Herbert-Wehner-Bildungswerk

Herbert-Wehner-Bildungswerk Politische Bildung für alle! Wir bieten Bildungsreisen, Kompetenzseminare, Workshops, Lesungen & mehr in Dresden und sachsenweit.

Das Herbert-Wehner-Bildungwerk ist ein Kind der Wendezeit und seit den 90er Jahren in Sachsen aktiv. Mit großer Unterstützung von Greta Wehner, der Witwe von Herbert Wehner, erfüllt es seine Funktionen mit einem Team von vier festen, einigen freien und zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

09/10/2026

Ohne Freiheit ist alles nix! Knapp 15 Wochen lang waren „Die Frauen von Hoheneck“ bei uns im FORUM des Herbert-Wehner-Hauses zu Gast. Heute verabschiedeten wir uns von der fotodokumentarischen Ausstellung und dachten beim Abhängen der Bilder noch einmal an:

🔸unsere die gemeinsame Veranstaltung mit den Hoheneckerinnen am 11.07.26,

🔸aber auch an die vielen bewegenden und Anregung gebenden Gespräche mit unseren Ausstellungsbesucher:innen. Sie alle ließen sich von den Lebens- und Leidensgeschichten der ehemals aus politischen Gründen im berüchtigten DDR-Frauengefängnis Hoheneck Inhaftierten tief berühren. Oftmals kamen auch eigene Erfahrungen mit dem DDR-Unrecht zur Sprache.

All diese Begegnungen sind für uns sehr wertvoll und bestärken uns darin, am Thema dranzubleiben – gegen das Verdrängen.

🚍 Und so fahren wir am 15. Januar 2027 wieder mit einer Gruppe zur Gedenkstätte Hoheneck.

🎭 Gemeinsam mit der Neuen Kammer Leipzig prüfen wir, ob wir 2027 die szenisch-musikalische Performance „Ich bin mir selber fremd geworden – Stimmen aus dem Frauenzuchthaus Hoheneck“ zu uns ins FORUM holen können.

🚌 Für 2028 planen wir eine Fahrt, die den Weg der von der BRD freigekauften politischen Gefangenen nachzeichnet – vom ehemaligen Kaßberg-Gefängnis bis zum Notaufnahmelager Gießen.

📍Beim Themenjahr anlässlich des 1. Freikaufs politisch Verfolgter aus der DDR werden wir 2028 ebenfalls Kooperationspartner sein.

Schön, wenn ihr uns auf diesem Weg begleitet. ❤️

Ausstellung: Fotos von | Texte von .hecker

Mit dem Grundgesetz in der Hand: Gestern war ein Tag der Wut und der Enttäuschung – so hat es Boris Pistorius auf dem Be...
07/10/2026

Mit dem Grundgesetz in der Hand: Gestern war ein Tag der Wut und der Enttäuschung – so hat es Boris Pistorius auf dem Bebelplatz in Berlin formuliert. Ein Tag, an dem sich zeigt, was passiert, wenn demokratische Kräfte Rechtsextremen den Weg in politische Machtpositionen ebnen.

Seine Worte waren auch eine Erinnerung an die Geschichte, die wir insbesondere auf unseren Bildungsfahrten immer wieder warnend vor Augen führen: Demokratiefeindliche Kräfte kamen und kommen nicht immer allein an die Macht. Manchmal werden ihnen Türen geöffnet. Manchmal von denen, die eigentlich für die Demokratie stehen.

Das darf uns nicht gleichgültig lassen. Und es reicht nicht, einfach nur empört zu sein. Unsere Demokratie braucht JETZT Menschen, die widersprechen, Verantwortung übernehmen und wissen, was sie konkret tun können – im Parlament, in der Kommune, im Verein, im Betrieb oder im Alltag.

👉🏻 Jetzt ist die Zeit zum Handeln! Als Herbert-Wehner-Bildungswerk machen wir euch fit dafür – indem wir euch Kompetenzen, Wissen und ganz praktische Tools an die Hand geben, um unsere Demokratie zu verteidigen.

Dürfen wir vorstellen? Lisa ist unsere neue FSJlerin. Seit dem 1. September 2026 absolviert sie ihr FSJ Politik im Wehne...
28/09/2026

Dürfen wir vorstellen? Lisa ist unsere neue FSJlerin. Seit dem 1. September 2026 absolviert sie ihr FSJ Politik im Wehnerwerk. Die Abiturientin stammt aus dem Osterzgebirge und engagiert sich dort und auf sächsischer Ebene in der Linksjugend. Während ihres FSJ bei uns möchte sie Einblicke in die politische Bildungsarbeit bekommen und viele praktische Erfahrungen sammeln.

Liebe Lisa, auch wenn du nun schon fast einen Monat bei uns bist, heißen wir dich hier noch einmal ganz herzlich willkommen – wir freuen uns sehr, dass du da bist!


Sächsische Jugendstiftung

13/09/2026

Ca. 4.000 Menschen haben sich heute Nachmittag im Nachgang der Wahl in Sachsen-Anhalt auf dem Theaterplatz in Dresden zu einer Mitmach-Demo versammelt, um gegen Rechts zu demonstrieren. Statt nur klassischer Ansprachen wurden Kleingruppen gebildet, in denen man miteinander ins Gespräch kam und gemeinsam nach Lösungen für mehr Zusammenhalt suchte.
Wir waren natürlich auch vor Ort.

Den meisten war klar, nur Abwarten ist keine Option mehr: Jetzt ist die Zeit zum Handeln!
Als Wehnerwerks unterstützen wir euch dabei.

09/09/2026

Jetzt ist die Zeit!!! Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt entsetzt, aber aufgeben ist keine Option. Wir rufen euch zu: Aufstehen, einmischen und laut werden für Demokratie, Vielfalt und Toleranz!

Und: Wir unterstützen euch dabei – mit Wissen, Know-how und klaren Argumenten gegen Rechts. Das Wehnerwerk ist eure feste Anlaufstelle, um all jene Kompetenzen und Fähigkeiten zu erlernen, die wir im Alltag und im Ehrenamt jetzt mehr denn je brauchen.

Unter 👇🏻
https://wehnerwerk.de/bildung/
bzw. über den Link in der Bio findest du unsere aktuellen Angebote.

24. August 1941: Die „Aktion T4“ wird beendet. Aber für Liane Krieg kommt das zu spät. Sie ist zu diesem Zeitpunkt berei...
24/08/2026

24. August 1941: Die „Aktion T4“ wird beendet. Aber für Liane Krieg kommt das zu spät. Sie ist zu diesem Zeitpunkt bereits seit fast einem Jahr tot. Liane wurde nur 11 Jahre alt. Und das Morden des NS-Regimes ging auch nach dem 24. August 1941 weiter.

Liane mochte Tiere, malte gern, war hilfsbereit und galt als umgänglich und angenehm. Ihre Eltern liebten ihre Tochter und setzten sich für sie ein.

Nach einer Hirnhautentzündung hatte Liane epileptische Anfälle bekommen. Ein Arzt diagnostizierte bei ihr „Schwachsinn leichten Grades“. Sie habe Schwierigkeiten beim Rechnen und sei in ihrer Entwicklung etwa zwei Jahre zurück.

Das reichte den Nationalsozialisten, um ihr Leben als weniger wert zu betrachten.

Am 28. August 1940 wurde Liane gemeinsam mit 112 weiteren Menschen nach Pirna-Sonnenstein transportiert und ermordet.

Ihre Eltern erfuhren erst 2 Wochen später vom Tod ihrer Tochter. In einem gefälschten Schreiben wurde ihnen mitgeteilt, Liane sei in Hartheim bei Linz gestorben.

Lianes Geschichte steht beispielhaft für die Schicksale von rund 13.720 Menschen, die in den Jahren 1940 und 1941 in Pirna-Sonnenstein im Rahmen der „Aktion T4“ ermordet wurden.

Ihre und die Lebensgeschichten anderer lernt ihr am 3. September 2026 bei einem gemeinsamen Besuch der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein kennen von 13:45 bis 16:00 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei! 2 Plätze sind noch frei.



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📸 Informationstafel in der Dauerausstellung der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein.

Am 13. August 1961 begann die DDR-Führung, die Grenze zu West-Berlin abzuriegeln. Für viele Menschen kam dieser Einschni...
13/08/2026

Am 13. August 1961 begann die DDR-Führung, die Grenze zu West-Berlin abzuriegeln. Für viele Menschen kam dieser Einschnitt über Nacht: Arbeitswege waren versperrt, Familien getrennt, vertraute Straßen plötzlich nicht mehr passierbar.

Zunächst entstanden Stacheldrahtsperren, Barrikaden und zugemauerte Übergänge. In den folgenden Tagen und Wochen wurde daraus die Berliner Mauer – eine Grenzanlage, die mehr als 28 Jahre lang die Stadt und Deutschland teilte.

Die Mauer wurde errichtet, um die Flucht aus der DDR zu verhindern. Sie war kein Schutzwall für die Bevölkerung, sondern ein Instrument staatlicher Kontrolle.

Heute erinnern wir an die Menschen, deren Leben durch diese Grenze verändert wurden – und an diejenigen, die bei Fluchtversuchen starben.

👉🏻Welche Familiengeschichten oder Erinnerungen an die deutsche Teilung gibt es in deinem Umfeld?💬

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Bildquelle: commons.wikimedia.org

Eine Website kann modern und professionell aussehen – und trotzdem Menschen ausschließen.Fehlende Alternativtexte, unkla...
12/08/2026

Eine Website kann modern und professionell aussehen – und trotzdem Menschen ausschließen.

Fehlende Alternativtexte, unklare Überschriften, nicht bedienbare Formulare oder Videos ohne Untertitel können digitale Angebote unnötig schwer zugänglich machen.

Und Barrierefreiheit ist längst nicht nur eine Frage guter Gestaltung: Für viele öffentliche Stellen gelten konkrete rechtliche Anforderungen. Auch Vereine und Verwaltungen sollten deshalb wissen, worauf es bei ihren digitalen Angeboten ankommt.

👉 Wie barrierefrei ist eure Website?

🟢 Ziemlich gut
🟡 Da geht noch was
🔴 Keine Ahnung

Schreib deine Einschätzung in die Kommentare und speichere den Beitrag, wenn du eure Website später einmal unter die Lupe nehmen möchtest.

Du möchtest genauer wissen, was Websites von Vereinen und Verwaltungen rechtlich und praktisch beachten müssen?

Dann ist unser Online-Seminar „Barrierefreiheit in der Kommune: Richtlinien für Websites von Vereinen und Verwaltungen“ am 25. August genau das Richtige.

👉 Infos & Anmeldung über den Link in unserer Bio.

„Sie wurden eingesperrt, weil sie frei sein wollten!“Am vergangenen Samstag durften wir zwei beeindruckenden Frauen zuhö...
15/07/2026

„Sie wurden eingesperrt, weil sie frei sein wollten!“
Am vergangenen Samstag durften wir zwei beeindruckenden Frauen zuhören: Konstanze Helber und Margitta Becke. Im Rahmen unserer Veranstaltung „Wege in die Freiheit“ berichteten sie von ihren Beweggründen, die DDR zu verlassen, von ihren Fluchtversuchen und ihrer Haft im berüchtigten DDR-Frauengefängnis Hoheneck.

Es war ein Nachmittag, der noch lange nachwirkt – tief bewegend, zugleich ermutigend und geprägt von herzlichen Begegnungen.

Unser herzlicher Dank gilt den beiden Zeitzeuginnen für ihre Offenheit und ihren Mut, über das erlebte DDR-Unrecht zu sprechen. Mit ihrem unermüdlichen Erinnern machen sie deutlich, wie kostbar Demokratie, Menschenrechte und Freiheit sind.

Ebenso danken wir dirk.vogel.967 für seine sensible fotografische Annäherung, die in den Porträts der „Frauen von Hoheneck“ eindrucksvoll sichtbar wird. Er gab Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Ausstellung, die noch bis zum 5. Oktober 2026 im Herbert-Wehner-Haus zu sehen ist.

Ein besonderer Dank geht auch an Cathia Hecker, deren Interviewtexte den porträtierten Frauen eine eindringliche Stimme verleihen. Das Begleitbuch zur Ausstellung erscheint am 22. Juli 2026 im – ein Buch gegen das Vergessen, das wir euch sehr ans Herz legen.

Ein besonderer Moment war für uns die Anwesenheit der 95-jährigen Annemarie Krause, selbst eine der porträtierten Frauen, die gemeinsam mit ihrer Tochter Verena an der Veranstaltung teilnahm. Wer die Ausstellung besucht und das Begleitbuch liest, wird verstehen, warum ihre Geschichte so berührt.

Unser Dank gilt außerdem Prof. Dr. Christoph Meyer, der in seinem Vortrag Herbert Wehners Rolle bei den Häftlingsfreikäufen aus der DDR einordnete, sowie Sonnhild Lindner, die die Korrespondenz ihrer Familie mit Herbert und Greta Wehner mit uns teilte. Ihren Freikauf verdankte sie unmittelbar dem Einsatz von Herbert und Greta Wehner.

Historiker und Kurator Peter Wellach inspirierte uns mit seinem Podiumsbeitrag unmittelbar zu einer Bildungsfahrt im Jahr 2027, die den Weg in die Freiheit vom ehemaligen Kaßberg-Gefängnis bis zum ehemaligen Notaufnahmelager Gießen nachzeichnen wird. Beide Orte sind heute bedeutende Lern- und Erinnerungsorte, deren Ausstellungen von beier+wellach konzipiert wurden.

Und natürlich danken wir Pia Heine, die mit Empathie und großer Sachkenntnis durch den Nachmittag geführt hat.

Um es mit Karins gern verwendeten Worten zu sagen: „Es war uns ein Fest“ – eines anlässlich des 120. Geburtstags von Herbert Wehner.

„Trotz alledem: Weiterarbeiten und nicht verzweifeln!“ Diesen Satz schrieb Herbert Wehner am 9. Februar 1981 seinem Nach...
11/07/2026

„Trotz alledem: Weiterarbeiten und nicht verzweifeln!“ Diesen Satz schrieb Herbert Wehner am 9. Februar 1981 seinem Nachfolger im Amt des SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden, Hans-Jochen Vogel, auf einen schlichten Zettel.

Ein aufmunternder Satz, den viele von uns heute gut gebrauchen können. Wehners Botschaft: 👉🏻 Demokratie lebt vom Engagement derjenigen, die nicht aufgeben.

Herbert Wehner war streitbar, unbequem und prägend. Zugleich gehörte er zu den Wegbereitern einer neuen Deutschlandpolitik. Sein Einsatz für die Verständigung zwischen Ost und West und für den Dialog zwischen den beiden deutschen Staaten trug dazu bei, Gräben zu überwinden und den Weg für ein friedlicheres Miteinander zu ebnen.

✊🏻🌹„Weiterarbeiten und nicht verzweifeln!“ – die Kraft und Zuversicht dafür, wünschen wir heute am 120. Geburtstag von Herbert Wehner allen, die sich für Demokratie, Zusammenhalt und eine offene Gesellschaft einsetzen.

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📌 Übrigens, Herberts Zettel gibt's auch als Postkarte, die ihr euch bei uns abholen oder gegen Porto zusenden lassen könnt!!! Schickt sie an Menschen, die gerade Zuspruch brauchen, pinnt sie euch als Erinnerung an den Kühlschrank oder teilt sie auf Social Media. 💌🆒🙏🏻

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