen die Chefs der Agentur.