26/04/2026
Sonntagsimpuls
Seit Dezember kämpfe ich mit einem Totalschaden meines Rollstuhls. Was das konkret bedeutet? Mein Zweitstuhl war nicht nutzbar, weil mein individuell angepasstes Sitzkissen defekt war. Die Reparatur kam erst nach langem Hin und Her zustande – und erst, nachdem ich juristische Schritte in Aussicht gestellt habe. Mein dritter Rollstuhl war nur für kurze Strecken geeignet, ohne passendes Kissen und auf Dauer eine echte Belastung für meinen Körper. Er hat schon sehr viele Jahre hinter sichDer neue Rollstuhl wurde erst vor wenigen Wochen bestellt.
Das Ergebnis: Monate der Improvisation. Ich habe Dienstreisen Theater- und Konzertkarten zurückgegeben und wichtige Termine abgesagt. Mein Alltag ist eingeschränkt und meine Arbeit leidet. Und das beim größeren Sanitätshaus in der Region.
Ganz ehrlich: Es geht nicht darum, dass etwas kaputtgeht. Es geht darum, was dann passiert. Und genau da läuft etwas schief. Ich brauche keine perfekten Prozesse, ich brauche Verlässlichkeit. Denn für mich geht es nicht um ein Produkt, sondern um meine Selbstständigkeit. Und genau daran zeigt sich, ob Inklusion im Alltag wirklich funktioniert.