Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Stiftung niedersächsische Gedenkstätten Erinnerungsarbeit und Bildung zum Nationalsozialismus und seinen Verbrechen in Niedersachsen

📰 Die rechtsextreme   hat seit den letzten Kommunalwahlen erheblich zugelegt und kommt niedersachsenweit auf 15,9 Prozen...
14/09/2026

📰 Die rechtsextreme hat seit den letzten Kommunalwahlen erheblich zugelegt und kommt niedersachsenweit auf 15,9 Prozent. Das ist weit von den 43,8 Prozent bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt entfernt und auch in Niedersachsen hat die bei den letzten Bundestagswahlen mit 17,8 Prozent noch stärker abgeschnitten.

🗣 Es gibt klare Mehrheiten für demokratische Kandidat*innen. Und dennoch ist es erschreckend, dass eine rechtsextreme Partei drittstärkste Kraft wird. Das Wahlergebnis zeigt, dass auch in Niedersachsen die Verbreitung und Normalisierung rechtsextremer Positionen in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat.

⚠️ Als Gesellschaft gilt es nun, solidarisch mit denen zu sein, die besonders unter einer AfD-Politik zu leiden haben. Insbesondere für migrantisch gelesene Menschen stellen die aufhetzende Rhetorik, wie auch die als „Remigration“ beschönigten Pläne zu massenhaften Deportationen, eine ernstzunehmende Bedrohung dar. Darüber hinaus werden auch queere, als politisch Links markierte, sowie Menschen mit Behinderung immer wieder von der angefeindet und drohen noch stärker ausgegrenzt zu werden.

👉 Ebenfalls durch diese Partei unter Druck gesetzt werden Gedenkorte und die Unabhängigkeit ihrer Erinnerungsarbeit. Eine kritische Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit ist ein Fundament unserer heutigen Demokratie – und der ein Dorn im Auge.

📢 Allen, die von der angefeindet, bedroht und unter Druck gesetzt werden, sprechen wir unsere volle Solidarität aus. Nach zwei Wahlen, und kurz vor den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, wünschen wir uns, dass demokratische, menschenrechtsorientierte und konstruktive Kräfte die Oberhand behalten. Hass, Hetze und Diskriminierung sind niemals eine Lösung.

⚠️ Geschichte verstehen ist gefährlich… für alle, die sie für ihre Propaganda umdeuten. Gedenkstätten machen die Geschic...
27/08/2026

⚠️ Geschichte verstehen ist gefährlich… für alle, die sie für ihre Propaganda umdeuten. Gedenkstätten machen die Geschichte der NS-Verbrechen verständlich. Sie dokumentieren, forschen und informieren.

👉 Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck. Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht. Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären. Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.

📣 Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unte...
24/08/2026

📣 Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck. Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht. Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären. Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.

🗣 Mit einem ebenso anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Programm fand Ende Juni die Tagung „NS-Gesellschaft als Volks...
07/07/2026

🗣 Mit einem ebenso anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Programm fand Ende Juni die Tagung „NS-Gesellschaft als Volksgemeinschaft? Inszenierungen, soziale Praxis und Handlungsspielräume“ in Hameln statt.

👩‍🏫 Mit vielfältigen Vorträgen, Workshops, Exkursionen und Diskussionen nahm das Tagungsprogramm Strukturen und Mechanismen in den Blick, welche die NS-Gesellschaft konstituierten und die nationalsozialistischen Verbrechen ermöglichten und legimitierten. Wichtig für diese Konstituierung war die Entwicklung und Inszenierung einer „Volksgemeinschaft“, verbunden mit dem gewaltsamen Ausschluss aller nicht zur imaginierten Gemeinschaft zählenden Gruppen.

Mehr zur Tagung erfahrt ihr in unserem Rückblick auf der Webseite:
🔗 https://www.stiftung-ng.de/ueber-uns/aktuelles/news-detail/ns-gesellschaft-als-volksgemeinschaft

📅 Morgen, am 6. Juni, ist „Dichter-Rosentag“. Jährlich am ersten Juni-Wochenende wird mit dem Niederlegen von Rosen an d...
05/06/2026

📅 Morgen, am 6. Juni, ist „Dichter-Rosentag“. Jährlich am ersten Juni-Wochenende wird mit dem Niederlegen von Rosen an das Werk verstorbener Dichter*innen gedacht. Im Raum Celle wird dabei dieses Jahr auch an Hanna Fueß und Hermann Löns erinnert – zwei Personen mit eindeutigen Verstrickungen in die NS-Ideologie.

🗣 Ein Gedenken an das Werk der beiden ohne kritische Einordnung ihrer jeweiligen Bedeutung im Nationalsozialismus finden wir problematisch. Hierin zeigt sich einmal mehr die lückenhafte Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in unserer Gesellschaft.

✏️ Geschrieben wurde auch in den Konzentrationslagern. Zahlreiche Schriftsteller*innen schafften es hier – trotz Verbot – in Tagebüchern und Gedichten ihre Erlebnisse festzuhalten.

👉 Einer der Dichter war Uri Orlev, von dem wir einige Gedichte in Deutsch und Polnisch im Gedichtband „Gibt es noch Hoffnung“ herausgegeben haben und der später als Kinder- und Jugendbuchautor Bekanntheit erlangt hat. Noch bekannter ist wohl Anne Frank, die in ihrem Tagebuch den Wunsch formuliert, eine berühmte Schriftstellerin zu werden.

🌹 Wir freuen uns, wenn ihr den Dichter-Rosentag dazu nutzt, auch an die Schriftsteller*innen zu erinnern, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Gerne könnt ihr an den Gräbern in der Gedenkstätte Bergen-Belsen Rosen niederlegen.

Der zweisprachige Gedichtband „Gibt es noch Hoffnung“ ist bei uns im Buchshop erhältlich unter:
🔗 https://www.bergen-belsen.de/shop/detail?tx_lfshop_show%5Baction%5D=show&tx_lfshop_show%5Bcontroller%5D=Product&tx_lfshop_show%5Bproduct%5D=73&cHash=4d44df850bf7179e85abe50d399bdacb

📅 Vortrag: Rolle und Macht der Medien im Krieg mit Esther Schapira und Georg M. Hafner am 23. Juni in der Synagoge Celle...
02/06/2026

📅 Vortrag: Rolle und Macht der Medien im Krieg mit Esther Schapira und Georg M. Hafner am 23. Juni in der Synagoge Celle.

👉 Seit dem barbarischen Überfall der Hamas auf Israel und dem andauernden Nahostkrieg ist besonders auffällig, wie sehr Medien zur Kriegspartei im Krieg der Bilder und Schlagzeilen geworden sind. Welche Opferzahlen werden verbreitet? Welchen Quellen wird welche Glaubwürdigkeit beigemessen? Welche Informationen sind selbst recherchiert und wo tappen unsere Medien wie bereitwillig in die Propagandafalle der Hamas? Die Journalisten Esther Schapira und Georg M. Hafner beschreiben die hohe Verantwortung der Medien besonders in diesem Krieg.

🗣 Esther Schapira, Journalistin, Filmemacherin und Moderatorin, war leitende Fernsehredakteurin beim HR. Für ihre Arbeiten und Filmdokumentationen mit den Themenschwerpunkten Shoa, Rechtsextremismus, Islamismus, Israel und Nahost erhielt sie bereits zahlreiche Fernseh-Preise und Auszeichnungen, wie u.a. Deutscher Fernsehpreis für beste Dokumentation und - zusammen mit dem Journalisten Georg M. Hafner - die Buben-Rosenzweig-Medaille. Esther Schapira schreibt regelmäßig für die Jüdische Allgemeine.

🗣 Georg M. Hafner, Fernsehjournalist und Publizist, war leitender Fernsehredakteur beim HR und Kommentator der ARD-Tagesthemen. Seine Arbeiten und Filmdokumentationen sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Georg M. Hafner schreibt regelmäßig für die Jüdische Allgemeine.

📌 Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und Perspektiven gegen Antisemitismus.
Das Projekt wird gefördert vom Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen.

📅 Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Jan Ge**er erinnert dar...
22/04/2026

📅 Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Jan Ge**er erinnert daran, dass sich die Erkenntnis von der Besonderheit des Verbrechens erst spät durchsetzte. Die Unterschiede zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern, zwischen Buchenwald und Birkenau, Belsen und Belzec, waren lange kaum jemandem bewusst. Auch die Erinnerung begann zeitlich verzögert. Der Holocaust bewegte sich erst seit den Siebzigern aus den Vororten des Gedächtnisses an den Zweiten Weltkrieg in sein Zentrum.

📖 Jan Ge**er geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach jenen Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren scheinen.

Jan Ge**er ist seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig. Er ist Leiter des Forschungsressorts Politik. Sein Buch "Das Verschwinden des Holocaust" ist 2025 in der Edition Tiamat erschienen.

👉 Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Lesung wird veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Celle, dem Stadtarchiv Celle und dem Projekt Perspektiven gegen Antisemitismus.

Adresse

Im Güldenen Winkel 8
Celle
29223

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Stiftung niedersächsische Gedenkstätten erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Schule/Universität Kontaktieren

Nachricht an Stiftung niedersächsische Gedenkstätten senden:

Teilen

Kategorie