Silvia Stiessel - Mentorin für geistliches Wachstum

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Silvia Stiessel
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21/06/2026

Deine Seele ist geistlicher Natur. Deshalb braucht sie geistliche Nahrung. Seit Jahrzehnten ist zu beobachten, dass Seelen immer schwächer werden. Psychische erkrankungen, wie Depression nehmen zu. Was ebenfalls seit Jahrzehnten zu beobachten ist bei uns zumindest, ist der Glaubensabfall. Beides geht miteinander einher. Die Seele hunger nach Liebe, doch nicht anch menschlicher Liebe. Dort versuchen wir zu ersetzen, was fehlt, doch es funktioniert nicht. Die Seele sehnt sich nach bedingungsloser Liebe, wie sie nur Gott ihr geben kann. Ohne diese Liebe "verhungert" sie, verdorrt und letzten Endes geht und fühlt sie sich "verloren".

20/06/2026

Noah baut einen Altar und Gott schließt einen Bund
Nachdem Noah die Arche verlässt, tut er etwas Bemerkenswertes:
Die Bibel berichtet:
„Noah errichtete dem HERRN einen Altar und nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vö**ln und brachte Brandopfer auf dem Altar dar.“ (Genesis 8, 20)

Bemerkenswert ist:
Noah
• baut nicht zuerst ein Haus,
• bestellt nicht zuerst Felder,
• organisiert nicht zuerst seine Zukunft,
• sondern wendet sich zuerst an Gott.
Seine erste Handlung ist Anbetung und Dankbarkeit.

Nach über einem Jahr auf der Arche hätte Noah viele praktische Sorgen haben können:
• Nahrung
• Unterkunft
• Sicherheit
• Zukunft
Doch sein erster Gedanke gilt Gott.

Das zeigt:
Wer erkennt, dass seine Rettung von Gott kommt, antwortet mit Dankbarkeit.
Die meisten Menschen erinnern sich an:
• die Arche
• die Tiere
• den Regenbogen

Viele übersehen die Reihenfolge:
1. Noah verlässt die Arche.
2. Noah baut einen Altar.
3. Noah bringt Gott ein Opfer dar.
4. Gott schließt einen Bund.
5. Der Regenbogen wird zum Zeichen dieses Bundes.

Dieser Bund ist noch kein komplexer Gesetzesbund, sondern zunächst ein Bewahrungsbund. Inhalt des Bundes:
1. Gott verspricht die Bewahrung der Erde
„Ich will die Erde nicht mehr verfluchen um des Menschen willen.“ (Gen 8, 21)

2. Keine weltweite Flut mehr
„Nie wieder soll alles Fleisch durch die Wasser der Flut ausgerottet werden.“ (Gen 9, 11)

3. Stabilität der Naturordnung
„Solange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (Gen 8, 22)

4. Der Mensch bekommt Macht über die Schöpfung und das menschliche Leben wird geschötzt
Seid fruchtbar, mehrt euch und füllt die Erde! Furcht und Schrecken vor euch soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Himmels, auf alles, was sich auf dem Erdboden regt, und auf alle Fische des Meeres; in eure Hand sind sie gegeben. Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen. Das alles übergebe ich euch wie die grünen Pflanzen. Nur Fleisch mit seinem Leben, seinem Blut, dürft ihr nicht essen. Wenn aber euer Blut vergossen wird, fordere ich Rechenschaft für jedes eurer Leben. Von jedem Tier fordere ich Rechenschaft und vom Menschen. Für das Leben des Menschen fordere ich Rechenschaft von jedem, der es seinem Bruder nimmt. Wer Blut eines Menschen vergießt, / um dieses Menschen willen wird auch sein Blut vergossen. / Denn als Bild Gottes / hat er den Menschen gemacht. (Gen 9, 5-6)

5. Der Bund gilt für alle Lebewesen
Der Bund ist nicht nur mit Menschen geschlossen: „Mit euch und mit allen lebenden Wesen …“ (Gen 9, 10)

6. Das Zeichen des Bundes: der Regenbogen
„Meinen Bogen setze ich in die Wolken.“ (Gen 9, 13)

Auch der Noah-Bund ist ein ewiger Bund. Er wird durch den Neuen Bund nicht ersetzt, sondern bleibt als Bund der Schöpfung bestehen, während der Neue Bund das Heil des Menschen vollendet.

20/06/2026

Jesus kritisierte die Pharisäer nicht, weil sie keinen Eifer hatten, sondern weil ihr Eifer Menschen in die falsche Richtung führte. Man kann aufrichtig, engagiert und sogar religiös sein – und dennoch die Wahrheit verfehlen. Deshalb reicht es nicht, irgendetwas zu glauben. Entscheidend ist, ob das, was wir glauben und weitergeben, tatsächlich zu Gott führt.👉 Jesus erinnert uns daran: Nicht unsere Überzeugung macht etwas wahr. Die Wahrheit steht über unseren Meinungen – und sie hat in Christus ein Gesicht bekommen. (vgl. Johannes 14, 6)

20/06/2026

Morgengruß 5

18/06/2026

Viele Christen glauben, die Sintflut dauerte 40 Tage.
Tatsächlich waren Noah und seine Familie über ein Jahr auf der Arche.

Was geschah in dieser Zeit?
👉 Die Bibel beschreibt den Anfang sehr eindrucksvoll:
„An diesem Tag brechen alle Quellen der großen Tiefe auf, und das Fenster des Himmels öffnet sich.“ (Genesis 7, 11)

Die Flut kommt auch nicht nur von oben durch Regen.
Die Bibel spricht auch von Wasser, das aus den Tiefen der Erde hervorbricht.
„Vierzig Tage und vierzig Nächte fallen Regen auf die Erde.“ (Genesis 7, 12)
Die berühmten 40 Tage beziehen sich auf den Regen.
Doch die Sintflut selbst dauert deutlich länger.
Das Wasser steigt so hoch an, dass selbst die höchsten Berge bedeckt werden.
„Fünfzehn Ellen überragten das Wasser die Berge.“ (Genesis 7, 20)

👉 Die Arche treibt nicht aktiv durch die Flut. Sie wird von Gott getragen.
Überraschenderweise berichtet die Bibel nur sehr wenig über das Leben in der Arche.
Wir erfahren: 👉 Noahs Familie bleibt zusammen, 👉die Tiere werden versorgt, 👉Gott bewahrt die Arche

Der Schwerpunkt liegt nicht auf dem Alltag in der Arche, sondern auf Gottes Treue.

Die wichtigsten Stationen:
👉 40 Tage Regen
👉 150 Tage herrscht das Wasser über der Erde
👉 die Arche landet auf den Bergen Ararat
👉 Noah sendet einen Raben aus
👉 Noah sendet mehrfach eine Taube aus
👉 schließlich verlässt die Familie die Arche
👉 Vom Betreten bis zum Verlassen vergehen etwa ein Jahr und zehn Tage (Genesis 7-8).

Die Sintflut ist nicht nur eine Geschichte über Gericht. Sie ist eine Geschichte darüber, dass Gott Menschen durch das Gericht hindurch bewahrt hat.

18/06/2026

17/06/2026

Die Arche war kein Zufallsprojekt – sie war Gottes Rettungsplan in einer verdorbenen Welt.

Noah fand Gnade in den Augen Gottes.

Doch diese Gnade betrifft nicht nur ihn allein.

1. Die Familie Noahs
Die Bibel sagt klar: Noah, seine Frau, Seine Söhne: Sem, Ham, Jafet und deren Frauen
👉 Insgesamt also die Familie Noahs (Genesis 7, 7)

Der Text begründet es nicht mit einer besonderen Leistung der Familie oder gemeinsamer moralischer Überlegenheit sondern mit Noah selbst:
„Dich habe ich gerecht vor mir gesehen in dieser Generation.“ (Gen 7, 1)

👉 Die Rettung beginnt bei einem Gerechten – und umfasst sein Haus (In diesem Fall. Hieraus lässt sich keine Gemeingültigkeit ableiten oder das Gnade vererbbar ist.)

2. Tiere
In Genesis wird beschrieben:

👉 Noah soll von jedem „reinen und unreinen Tier“ Tiere mitnehmen
👉 jeweils „zwei“ oder „sieben Paare“ (je nachdem ob rein oder unrein)
👉 außerdem „Vögel des Himmels“ und „kriechende Tiere“

Das bedeutet: Die Bibel denkt in Kategorien von Tierarten, nicht in einzelnen Individuen wie im modernen Zoo-Denken. Nicht jede einzelne Tierart im modernen Sinn - sondern jede Lebensform nach ihrer Art wurde bewahrt.

Die Arche wird beschrieben mit festen Maßen (Genesis 6): 300 Ellen lang, 50 Ellen breit, 30 Ellen hoch. Die Arche war also etwa 135 bis 150 Meter lang, rund 25 Meter breit und bis zu 15 Meter hoch, kein kleines Boot, doch auch kein Luxusdampfer, sondern ein schwimmender Schutzraum für die Bewahrung der Schöpfung.

17/06/2026

Jesus spricht hier nicht wörtlich von körperlichem Verstümmeln, sondern nutzt eine extreme Zuspitzung, um die Ernsthaftigkeit geistlicher Entscheidungen deutlich zu machen. Es geht ihm darum zu zeigen, dass alles, was uns dauerhaft von Gott trennt, radikal ernst genommen werden muss.

„Hand“ und „Fuß“ stehen bildhaft für das, was uns im Leben aktiv voranbringt – also Gewohnheiten, Beziehungen oder Wege, die uns prägen. Jesus macht klar: Wenn etwas dich immer wieder in die Sünde führt und dich von Gott wegzieht, dann ist es besser, sich davon konsequent zu lösen, als am Ende innerlich und geistlich verloren zu gehen.

Die Botschaft ist unbequem, aber klar: Kompromisse mit der Sünde haben Folgen. Jesus ruft nicht zur Angst, sondern zur Prioritätensetzung – damit das Leben mit Gott nicht schleichend verloren geht.

16/06/2026

Viele Menschen denken bei der Sintflut zuerst an Gottes Gericht. Doch die Bibel beginnt an einer anderen Stelle.

👉 Sie sagt: „Da reute es den HERRN, dass er den Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es bekümmerte ihn in sein Herz hinein.“ (Genesis 6, 6)

Bevor Gott richtet, ist sein Herz betroffen. Warum?

Die Bibel beschreibt eine Welt, die immer weiter von Gott abdriftet.
👉 „Die Bosheit des Menschen war groß auf Erden.“ (Genesis 6, 5)
👉 „Die Erde war vor Gott verdorben und voll Gewalttat.“ (Genesis 6, 11)

Es gibt verschiedene Auslegungen darüber, wer die „Söhne Gottes“ in Genesis 6 waren. Manche sehen darin gefallene Engel, andere die Vermischung von Gottesfürchtigen und Gottlosen.
Doch unabhängig von der Auslegung kommen beide Sichtweisen zum gleichen Ergebnis:

Die Welt war von Gewalt, Bosheit und der Abkehr von Gottes Ordnung geprägt. Die Sintflut kam nicht, weil Gott die Menschen nicht mehr liebte. Sie kam, weil die Menschheit sich immer weiter von dem entfernte, wozu Gott sie geschaffen hatte.

Und mitten in dieser verdorbenen Welt findet Gott einen Menschen, der mit ihm geht:
👉 „Noah aber fand Gnade in den Augen des Herrn.“ (Genesis 6, 8)

Die Bibel beantwortet diese Frage nicht über äußere Leistung, sondern über konkrete Aussagen zu Noahs Leben: „Noah war ein gerechter Mann…“ (Genesis 6, 9)

Das bedeutet im biblischen Sinn:
👉 er lebte in Übereinstimmung mit Gottes Maßstäben
👉 er war nicht Teil der allgemeinen Gewaltspirale seiner Zeit
👉 sein Leben war „geordnet“ vor Gott

„Noah war … untadelig unter seinen Zeitgenossen“ (Genesis 6, 9) Das heißt:
👉 er war nicht geprägt von der allgemeinen Verdorbenheit seiner Umgebung
👉 auch wenn er moralisch nicht perfekt war unterschied er sich sichtbar von seiner Generation

Das ist der Schlüssel:
👉 nicht: Noah hat sich selbst gerettet
👉 sondern: Gott wendet sich ihm gnädig zu

„Noah wandelte mit Gott.“ (Genesis 6, 9) Das ist die stärkste geistliche Aussage:
👉 nicht nur richtige Ethik
👉 sondern Beziehung zu Gott

Vergleichbar mit Henoch
Noah handelt genau nach Gottes Anweisung (Genesis 6, 22) ohne Diskussion über Sinn oder Logik über lange Zeit hinweg baut er die Arche

👉 Sein Glaube zeigt sich im Tun, nicht nur im Wissen.

Die Bibel beschreibt drei Dinge gleichzeitig:
1. Die Welt ist verdorben (Genesis 6,5–11)
2. Noah lebt anders (Genesis 6,9)
3. Gott schenkt ihm Gnade (Genesis 6,8)

Noah war nicht perfekt. Er war ein Mensch, der inmitten einer verdorbenen Welt mit Gott lebte und deshalb Gnade fand.

Auch wir finden Gnade bei Gott, wenn wir wie Noah leben, mit Gott in einer lebendigen Beziehung wandeln. Denn das ist damit gemeint. Eine lebendige Beziehung zu Gott ist:

👉 nach Gottes Willen lebt (seinen Geboten folgt)
👉 seinem Wort vertraut
👉 in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten bleibt
👉 Gott mehr gehorcht als Menschen (Gottesfurcht anstatt Menschen gefallen zu wollen)
👉 Zeit mit ihm verbringt

Könntest du heute Noah sein?

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