19/08/2025
Seit zwei Wochen hat uns der Kindergartenalltag wieder. Momentan ist es noch etwas ruhig auf unseren Kanälen – das liegt daran, dass wir uns aktuell mitten in der Umgewöhnungs- und Eingewöhnungsphase befinden.
Was bedeutet das eigentlich?
Unsere Bestandskinder haben zum 01.08. ihre Gruppe bzw. ihren Bereich gewechselt. Das heißt: Neue Strukturen, neue Bezugspersonen und neue Räumlichkeiten erwarten sie. Im Ü3-Bereich arbeiten wir nach dem offenen Konzept. Das bedeutet, die Kinder orientieren sich nicht mehr an einer festen Gruppenzugehörigkeit, sondern an verschiedenen Funktions- und Handlungsbereichen. Das bringt nicht nur Veränderung mit sich, sondern auch neue Chancen: Die Kinder können ihren Interessen selbstständig nachgehen, lernen Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und werden in ihrer Selbstständigkeit gestärkt.
Für unsere Eingewöhnungskinder beginnt nun eine ganz neue Reise. Sie lernen neue Strukturen, Regeln und fremde Menschen kennen, finden ihren Platz in der Gruppe und ihre Rolle im sozialen Miteinander. Gleichzeitig bedeutet es auch, sich langsam von den vertrauten Bezugspersonen zu lösen und Vertrauen zu neuen Menschen aufzubauen.
Auch für uns Erzieherinnen ist diese Phase eine sehr intensive Zeit. Wir begleiten die Kinder behutsam, erkennen ihre individuellen Bedürfnisse, geben Hilfestellungen, sind Wegbegleiter – und beobachten ganz genau: Wann ist der richtige Moment, in dem sich ein Kind von seiner Bezugsperson lösen kann?
Die Zeit der Um- und Eingewöhnung ist eine sensible und emotionale Phase, die viel Einfühlungsvermögen, Geduld und gegenseitiges Vertrauen erfordert.