28/07/2026
Als ich Viertklässler war, bin ich mit meiner Klasse zu einem Köhler gefahren. Als wir dort waren, haben die mitgefahrenen Papas das Holz, das wir schon im Winter gesammelt hatten, in Meterstücke gesägt. Diese haben wir auf 5 Stapel verteilt. Als wir fertig waren, durften wir uns in 5 Gruppen aufteilen. Dann hat jede Gruppe eine Stange bekommen und einer musste die Stange festhalten. Die anderen haben von kleinen Hölzern bis zu den großen Hölzern um die Stange herum den Mailer aufgebaut. Dann haben wir ihn mit Heu verkleidet. Die Erwachsenen haben
währenddessen Erde mit Wasser vermischt. Das Gemisch, die Lösche haben wir auch auf den Mailer geklatscht. Endlich durften wir den Mailer entzünden. Dafür brauchten wir einen
Kienspan, einen Dolch und einen Feuerstein. Ein Kienspan ist ein Wurzelstück von einer toten
Kiefer und enthält ganz viel Harz. Darum brennt ein Kienspan besonders gut. Mit dem Dolch
haben wir Späne vom Kienspan abgeschabt und Funken mit dem Feuerstein geschlagen. In der Mitte, dort wo wir die Stange rausgezogen haben, konnten wir gut den Mailer anzünden. Nach ungefähr 10 Minuten haben wir das Loch mit Heu und Lösche wieder verschlossen. Drei Mal, immer nach zwei Stunden haben wir den Mailer oben ein bisschen geöffnet, mit nicht ganz verkohlten Holzstücken (Füchsen) aufgefüllt und ihn dann wieder mit Heu und Lösche verschlossen. Beim vierten Mal öffnen haben wir Füchse nachgefüllt und ein zylinderförmiges Rohr als Kamin drauf gestellt. In der Nacht mussten die Väter aufpassen, dass der Mailer nicht anbrennt. Sonst wird die Kohle zu Asche. Nach dem Frühstück mussten wir wieder zu den Mailern, die inzwischen schon sehr geschrumpft waren. Mit den Füßen haben wir die Mailer noch mehr zusammengedrückt. Nach 2 Stunden haben die Eltern mit der
Schaufel von jedem Mailer ein Viertel abgestochen. Wir Kinder haben die fertige Kohle aus den Mailern gesammelt. Dazu mussten wir Handschuhe anziehen, da die Kohle richtig heiß war. Damit die Kohle nicht weiter glüht, haben wir sie noch kurz mit kaltem Wasser übergossen. Dann mussten wir die Kohle noch einpacken und durften sie in Säcken nach Hause nehmen.
Theodor, 4. Klasse