05/05/2026
🔋 Unter Stressbedingungen fahren Pflanzen die Energiegewinnung zurück, um die Priorität zunächst auf den Abbau beschädigter Proteine zu setzen.
Pflanzen sind ständig Stress ausgesetzt – durch Krankheitserreger, Hitze oder andere Umweltfaktoren. Dabei können Proteine beschädigt werden, und die Zellfunktion gerät aus dem Gleichgewicht. Forschende der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Suayb Üstün haben entdeckt, wie Pflanzenzellen auf diesen sogenannten Proteinstress reagieren und ihre inneren Prozesse gezielt anpassen. Sie zeigen, dass Zellen unter Stress dem Abbau beschädigter Proteine den Vorzug vor der Energiegewinnung durch Photosynthese geben. Die Erkenntnis dieser Zusammenhänge könnte helfen, Pflanzen robuster zu machen.
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📸 Suayb Üstün
📝 RUB, Drießen
02/04/2026
Die Anpassungskünstler bieten eine breite Palette möglicher Stoffwechselwege für die unterschiedlichsten Umweltbedingungen.
Viele aromatische Verbindungen wie Phenole, Cresole und Styrole sind giftig für Organismen und belasten die Umwelt. Sie können sich durch industrielle Prozesse anreichern und Ökosysteme schädigen. Bei ihrer Beseitigung können Bodenbakterien helfen. Für eines von ihnen, Rhodococcus opacus 1CP, hat das Team der Arbeitsgruppe Mikrobielle Biotechnologie der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Dirk Tischler das Genom analysiert und viele mögliche Stoffwechselwege gefunden, die das Bakterium unter verschiedensten Umweltbedingungen nutzt, um als Saubermann zu agieren.
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Foto, D. Tischler
11/03/2026
Jetzt schnell bewerben ✈️
Fernweh? Es gibt noch freie Plätze an sechs Partnerunis der Fakultät für das WiSe 2026/27 und SoSe 2027.
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05/03/2026
Diese Erkenntnisse liefern neue Ansatzpunkte für das Verständnis von Angststörungen. 😨
Furchtreaktionen wieder zu verlernen ist ein grundlegender Lernprozess des Gehirns. Er ermöglicht es, auf ehemals bedrohliche Situationen wieder flexibel zu reagieren, sobald keine Gefahr mehr besteht. Dieser Mechanismus, in der Forschung „Furchtextinktion“ genannt, spielt unter anderem bei der Behandlung von Angststörungen und Posttraumatischen Belastungsstörungen eine wichtige Rolle.
Ein Team um Dr. Katharina Spoida vom Lehrstuhl Allgemeine Zoologie und Neurobiologie der Ruhr-Universität Bochum hat nun nachgewiesen, dass sich dieser Prozess beeinflussen und beschleunigen lässt: Wird ein bestimmter Typ von Nervenzellen im Gehirn aktiviert, zeigen Mäuse eine deutlich schnellere Abschwächung erlernter Furchtreaktionen.
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📸 RUB, Kramer
23/12/2025
Die Feiertage stehen vor der Tür 🥳
Gönnt euch eine verdiente Pause während die Uni zum Jahreswechsel bis zum 5.01.2026 geschlossen ist. 🔒
Die Fakultät wünscht euch allen schöne, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🎄🌟🍀
📸 RUB, Biologie
11/09/2025
"Zufällige Muster verstellten Künstlichen Intelligenzen bislang den Blick auf evolutionäre Verwandtschaften. Das Bochumer Forschungsteam bringt ihnen den richtigen Kniff bei.
🔎 Viele Muster kann Künstliche Intelligenz mittlerweile besser erkennen als der Mensch – mit der Erkennung evolutionärer Verwandtschaften tat sie sich aber bisher schwer. Ein Team der Bioinformatik der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Axel Mosig hat ein neuronales Netz genau darauf trainiert. Die KI kann beliebige Daten verschiedener Spezies in evolutionäre Beziehung zueinander setzen und erkennen, welche Merkmale sich wie im Laufe der Evolution entwickelt haben.
👓 „Unser Ansatz setzt der KI gewissermaßen die Brille der Evolution auf”, erklärt Vivian Brandenburg, Erstautorin der am 22. August 2025 in der Fachzeitschrift Computational and Structural Biotechnology Journal erschienenen Arbeit."
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📸 Gemeinfrei
🖊️ RUB News, Driessen
04/06/2025
🧠 Forschende spüren den Mechanismen nach und machen neue Gehirnbereiche aus, von deren Stimulation Patienten profitieren können.
ℹ️ Menschen, die an Parkinson leiden, büßen im Lauf der Zeit immer mehr Bewegungsfähigkeit ein und können irgendwann nicht mehr gehen. Hoffnungen ruhen auf der tiefen Hirnstimulation, auch Hirnschrittmacher genannt. In einer aktuellen Studie haben Forschende der Ruhr-Universität Bochum und der Philipps Universität Marburg untersucht, ob und wie die Stimulation einer bestimmten Hirnregion die Gehfähigkeit positiv beeinflussen und Patienten mehr Lebensqualität zurückgeben kann. Dafür nutzten sie eine Technik, bei der Nervenzellen mit Licht ein- und ausgeschaltet werden.
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🤝 Dazu kooperierte die Marburger Gruppe unter Leitung von Prof. Dr. Rainer Schwarting mit Dr. Wolfgang Kruse vom Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie der RUB. Das Bochumer Team unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Herlitze hat die Methoden der Optogenetik maßgeblich mitentwickelt.
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📸 Pixabay
14/05/2025
Wasserstoffproduzierender und sauerstoffstabiler Biokatalysator 💪🏼
Das Bochumer Forschungsteam hat ein Wasserstoff-produzierendes Bakterienenzym entdeckt, dem Sauerstoff nichts anhaben kann.
🔎 Manche Mikroorganismen produzieren bei Abwesenheit von Luft Wasserstoff. Maßgeblich dafür ist das Enzym [FeFe]-Hydrogenase. Diesen äußerst effizienten Biokatalysator würde man gern in großem Maßstab für die Herstellung von grünem Wasserstoff nutzen. Das funktionierte bislang nicht, weil das Enzym durch Sauerstoff schnell zerstört wird.
Das Forschungsteam um Prof. Dr. Thomas Happe aus der Photobiotechnologie und um Prof. Dr. Lars Schäfer aus der Theoretischen Chemie der Ruhr-Universität Bochum haben jedoch einen neuen Typ von sauerstoffstabiler [FeFe]-Hydrogenase isoliert und ihre Tricks für diese Sauerstoffstabilität aufgedeckt.
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̈neenergie
📸 RUB, Marquard
12/05/2025
Neue Buchveröffentlichung 📖 Biokatalyse im Überblick
Vor allem in der Lehre ab Master/Promotions-Level und in der Forschung legt das Buch eine Basis für die Zukunft.
Prof. Dr. Dirk Tischler hat den Band „Biocatalysis“ herausgegeben, der einen breiten Überblick über die Biokatalyse bietet . Sieben der insgesamt 24 Kapitel wurden von Forschenden der Ruhr-Universität Bochum beigesteuert, eines aus Dortmund. Die fachliche Breite reicht von Biologie und Biotechnologie über Chemie und Biochemie bis hin zur Medizin.
🔎 In dem Buch geht es darum, wann Biokatalysatoren – zumeist Enzyme – in der Industrie Anwendung finden und in welchem Format dies sinnvoll ist. Das Buch enthält einfache Konzepte zur Evaluierung von Biokatalysatoren und zum Data-Management, dem Identifizieren von neuen und nützlichen Enzymen, deren Produktion und Anwendung in der Zelle oder zellfrei in verschiedenen Formaten inklusive Enzymimmobilisierung und verschiedenen Organismen. Es werden aktuelle Themen wie CO2-Eliminierung und CO2-basierte Techniken erläutert. Die Bandbreite der Anwendungen reicht von der Feinchemikalien-Produktion bis hin zum PET-Abbau.
📸 RUB, Marquard
08/05/2025
Neuer Biomarker für Parkinson 🧬
Ein fehlgefaltetes Protein macht schon in frühen Phasen der Erkrankung eine sichere Diagnose möglich.
ℹ️ Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, die hauptsächlich auf Basis von klinischen Symptomen, vor allem motorischer Störungen, im Spätstadium diagnostiziert wird. Dann ist das Gehirn jedoch schon massiv und irreparabel geschädigt. Die Diagnosestellung ist zudem schwierig und häufig fehlerhaft, weil die Erkrankung viele Ausprägungen und überlappende Symptome hat.
Forschende des Zentrums für Proteinforschung PRODI der Ruhr-Universität Bochum und des Biotech-Unternehmens betaSENSE haben jetzt einen Biomarker in der Rückenmarksflüssigkeit entdeckt, der schon früh eine sichere Diagnose ermöglicht und über das Fortschreiten der Erkrankung sowie die Wirkung einer Therapie Aufschluss geben kann.
Prof. Dr. Klaus Gewert, geschäftsführender Gründungsdirektor von PRODI und CEO von betaSENSE erklärt, was dahintersteckt. 👉🏼 Den ganzen Bericht findet ihr auf unserer Webseite 🔗 Link in der Bio und im Story-Highlight RUB News.
📸 RUB, Marquard