06/08/2026
CALL FOR LIGHTNING TALKS
Für die Tagung *After Prompt. Arts Education and (the Politics of) AI
Metaphern, Mythen, Macht und die Politiken der KI
Um generative KI-Systeme haben sich in kurzer Zeit prägende Narrative entwickelt: KI als Werkzeug, Spiegel menschlicher Kreativität, demokratisierende Kraft, Bedrohung oder Wissensinstanz. Solche Erzählungen sind mehr als Vereinfachungen – sie wirken als Mythen. Nach Hans Blumenberg machen Mythen das Unkontrollierbare handhabbar und verleihen dem Unentschiedenen Gestalt. Roland Barthes zeigt zugleich, dass sie politische Entscheidungen als selbstverständlich erscheinen lassen. So verdecken sie Interessen und Machtverhältnisse hinter der Fassade einer scheinbar neutralen Technologie und beeinflussen, welche Fragen wir stellen – und welche nicht.
Mit dem Call for Lightning Talks **„Metaphern, Mythen, Macht“** fragen wir nach den Politiken der KI: Welche Machtverhältnisse sind in algorithmische Systeme eingeschrieben und werden durch sie (re-)produziert? Gesucht werden kunstpädagogische, ästhetische und bildungstheoretische Perspektiven, die sichtbar machen, was Mythen und Metaphern verdecken, und Impulse für die Tagung *After Prompt. Arts Education and (the Politics of) AI* geben.
Format
Gesucht werden fünfminütige Lightning Talks (Kurzvortrag, Performance o. Ä.), die KI-Debatten im Spannungsfeld von Kunst, Bildung und (Pop-)Kultur aufgreifen, zuspitzen oder irritieren. Ausgangspunkt ist ein KI-bezogener Mythos, eine Erzählung oder Metapher, die die Politiken der KI prägt oder verschleiert.
Eingeladen sind Beiträge aus Kunstpädagogik, Bildungs- und Medienwissenschaft, Kulturvermittlung, Creative Technology sowie angrenzenden Disziplinen. Willkommen sind wissenschaftliche, künstlerische und praxisorientierte Ansätze. Gesucht werden prägnante Thesen, provokante Fragen oder künstlerische Interventionen.
Bewerbung bis 04.09.2026:
* Titel des Beitrags
* Kurzbeschreibung (max. 100 Wörter)
* Kurz-Bio (max. 60 Wörter)
an Hannah Gelbke ([email protected]).
Weitere Informationen finden Sie auf der Tagungswebseite oder im entsprechenden Link im Linktree.
03/08/2026
Lichtspielwerkstatt
Vom 10. bis 13. September lädt das bundesweite Netzwerk Lichtspiel zur Lichtspielwerkstatt nach Köln und Essen ein. An der Universität zu Köln und der Lichtburg Essen entstehen vier Tage lang Räume für Experiment, Austausch und Begegnung mit Film.
Workshops, Filmprogramme, Panels und interaktive Formate machen Filmbildung als kulturelle und ästhetische Praxis erlebbar und laden dazu ein, ihre gesellschaftliche Bedeutung sowie die Zukunft des Kinos zu diskutieren.
Das Programm bietet vielfältige Zugänge zur Filmbildung: Auf dem „Filmspielplatz“ des niederländischen Künstlerinnenkollektivs Taartrovers wird mit Licht und Schatten experimentiert, Videoarbeit und Gebärden-Performance treffen aufeinander, und gemeinsam mit Aktivist*innen des ehemaligen Berger Kinos wird über Kino als gesellschaftlichen Ort diskutiert. In Workshops, Panels und Laboren kommen Lehrende, Kinder, Kinobetreiber*innen, Künstler*innen und Filmvermittler*innen miteinander ins Gespräch. Die Lichtspielwerkstatt versteht sich als Intervention in den Status quo und fragt: Wie könnte Filmbildung aussehen – und warum darf sie nicht bleiben, wie sie ist?
Im Mittelpunkt steht die Frage nach den Utopien der Filmbildung. Die Filmopiemaschine auf dem Vorplatz der Humanwissenschaftlichen Fakultät lädt zum Nachdenken und Mitgestalten ein. Im Fokus steht das Potenzial von Filmbildung, Begegnung zu ermöglichen und neue Zukunftsentwürfe zu entwickeln – gerade angesichts von Kürzungen und politischen Angriffen auf emanzipatorische Bildung.
Tickets sind bis 27. August erhältlich. Weitere Infos und Weiterleitung zum Ticketverkauf im entsprechenden Link im Linktree.
29/07/2026
WERKWOCHE WS 2026/2027
Was ist die Werkwoche?
Die Werkwoche startet in die 6. Runde!
Die Werkwoche ist von und für alle Studierenden der künstlerischen Fächer (Kunst, Intermedia, Ästhetische Erziehung und Musik) gemacht. Gemeinsam nehmen wir in der Woche vor Vorlesungsbeginn Räume der Kunst ein, um in kleinen oder großen Gruppen an Workshops teilzunehmen oder anzuleiten. Egal in welchem Semester du bist, hier kannst du Menschen, Methoden, Museen und Werkstätten kennenlernen.
Gemeinschaftlich, ohne Ziel und ohne Druck!
Alle Fakten auf einen Blick:
Zeitraum: 5. – 9. Oktober 2026 (Anwesenheitspflicht: Montag und Freitag)
Ort: Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln
Anmeldefrist: bis 25. September 2026
Anmeldung unter diesem Link:https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfdi762rK2PSQg_xlav57c_156toj6c3PU5gJzDXWuZpWsaFQ/viewform?usp=dialog
Paypal-Überweisung der Teilnahmebeitrags (5 – 10 €) an: [email protected]
Workshops und Tagesablauf:
Wir als Orga-Team werden ein paar Workshops anleiten, doch es gibt noch genug Zeit, eure Wünsche einzubringen.
Überlegt euch gerne schon mal, was ihr noch beisteuern könntet, seien es Ideen, Expertise oder Material.
Eure Ideen könnt ihr uns schon bei der Anmeldung mitteilen, oder am ersten Tag der Werkwoche vorstellen.
In der Woche beginnen wir jeden Tag mit einem gemeinsamen Frühstück, um alle zusammen in den kreativen Tag zu starten.
Teilnahme und Anmeldung:
Die Werkwoche wird seit einigen Jahren ehrenamtlich organisiert, aber um die Verpflegungs- und Materialkosten zu decken, gibt es einen Teilnahmebeitrag. Ihr könnt selbst einen Betrag zwischen 5 und 10 Euro wählen.
Diesen schickt ihr per PayPal an [email protected] mit dem Betreff: “Werkwoche WS26 Name Nachname”. Als Beleg für die Zahlung wird ein Screenshot im Anmeldebogen hochgeladen.
Falls es für jemanden schwierig ist, den finanziellen Beitrag zu leisten oder falls du kein Paypal hast, schreib einfach eine Notiz in den Anmeldebogen 🙂
Weitere Infos im entsprechenden Link in der Bio!
27/07/2026
Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit (SoSe 2026)
Während der vorlesungsfreien Zeit des Sommersemesters 2026 gelten die folgenden Sprechstundenzeiten:
Bonitz, Alina
nach Vereinbarung per Email
Brand, Martin
Alle Infos siehe hier
Bunte, Andreas
nach Vereinbarung per Email
Dick, Julia
Alle Infos siehe hier
Eschment, Jane
nach Vereinbarung per Email
Filter, Leon
nach Vereinbarung per Email
Gehlen, Anna
nach Vereinbarung per Email
Gockel, Michel
nach Vereinbarung per Email
Hegge, Eva
nach Vereinbarung per Email
Holzschuh, Olga
nach Vereinbarung per Email
Hopstein, Gesine
nach Vereinbarung per Email
Kargin-Zahn, Manuel
nach Vereinbarung per Email
Klütsch, Alexander
Alle Infos siehe hier
Leeker, Martina
nach Vereinbarung per Email
Meyer, Torsten
nach Vereinbarung per Email
Möntmann, Nina
nach Vereinbarung per Email
Nimmerfall, Karina
nach Vereinbarung per Email
Püttmann, Charlotte
Alle Infos siehe hier
Roth, Josephine
nach Vereinbarung per Email
Schmidt, Margit
Alle Infos siehe hier
Stillger, Agnes
nach Vereinbarung per Email
Thomann, Mirjam
nach Vereinbarung per Email
Vollmert, Christina
Anmeldung via ILIAS
23/07/2026
SAVE THE DATE
TAGUNG: After Prompt. Arts Education and (the Politics of) AI
19.–21. November 2026
Fachbereich Kunst & Kunsttheorie des Departments Kunst und Musik
In Kooperation mit dem Institut für Kunst, Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Der Prompt ist die Figur, die unser Verhältnis zu generativen KI-Systemen organisiert: Ein Mensch formuliert eine Anweisung, die Maschine folgt und generiert Texte, Bilder, Videos … Analysen, Ratschläge, Affekte … ästhetisches und epistemisches Material. Prompt Engineering erscheint folgerichtig als Kulturtechnik, durch die sich auch für künstlerisches und kunstpädagogisches Handeln grundsätzlich neue Herausforderungen ergeben. Zwischen euphorischer Innovationsrhetorik und dystopischen Kontrollnarrativen entfaltet sich jedoch ein technologischer Ambivalenzraum. Denn Prompts unterliegen Plattformlogiken, datenökonomischen Interessen und algorithmischen Normierungen. Das vermeintlich freie Eingabefeld ist somit immer schon vorformatiert.
Mit der Tagung After Prompt. Arts Education and (the Politics of) AI fragen wir nach dem afterimage der KI: nach jener Persistenz auf der Netzhaut, die bleibt, wenn der Reiz schon erloschen ist. KI ist als kulturelle Bedingung bereits tief in ästhetische, sozio-politische und pädagogische Praktiken eingelassen, in denen Handlungsmacht verteilt, Gestaltung relational und kulturelle Produktion ko-konstitutiv wird. Kunstpädagogische Praxis verschiebt sich entsprechend vom gesteuerten Prompt Engineering hin zu kollaborativen Praktiken in mehr-als-menschlichen Konstellationen. Damit steht eine grundlegende Neubestimmung kunstpädagogischer Praxen im Kontext algorithmischer Kulturen zur Debatte.
Die Tagung versteht sich als Raum gemeinsamer Reflexion zwischen Wissenschaft, Kunst und (kunst-)pädagogischer Praxis.
Für das Panel Metaphern, Mythen, Macht und die Politiken der KI suchen wir wissenschaftliche Beiträge für fünf-minütige Lightning Talks (Kurz-Vorträge, Performances o. Ä.), die aktuelle KI-Debatten im Kontext von Kunst, Bildung und (Pop-)Kultur aufgreifen, zuspitzen oder irritieren.
Alle Infos zum Call und zur Tagung finden Sie auf unserer Tagungswebseite (Link in der Bio)
21/07/2026
Sommerpause Kunst & Textil BIB
Öffnungszeiten in der vorlesungsfreien Zeit / Sommerpause
BIB: Vom 04.08. bis zum 25.08. bleibt die BIB geschlossen!
In dieser Zeit steht die BIB nicht für die Ausleihe oder die Arbeit vor Ort zur Verfügung. Leiht ihr Bücher vorher aus, könnt ihr sie in dieser Zeit länger nutzen, um besonders intensiv an Projekten zu arbeiten und zu forschen.
ab dem 26.08. haben wir dann wieder für Euch Auf: Di-Do 10-16 Uhr.
16/07/2026
Care Research Fellows. Ein weiteres Kapitel im Care Research Lab
CARE RESEARCH LAB (CRL) PRÄSENTIERT EIN NEUES DOSSIER „ARTIFICIAL INTIMACIES“
Die regelmäßigen Fellowships sind eine Arbeitsform des Care Research Lab, die mit internationalen Expert*innen spezifische Fragestellungen und Fallbeispiele im Themenfeld Care (dt.: Für/Sorge) fokussiert. Das zweite Dossier in der Sammlung dokumentiert das Care Research Fellowship mit jessie beier an der PH Karlsruhe und untersucht, was passiert, wenn Maschinen darauf trainiert werden, für/sorglich zu sein. Welche Rolle spielt die (Kunst-)Pädagogik im Zeitalter Künstlicher Intimitäten (Artificial Intimacies)? Und wie begegnet sie dem Umstand, dass die Verantwortung für Care und emotionale Arbeit zunehmend auf Maschinen verlagert wird?
Das Lehr-/Forschungsprojekt Care Research Lab unternimmt theoretische und praktische Sondierungen zu Care (dt.: Für/Sorge) und veröffentlicht regelmäßig Vorträge, Performances, wissenschaftliche Texte sowie Impulse zur Exploration. Stay tuned.
Hier geht es zum Forschungsschwerpunkt Care Research Fellowships:
Hier geht es zur Dokumentation von jessie beiers Care Research Fellowship mit dem Titel „Artificial Intimacies“:
Konzeption und Durchführung: Martina Leeker (Universität zu Köln) und Konstanze Schütze (Pädagogische Hochschule Karlsruhe).
An der Umsetzung des Projektes beteiligt: Rubina Ünzelmann-Balotsch, Jana Wodicka, Antonia Burggraef, Nathalie Commandeur.
Umsetzung in Karlsruhe: Anja Lenz, Anna Sprenger
Bildcredits: Care Research Lab mit Rubina Ünzelmann-Balotsch, Jana Wodicka und Nathalie Commandeur
15/07/2026
Semesterthema WiSe 26/27 – Freund*innenschaft
Freund*innenschaft gilt gemeinhin als private Angelegenheit: als freiwillige Beziehung, geprägt von Zuneigung, Vertrauen und Unterstützung. Doch Freund*innenschaften sind mehr als persönliche Bindungen. Sie strukturieren Zugehörigkeiten und Ausschlüsse, organisieren Sorge und Solidarität und eröffnen Möglichkeiten gemeinsamen Handelns. In ihnen verdichten sich Fragen nach Verantwortung, Gerechtigkeit und demokratischem Zusammenleben. Kurz: Sie sind auch politische Beziehungen (vgl. Castro Varela & Oghalai 2023).
Angesichts globaler Krisen, sozialer Ungleichheiten und gesellschaftlicher Polarisierung stellt sich die Frage, welche Beziehungen Gesellschaften tragen und welche Beziehungsweisen (Adamczak 2017) Transformation ermöglichen. Freund*innenschaft erscheint dabei nicht als Gemeinschaft Gleicher, sondern als offene Praxis der Beziehung zum Anderen (vgl. Derrida 2002).
Das Semesterthema begreift Freund*innenschaft als soziale und gesellschaftspolitische Praxis. Es knüpft an politische und feministische Theorie, Postkoloniale Studien sowie Q***r und Disability Studies an und fragt, wie Beziehungen gesellschaftliche Verhältnisse nicht nur abbilden, sondern verändern.
Das Semesterthema fragt nach Formen eines ,freundschaftlichen‘ Zusammenlebens und danach, welchen Beitrag Kunst und Ästhetische Bildung leisten können. Anknüpfungspunkte sind politische Allianzen, Solidarität, Fürsorge, Q***r und Crip Perspektiven, postmigrantische Freund*innenschaften, Kunst als Beziehungspraxis, digitale Öffentlichkeiten sowie mehr-als-menschliche Beziehungen.
Mehr Infos im entsprechenden Link in der Bio :)
Bildcredits: Koralle 2: Digitale Collage aus eigenen Aufnahmen zur Installation Satellite Reef von Margaret Wertheim und Christine Wertheim Baden-Baden 2022, Alina Bonitz
13/07/2026
16. Juli, 16:00 - 17:30 II Pascal Rudolph: Von Prompt zu Pop: Generative KI in digitalen Musikkulturen
„I think the majority of people don’t enjoy the majority of the time they spend making music“, so Mikey Shulman in einem Interview über die Vision von Suno AI. Diese Äußerung des CEO der wohl bekanntesten KI-Software zur Generierung von Popmusik sorgte für eine Kontroverse. Als die Warner Music Group im November 2025 ihren seit 2024 laufenden Rechtsstreit mit Suno durch eine Lizenzvereinbarung beendete, wurde dies gleichzeitig vielfach als Hinweis auf einen möglichen Paradigmenwechsel gelesen: Große Musiklabels beginnen, KI-Plattformen nicht mehr nur juristisch zu bekämpfen, sondern strategisch einzubinden. Der Vortrag nähert sich der musikkulturellen Bedeutung von KI im Allgemeinen und von Suno im Besonderen anhand von drei Schlüsselbegriffen: Prompt Engineering (als Neubestimmung der Rolle von Musikschaffenden und des zugrunde liegenden Musikbegriffs), Gamification (die Beziehung zwischen User*innen und Software) sowie Toolification (die strategische Konzeptualisierung von Musik-KI als Werkzeug). Dabei wird auch die Geschichte von algorithmischer Musik beleuchtet.
Dr. Pascal Rudolph ist Vertretungsprofessor für Medienästhetik mit Schwerpunkt Musik an der Universität zu Köln und Postdoc für Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Digitalität an der Hochschule für Musik Nürnberg. Seine Forschung wurde national wie international ausgezeichnet. Er ist im Vorstand der Kieler Gesellschaft zur Filmmusikforschung, Generalsekretär der International Association for the Study of Popular Music German-Speaking Branch sowie Mitherausgeber der Kieler Beiträge zur Filmmusikforschung und der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie. Er forscht und lehrt an der Schnittstelle von Musik, Medien und Popkultur.
Bildcredits: Dr. Pascal Rudolph