16/08/2026
Nicht jeder Bildungsweg ist gerade. Und das wissen wir auch aus unseren eigenen Familien. ❤️
Hinter dem Bundeselternrat stehen nicht nur Forderungen, Stellungnahmen und bildungspolitische Diskussionen.
Hinter dem Bundeselternrat stehen Eltern.
Auch in unserem Vorstand gibt es Eltern von Kindern, bei denen Schule, Übergänge oder der Weg in die Ausbildung nicht einfach funktioniert haben. Kinder, die Unterstützung brauchen. Kinder, die nicht immer in die vorgesehenen Raster passen. Und Eltern, die wissen, wie es sich anfühlt, wenn man sucht, kämpft, zweifelt und trotzdem weitermacht.
Ein aktueller Beitrag der Bundesagentur für Arbeit zeigt genau solche Wege.
BER-Vorstandsmitglied Aline Sommer-Noack erzählt darin von ihrem Sohn Finn: hochbegabt, ADHS, sechs Schulwechsel bis zur 10. Klasse und immer wieder die Erfahrung, dass nicht das Kind zum bestehenden System passte. Erst über Umwege fand Finn einen Ausbildungsplatz und einen Ausbilder, bei dem Vertrauen entstehen konnte und er ankommen durfte.
Eine zweite Mutter berichtet von ihren beiden Töchtern mit Hörbeeinträchtigung. Mit Begleitung, passenden Hilfsmitteln und Betrieben, die bereit waren, Lösungen zu finden, konnten beide ihren Weg in die Ausbildung gehen.
Diese Geschichten zeigen etwas, das uns als Bundeselternrat wichtig ist:
Nicht Kinder müssen passend gemacht werden.
Wir müssen Strukturen schaffen, die zu unterschiedlichen Kindern und Jugendlichen passen.
Und manchmal braucht ein guter Bildungsweg eben einen Umweg.
Deshalb brauchen Familien früh erreichbare Beratung, individuelle Unterstützung, flexible Übergänge und Schulen wie Ausbildungsbetriebe, die zuerst fragen:
„Was brauchst du, damit es gelingt?“
Und nicht:
„Warum funktioniert es bei dir nicht wie bei allen anderen?“
Denn hinter vielen unserer politischen Forderungen stehen nicht nur Zahlen und Konzepte.
Dahinter stehen auch unsere eigenen Kinder.