𝗗𝗲𝗿 𝗭𝗲𝗻𝘁𝗿𝗮𝗹𝗘𝗹𝘁𝗲𝗿𝗻𝗕𝗲𝗶𝗿𝗮𝘁 𝗕𝗿𝗲𝗺𝗲𝗻 (𝗭𝗘𝗕) 𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘁 𝗕𝗶𝗹𝗱𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗻 𝗕𝗿𝗲𝗺𝗲𝗻 𝘇𝘂 𝗽𝗿𝗶𝗼𝗿𝗶𝘀𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻!
Viel zu lang ist die Bildung in Bremen stiefmütterlich behandelt worden! Zuletzt wurde sie sogar mit einer Haushaltssperre belegt, was ein vernünftiges Arbeiten zum Wohle unserer Kinder in der Bildungsbehörde und an den Schulen nahezu unmöglich macht.
Wir fordern:
- Das Bildungsressort auf die kommenden Jahre hinaus finanziell so auszustatten, dass unsere Kinder eine gute Chance auf Bildung- unabhängig von Elternhaus und Herkunft haben. Dazu ist unserer Meinung nach eine Angleichung an die Finanzierung Hamburger Schüler und Schülerinnen erforderlich, was aktuell zumindest eine Etat-Aufstockung von jährlich 150 Millionen Euro bedeuten würde!
- Umgehend die Verantwortlichkeit für unsere Kinder bündeln, sodass die Zusammenarbeit zwischen Soziales, Gesundheit und Bildung von Kindern und Jugendlichen effektiv organisiert wird.
- Wiederaufnahme und Ausbau des im Koalitionsvertrag beschlossenen Programms zu Doppelbesetzungen an Grundschulen
- Eine frühzeitige Sprachförderung aller Kinder im Kita-Alter, um die Startchancen zum Zeitpunkt der Einschulung für alle Kinder deutlich zu verbessern, sowie ein verpflichtendes letztes Kita-Jahr.
- Schneller Ausbau der „Multiprofessionellen Teams“ an Schulen
- Eine qualifizierte, vorausschauende und beschleunigte Schulbauplanung. Wir müssen in 4 Jahren rund 5000 Schüler mehr an weiterführenden Schulen unterbringen als aktuell. Bei der aktuellen Trägheit und der hinderlichen Haushaltssperre wird dies nicht gelingen!
Sollten unsere Bremer Politiker nicht endlich aufwachen und gegensteuern, werden wir auf Jahre hinaus Schülerinnen und Schüler haben, die ein mangelhaftes System durchlaufen, in dem sie nur sporadisch die ihnen zustehende Bildung erfahren und damit ungenügend vorbereitet ins Leben entlassen werden. Dies kann nicht im Interesse von uns Eltern sein!
Wir vom ZEB fordern daher die umgehende Einrichtung eines „Runden Tisches“ zum Thema „Priorisierung der Bremer Bildung“ unter Beteiligung des Bremer Bürgermeisters, der Ressortleitungen der Ressorts Finanzen, Gesundheit, Soziales und Bildung, der jeweils Verantwortlichen in der Bremer Senatskanzlei, und der bildungspolitischen Sprecher: innen der Parteien.
Anderenfalls steuern wir unweigerlich auf einen Kollaps des Bremer Bildungssystems zu!
Maßnahmen aus den Ergebnissen dieses „Runden Tisches“ sollen spätestens bis Ende März 2025 der Bürgerschaft zur Abstimmung vorliegen.
Der Vorstand des ZentralElternBeirat (ZEB) Bremen
Kontakt: Marco Hünecke: [email protected]
Zentralelternbeirat Bremen
Der ZentralElternBeirat Bremen ist das oberste Gremium der gewählten Elternvertretungen aller Schulen in der Stadtgemeinde Bremen.
Wir sind immer per E-Mail erreichbar und zu unseren Öffnungszeiten auch telefonisch. Der ZentralElternBeirat (ZEB) in Bremen vertritt alle Eltern mit Kindern an Schulen in der Stadt Bremen. Er besteht aus 27 stimmberechtigten Mitgliedern aller Ausschüsse und ihren Stellvertreter*innen sowie ständigen Gästen. Der ZEB tagt in der Regel einmal im Monat. ZEB-Mitglieder
• engagieren sich für gute Sc
15/08/2024
Presseerklärung
Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter
Dem ZentralElternBeirat Bremen (ZEB) gehen die Metaphern aus, aber jetzt haben wir wohl den Schritt in den Abgrund gewagt.
Mit verständnislosem Entsetzen nimmt der ZEB die jüngsten Entwicklungen in der Bildungslandschaft in Bremen wahr.
Da wird ein Misstrauensantrag gegen die Bildungssenatorin gestellt, der mit den Stimmen der Regierungskoalition abgelehnt wird. Offensichtlich im Wesentlichen auf der Grundlage, die Senatorin könne nichts dafür, denn verschuldet habe ihre „Mannschaft“ das völlig unstreitige Bildungsdebakel. Vollste Unterstützung erhält die Bildungssenatorin hierbei offensichtlich vom Bürgermeister.
Anders als beim Fußball, wo man traditionell die Frage stellt, ob der Trainer oder der sportliche Direktor fehl am Platze sind, ist hier ausschließlich die Mannschaft schuld. So dürfen Trainer (Senatorin) und sportlicher Direktor (Bürgermeister) auch nach einem Abstieg in die unterste Kreisklasse des Bremer Bildungssystems auf Bundesebene munter weiter ihr Unwesen treiben.
Die endgültige Bankrott-Erklärung, so ist es heute in der Zeitung zu lesen, wird im Haushalts- und Finanzausschuss am 16.08.2024 erfolgen, da nach jetzigem Stand keinerlei notwendige, und zwar zwingend notwendige, Investitionen mehr vorgenommen werden können. Baumaßnahmen sollen unmittelbar gestoppt werden. Von der vermutlich verfassungswidrigen Idee einer vollständig staatlich finanzierten Schulbaugesellschaft, die 300 Mio. € Eigenkapital erhalten sollte, ist schon gar nicht mehr die Rede. Der vielfach vom ZEB gemachte Vorschlag die Wirtschaft für diese Schulbaugesellschaft im Wege einer Kooperation mit an Bord zu holen, wird offensichtlich nach wie vor aus ideologischen Gründen abgelehnt. Da fährt man den Zug lieber sehenden Auges mit Vollgas an die Wand, frei nach dem Motto „Schlimmer kann es ja eigentlich nicht mehr werden, wir sind ja schon ganz unten!“. Der CDU muss die Bildungssenatorin und auch der Bürgermeister Dank aussprechen, für den Misstrauensantrag, denn was soll beiden da am 16.08. noch passieren.
Was die Regierungskoalition, angeführt durch den Bürgermeister, hier vollzieht, ist nicht mehr als ein vollständiger Verrat an den Kindern und Eltern im Land Bremen. Zum wiederholten Male fordert der ZEB ein sofortiges Umsteuern, die Einbindung aller Akteure und Investoren in Bremen, um zu versuchen „zu retten, was noch zu retten ist“, wenn der politische Wille hier nicht vorhanden ist, manifestiert die Koalition, angeführt vom Bürgermeister, dass ihnen Kinder und Eltern im Land Bremen egal sind.
Der Vorstand des ZEB
Marco Hünecke, Birte Marquardt, Rebekka Pohl, Anne-Karin Schaffrath, Kristin Blank, Jan Janicki,
& Bruno Ehrlich
Ansprechpartner:
Marco Hünecke: 0176-78740406 I [email protected]
Startseite - ZentralElternBeirat Bei Fragen kontaktieren Sie bitte unsere Frau Krämer in der Geschäftsstelle unter [email protected] oder telefonisch unter 0421-361-8274.
Presseerklärung
Endgültige Kapitulation des Bremer Senats bei Bildung
ZentralElternBeirat Bremen (ZEB) ist entsetzt über die Streichung des Hilfspakets für Bremer Grundschulen
Entgegen der Vereinbarung im Koalitionsvertrag, entgegen der Aussage, dass Bildung zur Chefsache erklärt wurde, und dass es bei Bildung nicht am Geld scheitern solle, gab es augenscheinlich nicht den politischen Willen von Bildungssenatorin Sascha Aulepp und Bürgermeister Andreas Bovenschulte die versprochene
Doppelbesetzung für Grundschulen in herausfordernden Lagen auszubauen. Dieses Versagen der Bremer Politik zeigt deutlich, dass die Zukunft unserer Kinder keine Priorität in der Bremer Regierung hat. Im Bereich Bildung, in dem sich keine schnellen Lorbeeren ernten lassen wird gekürzt, statt aufzustocken, anders als z.B. bei Stahlwerken, Fahrradbrücken oder der Glocke! Der ZEB hat den Eindruck, dass für alles Geld beschafft wird, notfalls sogar über Sondervermögen, nur nicht für Bildung!
„Es ist eine Frechheit, dass die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag gekippt wird. Unsere Grundschulkinder werden im Stich gelassen“ sagt Jan Janicki, Fachvorstand Grundschulen des ZEB
Marco Hünecke, Sprecher des ZEB, kommentiert dazu: „Wahlversprechen werden wieder nicht gehalten, sogar der Koalitionsvertrag ist nichts mehr wert. Beim so oft von der Koalition beschworenen 'Ungleiches ungleich behandeln', wird jetzt gespart und die so wichtigen Zweitbesetzungen gestrichen! Diese Zweitbesetzungen sind elementar wichtig, um eine gute Beschulung in schwierigem Umfeld überhaupt
erst zu ermöglichen! “
Der ZEB sieht in der Streichung einer Kapitulation vor der aktuellen Situation und fragt sich wann auch der Bürgermeister sowie der gesamte Senat endlich verstehen, dass sie mehrere Generationen an Schülerinnen und Schüler erst in die weiterführenden Schulen und dann in das Arbeitsleben entlassen, ohne vorher die Grundlagen für eine chancengleiche Qualifizierung gelegt zu haben.
„Gerade der Elementarbereich ist der Dreh- und Angelpunkt für jede darauf aufbauende Bildungsmöglichkeit“, erinnerte Pierre Hansen, Sprecher des ZEB. Er mahnte die Folgekosten für jetzt so wichtige gestrichene Investitionen, die Bremen noch über Generationen und viele Wahlperioden beschäftigen werden, nicht zu ignorieren und zitierte John F. Kennedy: „Es gibt nur eins, was auf Dauer
teurer ist als Bildung: keine Bildung.“
Bremer Schüler bilden schon lange weit abgeschlagen das Schlusslicht in jedem Bildungsvergleich, dieser Trend wird mit der Entscheidung die Doppelbesetzung zu streichen weiter zementiert. Dabei sind der Lehrkräftemangel und die Versäumnisse im Sanierungsstau bei Schulgebäuden schon mehr als die Bremer
Bildungspolitik den Schulkindern zumuten kann. Auch bei dem Thema Schulbau wird nicht zügig agiert und ein tragfähiges Modell erarbeitet, obwohl es solche Modelle (PPP) längst gäbe. Gerade dies ist nötig, so der ZEB, um aktuellen und kommenden Schülerinnen und Schülern ein vernünftiges Lernumfeld schnell und zu
vertretbaren Kosten zur Verfügung zu stellen und nicht fortwährend zu versuchen, jahrzehntelang gescheiterte Modelle weiter auszubauen.
Der ZEB fordert die Bildungssenatorin, den Bürgermeister und die gesamte Bremische Bürgerschaft auf dafür zu sorgen, dass im demnächst zu verabschiedenden Etat für 2024 und 2025 genügend Mittel für das
Grundschulhilfspaket zur Verfügung stehen und für eine anständige Finanzierung des gesamten Bildungshaushaltes zu sorgen!
Wir fordern die politisch Verantwortlichen weiterhin auf die Priorisierung der notwendigen Ausgaben zu verändern. Es kann nicht sein, dass für die Sanierung des Stahlwerks mal eben 250 Millionen ausgegeben werden, aber für die Bildung unserer Kinder stets zu wenig Geld da ist.
Vorstand ZEB Bremen
𝗣𝗿𝗲𝘀𝘀𝗲𝗲𝗿𝗸𝗹ä𝗿𝘂𝗻𝗴
𝗗𝗲𝗿 𝗭𝗲𝗻𝘁𝗿𝗮𝗹𝗘𝗹𝘁𝗲𝗿𝗻𝗕𝗲𝗶𝗿𝗮𝘁 𝗕𝗿𝗲𝗺𝗲𝗻 𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘁 𝗱𝗶𝗲 𝗚𝗿ü𝗻𝗱𝘂𝗻𝗴 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝘂𝗹𝗯𝗮𝘂𝗴𝗲𝘀𝗲𝗹𝗹𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁
Der ZentralElternBeirat Bremen (ZEB) fordert den Senat auf einen Masterplan für die Schaffung von ausreichend und attraktivem Schulraum zu erstellen.
Hierfür muss endlich die Zusammenarbeit mit privaten Trägern institutionalisiert werden.
Bremen soll sich mit den zahlreichen Bremer Bauträgern und Immobilienunternehmen auf den Weg machen ein Paket mit Grundstücken und Bestandsimmobilien zu schnüren.
Dieses Paket kann dann in eine Bremer Schulbau Holding GmbH eingebracht werden, mit zwei Geschäftsanteilen, einen 49%igen, den Bremen behalten wird und einen 51%igen, der europaweit mit der genauen Beschreibung, was wie an Schulraum geschaffen werden muss, ausgeschrieben wird.
Wie bei der Abfallentsorgung in Bremen würde dann der private Partner alle Investitionskosten (ganz legal außerhalb der Schuldenbremse) tragen und das geschaffene Immobilienpaket würde schließlich für 30 Jahre durch die GmbH an Bremen vermietet.
Durch preisrechtliche Kontrollmechanismen würde sichergestellt, dass der private Partner eine adäquate, aber nicht übermäßige Verzinsung erhält. Verzögerungen beim Bau oder der Beschaffung würden mit üblichen Vertragsstrafen versehen, sodass sichergestellt würde, dass nicht wie z.B. beim Ohlenhof oder dem Campus Schaumburger Straße ein Schulbau 10+ Jahre braucht.
Marco Hünecke, Vorstandssprecher ZEB dazu:
„Statt ideologisch verblendet darauf zu setzen, dass staatliche Träger alleine notwendige zügige milliardenschwere Investitionen stemmen und auch noch umsetzen werden, sollten die in Bremen vorhandene Erfahrung und Fachpersonal genutzt werden um endlich mal beim Schulbau voran zu kommen.“
Zum kommenden Schuljahr werden in den Bremer Grundschulen über 1000 Kinder mehr eingeschult als an die weiterführenden Schulen abgegeben werden. Zu den bereits angedachten neuen Schulen gesellen sich in den kommenden Jahren ein steigender Bedarf an weiteren neuen Schulen. Dazu noch die bereits laufenden Schulausbauten und Sanierungsbedarfe.
Pierre Hansen, Vorstandssprecher ZEB dazu:
„Wir schulden es unseren Kindern, dass wir und die Politik nicht immer wie das Reh vor den Autoscheinwerfen stehen. Wir können es uns nicht länger erlauben plan- und ideenlos vor steigenden Schülerzahlen und leeren Kassen zu zittern.“
Der ZEB stellt sich hier seiner Verantwortung und bietet ausdrücklich an, die Stadt Bremen bei der Umsetzung zu unterstützen und hat deshalb gestern der Senatorin für Kinder und Bildung einen Vorschlag gem. § 77 (1) Satz 2 gemacht.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an :
Pierre Hansen (Vorstandssprecher)
Marco Hünecke (Vorstandssprecher)
Vielen Dank und
mit freundlichen Grüßen
ZentralElternBeirat Bremen
-Der Vorstand-
07/09/2023
Bekleidungsregeln in Schulen:
Zitat: "Die Vorsitzende des Bundeselternrats hat Bekleidungsregeln für Schulen gefordert. Für den Zentralelternbeirat Bremen (ZEB) gehen generelle Regeln zu weit.
(...)
Zu den Forderungen von Gotte hat es laut Hansen keine Abstimmung innerhalb des Bundeselternrats gegeben. Deshalb handele es sich um eine persönliche Aussage. Falls es überhaupt ein Problem gebe, das gelöst werden müsse, sollten Schulen das individuell klären. Landeseinheitliche Kleidungsregeln in Schulen lehnt Hansen ab." Zitat Ende
Quelle und vollständiger Artikel:
Schlabberlook-Verbot an Schulen? Bremer Eltern gegen Einheitsregeln Die Vorsitzende des Bundeselternrats hat Bekleidungsregeln für Schulen gefordert. Für den Zentralelternbeirat Bremen (ZEB) gehen generelle Regeln zu weit.
Presseerklärung
𝘿𝙚𝙪𝙩𝙨𝙘𝙝𝙡𝙖𝙣𝙙 𝙨𝙘𝙝𝙖𝙛𝙛𝙩 𝙨𝙚𝙞𝙣𝙚 𝘽𝙞𝙡𝙙𝙪𝙣𝙜 𝙖𝙗, 𝙬𝙚𝙣𝙞𝙜𝙨𝙩𝙚𝙣𝙨 𝙙𝙖 𝙞𝙨𝙩 𝘽𝙧𝙚𝙢𝙚𝙣 𝙑𝙤𝙧𝙧𝙚𝙞𝙩𝙚𝙧!
Bremen landete bei dem am Mittwoch veröffentlichten Bildungsmonitor 2023 des INSM wenig überraschend wieder mal als Schlusslicht auf dem letzten Platz in einer bundesweiten Vergleichsstudie.
Laut Bildungsmonitor 2023 steht das Bremer Bildungssystem ganz hinten, wenn es um Förderinfrastruktur und die Beseitigung der Bildungsarmut geht. Die Bremer Schüler:innen sind auch ausgerechnet zum Thema Integration absolut abgeschlagen Ebenso kommt hier die IQB Studie von 2021 über die bundesweit schlechtesten Lese- und Rechenkompetenzen wieder zum Vorschein. Auch die ebenfalls schon lange bekannte Erkenntnis, dass das Verhältnis der Bildungsausgaben pro Schüler zu den Gesamtausgaben der öffentlichen Haushalte pro Einwohner bundesweit am geringsten ist.
Dies alles sind schon altbekannte Bremer Probleme auf die nicht nur der ZEB immer und immer wieder gebetsmühlenartig hingewiesen hat und der mit einer Studie und einer Untersuchung nach der anderen untermauert wird. Das alles sind also keine neuen Erkenntnisse, sondern die Bremer Bildungsmisere ist eine Katastrophe mit langer Ansage, die Eltern und Kinder immer wieder ausbaden müssen. Den ZEB erreichen fast täglich Hilferufe aus allen Bereichen in der Bremer Bildungslandschaft.
Die Bremer Bildungspolitik scheint sich aber ihren Herausforderungen nicht stellen zu wollen. Die Erkenntnis, dass die Schulpolitik in einem tieferen Loch sitzt als alle anderen will man sich offenkundig weiterhin nicht eingestehen und auch nicht, dass in der Vergangenheit vieles - zu vieles - versäumt und verschlampt wurde.
Wie kann es sein, dass die Verantwortlichen für Bremer Bildung sich seit so vielen Jahren mit dem letzten Platz abfinden? Vor 20 Jahren stand Bremen erstmalig in der Pisa-Studie auf dem letzten Rang und der Bildungsmonitor bestätigt diesen Platz seit 10 Jahren. Hier muss endlich ein echter Ehrgeiz und echte Leidenschaft entwickelt werden, diesen Missstand zu ändern und die rote Laterne abzugeben. Ein „Weiter so“ und gute Willensbekundung darf es jetzt absolut nicht mehr geben.
Der ZEB erwartet konkrete Pläne, tragfähige Konzepte und mithin die geeignete und insbesondere zeitnahe Umsetzung, die unseren Kindern eine schulische Bildung ermöglicht, die diesen Namen auch verdient. Es kann und darf nicht sein, dass SchülerInnen, die von Bremen in ein anderes Bundesland umziehen, ein bis zwei Schuljahre zurückgestuft werden müssen, um überhaupt nur vage Anschluss zu finden. Es ist überdies nicht in Ordnung, wenn Jugendliche mit einem Bremer Schulabschluss in anderen Bundesländern bei der Ausbildungsplatzsuche oder in ihren Bemühungen um einen Studienplatz scheitern. Es ist für Bremer Eltern wie für deren Kinder absolut nicht hinzunehmen, gesellschaftlich gesehen, eine Form der Ausgrenzung zu erfahren, für die sie sich nicht verantwortlich zeichnen.
Wir, als Gesellschaft insgesamt stehen in der absoluten Pflicht, unseren Kindern – auch und gerade in Bremen (!) Zukunft und Perspektive bieten zu können, das beginnt bei frühkindlicher Bildung und bedingt eine gute, zeitgemäße und den Umständen gerechte schulische Bildung; wir können einen politischen Willen formulieren und werden dies nötigenfalls auch immer wieder vollziehen – allerdings müsst ihr, die politisch Verantwortlichen diesen vielfach erklärten Willen umsetzen - nicht irgendwann… sondern ganz genau jetzt!
Vorstand ZEB Bremen
Presseerklärung:
Die Schuldigen für die Bildungsmisere sind gefunden?!?
Beim INSM-Bildungsmonitor hat Bremen mal wieder den letzten Platz gesichert. Über Sinn und Zweck des Bildungsmonitors im Auftrag der Arbeitgeberverbände kann man geteilter Meinung sein, das ändert aber nichts am letzten Platz, den haben diverse andere Studien schon hinreichend dokumentiert.
Sich jetzt hinzustellen, wie die Senatorin im Interview mit Buten un Binnen, und die ausländischen Schüler:innen, ob mit oder ohne deutschen Pass, als Schuldige auszumachen ist nicht nur falsch, sondern dreist.
Bremen gibt im Vergleich zu den anderen Stadtstaaten mit Abstand am wenigsten Geld pro Schüler:in aus. Bremen hat mit fast 30% Kinder im SGB2-Bezug die höchste Quote aller Bundesländer. Mit über 50% Schüler:innen mit Migrationshintergrund steht Bremen auch hier allein an der Spitze.
All dies nicht gestern erfolgt, seit den frühen 2010er Jahren ist Bremen in diesen Bereichen Spitzenreiter und die Zahlen sind nur gestiegen. Was ist passiert? Es wurden Konzepte erstellt, immer wieder, die alle an der mangelnden Finanzierung oder dem fehlenden politischen Willen, wie z.B. Lehrkräfte in Schulen mit mehrfachen Problemlagen zu versetzen oder abzuordnen. Letzteres wurde nach Jahren des allgemeinen Widerstands kurz vor den Sommerferien endlich umgesetzt, aber am Ende viel zu spät.
Dazu kommt die nichtexistierende Stadtentwicklungsplanung, die immer wieder dafür sorgt, dass Problemlagen sich in einzelnen Statteilen häufen. Willkommensstadtteile sind, die in welche alle hinkommen, die alle anderen nicht haben wollten!
Seit mindesten 2018 (Klemm) ist bekannt, dass wir auf einen eklatanten Lehrkräftemangel zulaufen. Was ist in der Zeit passiert? Definitiv nicht genug und jetzt ist der Lehrkräftemangel in aller Munde. Jetzt müssen Lösungen her, durch die Menschen aus andern, ähnlichen, Professionen ins Bildungssystem geholt werden.
Schuld ist hier eindeutig die Politik!
Wir benötigen mehr Sprachförderangebote, kleinere Klassen und Kitagruppen, Zweitbesetzungen, … die dann auch in den Kitas und Schulen ankommen und nicht nur auf dem Papier stehen. Ein „verpflichtendes“ letztes Kitajahr auf freiwilliger Basis kann hier nur als schlechtes Beispiel dienen.
Dazu wird, wie seit Jahren immer wieder vom ZEB gefordert, mehr Geld benötigt und kreative Lösungen, wie mit Mangel umgegangen wird.
Vorstand - ZentralerElternBeirat - ZEB Bremen
22/08/2023
Lücken nach der Pandemie
Zitat: "Sozial- und Lerndefizite: Wie Bremer Schulen noch mit den Folgen von Corona kämpfen.
Die Sommerferien sind vorbei und das neue Schuljahr ist gestartet. Doch auch jetzt noch gibt es Lücken bei den Schülerinnen und Schülern, die die Corona-Pandemie hinterlassen hat.
(...)
„Kritisch ist es für diejenigen, die kurz vor dem Abschluss stehen“, sagt Pierre Hansen, Vorstandssprecher des Zentralelternbeirats. Er vermutet, dass auch noch dieser Abschlussjahrgang damit zu kämpfen haben wird. „Die Schülerinnen und Schüler haben nicht den Stand, den sie haben sollten. Universitäten und Ausbildungsbetriebe müssen sich drauf einstellen, dass da Defizite sind. „Es ist wichtig, dass Fördermaßnahmen an Schulen bestehen bleiben, auch wenn die Pandemie vorbei ist“, fordert Hansen." Zitat Ende
Quelle und vollständiger Artikel:
Lücken nach der Pandemie Corona Schule
18/08/2023
Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen müsste man den Job attraktiver machen.
Leider geht das seit Jahren in die völlig andere Richtlung.
Siehe Beitrag bei Radio Bremen:
Rabiat: Scheißjob Lehrer? Lehrer und Lehrerinnen schmeißen hin, Nachwuchs ist kaum in Sicht. "Rabiat"-Reporterin Claudia Euen stellt die Titelfrage: "Rabiat: Scheißjob Lehrer?".
17/08/2023
Zitat: "Der Zentralelternbeirat fordert, Quereinsteiger nicht an Brennpunktschulen zu verheizen. ...
.. Wenn aber ein Quereinsteiger Lust auf den Job an einer Brennpunktschule hat und die Schulleitung sich das vorstellen kann, dann ist das auch eine richtig gute Unterstützung und da setzen wir eben auch drauf." Zitat Ende
---> Quelle:
Bremens Bildungssenatorin: "Wir stehen vor riesigen Herausforderungen" Bremens Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) erklärt im Interview mit Bremen Zwei ihre Strategie angesichts steigender Schülerzahlen und Lehrermangels.
17/08/2023
"In Bremen fehlen mindestens 1.000 Köpfe im Schulsystem"
🆕
Zitat: " 𝐈𝐬𝐭 𝐝𝐚𝐬 𝐁𝐢𝐥𝐝𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦 𝐳𝐮 𝐭𝐫ä𝐠𝐞, 𝐮𝐦 𝐳𝐮 𝐫𝐞𝐚𝐠𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧?
Offensichtlich ja. Wenn Lehrkräfte ausgebildet werden sollen, so wie wir uns das vorstellen, dann brauchen Sie so sechs bis sieben Jahre. Und diese Kinder, die fallen ja nicht im Alter von sechs vom Himmel, die wurden ja irgendwann mal geboren. Da möchte man meinen, es hätte einen gewissen Vorlauf gegeben. Dieser Vorlauf wurde im Haushaltsnotlageland Bremen aber komplett ignoriert. Man hat andere Prioritäten gesetzt und die Augen verschlossen, bis es im Grunde zu spät war.
Bremen hat auch ganz konsequent, seit es in den Achtzigerjahren sinkende Schülerzahlen gab, jede Schule, jede Immobilie und den Grund und Boden an Investoren verkauft und Kasse gemacht." Zitat Ende
Quelle und vollständiges Interview:
"In Bremen fehlen mindestens 1.000 Köpfe im Schulsystem" Martin Stoevesandt hört als Sprecher des Zentralelternbeirates auf. Hier blickt er auf ein Jahrzehnt Bremer Bildungspolitik zurück – und macht zum Schulbeginn wenig Hoffnung für das nächste.
17/08/2023
Zum Schulstart in Bremen: Mehr Schüler, aber zu wenige Lehrkräfte
Zitat: "𝐙𝐮𝐦 𝐁𝐞𝐠𝐢𝐧𝐧 𝐝𝐞𝐬 𝐧𝐞𝐮𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐮𝐥𝐣𝐚𝐡𝐫𝐞𝐬 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐢𝐧 𝐁𝐫𝐞𝐦𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐁𝐫𝐞𝐦𝐞𝐫𝐡𝐚𝐯𝐞𝐧 𝐤𝐧𝐚𝐩𝐩 𝟐𝟎𝟎 𝐋𝐞𝐡𝐫𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐛𝐞𝐬𝐞𝐭𝐳𝐭. 𝐃𝐢𝐞 𝐙𝐚𝐡𝐥 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐜𝐡ü𝐥𝐞𝐫𝐢𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐜𝐡ü𝐥𝐞𝐫 𝐡𝐢𝐧𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐬𝐭𝐞𝐢𝐠𝐭." Zitat Ende
Zum Videobeitrag (Buten un Binnen) -->
Zum Schulstart in Bremen: Mehr Schüler, aber zu wenige Lehrkräfte Zum Beginn des neuen Schuljahres sind in Bremen und Bremerhaven knapp 200 Lehrerstellen noch unbesetzt. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler hingegen steigt.
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