15/10/2026
„Der Esel ist stur.“
„Das Pferd respektiert dich nicht.“
„Bei den anderen hat es doch auch funktioniert.“
Solche Sätze haben im Coaching verdammt viel Macht. Und können Schaden anrichten.
Vor dir steht ein Mensch, der dir vertraut. Der vielleicht ohnehin glaubt, nicht gut genug zu sein. Und du lieferst ihm mit deiner Bewertung die nächste Bestätigung.
Ein Esel bleibt stehen. Das kannst du beobachten.
„Du kannst dich nicht durchsetzen.“ Das ist deine Interpretation.
Wer daraus eine Wahrheit über den Klienten macht, überschreitet eine Grenze. Auch dann, wenn er hinterherschiebt: „Das Tier zeigt es dir doch.“
Das Tier hat diesen Satz nicht gesagt. Du hast ihn gesagt.
Als Coach trägst du die Verantwortung für deine Worte. Du musst unterscheiden können, was tatsächlich passiert und was du selbst hineininterpretierst. Die Bedürfnisse des Tieres berücksichtigen. Nachfragen. Und aushalten, dass deine erste Vermutung falsch sein kann.
Ob du mit Pferden oder Eseln arbeitest: Dein Klient muss weder deine Erwartungen erfüllen noch so reagieren wie der Teilnehmer vor ihm.
Genau deshalb gehört für mich zu einer fundierten Ausbildung im pferdegestützten Coaching viel mehr als ein Methodenkoffer. Du musst deine eigenen Bewertungen erkennen, bevor du sie anderen überstülpst.
Menschen kommen mit Zweifeln zu uns. Wir tragen Verantwortung dafür, wie wir damit umgehen.
Deine Aufgabe ist, Erkenntnis zu ermöglichen. Nicht, mit deiner Deutung recht zu behalten.
Melde dich bei mir, wenn du das pferdegestützte Coaching auf höchsten Niveau lernen willst!