30/09/2026
Aladdin: Ich heiße Aladdin und wohne in Bremen. Es freut mich, dass ich auch ein Gesicht der Inklusion bin. Ich bin Schauspieler am Theater. Seit 2002 habe ich am Theater Blaumeier-Atelier in verschiedenen Stücken mitgespielt.
Barbara: Aladdin spielt schon sehr lange Theater beim Blaumeier-Atelier. Das ist ein Kunstprojekt in Bremen. Das Blaumeier-Atelier macht Theater, Musik und Malerei und verbreitet die Kunst in der Öffentlichkeit. Die Idee des Blaumeier-Ateliers ist es, Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Kunst machen zu lassen. Im „Atelier in Aktion“ beispielsweise treffen sich die Gäste zu einem Nachmittag mit viel Bewegung und Theater oder zum Malen und erleben sich in den Aktionen. Jeder und Jede darf hier so sein wie sie*er ist. Jede*r kann sich und seine*ihre besonderen Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln.
Aladdin: Warum ich gerne Schauspieler bin? Ich habe damals einen Film gesehen und danach bin ich zum Blaumeier-Atelier in die offene Probe gegangen.
Barbara: Aladdin meint den Film „Verrückt nach Paris“. Der Film ist von 2002 und einer der ersten, in dem Menschen mit Beeinträchtigungen die Hauptrollen gespielt haben. Bis dahin war es ja so, dass Menschen ohne Beeinträchtigung diese Rollen übernommen haben.
Aladdin: Ich habe mich dann Barbara vorgestellt, die damals gerade „Carmen“ geprobt hat und sie hat mich gleich genommen. (Anmerkung der Redaktion: Das Team, in dem Barbara gearbeitet hat, hat die Aufnahme von Aladdin entschieden.)
Ich bin gerne Schauspieler, ich kann mich darüber sehr gut ausdrücken. Ich kann meine Gefühle gut zeigen. Theater fühlt sich gut an und ich bin viel unterwegs und komme rum. Beim Schauspielern fühle ich mich frei und ich arbeite gern. In der Werkstatt war es anders, dort wird nur gesagt: „Mach, mach, mach!“ Immer das gleiche, für mich ist das öde. Ich finde es langweilig. Theater ist mehr Spaß. Mir gefällt die Arbeit mit den anderen. Ich habe viele Freunde beim Blaumeier-Atelier. Wir unterhalten uns viel und ich bin glücklich, wenn ich mit den anderen zusammen bin. Deshalb will ich auch immer weiter machen, ich höre nicht auf mit dem Theater.