16/07/2026
Ich dachte damals, meine größte Aufgabe wäre es, fachlich zu überzeugen mit Excel Tabellen, Präsentationen und SAP Kenntnis.
Heute weiß ich: Das war wahrscheinlich der kleinste Teil.
Ich hätte gerne früher verstanden, dass ich nicht rund um die Uhr erreichbar sein muss, um eine gute Führungskraft zu sein.
Dass Vertrauen nicht dadurch entsteht, dass ich immer „Ja“ sage oder die richtigen Worte finde. Vertrauen entsteht, wenn Menschen erleben, dass sie sich auf mich verlassen können, auch wenn ich Grenzen setze und dass sie merken, dass ich ihnen vertraue.
Ich hätte gerne früher gewusst, wie viel leichter Führung wird, wenn ich verstehe, wie mein Gegenüber „spricht“. Und damit meine ich nicht Englisch, Italienisch oder Chinesisch. Ich meine die Sprache der Persönlichkeit.
Der eine braucht Klarheit durch Zahlen. Die andere braucht Anreize, Innovation und eine bildliche Sprache. Der Nächste braucht Zeit zum Nachdenken und Sicherheit.
Wenn ich alle gleich führe, werde ich nicht allen gerecht. Mein Team hatte es verdient, dass ich sie kenne und sehe in ihren Eigenarten.
Und vielleicht der wichtigste Punkt: Ich hätte mir früher eine Begleitung gesucht.
Jemanden, mit dem ich offen über schwierige Mitarbeitergespräche, Selbstzweifel oder Entscheidungen sprechen kann. Jemand, der mich auf emotionaler Ebene auffängt und mir durch Coaching-Prozesse wieder Klarheit schafft.
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