PWG-Seminare

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PWG-Seminare ist Organisator von Kongressen, Schulungen und Workshops im Bereich Gesundheit & Gesundheitsrecht. und 16. In den Kölner Sartory-Sälen steigt am 26.

Meilensteine der Unternehmensgeschichte

2009
Die zweite Auflage des JuraHealth Congress findet am 15. Mai im Berliner Kongresszentrum Urania statt. Unter den Referenten befinden sich unter anderem der niederländische Erzbischof Dr. Willem-Jacobus Eijk, die oberste Bundesrichterin Dr. Meo-Micaela Hahne und Lutz Diwell, Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz. November mit der Rekordzahl von

15. Pflegefortbildung des Westens - Pressemeldung + Veranstaltungsfilm - PWG-Seminare 13/06/2022

Nach zwei Jahren endlich wieder live: Die Pflegefortbildung des Westens - JHC fand dieses erstmals wieder vor einem Live-Publikum aus Pflege und Medizin statt. Die nunmehr 15. Ausgabe der Veranstaltung, die an ihrem Stammplatz in den Sartory Sälen in Köln zurückkehrte, stand diesmal unter dem Motto "Digitalisierung im Gesundheitswesen". Neben spannenden Vorträgen konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch wieder auf ein Innovationsforum mit 12 Kontestanten freuen.

15. Pflegefortbildung des Westens - Pressemeldung + Veranstaltungsfilm - PWG-Seminare Die Pflegefortbildung des Westens ist auch 2022 erfolgreich gewesen. Hier findet ihr unsere Pressemeldung und den Veranstaltungsfilm!

26/11/2021

Mit 878 Gästen – teils live im Saal, teils virtuell zugeschaltet – ist gestern, 25. November, die 14. Auflage des Interdisziplinären WundCongress (IWC) in den Kölner Sartory-Sälen erfolgreich über die Bühne gegangen. Der Kongress, der diesmal unter dem Motto "Wundversorgung nach der Pandemie" stand, hatte erneut eine Premiere zu bieten: Es war die erste Großveranstaltung der PWG-Seminare, die "hybrid" – das heißt, sowohl mit Live- als auch mit Online-Teilnahmemöglichkeit – ausgelegt war.

Beim ganztägigen Kongress-Hauptprogramm, plus fünf begleitenden Satellitensymposien im benachbarten, räumlich verbundenen Hotel Mercure, ging es um medizinische, pflegerische und rechtliche Fragestellungen der Wundversorgung, immer vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Für das Online-Format hatte das Team keine Mühen gescheut: Neben dem Service für die online zugeschalteten Gäste, alle Vorträge einschließlich der Satellitensymposien live verfolgen zu können, gibt es einen schönen Nebeneffekt: Alle Programmpunkte sind bis zwei Monate nach dem Kongress auf der IWC-Website abrufbar. Somit können auch die Live-Gäste des Tages diejenigen Veranstaltungen noch einmal nachverfolgen, in denen sie wegen zeitgleicher Terminierung nicht präsent sein konnten.

"Als wir damals das Motto entworfen hatten, hatten wir gehofft, Corona zu dieser Zeit weitgehend hinter uns zu haben", blickte Kongress-Initiator und Gastgeber Prof. Dr. Volker Großkopf zurück. Und brachte ein starkes Statement pro Impfpflicht: "Ich bin überzeugt: Ohne eine Impfpflicht werden wir diese Dauerschleife, dieses 'Und täglich grüßt das Murmeltier', nicht verlassen können." Hierfür erntete er stürmischen Applaus. Auch Co-Gastgeberin Marina Filipovic, Pflegedirektorin und Mitglied im Vorstand der Uniklinik Köln (UKK), brachte vor dem Hintergrund ihrer eigenen Eindrücke aus dem medizinischen Alltag ein flammendes Statement pro Impfung. "Ich bin verzweifelt, wenn ich sehe, wie viele Menschen in Deutschland und der Welt sich nicht impfen lassen, obwohl sie die Gelegenheit gehabt hätten. Wir leisten uns hervorragende Wissenschaftler, die gezeigt haben, dass die Impfung uns aus dieser Pandemie herausführt. Es ist traurig, dass sie diejenigen nicht Glauben schenken, und sich in ihren Blasen verschanzen."

PD Dr. Gunnar Riepe, Chefarzt im Gefäß- und Wundzentrum Mittelrhein (GWZM) am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Heilig Geist Boppard sowie Mitentwickler der "Wund-Uhr", zeigte in seinem Vortrag "Hilfe zur Selbsthilfe – Wundheilung beginnt bereits im Kopf" eindrucksvolle Fotos aus seinen Behandlungsfällen, und mahnte gerade beim Diabetischen Fußsyndrom zur Vorsicht. "Freitagnachmittag, diabetischer Fuß? Dabehalten! Auch Kleinigkeiten werden bei Diabetikern irgendwann groß." Die Pflegerin und Hygienefachkraft Regina Nöbel brachte eindrücklich den Wert der Hygiene für den Schutz der Patienten vor Wundinfektionen zur Sprache. "Tragen Sie Schutzkittel! Sonst holen Sie sich die Keime auf die Kleidung und es ist möglich, sie bis ans andere Ende der Stadt zu transportieren", riet sie. Dr. jur. Frank Wenzel, Rechtsanwalt und Seniorpartner der Kanzlei Halm & Collegen, Köln, ging auf die eminent wichtige Rolle der Dokumentation ein, um eine Beweislastumkehr für Behandler zu vermeiden. Allerdings: "Bei Risikopatienten lässt sich das Entstehen eines Dekubitus auch bei bester Prophylaxe nicht sicher vermeiden. Der Mensch ist eben keine Maschine. Manche Fälle sind eben, wie man sagt, schicksalhaft."

Dr. Alexander Risse, pensionierte einstiger leitender Arzt des Diabeteszentrums an der Klinikum Dortmund gGmbH, brachte eine kritische Bestandsaufnahme der Situation für die Pflege nach den Corona-Wellen, und mahnte zu mehr Engagement der Berufsangehörigen, um ihre eigene Lage zu verbessern. "Die neuen Pflegeverträge, etwa bei der Charité, gibt es nicht, weil so viel geklatscht wurde, oder die Pflege so systemrelevant ist. Die entstanden durch politischen Druck, durch Streiks." Nötig hält er auch Pflegekammern, um die Pflege als Berufsstand zu stärken. "Covid hat an der Situation überhaupt nichts geändert. Wir brauchen eine Pflegekammer, die mit den Beiträgen von Pflegenden eine Struktur und Macht aufbauen, und auf die Politik einwirken kann." "Die traditionell überlieferten Kontaindikationen halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand", so sein Fazit. Wichtig sei eine sorgfältige Anamnese und Evaluierung, mit Einbindung des Patienten. Bei Dr. med. Tobias Hirsch, Facharzt für Innere Medizin und Angiologie und Mitglied im Vorstand des Berufsverbandes der Phlebologen (BdP), ging es ums Thema Kompression, und in welchen Fällen diese nicht indiziert sei. Jedoch: "Die traditionell überlieferten Kontaindikationen halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand", so sein Fazit am Beispiel von Herzinsuffizienzen. Wichtig sei eine sorgfältige Anamnese und Evaluierung, mit Einbindung des Patienten. Wundmanagerin Anita Mysor sorgte am Kongress-Ende für ein Highlight: Die ausgebildete Sängerin hatte eigens für den IWC ein eigenes Lied über die Wundbehandlung geschrieben, das sie unter großem Applaus live vortrug.

Auf sehr große Resonanz und sehr viel Zuspruch ist die spontan eingerichtete Booster-Impfaktion gestoßen, für die sich PD Dr. Gunnar Riepe als Arzt in der Pause zur Verfügung stellte. Alle Kongressgäste hatten hier die Möglichkeit, sich im Foyer des Sartory kostenlos eine Biontech-Drittimpfung verabreichen zu lassen.

Die 15. Auflage des Interdisziplinären WundCongress (IWC) ist am Donnerstag, 24. November 2022 geplant.

25/11/2021

Wegen eines Corona-Falles in seinem Umfeld ebenfalls – aus Sicherheitsgründen – virtuell zugeschaltet ist Dr. med. Tobias Hirsch. Der Facharzt für Innere Medizin und Angiologie und Mitglied im Vorstand des Berufsverbandes der Phlebologen (BdP) sprach in "Das Wundermittel Kompression – Gibt es Gründe auf Kompression zu verzichten?" über Gegenanzeigen zur beliebten, wirksamen Therapieform.

35 Indikationen für Kompressionstherapie zähle man mittlerweile. "Die Frage ist jedoch: Wann dürfen wir dieses Wundermittel nicht verwenden?" Eine gängige Gegenanzeige seien Herzinsuffizienzen, vor allem 3. und 4. Grades. "Wir müssen hier eine individuelle Risiko-Evaluierung machen, mit dem Patienten zusammen." Eine israelische Studie brachte selbst bei III/IV-Herzpatienten keine Komplikationen – Stufe III besagt, dass die Patienten erhebliche Anstrengungen bei Belastung verspüren, nicht jedoch in Ruhe. Bei Stufe IV sind die Patienten zu körperlicher Betätigung quasi nicht mehr in der Lage, und verspüren auch im Ruhezustand Symptome. "Die traditionell überlieferten Kontaindikationen halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand", so sein Fazit. Wichtig sei eine sorgfältige Anamnese und Evaluierung, mit Einbindung des Patienten.

25/11/2021

Ein häufiger Gast auf dem IWC ist Dr. Alexander Risse, bis zu seiner Berentung Ende April 2021 leitender Arzt des Diabeteszentrums an der Klinkum Dortmund gGmbH. Mit seiner lebendigen, bissig-humorigen Vortragsart gehört er jedes Mal zu den Highlights des Kongresses. In "Nach der Pandemie ist vor der Pandemie? –
Was konnten Wundversorger aus der Krise lernen?" zog er, diesmal virtuell zugeschaltet, eine Zwischenbilanz der Corona-Zeit und ihrer Auswirkungen auf die Pflege.

"Jetzt gewinnt das affektive Gefühl Zulauf, Impfgegner zu beschränken", zeigte er anhand diverser Wortmeldungen, unter anderem von Tübingens OB Boris Palmer, der Impfgegnern nahelegte, konsequenterweise auch eine Patientenverfügung über den Verzicht auf einen Intensivstations-Aufenthalt zu verfassen. Er betonte den Wert von Berührungen für den Menschen, der als "Homo hapticus" auf körperliche Interaktionen angewiesen sei. "Wir sind Kontaktwesen, da kommen wir gar nicht dran vorbei. Völlig körperloses, kontaktloses Leben wird es nicht geben, und das halten wir auch nicht aus. Das hat uns die Pandemie eindrucksvoll gezeigt."

Hinsichtlich der Pflege sieht er allerdings schwarz: Trotz Klatschens und vieler warmer Worte müsse die Pflege die Geschicke in die eigene Hand nehmen, um ihre Bedingungen zu verbessern. "Sobald die Gefahr etwas verebbt war, wurden die Sympathie-Bekundungen und das Klatschen schnell vergessen. Und jetzt sind wir in einer Situation, wo Tausende Betten leerstehen und nicht verfügbar sind, weil das Pflegepersonal nicht mehr da ist", bilanzierte Risse. "Die neuen Pflegeverträge, etwa bei der Charité, gibt es nicht, weil so viel geklatscht wurde, oder die Pflege so systemrelevant ist. Die entstanden durch politischen Druck, durch Streiks." Er hielt ein Plädoyer pro Pflegekammern. "Covid hat an der Situation überhaupt nichts geändert. Wir brauchen eine Pflegekammer, die mit den Beiträgen von Pflegenden eine Struktur und Macht aufbauen, und auf die Politik einwirken kann."

Mit Prof. Dr. Volker Großkopf diskutierte er über die Aussichten einer Impfpflicht. "Ein solches Gesetz pro Impfpflicht ist deswegen geeignet, eine Überlastung der Intensivstationen zu vermeiden, weil sich in aller Regel nur ein milder oder gar asymptomatischer Verlauf einstellt, wenn man sich trotzdem ansteckt", brachte es Großkopf auf den Punkt. Spannender sei die ebenfalls nötige Erforderlichkeits-Prüfung – weil das am wenigsten einschneidende Mittel gewählt werden muss, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Ein weiteres Argument könnte die Fremdgefährdung sein, die von Ungeimpften gegenüber ihren Mitmenschen ausgeht – wegen der erhöhten Ansteckungsgefahr, durch eine leichtere Weitergabe des Virus. "Hier wird der Gesetzgeber schnell hellhörig", bemerkte Großkopf, mit Verweis auf den Nichtraucherschutz.

25/11/2021

Rechtiches Rüstzeug, um Haftungsfälle zu vermeiden, lieferte Dr. jur. Frank Wenzel, Rechtsanwalt und Seniorpartner der Kanzlei Halm & Collegen, Köln. In seinem Vortrag "Wenn der Wundmanager zum Täter wird" warnte er vor auch kleinen Nachlässigkeiten. "Mehrere kleine Behandlungsfehler können zusammengenommen einen groben Behandlungsfehler ergeben. Da geht das Gericht hin und zählt die Fehler zusammen."

Allerdings sei ein Dekubitus nicht IMMER ein Behandlungsfehler. "Bei Risikopatienten lässt sich das Entstehen eines Dekubitus auch bei bester Prophylaxe nicht sicher vermeiden. Der Mensch ist eben keine Maschine. Manche Fälle sind eben, wie man sagt, schicksalhaft." Um die Beweislastumkehr zu vermeiden, sei eine gute Dokumentation unumgänglich. "Wie es bei Immobilien heißt: Lage, Lage, Lage, so heißt es in der Pflege: Dokumentation, Dokumentation, Dokumentation. Dazu möchte ich Ihnen dringend raten."

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