Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte Uni Bonn

Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte Uni Bonn https://www.fnzrlg.uni-bonn.de/impressum Die Geschichte der Frühen Neuzeit ist eine Abteilung des Instituts für Geschichtswissenschaft der Uni Bonn

Frauen im antiken Sport? Wenn wir an Sport im antiken Griechenland denken, kommen uns vermutlich zunächst die Olympische...
08/10/2026

Frauen im antiken Sport? Wenn wir an Sport im antiken Griechenland denken, kommen uns vermutlich zunächst die Olympischen Spiele, männliche Athleten und muskulöse Statuen in den Sinn. Doch auch Frauen und Mädchen spielten im antiken Sport eine Rolle, ob als Athletinnen, Pferde- und Wagenbesitzerinnen, Siegerinnen und sogar als Organisatorinnen. Cynisca von Sparta war dabei die erste Frau, die bei den Olympischen Spielen bereits im 4. Jhd. v. Chr. einen Sieg errang. Das von der Universität Mannheim entwickelte Projekt Cynisca: Documenting Women and Girls in Ancient Greek Sports nimmt sich diesem in den traditionellen Erzählungen über die griechische Antike in den Hintergrund geratenen Forschungsfeld an.
Die Datenbank erschließt griechische und lateinische literarische Textstellen, Inschriften, Siegeslisten und weitere historische Quellen mit englischen Übersetzungen sowie kurzen Erläuterungen zur Datierung und Überlieferung. Der Korpus reicht von der archaischen Zeit bis in die Spätantike und dokumentiert Frauen und Mädchen unter anderem als Sportlerinnen, Wettkampfsiegerinnen, Stifterinnen und Organisatorinnen. Erfasst werden außerdem antike Diskussionen darüber, ob und in welcher Form Frauen körperliche Aktivitäten ausübten sollten.
Thematisch lässt sich die Quellensammlung mithilfe verschiedener Kategorien etwa nach Wettkämpfen, Siegerinnen, Organisation, Medizin, Mythologie oder Diskurse über weiblichen Sport gezielt durchsuchen. Darüber hinaus ermöglicht eine Volltext- und Schlagwortsuche, direkt nach Begriffen innerhalb der erfassten Quellen und Übersetzungen zu recherchieren. Eine weiterführende Bibliographie zu Frauen und Sportarten in der antiken griechischen Welt erleichtert den Einstieg in die Forschungsliteratur.
Damit macht Cynisca nicht nur einzelne Frauen sichtbar, sondern eröffnet einen übergreifenden Zugang zu den gesellschaftlichen Vorstellungen, Praktiken und Debatten rund um den weiblichen Körper und sportliche Betätigung in der griechischen Antike.

am 29. und 30. September lief die Herbsttagung unserer Abteilung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum "Macht und Herrschaft...
30/09/2026

am 29. und 30. September lief die Herbsttagung unserer Abteilung in Zusammenarbeit mit dem Zentrum "Macht und Herrschaft" der Uni Bonn und dem Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande. Eineinhalb intensive Programmtage widmeten sich der Herrschaftspartizipation in den vormodernen Rheinlanden, wobei die Referent*innen in ihren Vorträgen auf den erzbischöflich-kurkölnischen Bereich, das mittelrheinische Mainzer Domstift und die niederrheinische Ständelandschaft in Jülich-Kleve-Berg und Mark sowie auf den Kontext der Reichsstadt Köln zu sprechen kamen. Diskutiert wurden Begrifflichkeiten, in denen sich vormoderne Partizpation adäquat beschreiben lassen und die ihren Funktionen und Strukturen gerecht werden. Wir danken allen Referent*innen, Moderator*innen und Diskutant*innen, ganz besonders Tim Neu (Universität Duisburg-Essen) für seinen programmatischen Abendvortrag sowie dem Haus der Geschichte für die Gastfreundschaft im "Atelier".
Zu den Inhalten der Tagung wird zeitnah ein Bericht erscheinen.

Auch der diesjährige Jahrgang der Rheinischen Vierteljahrsblätter kam pünktlich vor unserer Herbsttagung morgen an! Wie ...
28/09/2026

Auch der diesjährige Jahrgang der Rheinischen Vierteljahrsblätter kam pünktlich vor unserer Herbsttagung morgen an! Wie immer ist die Anlieferung eine logistische Teamarbeit - daher der Dank an alle fleißigen Helfer*innen!
Jetzt geht es mit dem Versand weiter, denn: Jedes Mitglied im Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande erhält ein kostenfreies Exemplar nach Hause geschickt!
Das Inhaltsverzeichnis der diesjährigen Ausgabe finden Sie hier: https://www.igw.uni-bonn.de/fnzrlg/de/forschung/rheinische-vierteljahrsblaetter

„Rotzlöffel“, „Ekelheilige“, „Distelkopff“, „Perserfürst“ und „Eisenfresser“ – das ist nur eine geringe Auswahl dessen, ...
10/09/2026

„Rotzlöffel“, „Ekelheilige“, „Distelkopff“, „Perserfürst“ und „Eisenfresser“ – das ist nur eine geringe Auswahl dessen, was sich reformatorische Theologen zwischen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gegenseitig an den Kopf warfen. Die Edition „Controversia et Confessio“ (C&C) beschäftigt sich mit den protestantischen theologischen Debatten seit dem Augsburger Interim 1548 bis zur Konkordienformel 1577/80, wobei die edierten Schriften in „Streitkreise“ gegliedert wurden. Hierbei bietet die Edition jeweils umfassende historische Einleitungen, eine Kurzbiographie des Autors, sowie auch eine Inhaltsbeschreibung der entsprechenden Schrift. Insgesamt fasst die Edition 12 Bände, von denen die ersten 9 Editionen beinhalten. Von diesen 9 wiederum, sind Band 1, 2 und 8 online vollständig einsehbar, Band 2-5 nur als „work in progress“. Darüber hinaus findet man auf der Webseite der C&C auch Register von Personen, Orten und Quellen mit entsprechenden Querverweisen. Allseits beliebt ist zudem die Kategorie „Schimpfwörter des Monats“, bei der die kreativen Schimpfwörter, nicht nur genannt, sondern auch in ihren Kontext gesetzt, sowie erklärt werden. Oftmals haben absurd wirkende Schimpfwörter wie „Kamelverschlinger“ doch einen tieferen, hier theologischen, Hintergrund, doch dazu mehr auf der Seite der C&C. Insgesamt überzeugt die Webseite mit ihrem modernen Design, das auch all jenen einen guten Überblick bietet, die einen niederschwelligen Einstieg in Quellen des Konfessionellen Zeitalters suchen.
www.controversia-et-confessio.de/einfuehrung.html
Text: Matthias Krey
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Die diesjährige Herbsttagung widmet sich dem Thema „Herrschaftspartizipation in den vormodernen Rheinlanden“. Anhand aus...
08/09/2026

Die diesjährige Herbsttagung widmet sich dem Thema „Herrschaftspartizipation in den vormodernen Rheinlanden“. Anhand ausgewählter Beispiele wird die Teilhabe von Gruppen und Individuen an der Ausübung von Herrschaft epochenübergreifend in den Blick genommen.

Das Phänomen der Herrschaftspartizipation zählt in jüngerer Zeit zu den viel beachteten Themen der Mittelalter- und Frühneuzeitforschung. Die Rheinlande bilden dabei einen besonders interessanten Untersuchungsraum, da sie in hohem Maße durch das Nebeneinander unterschiedlicher Herrschaftsformen und -eliten geprägt waren.

Die Tagung wird von der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte in Verbindung mit „Macht und Herrschaft. Bonner Zentrum für vormoderne Ordnungen und ihre Kommunikationsformen“ ausgerichtet. Der Verein für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande ist Mitveranstalter der Tagung. Kooperationspartner ist auch in diesem Jahr „Histrhen. Rheinische Geschichte wissenschaftlich bloggen“. Die Tagung wird vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) gefördert.
Anmeldungen sind bis zum 13. September 2026 unter [email protected] möglich.

Weitere Informationen sowie den Programmflyer finden Sie auf der Webseite von „Histrhen. Rheinische Geschichte wissenschaftlich bloggen“: https://histrhen.landesgeschichte.eu/2026/07/herbsttagung2026-programm/

Wir freuen uns auf Ihre/Eure Teilnahme!

Bildnachweis: Senatssaal Rathaus Köln. Kupferstich nach einer Zeichnung von Johann Toussyn um 1655, via Wikimedia Commons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Senatssaal-Rathaus-K%C3%B6ln-1655.jpg, gemeinfrei.

        Wieso finden wir in der Frühen Neuzeit einen rasanten Anstieg an Briefen und Korrespondenzen? Die Frühe Neuzeit ...
20/08/2026


Wieso finden wir in der Frühen Neuzeit einen rasanten Anstieg an Briefen und Korrespondenzen? Die Frühe Neuzeit zeichnet sich unter anderem durch die Kommunikationsrevolution aus: Die Erfindung des Buchdrucks, die erste Reichspost durch die Familie Taxis sowie besser ausgebaute Straßen oder die Schifffahrt sorgten für neue Kommunikationswege. Aus diesem Grund stellt das Projekt „Early Modern Letters Online“ eine umfangreiche Korrespondenzsammlung mit Briefen aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert zusammen. Die Website ist effektiv aufgebaut mit Suchfunktionen nach Menschen, Daten und Orten. Außerdem ist es möglich, nach verschiedenen Tätigkeitsfeldern zu suchen; beispielsweise Diplomatie oder Philosophie. So stößt man auch auf einige bekannte Namen wie etwa Peter Paul Rubens oder John Locke. Zwar sind die Briefe meist als handschriftliche oder gedruckte Version digital verfügbar, jedoch ist die EMLO-Datenbank eben ein Suchmittel, mit dem man auf die Edition einer Briefkorrespondenz und das entsprechende Archiv verwiesen wird. Dabei ist das Angebot sehr vielfältig: man erhält sowohl Einblicke in mathematische Gleichungen von Isaac Newton, als auch in die Staatshandlungen von Maria I. von Schottland! Den Betreiber*innen des Projektes liegt allerdings eine so große Menge an Quellenmaterial vor, dass die Website bisher nur einen Bruchteil vorstellt und laufend erweitert wird – es gibt also viel zu entdecken.
Wer sich einmal Einblicke verschaffen möchte in die Gedanken, Sorgen und Ideen wichtiger Personen der Frühen Neuzeit, der findet über diesen Link mit Sicherheit einige Schätze: https://emlo.bodleian.ox.ac.uk/home
Text: P. Bierschenk

Wer versucht hat, handgeschriebene Briefe aus Archiven aufzuspüren, zu klassifizieren und zu entziffern, wird Briefediti...
13/08/2026

Wer versucht hat, handgeschriebene Briefe aus Archiven aufzuspüren, zu klassifizieren und zu entziffern, wird Briefeditionen danach sicher umso mehr zu schätzen wissen. Nicht nur das Entziffern der Handschrift wird Leser*innen erspart, sondern häufig werden zusätzlich Informationen zur Korrespondenz, der Überlieferung und ihren Verfasser*innen geliefert. Noch besser wird es, wenn die Editionen digitalisiert, durchsuchbar, open-access und in der schier unüberschaubaren Masse an Briefeditionen gut auffindbar sind.

Das alles ist im Webservice „correspsearch“ gegeben. Die Plattform versammelt Briefeditionen online und macht von den über 425.000 verzeichneten Korrespondenzversionen etwa 42.500 durchsuchbar. Sie entstammen mittlerweile 647 Publikationen, wobei die Bestände laufend erweitert werden. Zwischen 1417 und 2000 entstanden, in 30 Sprachen verfasst und von zehntausenden Absender*innen und Empfänger*innen stammend bietet sich hier eine große Bandbreite an Quellenmaterial an.

Die Suchergebnisse können nicht nur nach Kategorien wie Beruf, Geschlecht und Aufenthaltsort gefiltert werden, sondern nach Datum, Edition, Verfügbarkeit und vielem mehr; zudem lassen sich Visualisierungen zu Personennetzwerken, Zeitverlauf und Ortenabrufen. Ein Link führt jeweils zu den Briefen selbst.

Eine schöne Spielerei ist auch der Grußformel-Generator „quoteSalute“, der dazu einlädt, die eigene Korrespondenz mit einem historischen Gruß zu beenden. Wie wäre es zum Beispiel, die nächste Mail mit folgendem Gruß zu unterzeichnen, wie Wilhelm von Humboldt an Friedrich August Rosen (16.02.1833):

»Ich will Sie aber nicht länger ermüden und bitte Sie, liebster Freund, nur noch die Versicherung anzunehmen, daß ich, auch entfernt, Sie und Ihre so schön fortschreitenden wissenschaftlichen Arbeiten mit dem lebhaftesten und freundschaftlichsten Antheile begleite.«

Text: M. Klinkenberg
Hier geht es zur Datenbank: https://correspsearch.net/de/start.html

Den heutigen Hinweis „[z]u Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Ar...
16/07/2026

Den heutigen Hinweis „[z]u Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke“ sucht man in medizinischen Ratgebern der Frühen Neuzeit vergeblich. Antworten auf Fragen zu Krankheit, Heilung und Körperwissen fanden die Zeitgenoss*innen dennoch zwischen den Seiten medizinischer Hand- und Arzneibücher, wobei sich das dort vermittelte medizinische Wissen der Heilkundigen oftmals nicht so stark von dem ihrer Patient*innen unterschied.
Einen umfassenden Zugang zu dieser frühneuzeitlichen Wissenslandschaft bietet die englischsprachige Datenbank Reading Early Medicine (REM). Sie erschließt mehr als 2.500 überwiegend englischsprachige Drucke zu Gesundheit und Heilung, die zwischen 1480 und 1700 erschienen sind. Grundlage der Sammlung bildet eine umfangreiche Bibliographie, die auf Recherchen im English Short Title Catalogue (ESTC) basiert und durch zusätzliche Erschließungsarbeit des Projektteams erweitert wurde. Dabei versteht REM „Gesundheit und Heilung“ bewusst weit: Erfasst werden unter anderem medizinische Lehrbücher, Arznei- und Kräuterbücher, chirurgische Handbücher, Hebammenliteratur, Gesundheitsratgeber sowie Haus- und Rezeptsammlungen. Das Spektrum reicht von gelehrten Abhandlungen zur Viersäftelehre bis hin zu alltagsnahen Anleitungen für die medizinische Versorgung im Haushalt. Obwohl der Schwerpunkt auf britischen Drucken liegt, wurden ebenso zahlreiche Werke in englischer Übersetzung aufgenommen.
Die Datenbank selbst stellt keine Volltexte bereit, verweist jedoch auf digitale Faksimiles der erfassten Werke, sofern diese verfügbar sind. Über Schlagwörter lassen sich die Einträge nach Themen, Genres, Autor*innen, Berufen, Druckorten oder weiteren bibliographischen Merkmalen durchsuchen. Ergänzt wird das Angebot durch Essays sowie Lehrmaterialien. Damit ist REM weit mehr als eine bibliographische Datenbank. Sie eröffnet neue Perspektiven auf die Verbreitung medizinischen Wissens und macht sichtbar, wie Gesundheit, Krankheit und Heilung in der Frühen Neuzeit gedacht, praktiziert und vermittelt wurden.

Text: F. Kurth

Die interdisziplinäre Forschungsgruppe zum Thema „Occasio in der Frühen Neuzeit: Situationen – Praktiken – Medien“, an d...
14/07/2026

Die interdisziplinäre Forschungsgruppe zum Thema „Occasio in der Frühen Neuzeit: Situationen – Praktiken – Medien“, an der auch Prof. Rohrschneider beteiligt ist, hat nun ihre erste gemeinsame Publikation vorgelegt. Ein von Sprecherin Prof. Karin Peters, Prof. Marc Laureys und Dr. Irina Tautschnig herausgegebener Sammelband vereint acht Beiträge, die sich aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven dem Forschungsfeld der frühneuzeitlichen Ausprägungen der „günstigen Gelegenheit“ widmen. Wer sich für die Aktivitäten dieser Gruppe interessiert, findet weitere Informationen auf der neuen Website: https://www.occasio-network.de/

In Erdteilallegorien manifestieren und verfestigen sich seit der Antike Vorstellungen der Gestalt unserer Welt. Der neu ...
08/07/2026

In Erdteilallegorien manifestieren und verfestigen sich seit der Antike Vorstellungen der Gestalt unserer Welt. Der neu erschienene Sammelband „Controversial Monuments. Personifying the Continents between the 18th and 21st Centuries“ untersucht diese Bildtradition nun umfassend.

Die kunsthistorischen Studien zeichnen die Entwicklungen eines imperial und religiös geprägten Weltbildes von Anfang des 18. Jahrhunderts bis zu zeitgenössischen Umdeutungen der historischen ikonografischen Tradition nach. Anhand reicher Bebilderung illustriert betrachten die Autor*innen Freskos, Skulpturen, Karten, Kanzeln und Weltausstellungen und arbeiten unter anderem dahinter stehende eurozentrische, rassistische und koloniale Weltanschauungen heraus.

Der 84. Band der Reihe „Brill’s Studies on Art, Art History, and Intellectual History“ wurde von Louise Arizzoli, Maryanne Cline Horowitz und Marion Romberg herausgegeben.
Wir wünschen allen Leser*innen eine spannende und erkenntnisreiche Lektüre!

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