02/08/2024
Lesekreis „Was ist revolutionärer Marxismus? XVI. Reflexionen zur Klassentheorie
„Horkheimer: Es gibt keine Partei mehr.
Adorno: Es geht nicht, dass man zu einer linkssozialistischen Partei aufruft. Eine solche Partei würde heute entweder von den Kommunisten ins Schlepptau genommen oder erlitte das Schicksal der SPD oder der Labor Party. Es ist keine politische Frage, dass es keine Partei gibt.
Horkheimer: Der Augenblick, in dem von der Politik wie noch zu keinem Zeitpunkt das Richtige erfüllt werden könnte, ist zugleich der, in dem Politik nicht mehr aktuell ist.“
In der kommenden Sitzung wollen wir diskutieren, welchen Gehalt die marxistische Klassentheorie im Zeitalter der internationalen Liquidierung des Klassenkampfs noch besitzt. Kann - in Abwesenheit eines international organisierten Klassenkampfs - die Realität überhaupt noch adäquat durch marxistische Kategorien gefasst werden? Dieser drängenden Frage werden wir anhand von einigen Texten Theodor W. Adornos nachgehen.
Haupttexte:
• Theodor Adorno, „Reflexionen zur Klassentheorie“ (1942)
• Adorno, „Ausschweifung“ (Anhang Minima Moralia) (1944–47)
Zusatztexte:
+ Adorno, „Zueignung“, „Vermächtnis“, „Vor Mißbrauch wird gewarnt“ und „Zum Ende“ aus Minima Moralia (1944-47)
+ Horkheimer und Adorno, Diskussion über Theorie und Praxis (1956)
+ Capital in history timeline and chart of terms
+ Benjamin on history chart of terms
+ Being and becoming (freedom in transformation) / immanent dialectical critique chart of terms
Wir treffen uns Dienstag, 06.08., von 18:30-21:30 Uhr in S87 im Philosophikum, Universitätsstraße 41.
Die Texte werden im Voraus gelesen und dann zusammen diskutiert. Neueinsteiger:innen sind jederzeit herzlich willkommen! Es werden keine Vorkenntnisse benötigt.
Ihr findet alle Texte auch in unserer Bio.