13/08/2026
Am 13. August 1961 begann die DDR-Führung, die Grenze zu West-Berlin abzuriegeln. Für viele Menschen kam dieser Einschnitt über Nacht: Arbeitswege waren versperrt, Familien getrennt, vertraute Straßen plötzlich nicht mehr passierbar.
Zunächst entstanden Stacheldrahtsperren, Barrikaden und zugemauerte Übergänge. In den folgenden Tagen und Wochen wurde daraus die Berliner Mauer – eine Grenzanlage, die mehr als 28 Jahre lang die Stadt und Deutschland teilte.
Die Mauer wurde errichtet, um die Flucht aus der DDR zu verhindern. Sie war kein Schutzwall für die Bevölkerung, sondern ein Instrument staatlicher Kontrolle.
Heute erinnern wir an die Menschen, deren Leben durch diese Grenze verändert wurden – und an diejenigen, die bei Fluchtversuchen starben.
👉🏻Welche Familiengeschichten oder Erinnerungen an die deutsche Teilung gibt es in deinem Umfeld?💬
----
Bildquelle: commons.wikimedia.org
12/08/2026
Eine Website kann modern und professionell aussehen – und trotzdem Menschen ausschließen.
Fehlende Alternativtexte, unklare Überschriften, nicht bedienbare Formulare oder Videos ohne Untertitel können digitale Angebote unnötig schwer zugänglich machen.
Und Barrierefreiheit ist längst nicht nur eine Frage guter Gestaltung: Für viele öffentliche Stellen gelten konkrete rechtliche Anforderungen. Auch Vereine und Verwaltungen sollten deshalb wissen, worauf es bei ihren digitalen Angeboten ankommt.
👉 Wie barrierefrei ist eure Website?
🟢 Ziemlich gut
🟡 Da geht noch was
🔴 Keine Ahnung
Schreib deine Einschätzung in die Kommentare und speichere den Beitrag, wenn du eure Website später einmal unter die Lupe nehmen möchtest.
Du möchtest genauer wissen, was Websites von Vereinen und Verwaltungen rechtlich und praktisch beachten müssen?
Dann ist unser Online-Seminar „Barrierefreiheit in der Kommune: Richtlinien für Websites von Vereinen und Verwaltungen“ am 25. August genau das Richtige.
👉 Infos & Anmeldung über den Link in unserer Bio.
15/07/2026
„Sie wurden eingesperrt, weil sie frei sein wollten!“
Am vergangenen Samstag durften wir zwei beeindruckenden Frauen zuhören: Konstanze Helber und Margitta Becke. Im Rahmen unserer Veranstaltung „Wege in die Freiheit“ berichteten sie von ihren Beweggründen, die DDR zu verlassen, von ihren Fluchtversuchen und ihrer Haft im berüchtigten DDR-Frauengefängnis Hoheneck.
Es war ein Nachmittag, der noch lange nachwirkt – tief bewegend, zugleich ermutigend und geprägt von herzlichen Begegnungen.
Unser herzlicher Dank gilt den beiden Zeitzeuginnen für ihre Offenheit und ihren Mut, über das erlebte DDR-Unrecht zu sprechen. Mit ihrem unermüdlichen Erinnern machen sie deutlich, wie kostbar Demokratie, Menschenrechte und Freiheit sind.
Ebenso danken wir dirk.vogel.967 für seine sensible fotografische Annäherung, die in den Porträts der „Frauen von Hoheneck“ eindrucksvoll sichtbar wird. Er gab Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Ausstellung, die noch bis zum 5. Oktober 2026 im Herbert-Wehner-Haus zu sehen ist.
Ein besonderer Dank geht auch an Cathia Hecker, deren Interviewtexte den porträtierten Frauen eine eindringliche Stimme verleihen. Das Begleitbuch zur Ausstellung erscheint am 22. Juli 2026 im – ein Buch gegen das Vergessen, das wir euch sehr ans Herz legen.
Ein besonderer Moment war für uns die Anwesenheit der 95-jährigen Annemarie Krause, selbst eine der porträtierten Frauen, die gemeinsam mit ihrer Tochter Verena an der Veranstaltung teilnahm. Wer die Ausstellung besucht und das Begleitbuch liest, wird verstehen, warum ihre Geschichte so berührt.
Unser Dank gilt außerdem Prof. Dr. Christoph Meyer, der in seinem Vortrag Herbert Wehners Rolle bei den Häftlingsfreikäufen aus der DDR einordnete, sowie Sonnhild Lindner, die die Korrespondenz ihrer Familie mit Herbert und Greta Wehner mit uns teilte. Ihren Freikauf verdankte sie unmittelbar dem Einsatz von Herbert und Greta Wehner.
Historiker und Kurator Peter Wellach inspirierte uns mit seinem Podiumsbeitrag unmittelbar zu einer Bildungsfahrt im Jahr 2027, die den Weg in die Freiheit vom ehemaligen Kaßberg-Gefängnis bis zum ehemaligen Notaufnahmelager Gießen nachzeichnen wird. Beide Orte sind heute bedeutende Lern- und Erinnerungsorte, deren Ausstellungen von beier+wellach konzipiert wurden.
Und natürlich danken wir Pia Heine, die mit Empathie und großer Sachkenntnis durch den Nachmittag geführt hat.
Um es mit Karins gern verwendeten Worten zu sagen: „Es war uns ein Fest“ – eines anlässlich des 120. Geburtstags von Herbert Wehner.
11/07/2026
„Trotz alledem: Weiterarbeiten und nicht verzweifeln!“ Diesen Satz schrieb Herbert Wehner am 9. Februar 1981 seinem Nachfolger im Amt des SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden, Hans-Jochen Vogel, auf einen schlichten Zettel.
Ein aufmunternder Satz, den viele von uns heute gut gebrauchen können. Wehners Botschaft: 👉🏻 Demokratie lebt vom Engagement derjenigen, die nicht aufgeben.
Herbert Wehner war streitbar, unbequem und prägend. Zugleich gehörte er zu den Wegbereitern einer neuen Deutschlandpolitik. Sein Einsatz für die Verständigung zwischen Ost und West und für den Dialog zwischen den beiden deutschen Staaten trug dazu bei, Gräben zu überwinden und den Weg für ein friedlicheres Miteinander zu ebnen.
✊🏻🌹„Weiterarbeiten und nicht verzweifeln!“ – die Kraft und Zuversicht dafür, wünschen wir heute am 120. Geburtstag von Herbert Wehner allen, die sich für Demokratie, Zusammenhalt und eine offene Gesellschaft einsetzen.
-----------
📌 Übrigens, Herberts Zettel gibt's auch als Postkarte, die ihr euch bei uns abholen oder gegen Porto zusenden lassen könnt!!! Schickt sie an Menschen, die gerade Zuspruch brauchen, pinnt sie euch als Erinnerung an den Kühlschrank oder teilt sie auf Social Media. 💌🆒🙏🏻
09/07/2026
„Ohne Freiheit ist alles nix!“ Sie wollten frei sein – aus Liebe oder weil sie die politische Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit, Reiseverbote, Zensur und fehlende Meinungsfreiheit als unerträglich empfanden.
🚧 Konstanze Helber (rechts im Bild) wagte als 22-Jährige einen Fluchtversuch aus der DDR versteckt im Kofferraum eines Autos.
🚨 Margitta Becke (links im Bild) wollte mit ihrem Mann über Ungarn und Jugoslawien in den Westen fliehen.
Bei beiden scheiterte die Flucht. Sie kamen als politische Häftlinge in das berüchtigte DDR-Frauengefängnis Hoheneck bei Stollberg in Sachsen.
Beide hatten schließlich das Glück, von der Bundesrepublik freigekauft zu werden. Und hier kommen Herbert & Greta Wehner ins Spiel.
Beide setzten sich maßgeblich für den Freikauf politischer Häftlinge aus der DDR ein.
Wie das geschah, erfahrt ihr am kommenden
🗓️ Sa. 11. Juli 2026 von 15 bis 17 Uhr
🎤 bei unserer Veranstaltung „Wege in die Freiheit“
📍 im FORUM des Herbert-Wehner-Hauses, Devrientstr. 7 in Dresden
🎉 – anlässlich des 120. Geburtstags von Herbert Wehner.
Wir laden euch ❤️lich ein, mit Margitta Becke, Konstanze Helber und weiteren ehemaligen Hoheneckerinnen ins Gespräch zu kommen – über erlittenes DDR/SBZ-Unrecht, den Weg in die Freiheit und ihr heutiges Engagement für die Aufarbeitung.
📝 Und wir fördern bisher unveröffentlichte Briefe zu Tage, die einen berührenden Einblick in die persönlichen Schicksale hinter den Häftlingsfreikäufen und in das Engagement des Ehepaars Wehner geben.
👉🏻 Eintritt frei!
♿ Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.
---------
📸 Porträtfotos: Dirk Vogel, Ausstellung "Die Frauen von Hoheneck"
Das Buch zur Ausstellung erscheint am 22.Juli 2026 im Vergangenheitsverlag Berlin
07/05/2026
Was bedeutet eigentlich „soziale Stadt“? In Wien haben wir letzte Woche Antworten darauf gesucht – und gefunden.
Im Rathaus, beim Stadtrundgang, in historischen Gemeindebauten und modernen Wohnprojekten wie Alt-Erlaa.
Vom ersten Input zum „Roten Wien“ bis zur Mai-Kundgebung am Rathausplatz: Wir haben erlebt, wie Geschichte, Politik und Alltag ineinandergreifen.
Zwischen Karl-Marx-Hof, Nationalrat und Gesprächen mit politischen Akteur:innen wurde klar: Sozialpolitik ist nichts Abstraktes – sie prägt, wie wir wohnen, leben und zusammenhalten.
Und was nehmen wir von der Fahrt ins „Rote Wien“ mit?
➡️ Neue Perspektiven auf soziale Gerechtigkeit
➡️ Einblicke in politische Entscheidungsprozesse
➡️ Demokratie lebt vom Mitmachen
➡️ Was für ein politik- und kultur-historisches Highlight der 1. Mai in Wien ist.
➡️ Die Begegnung mit Mr. Nobody, der als Symbolfigur bei der Maikundgebung dazu mahnt, die „einfachen Leute“ im politischen Alltag nicht zu vergessen (siehe der große Hut auf Slide 10).
Vier Tage voller Input, Austausch und Perspektivwechsel.
Danke an alle Teilnehmenden für intensive Diskussionen, kritisches Nachfragen und gemeinsames Reflektieren. 💬 Und natürlich an alle Referent:innen, Politiker:innen & Stadtführer, die uns überhaupt dazu die Möglichkeit gegeben haben!
📸 Anke Wolfert