07/12/2021
Was wir mit unserer Zeit machen...
Immer wenn ich mit dem Rad nach Hause fahre, komme ich an einer kleinen Franchise Fitness-Kette vorbei, die mit dem Slogan: „Weil 20min Training pro Woche reichen“ Werbung macht.
Jedes Mal lese ich diese lockende Botschaft, wiederhole in meinem Kopf die Worte und muss dabei den Kopf schütteln.
Für mich ist es ein sehr gutes Symbol für die krankhaft wachsende Mentalität der Selbstentfernung und die Art und Weise wie wir mit unserer Zeit umgehen.
Viele Menschen legen ihren Fokus hauptsächlich auf externe Ziele, Verpflichtungen und Unterhaltung. Die Elemente, die jedoch Teil unserer ursprünglichen Natur sind, die uns nähren und beleben, werden zu Stichpunkten auf zerknüllten To-Do-Listen in unseren Jackentaschen.
Bewegung, Ernährung, Schlaf, Familie, Beruf, Gesundheit… oftmals geht es einfach nur darum abzuhaken, zu optimieren, zu erleichtern – schließlich müssen wir „alles unter einen Hut bekommen“.
Diffuse Idealbilder aus sozialen Medien weißen den Weg – digitales Fastfood – schneller, billiger, geiler. Glück, Genuss und Zufriedenheit in Form kurzweiliger Konsumprodukte.
Unser Körper soll einfach funktionieren. Sich extra darum zu kümmern? Eine nervige Verpflichtung, wie den Müll runterbringen oder Gemüse zu schneiden. Doch für diese „Probleme“ gibt es glücklicher Weise Systeme und Lösungen:
3min Arztbesuch, 2min Apotheke, 20min Physiotherapie und 20min Fitness – dann bleiben zum Glück noch 15min für die TK-Pizza. Schließlich haben wir unser Gewissen beruhigt - unsere Pflicht getan…
Den gesamten Text findest du unter:
www.maximilianchlum.de/leitgedanken