06/12/2022
„Du kannst nicht schwimmen, aber kämpfen.“ Mein Schwimmlehrer steht am Beckenrand, während ich japsend das Wasser verdränge. Das ist viele Jahre her.
Hätte er mir gezeigt, wie ich einen besseren und effizienteren Schwimmstil entwickle, hätte ich mir den Kampf schenken können.
„Sobald du kämpfst, bist du in einem Defizit.“ Das weiß ich heute.
Wir kämpfen, weil wir etwas erreichen wollen. Für uns oder für andere.
Ich kämpfte im Wasser, um in einer angemessenen Zeit das andere Ende des Beckens zu erreichen.
Ohne Technik und Wissen bleibt nur der Kampf.
Um Anerkennung.
Um Gleichstellung.
Um Erfolg.
Viele kämpfen sich fix und fertig. Ich erinnere mich an Momente, in denen ich mich verausgabt habe.
Die Wahrheit ist, dass die Ursache eines Kampfes ein Defizit ist. Immer.
Dieses Defizit kann eine echt miserable Beinarbeit im Schwimmen sein.
Dieses Defizit können neuronale Muster von Ablehnung sein.
Dieses Defizit können neuronale Muster von Ohnmacht sein.
Kampf endet mit unnötiger Erschöpfung. Für den kurzen Moment von Siegestaumel fühlen wir uns glücklich. Bis zum nächsten Mal.
Wie finden wir einen Weg aus diesem Schlamassel?
Indem wir uns unserem Defizit zuwenden. Liebevoll. Nährend.
Welcher Teil von uns braucht Unterstützung?
Der Teil, der von Anerkennung träumt?
Der Teil, der gleichberechtigt sein will?
Der Teil, der erfolgreich sein will?
Wende dich deinen kämpfenden Anteilen hin. Lass deine Achtsamkeit ausgleichen. Eigne dir Wissen an. Sei offen.
Denk- und Verhaltensmuster lassen sich ändern. Schnell. Effizient. Ein für allemal.
Hören wir auf zu kämpfen. Tauschen wir Kampf gegen Souveränität und Wissen.
Anstrengende Muster kannst du modifizieren.
Trenne dich von jedem, der dich auffordert, mehr zu kämpfen. Finde jemanden, der dir eine effiziente Technik vermitteln kann.
XO
Britta