15/09/2026
Ein Kind steht morgens nicht auf, weint, klagt über Bauchschmerzen oder schafft es irgendwann gar nicht mehr in die Schule.
Von außen heißt es schnell:
„Es will einfach nicht.“
„Die Eltern müssen konsequenter sein.“
„Wenn es zu Hause bleiben darf, wird es nur schlimmer.“
Doch hinter Schulabsentismus können massive Überforderung, Angst, Reizbelastung, exekutive Schwierigkeiten, Maskieren oder ein dauerhaft überlastetes Nervensystem stehen.
Gerade autistische Kinder, Kinder mit ADHS oder einem PDA-Profil kämpfen häufig lange, bevor Erwachsene erkennen, wie schlecht es ihnen tatsächlich geht.
Schulabsentismus hat nicht bei jedem Kind dieselben Ursachen. Aber er sollte immer als wichtiges Signal verstanden werden – nicht als moralisches Versagen des Kindes oder seiner Eltern.
Wir müssen aufhören zu fragen:
„Wie zwingen wir das Kind zurück in die Schule?“
Und anfangen zu fragen:
„Was braucht dieses Kind, damit es sich wieder sicher fühlen kann?“
Habt ihr erlebt, dass die Überforderung eures Kindes lange nicht gesehen wurde?