10/08/2026
In der Wochenendausgabe des General-Anzeiger Bonn ist ein sehr schönes Porträt über unsere Tutorin Tatjana Tchumatchenko erschienen, die Professorin für Computational Neuroscience of Behavior an der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist: https://ga.de/news/wissen-und-bildung/regional/tatjana-tchumatchenko-von-der-sonderschuelerin-zur-professorin_aid-151534771
Wir sind Tatjana sehr dankbar, dass sie bei uns unterrichtet! 🥰
Foto: Benjamin Westhoff / Bonner General-Anzeiger
25/07/2026
Heute nahmen (nach zahlreichen kurzfristigen Ausfällen leider nur) 9 Kinder der Klassen 5+6 am Workshop „Chipdesign“ im Arithmeum teil. Der Workshop begann im Keller. Dort schauten sich die Kinder eine Rechenmaschine an, die dazu entwickelt wurde, eine Volkszählung zu vereinfachen. Informationen wurden auf Lochkarten gespeichert, die die Maschine auswerten konnte. Die Schüler*innen durften die Lochkarten in der Hand halten und dabei zusehen, wie die Maschine bedient wurde. Weiter ging es im Erdgeschoss mit der Vorführung der Binärmaschine, an der das Prinzip des Übertrags verdeutlicht wurde. Außerdem konnten die Schüler*innen einen Siliziumkristall bewundern, der für die Herstellung von Computer-Chips essentiell ist. Die letzte halbe Stunde hatten die Kids Gelegenheit, die Konzepte des Placement und Routing mit interaktiven Gruppenspielen zu entdecken. Das Placement ist die Platzierung der logischen Elemente auf der Oberfläche des Chips: Elemente, die miteinander kommnuzieren, sollen nah beieinander positioniert werden. Beim Routing betrachtet man die "Verdrahtung" der Elemente, die miteinander kommunizieren und ein Netz bilden. Am Ende soll die Gesamtnetzlänge möglichst kurz sein, damit die Informationsübertragung möglichst schnell geht und dafür so wenig Energie wie möglich gebraucht wird. Ein toller Nachmittag, herzlichen Dank an unsere Tutorin Lydia und die Mitarbeiter*innen des Arithmeum! ❤️🙏
21/07/2026
Wir hatten einen schönen Informationsausflug zur DAV/DGVFM (Deutsche Aktuarsvereinigung / Deutsche Gesellschaft für Versicherungs- und Finanzmathematik) in Köln mit 11 Schüler*innen ab Klasse 8. Der Geschäftsführer der DAV, Henning Wergen, informierte uns ausführlich über die Ausbildung zum Aktuar nach dem Mathestudium, skizzierte typische Aufgaben und beantwortete Fragen rund um die Zukunft des Berufes im
Zusammenhang mit KI. Seine Mitarbeiterin, Verena Reiter, selbst keine Mathematikerin, führte uns allgemein in das Prinzip und die Geschichte des Versicherungswesens und die Wirksamkeit im Rahmen großer Kollektive ein. Anschließend wurde das Wissen in einem kahoot spielerisch abgeprüft. 😊 Insbesondere Henning Wergen machte viel Werbung für das Mathestudium und betonte, dass Mathematiker*innen sehr stark gesucht seien und hervorragende Aufstiegsmöglichkeiten hätten. Vielen Dank an die netten Mitarbeiter*innen, die sich so viel Zeit für uns genommen und uns sogar zum Mittagessen eingeladen haben. Danach spielten wir noch Schwarzlichtminigolf, was allen richtig viel Spaß gemacht hat. 😎👏
18/07/2026
Heute haben wir, wie bereits letzten Samstag, das Arithmeum besucht - dieses Mal mit 13 Kindern der Klassen 3 und 4. Im Arithmeum werden Mathematik und Kunst verbunden - und die Geometrie bildet hierbei oft die Schnittstelle. Im heutigen Workshop "Geometrisches Falten" lernten die Kinder geometrische Formen kennen und probierten selbst aus, wie diese zu falten sind. Als Höhepunkt durften sie einen Oktaeder falten (siehe Foto), wo besonders viel Fingerspitzengefühl gefragt war. Im Museum konnten sie Werke der Konkreten Kunst betrachten, die eng mit dem Workshopthema verbunden ist, denn konstruktive Kunst steht für eine Kunstrichtung, die auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruht und mehr oder weniger rein durch geometrische Konstruktion erzeugt wird.
17/07/2026
Gemeinsam mit Stefan fuhren sechs Jugendliche (4 Mädchen, 2 Jungs) des Bonner Matheclubs für vier Tage (inklusive An- und Abreisetag) an das weltberühmte Mathematische Forschungsinstitut in Oberwolfach. Alle sechs Schüler*innen (Matilde, Linja, Jolina, Kashaf, Radomir, Elias) nehmen am Projekt „Vorbereitung auf das Mathe-(Früh-)Studium“ teil, das jeden Mittwochabend online stattfindet. Professor Stephan Klaus, administrativer Leiter am OFM, führte uns durch das Museum für Mineralien und Mathematik (MiMa) im Ortskern, direkt gegenüber von unserem Hotel, und dann durch das „Mekka der Mathematik“ selbst, das Institut. Beeindruckend ist insbesondere die mathematische Bibliothek, eine der größten der Welt! Stephan Klaus erzählte die eine oder andere Anekdote aus der langjährigen Geschichte des Instituts und begeisterte die jungen Nachwuchsmathematiker*innen (und auch den Betreuer selbst!) mit einem spannenden Workshop zur Sphärischen Geometrie. Wenn man wissen will, was mathematische Kultur ist, muss man einfach nach Oberwolfach fahren! Hier bekommt man es in Reinform. Am Tag darauf hielt Stefan im Tagungsraum des Hotels einen vierstündigen Workshop über Metrische Räume und eine Einführung in die Topologie. Spannend zu sehen waren auch die Freizeitmöglichkeiten für die Forschenden am Institut: Tischtennis, Fitness, Billard - alles ist möglich. Und sogar Klavierspielen - an einer echten Steinway. Radomir gab spontan ein Konzert auf höchstem Niveau und wurde daraufhin eingeladen, dies demnächst nochmal ganz offiziell zu tun. Weiterhin auf dem Programm standen eine Wanderung durch den tiefen Schwarzwald, gemeinsames Fußballschauen und zwei Spieleabende. Ein rundum gelungener Ausflug in eine ganz spezielle Welt, die den Schüler*innen noch lange, lange in Erinnerung bleiben wird. Danke an Oberwolfach, danke an Stephan Klaus, und danke an die großzügige Spenderin, die nicht genannt werden möchte, die aber diese Reise erst ermöglicht hat. ❤️🙏
11/07/2026
Heute waren 18 Matheclub-Kinder der ersten und zweiten Klasse zu Besuch im Arithmeum und nahmen an dem Workshop „Herbin“ teil.
Dort haben wir viele verschiedene abstrakte Kunstwerke gesehen und festgestellt, dass man auch mit dieser Art von Kunst Emotionen sehr gut darstellen kann. Wir haben gelernt, wie der französische Künstler Herbin mit geometrischer Kunst ganze Wörter in verschlüsselter Form dargestellt hat. Das haben wir dann auch ausprobiert und unsere eigenen geometrischen Kunstwerke gebastelt.
Vielen Dank an die Mitarbeitenden und Hilfskräfte des Arithmeum für den tollen Workshop! ❤️
29/06/2026
Unsere Tutorin Swetlana Nordheimer hat den Bonner Matheclub in den letzten Jahren, speziell in ihrer Zeit als Wissenschaftlerin in Bonn, durch zahlreiche herausragend gute Ideen (Integration von Gebärdensprache, Teilnahme an der FEMO,...) geprägt und bereichert. Mittlerweile wohnt und lehrt sie wieder in Berlin. In der letzten Woche wurde ihr an der Humboldt-Universität zu Berlin der "Preis für gute Lehre" für ihre Vorlesung „Algebra/Zahlentheorie und ihre Didaktik mit Berücksichtigung von Gebärdensprachen“ verliehen, und zwar speziell für das Thema „Chancengerechtes Lehren und Lernen“. 👏🤩 Zu dieser besonderen Auszeichnung möchten wir Swetlana ganz herzlich gratulieren und wünsche ihr weiterhin alles Gute und auch viel Spaß bei uns im Bonner Matheclub! 😍
Mehr hier: https://www.hu-berlin.de/nachrichten/detail/auszeichnung-fuer-mathematikdidaktikerin
Bildnachweis: Stefan Klenke / HU
21/06/2026
Gerade eben ist unsere Mathefahrt 2026 zu Ende gegangen. Wir waren mit 70 Kindern (von Klasse 5 bis 10) und 8 Betreuer*innen in Daun in der Eifel. Das Thema war in diesem Jahr elementare Zahlentheorie - von den Grundlagen der Teilbarkeit bin hin zu modernen kryptographischen Methoden. Unterrichtet wurde in drei alters- und leistungsmäßig möglichst homogenen Lerngruppen. Die Kinder waren hochmotiviert und haben toll mitgearbeitet!! 👏🤩🥰 Wie in jedem Jahr standen auch dieses Mal noch ein Kennenlern- und Spieleabend sowie eine Wanderung auf dem Programm. Es ging bei 30 Grad über 10 km rund um die drei Dauner Maare. Diejenigen, die nicht mitwandern wollten oder konnten, wurden alternativ in der Jugendherberge in die Kunst der Origamifaltung eingeführt. Ein Highlight war zudem das gemeinsame Schauen des WM-Spiels Deutschland gegen die Elfenbeinküste auf einer großen Leinwand. Die Stimmung im Gruppenraum der Jugendherberge übertraf jede Fanmeile in Deutschland. Nun sind alle Kinder mit vielen neuen mathematischen Erkenntnissen, vor allem aber mit prägenden Erfahrungen und Eindrücken vom schönen Gruppenerlebnis wieder zu Hause, wobei nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Tutor*innen die eine oder andere Minute Schlaf nachzuholen ist. 😃 Mehr Fotos zur Fahrt gibt es hier: https://www.mathematics.uni-bonn.de/de/outreach/fuer-schuelerinnen-und-lehrerinnen/fotos-matheclub
17/06/2026
Wir wünschen Lina weiterhin alles Gute auf ihrem Weg und sind sehr dankbar und stolz, dass wir sie auf ihren ersten Schritten begleiten durften. ❤️🙏 Weiterhin sind wir froh, dass Lina nach wie vor bei uns ist - als Tutorin.
Mit acht Jahren besuchte Lina Heider zum ersten Mal den Bonner Matheclub. Mit elf machte sie ihr Abitur. Heute ist sie zwölf und studiert an der Universität Bonn Volkswirtschaftslehre.
Wer Lina kennenlernt, merkt schnell: Sie lernt einfach gern. Schon als Kind brachte sie sich das Lesen selbst bei. Später übersprang sie mehrere Klassen. Doch viel wichtiger als solche Meilensteine ist für sie etwas anderes: ihre Neugier. „Mich interessiert, was hinter den Dingen steckt. Ich will es verstehen und nicht nur wiedergeben können.“
In der Schule fühlte sich Lina oft unterfordert. An der Universität Bonn fand sie dagegen Orte, an denen sie Fragen stellen, mitdenken und Neues ausprobieren konnte – zunächst im Bonner Matheclub, später im Frühstudium. Dort besuchte sie schon früh reguläre Lehrveranstaltungen, schrieb ihre erste wissenschaftliche Hausarbeit und entdeckte ihre Begeisterung für die Volkswirtschaftslehre. Heute gibt sie ihr Wissen sogar selbst weiter und unterstützt im Matheclub jüngere Schülerinnen und Schüler beim Knobeln und Entdecken.
Linas Geschichte zeigt, wie unterschiedlich Bildungswege aussehen können, und wie wichtig Angebote sind, die jungen Menschen ermöglichen, ihren Interessen nachzugehen und ihr Potenzial zu entfalten.
In der aktuellen Ausgabe des Uni-Magazins forsch erzählt Lina von ihrem außergewöhnlichen Weg, den Menschen, die sie begleitet haben, und davon, warum die Universität Bonn für sie zu einem Ort geworden ist, an dem sie ihre Neugier ausleben kann: https://www.uni-bonn.de/de/universitaet/presse-kommunikation/publikationen/forsch/forsch_2026_01/artikel/deutschlands-juengste-abiturientin-studiert-in-bonn-nbsp
In unserem Video-Interview gibt sie außerdem Einblicke in ihren Alltag als zwölfjährige Studentin:
https://www.youtube.com/watch?v=itfOIFUY9Ls
©Foto: Gregor Hübl / Uni Bonn