Jacob Drachenberg

Jacob Drachenberg

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Wir unterstützen Menschen dabei ungesunden Stress zu vermeiden und ein Leben voller Leichtigkeit, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude zu führen.

17/08/2026

Ist es nicht absurd, dass sich Verletzlichkeit oft wie Schwäche anfühlt?

Dabei ist es doch viel einfacher, sich anzupassen. Zu funktionieren. Nichts zu sagen. Weiterzumachen. Bloß keine Angriffsfläche zu bieten.

Das nennen wir dann gerne „Stärke“ oder an manchen Tagen auch "Resilienz". Aber mal ganz ehrlich: was ist mutiger? Die Fassade aufrechtzuerhalten?

Oder zu sagen:

Das verletzt mich.
Das macht mir Angst.
Das schaffe ich gerade nicht allein.
Das bin ich.

Verletzlichkeit bedeutet nicht, schwach zu sein.
Sie bedeutet, sich zu zeigen – obwohl man verletzt werden könnte. Und das ist für mich der Inbegriff von Mut.

Also lasst uns doch alle gemeinsam ein Stück mutiger sein.

16/08/2026

Der größte Stressfaktor bei Hobbys?

Wir verwandeln ausgerechnet unsere Erholung wieder in Leistung.

Eigentlich wolltest du nur joggen gehen. Plötzlich hast du eine Garmin, einen Trainingsplan und bist enttäuscht über deine VO₂max.

Du wolltest ein bisschen fotografieren. Drei Monate später vergleichst du Objektive und ärgerst dich über deine Reichweite auf Instagram.

Du wolltest Yoga machen. Jetzt stresst dich, dass du nur zweimal diese Woche auf der Matte warst.

Herzlichen Glückwunsch.
Du hast deine Freizeit erfolgreich in ein weiteres Leistungsprojekt verwandelt. 😄

Wir tracken.
Wir messen.
Wir vergleichen.
Wir optimieren.
Und irgendwann hat sogar Erholung KPIs.

Die unbequeme Wahrheit: Viele Menschen können heute kaum noch etwas tun, ohne besser darin werden zu wollen.

Dabei darf ein Hobby etwas ziemlich Revolutionäres sein: zwecklos.

Du darfst laufen, ohne schneller zu werden. Malen, ohne Talent zu haben. Tennis spielen, ohne aufzusteigen. Ein Instrument spielen, obwohl niemand dein Konzert hören möchte. Und du darfst etwas anfangen und irgendwann wieder aufhören.

Was hilft?
1. Mach Dinge, in denen du mittelmäßig bist, die dir aber Spaß machen.
Und bleib trotzdem dabei.

2. Lass die Uhr zu Hause.
Nicht jede Bewegung braucht Daten.

3. Produziere nichts daraus.
Kein Post. Kein Ergebnis. Keine Challenge.

4. Frag nicht: „Was bringt mir das?“
Frag: „Macht mir das Freude?“

5. Erlaube dir, nicht besser zu werden.

Vielleicht ist das eine der unterschätztesten Formen von Stressprävention: Etwas zu tun, bei dem du nichts erreichen musst. Denn wenn selbst deine Freizeit zur Selbstoptimierung wird: Wann hast du eigentlich noch frei?

Hand aufs Herz:
Welches Hobby hast du schon erfolgreich zum Leistungsprojekt gemacht? 😉

15/08/2026

Der größte Stressfaktor in Freundschaften?

Das schlechte Gewissen.
„Ich müsste mich mal wieder melden.“
„Ich habe immer noch nicht geantwortet.“
„Wir wollten uns seit drei Monaten treffen.“
„Jetzt kann ich doch nicht schon wieder absagen.“

Und plötzlich wird aus Freundschaft: eine weitere To-do-Liste.

Das Problem ist nicht, dass uns unsere Freunde unwichtig geworden sind. Das Problem ist oft die Erwartung, wie eine „gute Freundschaft“ auszusehen hat.

Regelmäßig schreiben.
Sich häufig sehen.
Geburtstage nicht vergessen.
Schnell antworten.
Immer füreinander da sein.
Und natürlich bitte für alle Freundschaften gleichzeitig.

Die unbequeme Wahrheit: Manche Freundschaften stressen uns nicht wegen der anderen Person – sondern wegen unseres eigenen Anspruchs, ein perfekter Freund sein zu müssen.

Was hilft?
1. Qualität nicht mit Häufigkeit verwechseln.
Eine gute Freundschaft wird nicht automatisch schlechter, nur weil man sich vier Wochen nicht hört.

2. Ehrlichkeit statt Ausreden.
„Ich habe gerade wenig Kapazität“ ist oft liebevoller als drei Wochen Funkstille mit anschließendem schlechten Gewissen.

3. Freundschaften unterschiedlich sein lassen.
Nicht jeder Freund muss bester Freund, Freizeitpartner, Krisenhotline sein.

4. Das Antworttempo entdramatisieren.
Eine WhatsApp ist keine Vorladung.
Du darfst auch übermorgen antworten.

5. Beziehungen pflegen – aber nicht verwalten.
Freundschaft sollte Verbindung schaffen.
Nicht noch mehr Leistungsdruck.

Vielleicht müssen wir deshalb aufhören zu fragen: „Bin ich ein guter Freund?“ Und öfter fragen: „Fühlt sich diese Freundschaft für uns beide gut an?“

Denn Freundschaft ist keine weitere Rolle, in der du perfekt funktionieren musst.
Sie sollte einer der Orte sein, an denen du es gerade nicht musst.

Hand aufs Herz: Wie viele unbeantwortete Nachrichten erzeugen gerade ein kleines schlechtes Gewissen bei dir? 😉

12/08/2026

Der größte Stressfaktor in Familien?

Es sind garantiert nicht die Kinder. Auch der volle Kalender ist es nicht und nein, auch nicht die Kita-Gruppenchats.

Sondern das Gefühl: „Ich bin für alles zuständig.“

Brotdose.
Arzttermin.
Geburtstagsgeschenk.
Einkauf.
Hausaufgaben.
Wäsche.
Wer braucht neue Schuhe?
Wann war noch mal der Elternabend?
Und warum liegt hier eigentlich schon wieder eine einzelne Socke?

Familienstress entsteht häufig nicht durch eine große Belastung, sondern durch 87 kleine Dinge, die gleichzeitig Aufmerksamkeit wollen.

Das Problem: Unser Gehirn unterscheidet dabei erstaunlich schlecht zwischen „Kind braucht dringend Hilfe“ und „Wir haben keine Milch mehr“.
Beides landet erst einmal im mentalen Posteingang. Und irgendwann steht dort: 4.783 ungelesene Aufgaben.

Was hilft wirklich?
1. Verantwortung verteilen – nicht nur Aufgaben.
„Sag mir einfach, was ich machen soll“ entlastet den Mental Load kaum.
Wer eine Aufgabe übernimmt, übernimmt auch das Daran-Denken, Planen und Organisieren.

2. Standards bewusst senken.
Nicht jede Mahlzeit muss ausgewogen, jeder Kindergeburtstag Pinterest-tauglich und jedes Wochenende pädagogisch wertvoll sein. Manchmal ist Tiefkühlpizza auch Stressmanagement.

3. Puffer statt Perfektion planen.
Familienalltag läuft selten nach Plan.
Deshalb nicht 100 % der verfügbaren Zeit verplanen.
Wer ohne Puffer plant, braucht nur ein Kind ohne Turnbeutel und das gesamte System kollabiert.

4. Nicht jede Kleinigkeit sofort lösen.
Nicht alles, was ruft, piept, fragt oder auf dem Boden liegt, braucht JETZT deine Aufmerksamkeit.
Priorisieren ist auch Familienkompetenz.

5. Zuständigkeit regelmäßig neu verhandeln.
Was vor zwei Jahren gut verteilt war, muss heute nicht mehr funktionieren.
Familie verändert sich.
Die Aufgabenverteilung sollte es auch.

Die unbequeme Wahrheit: Eine Familie braucht nicht mehr Menschen, die alles schaffen. Sie braucht weniger Menschen, die glauben, alles schaffen zu müssen. Und vielleicht ist „gut genug“ manchmal das Gesündeste, was eine Familie sein kann.

Was verursacht bei euch mehr Stress: zu viele Aufgaben oder das Gefühl, an alles denken zu müssen?

11/08/2026

Der größte Stressfaktor im Beruf?

Nicht dein voller Posteingang. Nicht die 17 Meetings. Und vermutlich auch nicht Lisa aus dem Controlling. 😉

Sondern: Unklarheit.

Was wird eigentlich von mir erwartet? Was davon ist wirklich wichtig? Was darf warten? Wofür bin ich verantwortlich? Und wann ist meine Arbeit eigentlich "gut genug"?

Fehlen klare Antworten, macht unser Gehirn etwas ziemlich Cleveres: Es beantwortet die Fragen selbst. Und das meistens nicht besonders entspannt.

"Ich muss wahrscheinlich alles schaffen."
"Das ist bestimmt dringend."
"Ich sollte besser erreichbar sein."
"Lieber mache ich noch ein bisschen mehr."
"Bloß keinen Fehler machen."

Und plötzlich entsteht Stress, obwohl niemand diese Erwartungen jemals ausgesprochen hat. Die unbequeme Wahrheit: Menschen können erstaunlich viel leisten, wenn sie wissen, wofür.

Was uns mürbe macht, ist häufig nicht die Arbeit, sondern permanent entscheiden zu müssen, was eigentlich richtig ist.

Was hilft?

1. Erwartungen klären.
Nicht vermuten. Fragen.

2. Prioritäten erzwingen.
Wenn alles Prio 1 ist, ist nichts Prio 1.

3. "Gut genug" definieren.
Nicht jede Aufgabe braucht Champions-League-Niveau.

4. Verantwortung von Kontrolle trennen.
Du kannst verantwortlich handeln, ohne alles kontrollieren zu können.

5. Nicht jede Dringlichkeit übernehmen.
Nur weil jemand anderes hektisch ist, musst du nicht mitmachen.

Vielleicht brauchst du also nicht weniger Arbeit. Vielleicht brauchst du mehr Klarheit.

Was stresst dich im Job mehr: die Menge der Arbeit – oder die Unklarheit drumherum?

10/08/2026

Der größte Stressfaktor in Beziehungen?

Oft nicht der volle Kalender. Oder die Kinder. Und auch nicht die herumliegenden Socken. 😉
Sondern: Unausgesprochene Erwartungen.

"Du müsstest doch merken, dass ich Hilfe brauche."
"Warum muss ich immer an alles denken?"
"Das sollte doch selbstverständlich sein."
"Ich will nicht schon wieder fragen müssen."

Willkommen im beliebtesten Beziehungsspiel: Gedankenlesen für Fortgeschrittene.
Einer erwartet etwas. Der andere weiß nichts davon.
Der Erste wird enttäuscht. Der Zweite versteht nicht, warum.
Ergebnis: beide sind gestresst.

Die unbequeme Wahrheit: Viele Konflikte entstehen nicht, weil Menschen zu wenig füreinander tun.
Sondern weil Erwartungen nie ausgesprochen, aber trotzdem bewertet werden.

Was hilft?
1. Aus Erwartungen Wünsche machen.
Nicht: "Du könntest auch mal..." Sondern: "Ich wünsche mir, dass du heute..."

2. Zuständigkeiten klären.
Wer macht was – und wer trägt auch die Verantwortung, daran zu denken?

3. Nicht erst bei 180 Grad reden.
Bedürfnisse lassen sich erstaunlicherweise besser kommunizieren, bevor man innerlich bereits die Scheidungspapiere ausfüllt. 😉

4. Perfektion aus der Beziehung werfen.
Es muss nicht immer harmonisch sein. Konflikte können auch genutzt werden, um sich noch ein Stück näher zu kommen.

5. Zwischen Reiz und Reaktion Platz schaffen.
Nicht jeder genervte Satz braucht sofort einen genervteren zurück.
Manchmal ist die beste Reaktion: kurz nichts und atmen.

Beziehungsstress verschwindet nicht dadurch, dass plötzlich alle "richtig" funktionieren.
Sondern dadurch, dass wir aufhören zu erwarten, dass die anderen unsere innere Betriebsanleitung kennen.

Welche unausgesprochene Erwartung sorgt bei euch zuverlässig für Stress?

08/08/2026

Ein weiterer Entwicklungshebel ist oft überraschend einfach:
Zwischen Reiz und Reaktion eine Entscheidung setzen. (Suuuuper wichitger Teil der Drachenberg-Methode, mit der wir nachweislich Stress umwandeln können 😱)

Nicht jede E-Mail braucht eine sofortige Antwort. Nicht jede Bitte braucht ein sofortiges Ja. Nicht jede Nachricht verdient deine unmittelbare Aufmerksamkeit.

Sofort reagieren bedeutet Kontrolle. Kurzfristig fühlt sich das richtig gut an, denn du hast ja geantwortet. Hast wieder etwas erledigt. Ein Problem gelöst.

Dein Gehirn liebt dieses Gefühl. Doch langfristig hat es einen Preis: Du arbeitest den ganzen Tag.

Manchmal reichen zehn Sekunden, einmal tief durchatmen und die Frage: Möchte ich gerade reagieren – oder bewusst entscheiden?

Denn genau dort beginnt Selbstführung. Nicht, wenn dein Kalender leerer wird, sondern wenn du aufhörst, alles automatisch zu beantworten.

STRESS DICH BITTE RICHTIG

05/08/2026

Achtung - folgender Beitrag fällt in die Kategorie "Kurz und schmerzlos": Wetten dein größter Entwicklungshebel ist folgende Frage:

Dient deine zusätzliche Anstrengung noch dem Ergebnis – oder nur noch deiner inneren Beruhigung?

Unser Gehirn lernt früh: Wenn ich alles richtig mache, bin ich sicher. Ich werde nicht kritisiert, nicht abgelehnt und mache keine Fehler. Deshalb geben viele Menschen immer noch ein bisschen mehr.

Es entsteht Stress, den man vermeiden kann. Denn die Folge ist: Du liest eine E-Mail zum vierten Mal. Du überarbeitest eine Präsentation, obwohl sie längst gut ist. Du gehst ein Gespräch im Kopf immer wieder durch und fragst dich, ob du alles richtig gemacht hast.

Wahre Entwicklung beginnt nicht dort, wo du noch mehr leistest, sondern dort, wo du aufhörst, deinen Wert an fehlerfreie Leistung zu knüpfen.

STRESS DICH DOCH BITTE RICHTIG

04/08/2026

Du bist nicht erschöpft, weil dein Leben zu schwer ist.
Du bist erschöpft, weil du Dinge trägst, die gar nicht dir gehören.

Genau darüber sprechen wir im nächsten kostenlosen Webinar: "Leichtigkeit wiederfinden – die 3 unterschätzten Hebel, um Schwere im Alltag zu reduzieren."

Sei dabei am 24. AUGUST um 19 Uhr, wenn es wieder heißt: STRESS DICH RICHTIG

Anmeldung - siehe Kommentar

03/08/2026

Ich glaube, mein Kalender hat einen eigenen Therapeuten.

Denn jedes Mal, wenn irgendwo eine freie Stunde auftaucht...
.. organisiert er blitzschnell einen Termin.

Man könnte ja aus Versehen:
- durchatmen.
- spazieren gehen.
- nichts tun.
- oder – Gott bewahre – über das eigene Leben nachdenken.

Mein Kalender ist da sehr fürsorglich. Er schützt mich zuverlässig vor Selbstreflexion.
Psychologen nennen das übrigens einen Sekundärnutzen: Etwas stresst dich. Aber gleichzeitig hat es einen versteckten Vorteil.

Ein voller Kalender ist manchmal genau das: Eine ziemlich gute Tarnung. Denn wer ständig beschäftigt ist, muss sich selten fragen, ob er eigentlich glücklich ist.

Also Hand aufs Herz:
Ist dein Kalender wirklich voll – oder einfach nur ein ziemlich cleveres Versteck? 😉

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