24/05/2026
Entfremdet. Entgrenzt. Entmenschlicht?
Die Entfremdung der Arbeit begann mit der industriellen Revolution, der kleinteiligen Zerlegung eines Werkstücks am Fließband.
Die technische Entwicklung ermöglicht es vielen, sich frei zu machen von einem bestimmten Arbeitsplatz - Remote zu arbeiten. Die festen Grenzen von Zeit und Ort der Tätigkeit sind aufgehoben.
Folgt jetzt mit der künstlichen Intelligenz die Entmenschlichung?
Die industrielle Revolution hat durch Maschinen die schwere körperliche Arbeit erleichtert, die Entgrenzung von Arbeitszeit und -ort ist für pflegende Familienangehörige und Eltern junger Kinder ein Gewinn. KI-Tools in Beratung und Coaching können bis zu einem gewissen Punkt Aufschluss geben über soziale und psychologische Faktoren in schwierigeren Situationen.
Alle diese Erleichterungen weisen, das ist bekannt, andererseits erhebliche Probleme auf. So zieht die Entfremdung bei vielen einen Motivationsverlust nach sich, die Entgrenzung kann besonders bei verantwortungsbewussten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Selbstausbeutung führen und in sozialen Berufen mangelt es bei ausschließlicher KI-Nutzung an Tiefe.
In Beratung, Coaching und Therapie bleibt es die zwischenmenschliche Beziehung, bleibt es der Mensch, der Emotionen mitträgt und spürt, sind es Trainer, Coaches oder Therapeutinnen, die wirklich Zuhören und manchmal durch empathisches Schweigen psychische Not lindern.
Das ist ein wundervoller Beruf!