01/01/2024
Alles in Liebe! – das klingt gut zum neuen Jahr. Da klingt noch die Friedensbotschaft der Weihnacht durch. Gottes Liebe in dem Jesuskind kommt zu uns Menschen. Und wir – mit dieser Liebe Gottes im Gepäck – treten den Weg durch 2024 an. Hoffnungsfroh, zuversichtlich, voller Tatendrang, getröstet.
Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe … Das wird uns mit auf den Weg gegeben:
Uns im Amt für kirchliche Dienste an der Schwelle zu einem Jahr mit einigen Veränderungen (aber das gehört ja zu unseren Genen…): Einstiege neuer Kolleg:innen und Abschiede von vertrauten, Wechsel der Arbeitsweisen in einem neuen Bürohaus. Neue Themen und Herausforderungen in den Arbeitsfeldern.
Uns in der evangelischen Kirche: Wie geht’s weiter mit ihr, die immer mehr Menschen und der Gesellschaft insgesamt egaler wird? Und in der die Ergebnisse und Erkenntnisse der EKD-weiten Studie zum sexuellen Missbrauch in der Kirche wohl tiefe Krater reißen?
Uns in der spätkapitalistischen Gesellschaft: Wie geht’s weiter mit unserem Land? Mit der Demokratie? Welche Abgründe tun sich auf in einer Gesellschaft, die zu immer stärkerer Abschottung neigt? In der Hass, Fremdenabwehr, Antisemitismus, Faschismus … wieder fröhliche Urständ feiern? Was werden die Wahlen 2024 bringen? Welche Stimmungen, Gefühle, Überzeugungen werden sie hervorkehren? Die Kommunal- und Landtagswahlen in den Bundesländern, die Europawahl?
Wie können wir dazu beitragen, dass nicht der Faschismus siegt? Wie kann der Kapitalismus eine menschliche Seite gewinnen, die möglichst vielen Menschen Teilhabe ermöglicht anstelle des Gefühls von Abgehängtsein?
Uns in der Welt: Was treibt uns, die wir sehenden Auges in die Klimakatastrophen schlittern? Die wir unseren Wohlstand bisher so erfolgreich auf Kosten der Armen aufbauten? Was treibt uns in einer Welt, in der um uns herum Kriege aufflackern, ausbrechen, kein Ende finden … und uns nichts Besseres als immer mehr Waffengewalt zu bleiben scheint?
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