21/08/2026
🎉 Erneut Bestnote für unser Böhm-Modell!
Große Freude im Seniorenzentrum St. Suitbertus in Rheinbrohl: Am 12. August fand die Rezertifizierung unseres Böhm-Bereichs statt – und wir konnten das Ergebnis der vergangenen Prüfung erneut bestätigen.
In allen vier Prüfungsbereichen gab es wieder die volle Punktzahl von 5 von 5 Punkten. Ein Ergebnis, auf das das gesamte Team zu Recht stolz sein kann.
Das Böhm-Modell legt besonderen Wert auf die individuelle Begleitung von Menschen mit Demenz. Die persönliche Lebensgeschichte und die individuellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner stehen dabei im Mittelpunkt. Aus der sogenannten „Gefühlsbiografie“ werden Impulse für den Alltag abgeleitet, die Orientierung, Sicherheit und Wohlbefinden vermitteln.
Einrichtungsleitung Alena-Vanessa Gehrke freut sich über die erneute Bestätigung der geleisteten Arbeit:
„Ich bin sehr stolz auf dieses Ergebnis und nehme es keineswegs als selbstverständlich. Dahinter stecken sehr viel Herzblut, Engagement und Arbeit.“
Ein herzliches Dankeschön an alle Mitarbeitenden, die täglich mit Fachkompetenz, Engagement und viel persönlicher Zuwendung für unsere Bewohnerinnen und Bewohner da sind. ❤️
18/08/2026
Demenz & Habitus.
Wenn die Demenz fortschreitet, was dann? Verschwindet somit auch der individuelle Kern, der persönliche Habitus?
Was meine Erfahrung betrifft, eher nicht.
Etwas, was die Person ausmacht, auszeichnet und von anderen unterscheidet bleibt.
Ich meine nicht die Art des Lächelns oder ein bestimmter Blick, eine Frisur oder ein Kleidungsstück. Ich meine die tatsächliche Persönlichkeit, die aus Prägung und Umwelt bestimmt wurde.
Egal welche Begegnungen wir mit Menschen mit Demenz im Alltag erfahren: sie sind in ihrer Persönlichkeitsstruktur wieder erkennbar. Genau wie wir. Denn auch wir werden wahrgenommen, erkannt und erleben Reaktionen, die gezielt etwas mit uns selbst zu tun haben.
Frau M. lebte im WB Wartenberg, bevor sie in den segregativen Wohnbereich zog. Sie ist gebildet und wohl erzogen, legt Wert auf bestimmte Umgangsformen und hat einen eigenen Witz, den wir erst verstehen lernen mussten.
Ihre latent sarkastischen, trockenen Antworten sind faszinierend. Kein Blabla. Kein Rumgeseusel, kein Papperlapapp. Sie bevorzugt klare Worte und respektvolle Ansprache, Authentizität und nichts verstelltes.
Ich: ‚Möchten Sie gerne mit zum Gottesdienst in der Gedächtniskirche? Ich würde Ihnen gern einen Platz reservieren!‘.
Sie: ‚Nein. Ich gehe in keine Kirche‘.
Freundlich und bestimmt. Ernsthaft und ohne Kompromiss. Frau M. lässt sich in ihrer Demenz nicht beeinflussen, nicht immer mitreißen. Sie bleibt sich treu. Ihrem persönlichen Kern.
Sie setzt Grenzen, so gut sie kann und erwartet, dass diese auch eingehalten werden. Rohheit, grobes Verhalten, banale Fragen schätzt sie nicht besonders. Frau M. nimmt auf ihre persönliche Weise am gesellschaftlichen Leben teil.
Sie bewertet nicht. Sie fragt. Sie möchte verstehen und das Gefühl haben, es mit einem Gegenüber auf Augenhöhe zu tun zu haben.
Personenzentriertes Arbeiten heißt: sich auf die Person zu konzentrieren und sich zu immer wieder erneut zu öffnen. Menschen mit Demenz spüren sehr wohl, wer ihnen wie begegnet. Diese unglaubliche Sensibilität und Achtsamkeit entsteht aus einer schicksalshaften Notwendigkeit, sich selbst zu schützen. So gut es geht.
Das Gehirn mag abbauen, doch eine ausgeprägte Gefühlswelt bleibt. Dieser gilt es in Beziehung zu vertrauen.
Text & Foto: C. B. / BT
12/08/2026
Im Seniorenzentrum St. Suitbertus in Rheinbrohl konnte heute der Böhmbereich Katharina mit einem großartigen Ergebnis rezertifiziert werden. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und sagen "Herzlichen Glückwunsch" ! Macht weiter so 😊