28/08/2026
Zum Abschluss unser Rezeptipp-Reihe gibt es noch einen Blick in ein altes Koch- und Backbuch von 1910:
Kräbbelchen
Liebe Hausfrau, gib nun acht,
Die Sache wird wie folgt gemacht:
Nimm Wasser dir ½ ltr.
Und darin tust Du nun auch wieder
3 Löffel Zucker, 300 Gramm
Von Butter (dies gibt nun der Stamm).
Wenn‘s kocht, so tut man’s Mehl daran,
¾ Pfund man nehmen kann!
Dann mußt Du’s ja recht fein verrühren,
Daß keine kleine Knötchen bleiben
Und steif, recht steif muß es sein
Denn darum wird’s gerade fein.
Rühr’s dann noch etwas an der Hitze,
Die ihm zum Ausquell’n gerade nütze.
Derweil Du es dann läßt erkalten,
Magst du nehmen die fünf Eier.
Du rührst langsam, langsam fein
Dann eines nach dem anderen drein.
Dann sticht den Teig man löffelweis
In gutes Schmalz, recht kochend heiß
Doch nicht zu viel, nicht große Haufen,
Denn es pflegt mächtig aufzulaufen.
Die Farbe muß schön goldbraun sein
Dann kann’s mit Zucker man bestreu’n
Dazu nun Pflaumen ohne Kern
Auch Birnen oder Heildebeer’n.