Evgenia Fuchs Rollheiser

Evgenia Fuchs Rollheiser Biografiearbeit mit den Geschichten deiner Vorfahren
Spezialistin für das transgenerationale emotionale und mentale Erbe

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05/10/2026

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Der 76. Deutsche Genealogentag ist vorbei – und für mich war es der zweite.Ich bin müde, meine Stimme ist heiser, aber i...
27/09/2026

Der 76. Deutsche Genealogentag ist vorbei – und für mich war es der zweite.

Ich bin müde, meine Stimme ist heiser, aber ich verlasse Göttingen mit unglaublich vielen Eindrücken, Geschichten und großer Dankbarkeit.

Ich bin tatsächlich eigens für den 76. Deutschen Genealogentag aus Spanien nach Göttingen angereist. Zum einen, weil ich diese genealogische Community sehr schätze: Menschen, die mit großer Ausdauer und Neugier, oft über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg, Familiengeschichten rekonstruieren, Quellen suchen, Archive durchforsten und ihr Wissen mit anderen teilen.

Zum anderen, weil ich die Geschichten und Erfahrungen von Genealoginnen und Genealogen, Historikerinnen und Historikern sowie Besucherinnen und Besuchern sehr schätze – und sie auch für meine eigene Arbeit brauche.

Was mich in diesen drei Tagen besonders berührt hat, war die Offenheit im persönlichen Austausch.

Ich habe sehr viele Rückmeldungen zu meiner Arbeit bekommen – deutlich mehr als im vergangenen Jahr und mehr, als ich erwartet hatte.

Menschen kamen auf mich zu und erzählten mir, welche Gedanken meine bisherigen Vorträge bei ihnen ausgelöst haben, welche Fragen daraus entstanden sind und was sich dadurch teilweise im eigenen Blick auf die Familie oder auch in der Arbeit mit Klientinnen und Klienten verändert hat.

Einige haben wieder Kontakt zu Familienangehörigen aufgenommen. Andere haben wichtige Erkenntnisse über ihre Vorfahren gewonnen, konnten eigene Lebenserfahrungen besser einordnen, Ressourcen und stärkende Aspekte in ihrer Familiengeschichte entdecken oder haben sich entschieden, therapeutische Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Besonders gefreut hat mich, dass viele meine Themen gerade deshalb als Bereicherung erleben, weil sie für einen Genealogentag nicht ganz klassisch sind.

Danke dafür!

Denn meine Perspektive beginnt oft dort, wo die reine Dokumentation an ihre Grenzen kommt oder Lücken offenlässt.

Mich interessiert nicht nur:

Wer war diese Person?
Wann hat sie gelebt?
Woher kam sie?

Mich interessiert vor allem:

Was hat sie erlebt?
Welche Beziehungen haben ihr Leben geprägt?
Unter welchen gesellschaftlichen, historischen und familiären Bedingungen hat sie gelebt?
Welche Entscheidungen, Verluste, Brüche und Rollen begegnen uns innerhalb einer Familie immer wieder?
Und welche Bedeutung kann dieses Wissen für Menschen heute haben?

Es war auch etwas Besonderes, darüber in einem so großen Hörsaal der Universität Göttingen zu sprechen. Zweimal in meinem Leben habe ich selbst als Studentin auf der anderen Seite gesessen – diesmal vorne zu stehen, war ein ganz besonderes Gefühl.

Und ja, es gab auch kritische Rückmeldungen und Fragen zu meinem Ansatz.

Auch dafür bin ich dankbar.

Denn fachlicher Austausch bedeutet für mich nicht, dass alle einer Meinung sein müssen. Im Gegenteil: Unterschiedliche Perspektiven helfen dabei, Begriffe zu präzisieren, Hypothesen zu überprüfen, Fragen neu zu stellen und die eigene Arbeit weiterzuentwickeln.

Unterschiedliche Perspektiven sollten uns bereichern – und nicht voneinander entfernen.

Ich fahre nun mit vielen Gesprächen, Geschichten und neuen Fragen weiter. Einige davon werde ich in den kommenden Monaten genauer recherchieren und analysieren. Sie werden sicherlich auch in zukünftige Vorträge, Texte und Projekte einfließen – und neue Fragen entstehen lassen.

Denn genau das interessiert mich weiterhin: Menschen dabei zu unterstützen, nicht nur herauszufinden, wer ihre Vorfahren waren, sondern auch zu verstehen, was die eigene Familiengeschichte für das heutige Leben bedeuten kann – und was sie vielleicht über uns selbst erzählt.

Und noch etwas freut mich sehr:

Die Exemplare der ersten Version meines Buches, die ich extra zum Genealogentag mitgebracht hatte, sind vollständig verkauft.

Vielen Dank für euer Vertrauen.

Jetzt bin ich natürlich besonders gespannt darauf, welche Gedanken, Fragen, Wünsche und auch kritischen Anmerkungen beim Lesen entstehen.

Wir bleiben im Austausch.

26/09/2026

Ich freue mich gerade riesig: Meine kleine Vor- Ausgabe zum 76.Genealogentag von 50 Exemplaren ist so gut wie vergriffen. Am zweiten Messetag hatte ich nur noch 22 Bücher am Stand.

Und als eine Besucherin gleich sieben Exemplare als Weihnachtsgeschenke mitnehmen wollte, wurde mir endgültig klar: Ich muss möglichst schnell eine gute Lösung finden, damit das Buch auch innerhalb Deutschlands unkompliziert bestellt und verschickt werden kann. 😊

An dieser Stelle habe ich eine große Bitte an alle, die „Das Unsichtbare im Stammbaum“ bereits als E-Book oder gedruckte Ausgabe gekauft haben:

Schreibt mir bitte, wie euch das Buch gefällt.

Was hat euch besonders angesprochen?
Was hat euch zum Nachdenken gebracht?
Gab es Stellen, bei denen ihr euch noch mehr Beispiele, Erklärungen oder Vertiefung gewünscht hättet?

Eure Rückmeldungen sind für mich gerade besonders wertvoll. Sie helfen mir dabei, eure Perspektive als Leserinnen und Leser besser zu verstehen und mögliche Ergänzungen für eine zukünftige Auflage mitzunehmen.

Und natürlich interessiert mich auch sehr, was das Buch bei euch ganz persönlich angestoßen hat. Wenn beim Lesen Fragen zu eurer eigenen Familiengeschichte entstanden sind, schreibt sie mir gerne mit dazu.

Vielen Dank an alle, die mein Buch schon mit nach Hause genommen haben – und besonders an diejenigen, die mir ihre Gedanken dazu zurückgeben. 🤍

24/09/2026

1 Jahr Planung.
2 Monate Interviews.
3 Monate intensives Schreiben.

Und heute halte ich es zum ersten Mal in meinen Händen. 🥹
Mein erstes Buch:

„Das Unsichtbare im Stammbaum – Familiengeschichte verstehen, alte Muster erkennen, eigene Stärke finden“

Dazu gehört ein Arbeitsheft mit 38 Übungen und Reflexionsaufgaben, mit denen ihr eure eigene Familiengeschichte Schritt für Schritt weiter erforschen könnt. Und irgendwie schließt sich damit für mich ein ganz besonderer Kreis.

Die erste Idee zu diesem Buch entstand vor genau einem Jahr, beim 75. Deutschen Genealogentag. In Gesprächen nach meinem Vortrag kamen immer wieder Fragen wie:
„Wo kann ich das nachlesen?“
„Wie kann ich selbst weiterarbeiten?“
„Gibt es dazu ein Buch?“

Damals gab es dieses Buch noch nicht. Ein Jahr später darf ich es ausgerechnet beim 76. Deutschen Genealogentag in Göttingen zum ersten Mal vorstellen.

Diese ersten Exemplare sind deshalb noch eine besondere Vorab-Ausgabe, die ich unbedingt rechtzeitig für Göttingen fertigstellen wollte. Und ja: Die letzten Wochen waren entsprechend intensiv. 😅

In diesem Buch steckt nicht nur Wissen. Es stecken viele Jahre meiner Arbeit, Beobachtungen aus der Praxis, Familiengeschichten, Gespräche mit Menschen und vor allem eine Frage, die mich selbst immer wieder beschäftigt:

Was verstehen wir über uns selbst, wenn wir beginnen, unsere Familie anders anzuschauen?

Ich wünsche mir sehr, dass dieses Buch euch nicht einfach nur Informationen liefert. Sondern dass ihr beim Lesen plötzlich Zusammenhänge erkennt. Dass ihr euch an Geschichten erinnert, die ihr fast vergessen habt. Dass neue Fragen entstehen. Und vielleicht auch die eine oder andere Antwort.

Ab morgen liegen die ersten Exemplare beim Genealogentag in Göttingen auf meinem Tisch. Digital ist es auch zu bekommen

Jetzt bleibt eigentlich nur noch eine ganz praktische Frage:

Wie bekomme ich morgen diesen Karton voller Bücher mit dem Zug nach Göttingen? 😂📚

Was hat Trauma eigentlich mit Familiengeschichte zu tun?Sehr viel mehr, als man im ersten Moment vielleicht denkt.Wenn w...
13/09/2026

Was hat Trauma eigentlich mit Familiengeschichte zu tun?
Sehr viel mehr, als man im ersten Moment vielleicht denkt.

Wenn wir unsere Familiengeschichte erforschen, sammeln wir zuerst Fakten: Namen, Geburtsorte, Berufe, Migration, Kriege, Verluste, frühe Todesfälle, Trennungen oder wirtschaftliche Krisen.

Doch irgendwann wird eine andere Frage viel spannender:
Was haben all diese Ereignisse mit den Menschen gemacht, die sie erlebt haben?

Wie haben sie danach ihre Kinder erzogen?
Wovor hatten sie Angst?
Worüber wurde in der Familie nicht gesprochen?
Welche Regeln entstanden daraus?
Und welche Strategien, die damals vielleicht überlebenswichtig waren, werden innerhalb einer Familie noch Jahrzehnte später weitergegeben?

Genau an dieser Stelle treffen sich für mich Familiengeschichte und Psychologie. Denn manches, was wir heute als „typisch für unsere Familie“ bezeichnen, kann ursprünglich eine sehr sinnvolle Anpassung an schwierige Lebensumstände gewesen sein.

Eine Großmutter, die nach Krieg und Vertreibung Lebensmittel hortete.
Ein Vater, der gelernt hatte, Gefühle nicht zu zeigen.
Eine Familie, in der Sicherheit wichtiger wurde als Selbstverwirklichung.
Oder Generationen, in denen über bestimmte Verluste überhaupt nicht gesprochen wurde.

Natürlich steckt nicht hinter jedem familiären Muster automatisch ein Trauma. Aber wenn wir verstehen wollen, warum bestimmte Ängste, Beziehungsmuster, Glaubenssätze oder Verhaltensweisen über Generationen bestehen bleiben können, brauchen wir auch ein fundiertes Verständnis davon, wie Trauma, Bindung, Stress und Regulation funktionieren.

Und genau deshalb freue ich mich auf diese Woche ganz besonders:
Am 14. September beginnt Transform Trauma Oxford 2026.
Vier Tage mit Vorträgen, Panels, Workshops und praktischen Sessions zu Trauma, Nervensystem, Körper, Bindung und Heilungsprozessen.

Mehr als 100 internationale Fachleute kommen zusammen – darunter Gabor Maté, Bessel van der Kolk, Dan Siegel, Richard Schwartz, Dick Schwartz, Linda Thai, Kristin Neff und Janina Fisher.

Besonders spannend finde ich, dass hier ganz unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen: Neurowissenschaft, Entwicklungstrauma, Bindung, körperorientierte Ansätze, IFS, Nervensystemregulation und transgenerationale Prozesse.

Ich wollte bereits im vergangenen Jahr unbedingt an dieser Konferenz teilnehmen. Dieses Jahr klappt es, wenn auch online, und ich freue mich wirklich sehr darauf.

Für mich ist das nicht einfach eine weitere Weiterbildung. Es ist eine Möglichkeit, meine Arbeit mit Familiengeschichten und wiederkehrenden familiären Mustern noch tiefer zu verstehen, neue Perspektiven kennenzulernen und hoffentlich auch neue Werkzeuge für meine eigene Praxis mitzunehmen.

Denn je länger ich mich mit Familiengeschichten beschäftige, desto klarer wird mir:

Es reicht nicht zu wissen, was unseren Vorfahren passiert ist.
Wir müssen auch verstehen, was das Erlebte mit ihnen gemacht hat – und was davon möglicherweise bis heute in Familien weiterlebt.
Und ich möchte euch in den nächsten Tagen ein Stück mitnehmen.

Ich werde hier einige Gedanken, Aha-Momente und besonders spannende Impulse aus der Konferenz teilen.
Wenn euch ein bestimmtes Thema rund um Trauma, Familiengeschichte oder transgenerationale Muster besonders interessiert, schreibt es mir gern in die Kommentare. Vielleicht kann ich genau darauf während der Konferenz besonders achten.

31/08/2026

Wenn ich unter solchen Videos in den Kommentaren erwähnt werde, freue ich mich besonders. Solche Kommentare bedeuten mir sehr viel.
Wenn ein Vortrag oder ein Gedanke dazu führt, die eigene Familiengeschichte weiter zu erforschen und sich neue Fragen zu stellen, dann ist genau das für mich der Sinn meiner Arbeit.

Danke, liebe Kathrin, fürs Teilen deiner Gedanken. 🤍

22/08/2026

Manchmal stoße ich auf Beiträge, die ich am liebsten sofort weiterempfehlen möchte.

Vor Kurzem habe ich eine sehr interessante Folge von Terra Xplore: „Ein Trauma erben – geht das?“ entdeckt – und sie berührt genau das Thema, mit dem ich mich seit Jahren intensiv beschäftige.

Können Erfahrungen unserer Eltern, Großeltern oder sogar früherer Generationen unser eigenes Leben beeinflussen?
Warum können Krieg, Gewalt, Verlust, Flucht oder lange verschwiegene Familiengeschichten noch Jahrzehnte später bei Kindern und Enkelkindern Spuren hinterlassen?

In der Sendung wird die Geschichte von drei Generationen einer Familie erzählt. Gleichzeitig wird beleuchtet, was Psychologie und Forschung heute über transgenerationale Weitergabe und Epigenetik wissen.

Besonders gut gefällt mir, dass dieses komplexe Thema sehr verständlich und ohne unnötige Mystifizierung vermittelt wird – anhand einer realen Familiengeschichte und im Gespräch mit Fachleuten.

Eine wichtige Erkenntnis, die für mich dabei wieder deutlich wird:
Unsere Familiengeschichte endet nicht in der Vergangenheit, nur weil nicht mehr darüber gesprochen wird.

Wer sich für familiäre Muster, transgenerationale Prägungen und die Frage interessiert, was wir möglicherweise unbewusst aus unserer Familiengeschichte mittragen, dem kann ich diese Sendung sehr empfehlen.

🎥 „Ein Trauma erben – geht das?“ | Terra Xplore mit Psychologe Leon Windscheid

https://www.youtube.com/watch?v=Dv2WdwyqmcE

Wenn Sie die Sendung anschauen, würde mich sehr interessieren:
Welche Aussage oder welcher Moment ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

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