Wir protestieren weiter und verfolgen nun ganz genau, wie mit unseren Kleinsten weiter verfahren wird! 43 Jahre lang liefen Hosterwitzer und Pillnitzer Kinder zu Fuß in ihre Schule im Grünen, Dresdner Straße 50 . Diesen sicheren und kindgerechten Schulweg wird es ab dem Schuljahr 2015/16 für die Sechs- bis Zehnjährigen nicht mehr geben, denn die Stadträte stimmten für eine Auslagerung der Kleinsten - wider aller städtischen Analysen und ohne eine Alternative aufzuzeigen. An dieser Stelle werden wir, die Elterninitiative "Kurze Wege für kurze Beine" den weiteren Verlauf kritisch verfolgen- jederzeit wieder zum Protest bereit. Denn wir verstehen folgendes nicht:
Seit mehr als 6 Jahren gibt es Analysen, welche steigende Grundschülerzahlen und gleichbleibend schwache Mittelschülerzahlen aus dem direkten Wohngebiet Pillnitz/Hosterwitz belegen. Während die Zweizügigkeit der Grundschule für die nächsten Jahre gegeben ist, wurde der Mittelschule eine maximale Einzügigkeit prognostiziert. Um einer drohenden Schließung aus dem Weg zu gehen, warb die Mittelschule in angrenzenden Schulbezirken (Graupa, Kleinzschachwitz, Hochland) für Schüler – mit Erfolg. Lösungen wurden gesucht, bei der wir Grundschuleltern der Mittelschule immer solidarisch zur Seite standen. Wir wissen, dass beide Schularten notwendig sind! Doch die sehr fach- und sachkompetenten Ausführungen des Schulverwaltungsamtes ließen keinen Zweifel: Die einzige Lösung sei eine Aufhebung der Mittelschule oder eine Integration in die bald dreizügige 62. Mittelschule in Loschwitz (was wir keineswegs fordern, sondern an dieser Stelle erwähnen). Während eines Krisenelternabends im Mai 2011 versprachen DENNOCH anwesende Stadträte ALLER Fraktionen den angeworbenen und aufgebrachten Mittelschuleltern: „Hier werden zwei neue fünfte Klassen aufgenommen und wenn es eine Containerlöung gibt!“ Sie hielten Wort: Die Container kamen und wir rückten zusammen. Als man uns dann wiederum erklärte, dass das keine Dauerlösung sei und der Standort „entflochten“ werden muss, suchten wir Eltern für einen Neubau (welcher Schulart auch immer) ein städtisches Grundstück in Pillnitz/ Hosterwitz. Das einzig gefundene Flurstück 149 „Nussallee“ ist allerdings lt. mehrerer Gutachten in keinster Weise geeignet. Dann, 10 Tage vor dem die ganze Situation auf den Kopf stellenden Stadtratsbeschluss, begannen wir unseren Protest als wir aus der Presse erfuhren: "Die (im letzten Jahr von Schließung bedrohte) 88. Mittelschule verbleibt am Standort, dafür wird die 88. Grundschule im Einzugsbereich ausgelagert." Wir baten alle Stadträte um Gehör, Antworten, Initiative... Aber deren den „etwas unglücklichen Umstand“ bedauernden christlich-demokratischen Antworten, deren grüner Appell an unsere Vernunft „zum Wohl aller Schüler“, aber auch einige sozialdemokratisch klingenden, „eventuell möglichen Alternativen“ zu der momentan nur in Frage kommenden Auslagerung in eine stillgelegte Schule nach Niederpoyritz, klingen für uns wie Hohn. Denn wenn es eine kindgerechte, fußläufige Alternative gäbe, hätten die Stadträte diese im Ihrem Beschluss klar benennen können! Das haben sie nicht und nun ist weder klar, wohin noch warum jetzt 95 Prozent der Grundschüler aus dem Wohngebiet nicht mehr zur Schule laufen dürfen, wo doch 90 Prozent aller Mittelschüler sowieso aus den benachbarten Stadteilen (Kleinzschachwitz, Graupa/Pirna, Loschwitz) nach Hosterwitz/Pillnitz pendeln. Wir verfolgen weiter dieses Steuergelder verschwendende Politikum, welches auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen wird. Wir protestieren dagegen und bitten um Ihre/Deine Unterstützung. Teilen Sie bitte unser Anliegen, beteiligen Sie sich an unseren Aktionen, hinterfragen Sie die von Ihnen gewählten Volksvertreter, bringen Sie sich mit Ideen ein! Ansonsten müssen bald über 100 Sechs- bis Zehnjährige mit Bus und Auto pendeln. Das darf nicht sein! Die Elterninitiative "Kurze Wege für kurze Beine"
der 88. Grundschule Dresden-Hosterwitz