Institut für Diaspora- und Genozidforschung / Ruhr-Universität Bochum

Institut für Diaspora- und Genozidforschung / Ruhr-Universität Bochum

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Forschungen zu Diaspora und Strukturen kollektiver Gewalt (Ursachen und Prozesse von Völkermord, generationenübergreifende Nachfolgen von Verfolgung)

Interdisziplinäres Forschungsinstitut

Forschungen zu Strukturen kollektiver Gewalt, zu Ursachen und Prozessen von Völkermord, zu generationenübergreifenden Nachfolgen von Verfolgung und Völkermord. Forschung - Lehre - Bildung

Aufgaben und Tätigkeitsfelder im Bereich der Forschung, der universitären und außeruniversitären Lehre, der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung und der historischen und p

17/06/2026

Jetzt erschienen:

ZEITSCHRIFT FÜR GENOZIDFORSCHUNG 24 (1), 2026

Thema: Praktiken und Semantiken der Gewalt im Spanischen Bürgerkrieg

Das neue Heft der »Zeitschrift für Genozidforschung« nimmt den den 90. Jahrestag des Beginns des Spanischen Bürgerkriegs im Juli 1936 zum Anlass, um im Anschluss an aktuelle Perspektiven der Forschungen eine kritische Auseinandersetzung mit den Praktiken und Semantiken der während dieses Kriegs ausgeübten Massengewalt zu führen. Das von Christin Hansen (Trier) und Julia Quast (Paderborn) kuratierte Themenheft versammelt Beiträge ausgewiesener Expert:innen, die den Forschungs- und Wissensstand kritisch reflektieren und mit der Erörterung neuer Aspekte von Strukturen und Funktionen einer gegen Kollektive gerichteten Gewalt wie auch kollektiv ausgeübter Gewalt die Perspektiven auf dieses Schlüsselereignis der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts erweitern.

Mit Beiträgen von Christin Hansen & Julia Quast, Lena Hein & Elena von Ohlen, Ronja Hollstein, Stephan Horn, Hiram Kümper, Julian Muhs, Alba Llavina Ros und Stephan Scholz.

https://www.velbrueck.de/Programm/Neuerscheinungen-Vorschau/Zeitschrift-fuer-Genozidforschung-24-Jg-2026-Heft-1.html

24/04/2026

Zum 24. April - 111. Jahrestag des Genozids an den Armeniern

Keiner von ihnen kehrte zurück,
es hat sie nie gegeben,
die, die es gab –
gingen zunichte,
kein Zeichen drang aus dem Stein.
Warum nur bezeugen,
wenn es keine Rettung,
keine Wiedererstehung gibt?
Nun schreibe ich, in dieser Höhle, um nicht zu ersticken,
ich, der starb.

(Krikor Beledian)

08/04/2026

STUDIEREN UND FORSCHEN ZU FORMEN KOLLEKTIVER GEWALT AN DER RUB - Infoveranstaltung zum Studienzertifikat »Collective Violence, Holocaust and Genocide Studies« (CVG), 15.04.2026, 12:00 Uhr

Liebe Studierende,

sehr herzlich laden wir ein zu einer Infoveranstaltung über das Studienzertifikat »Collective Violence, Holocaust and Genocide Studies« (CVG) am:

Mittwoch, 15.04.2026, 12:00 Uhr c.t.
GAFO 02/364

Das Zertifikat zeichnet eine in den Regelstudiengängen selbstgewählte Vertiefung zu den Herausforderungen von Gewalt, Völkermord, Diskriminierung und Ausgrenzung aus.

Es wird vom Institut für Diaspora- und Genozidforschung in Kooperation mit dem Optionalbereich und der PSE der RUB verliehen.

Erste Infos zur Zertifikat CVG findet ihr hier: https://www.idg.ruhr-uni-bochum.de/zertifikatsstudium/index.html.de

Außerdem werden wir über den 1-Fachmaster Geschichte mit Schwerpunkt Gewalt- und Genozidforschung informieren.

Herzliche Grüße
Euer IDG-Team

"The Intent to Destroy a Group as Such" - Demokratischer Salon: 23/03/2026

„The Intent to Destroy a Group as Such”
Ein Gespräch mit Medardus Brehl über Vergleichende Genozidforschung

"The Intent to Destroy a Group as Such" - Demokratischer Salon: „The Intent to Destroy a Group as Such” Ein Gespräch mit Medardus Brehl über Vergleichende Genozidforschung „Lemkin verfolgte die Spur, die ‚entscheidenden Schritte‘, die ein Muster ergaben. Der erste Schritt bestand gewöhnlich im Akt der Entnationalisierung: Individuen wurden staatenlo...

28/01/2026

Das neue Heft der Zeitschrift für Genozidforschung rückt mit dem Genozid an den Armeniern ein Ereignis in den Fokus, das sich 2025 zum 110. Mal jährt. In den Fokusbeiträgen werden einerseits Fragen nach der strukturellen Bedeutung der Genozidpolitik für eine ökonomische Transformation der Region und die Entwicklung eines »türkischen Kapitalismus« diskutiert. Andererseits geht es um die deutsche Involviertheit in die Prozesse des Völkermords, aber auch um die bis heute mangelnde Aufarbeitung und Anerkennung dieses Verbrechens, was sich zuletzt auch im Kontext der jüngsten Ereignisse um die Region Bergkarabach bemerkbar gemacht hat.

👉 Zur Zeitschrift: https://www.velbrueck.de/Programm/Zeitschrift-fuer-Genozidforschung-23-Jahrgang-2025-Heft-2.html

27/01/2026

Am 27. Januar 1945, heute vor 81 Jahren, wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit.
Auf diesen Jahrestag der Befreiung von Auschwitz verweist der heutige Internationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust am 27. Januar, um an die Vernichtung der europäischen Juden zu erinnern.
Die Gedenkstunde des Deutschen Bundestags findet am Mittwoch, 28.01.2026, um 12:30 Uhr statt. Die Gedenkrede wird in diesem Jahr die Holocaust-Überlebende Tova Friedman halten.

Zeitschrift für Genozidforschung, 23. Jahrgang 2025, Heft 2 von Mihran Dabag, Kristin Platt 16/01/2026

Jetzt erschienen:

Zeitschrift für Genozidforschung Jg. 23 (2), 2025

Fokus: Deutschland und der Genozid an den Armeniern

2025 jährte sich zum 110. Mal der Beginn des Genozids an der armenischen Bevölkerungsgruppe im Osmanischen Reich, zum neunten Mal jährte sich die Resolution des Deutschen Bundestags, den Genozid als solchen zu benennen. Das bedeutet aber auch rund 100 Jahre, in denen ein langer Weg von der Komplizenschaft des Deutschen Reichs mit dem Osmanischen hin zu einer Anerkenntnis des Völkermords und der deutschen Mittäterschaft zurückgelegt wurde. Im Fokusartikel des neuen Heftes der Zeitschrift für Genozidforschung rückt der Historiker Hans-Lukas Kieser (Zürich/Newcastle) die lange Geschichte einer dichten Verschränkung Deutschlands mit den Ereignissen des Genozids von 1915/16 wie auch seiner Relativierung und Leugnung in das Zentrum. In einem chronologischen Durchschreiten der deutsch-osmanisch-türkischen Beziehungsgeschichte seit dem späten 19. Jahrhundert untersucht er die Beteiligung Deutschlands am Völkermord an den Armenier:innen im Jahr 1915, diskutiert Nachwirkungen des Völkermords in Deutschland und reflektiert systematisch die Parallelen zwischen dem Völkermord an den Armenier:innenn und dem Holocaust.

Die weiteren Beiträge beschäftigen sich mit der Rolle der hinsichtlich ihrer Bedeutung wenig beforschten Umwandererzentralstelle (UWZ) im nationalsozialistisch besetzten Polen zwischen 1939 und 1944 (Hannah Riedler, Klagenfurt), mit der Bedeutung von Anschlüssen an »hamitische Theorien« und ihrer Fortschreibungen für die ideologische Legitimierung des Genozids des Jahres 1994 an den Tutsi in Ruanda (Anne D. Peiter, La Réunion) und diskutieren die Geschichte der europäischen Literatur entlang eines in ihrer Tiefenstruktur eingelagerten antisemitischen Codes (Lasse Wichert & Medardus Brehl, Bochum).

Zeitschrift für Genozidforschung, 23. Jahrgang 2025, Heft 2 von Mihran Dabag, Kristin Platt Das neue Heft der Zeitschrift für Genozidforschung rückt mit dem Genozid an den Armeniern ein Ereignis in den Fokus, das sich 2025 zum 110. Mal jährt. In den Fokusbeiträgen werden einerseits Fragen nach der strukturellen Bedeutung der Genozidpolitik für eine ökonomische Transformation der Regi...

08/12/2025

Prof. Dr. Kristin Platt:
»Ordnung, Un-Ordnung und die Idee des Staatsversagens. Schlüsselideen des Entwurfs deutscher Nation nach 1820«

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung »Dis:Order«
des Historischen Instituts der RUB

Dienstag, 16.12.2025, 16:00 Uhr c.t.
HGA 20

27/11/2025

Leo Baeck Fellowship
Application deadline: 1st February 2026

The international Leo Baeck Fellowship Programme awards fellowships to doctoral students who carry out research into the field of German-Jewish history and culture. We welcome projects on any period or field (including literature, philosophy, history, cultural studies), and any region (such as Europe, Israel, the Americas).

In addition to financial support for one year, the programme provides opportunities to exchange ideas with peers from around the world. It is open to doctoral candidates of any nationality, studying at any university. All fellows remain at their home institution, but come together for two workshops in the course of the fellowship, which are jointly organised by the Studienstiftung des deutschen Volkes, the Leo Baeck Institute London and the Dubnow Institute in Leipzig.

Up to ten fellows will be selected for the programme in the academic year 2026/27. The fellowships run from October 2026 to September 2027. Regular workshops and an intranet platform provide support for scholarship holders and enable them to present their research and discuss methodologies and findings with other fellows. Working languages are German and English. After the first year, students enrolled at a university in Germany, may apply for an extension of their scholarship within the framework of the Studienstiftung’s doctoral programme, subject to available funds.

Further information:
https://www.dubnow.de/en/tender/leo-baeck-fellowship-1-1

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