15/06/2026
Wie entscheiden wir verantwortungsvoll, wenn Fragen immer komplexer werden?
Ob Digitalisierung, Medizin, Wirtschaft oder gesellschaftlicher Wandel: Ethische Orientierung wird in vielen Berufsfeldern immer wichtiger. Der berufsbegleitende Master Angewandte Ethik bietet Ihnen die Möglichkeit, aktuelle Herausforderungen fundiert zu reflektieren und Ihre Perspektive beruflich weiterzuentwickeln.
In unserer Online-Infoveranstaltung erhalten Sie einen persönlichen Einblick in den Studiengang und den Schwerpunkt Digitale Ethik. Sie erfahren mehr über Inhalte, Studienaufbau, Zugangsvoraussetzungen und Bewerbungsprozess – und darüber, wie sich das Studium mit Beruf und Alltag verbinden lässt.
Mit dabei sind Dr. Dorothea Winter, Referentin des Rektors und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Digitaler Humanismus und Angewandte Ethik, mit einem fachlichen Einblick sowie eine Alumna, die ihre Erfahrungen aus Studium, Bewerbung und Vereinbarkeit teilt. Außerdem ist Raum für Ihre Fragen im direkten Austausch.
📅 Dienstag, 30. Juni 2026
⏰ 12:00–13:00 Uhr
📍 Online über Zoom
👉 Melden Sie sich jetzt über unsere Website an und lernen Sie den Master Angewandte Ethik näher kennen.
02/06/2026
Am 29. Mai 2026 fand an der Humanistischen Hochschule Berlin die Netzwerkveranstaltung „Talk&Connect: Technik. Ethik. Führung“ statt, von female.vision e. V. und der Humanistischen Hochschule Berlin.
Im Zentrum stand die Frage, wie Künstliche Intelligenz Führungswerte herausfordert und was werteorientierte Führung im Zeitalter von KI bedeutet. Die Veranstaltung verband Impulse aus Wissenschaft und Wirtschaft mit Diskussion, Austausch und Vernetzung.
Gesprochen haben wir über Führung und Leadership in einer Arbeitswelt, in der KI-Systeme zunehmend Prozesse strukturieren, Informationen bereitstellen und Entscheidungen vorbereiten. Gerade deshalb wird Führung nicht weniger wichtig, sondern anspruchsvoller. Führungspersönlichkeiten müssen heute noch stärker Urteilskraft, Verantwortungsbewusstsein, Reflexionsfähigkeit und kommunikative Klarheit ausprägen. Es geht nicht darum, Entscheidungen an KI-Systeme abzugeben, sondern darum, ihren Einsatz bewusst, kritisch und verantwortlich zu gestalten.
Ein wichtiger Gedanke der Diskussion war: Werte müssen nicht neu erfunden werden, nur weil es KI gibt. Verantwortung, Transparenz, Fairness, Autonomie, Menschenwürde und Teilhabe sind bereits zentrale Orientierungspunkte, insbesondere in humanistischen Traditionen. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob wir völlig neue Werte brauchen, sondern wie bestehende Werte unter digitalen Bedingungen sinnvoll implementiert und praktisch wirksam gemacht werden können.
Auch wenn KI Entscheidungen vorbereitet, bleibt Verantwortung eine menschliche Aufgabe. KI-Systeme können Daten verarbeiten, Muster sichtbar machen und Optionen aufzeigen. Sie ersetzen aber nicht die Fähigkeit, Gründe abzuwägen, Zielkonflikte zu erkennen und Entscheidungen zu rechtfertigen. Gerade deshalb gewinnt menschliche Urteilsfähigkeit an Bedeutung.
Besonders bereichernd war der Austausch mit den Workshop-Teilnehmenden. Die Gruppe war fachlich vielfältig, engagiert und offen für unterschiedliche Perspektiven aus Praxis, Wissenschaft, Führung und Organisationsentwicklung. Genau dadurch wurde deutlich, dass die ethische Gestaltung von KI eine konkrete Führungsaufgabe der Gegenwart wird.
25/05/2026
: Seit 2023 ist Dr. Martin Mettin wissenschaftlicher Mitarbeiter unserer Hochschule. Er ist nicht nur fester Teil des Fachbereichs für Humanistische Lebenskunde, sondern ist auch Dozent im berufsbegleitenden Master Angewandte Ethik. Wir stellen ihn kurz vor:
❓Wie prägt dein deine Sicht auf die Welt?
➡️ Als Philosoph bin ich es gewohnt, vermeintliche Gewissheiten, auch meine eigenen, zu hinterfragen und mich immer wieder überraschen zu lassen. Denken bedeutet für mich deshalb ein Abenteuer: Man weiß nie genau, was als nächstes passiert. Besonders spannend wird es, wenn man sich gemeinsam mit anderen auf dieses Abenteuer einlässt, zum Beispiel in Seminaren an der Hochschule, aber auch mit Kindern und Jugendlichen. Hier lerne ich immer wieder, dass es kein endgültiges Weltbild geben kann.
❓Was sind deine Forschungs- und ?
➡️ Zu meinen Arbeitsschwerpunkten zählen Sozialphilosophie, Anthropologie und Ethik, aber auch philosophische Fragen rund um Kindheit und Bildung. Hier interessieren mich vor allem Methoden und Formate des Philosophierens mit Kindern. Meine Forschungsleidenschaft gilt darüber hinaus verschiedensten Formen ästhetischer Theorie und Praxis. In meinem aktuellen Buchprojekt begebe ich mich auf die Suche nach Menschenbildern in der Gegenwartskunst.
❓ bedeutet für mich:
➡️ Humanismus bedeutet für mich menschliche Sinnsuche und skeptisches Denken. Wenn Humanismus nach Sinn fragt, will er keine erbaulichen oder tröstlichen Antworten geben, sondern Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Er will die Welt verstehen, um sie besser zu machen. Angesichts der vielfältigen Krisen und Katastrophen unserer Zeit sehe ich daher die Aufgabe einer humanistischen Hochschule darin, durch kritische Wissenschaft für eine humane Gesellschaft einzutreten.
25/05/2026
: Seit 2023 besetzt Dr. Ralf Schöppner die Professur für Theorie und Geschichte des Humanismus an unserer Hochschule. Darüber hinaus ist er Dozent im berufsbegleitenden Master Angewandte Ethik. Wir stellen ihn kurz vor:
❓Wie prägt dein deine Sicht auf die Welt?
➡️ Philosophie ist für mich eine Lebensform. So richtig „Feierabend“ hat man nie: Es gibt immer jede Menge, was ich nicht verstehe und gerne wissen will, was ich noch machen und lassen möchte. Dabei versuche ich, eine heitere Melancholie zu pflegen: Die Dinge ernst nehmen, aber so ernst dann auch wieder nicht; kein Übergehen des Traurigen und des Scheiterns, aber mir doch die Lebensfreude bewahren.
❓Was sind deine Forschungs- und ?
➡️ Mir geht es um die Entwicklung eines modernen, zeitgenössischen Verständnisses von Humanismus. Eines, das für breite Bevölkerungsgruppen attraktiv ist. Dazu gehört die Klärung von Grundsatzfragen, z. B.:
Wie lassen sich individuelle Selbstentfaltung – Selbstbestimmung – und eine soziale und politische Haltung – Verantwortung – gleichgewichtig zusammen denken?
Welche Antworten hat Humanismus auf menschliche Bedürfnisse nach Gemeinschaft, Beistand, Sinn und Lebensorientierung, in schwierigen wie in „normalen“ Zeiten?
❓ bedeutet für mich:
…zunächst etwas ganz Schlichtes: Die Freude am Sein, dem eigenen und dem mit anderen. Dann aber auch Komplizierteres: Das Brennen für bessere Lebensbedingungen menschlicher und anderer Lebewesen, für intakte Natur. Kein idealistisches Wolkenkuckucksheim schöner Ideen, sondern Widerstand gegen Unzumutbares, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Grausamkeit.
22/05/2026
: Dr. Steffen Kohl hat im Oktober 2023 den Ruf zum Professor für Humanistische Lebenskunde angenommen und übernimmt die Studiengangsleitung für den Masterstudiengang Humanistische Lebenskunde. Wir stellen ihn kurz vor:
❓ Wie prägt dein deine Sicht auf die Welt?
➡️ Mein berufliches Fachgebiet und meine Weltsicht prägen sich nicht gegenseitig im eigentlichen Sinn, stehen aber mit Sicherheit in einem Zusammenhang. Zum einen ist eine weltlich-humanistische Sicht auf die Welt förderlich bis notwendig, um sich beruflich mit Humanistischer Bildung im Allgemeinen und Humanistischer Lebenskunde im Speziellen zu beschäftigen. Andererseits erinnert mich mein berufliches Fachgebiet auch immer wieder daran, dass ein gutes und friedliches Miteinander nicht voraussetzungslos ist und es erstrebenswert ist, auch über den beruflichen Kontext hinaus dafür zu arbeiten.
❓ Was sind deine Forschungs- und ?
➡️ Meine Arbeitsschwerpunkte in der Lehrkräfteausbildung liegen bei den Kinderrechten, Fragen rund um Macht und Mobbing in der Schule und Medienpädagogik. Darüber hinaus liegen meine Lehrgebiete und Forschungsinteressen im Bereich der Sozialen Ungleichheit und deren Auswirkungen, der Verbindung von quantitativer und qualitativer Sozialforschung, der Familiensoziologie und Sozialisationsforschung sowie der Forschung über soziale Beziehungen, insbesondere im Bereich der Netzwerkforschung.
❓ Humanismus bedeutet für mich:
… dem Menschen die Fähigkeit zuzusprechen, das Verbindende und das Trennende, Konflikte, Probleme und Fragen aller Art friedvoll und freiheitlich miteinander verhandeln zu können, ohne auf Dogmen oder Transzendenzbezüge zugreifen zu müssen. Diese Fähigkeit (weiter-) zu entwickeln, ist ein Ziel weltlich-humanistischer Bildung und man kommt diesbezüglich nicht umhin, sich mit Fragen nach dem Verhältnis zwischen Menschen untereinander und deren Verhältnis zur Umwelt, mit Fragen nach Vernunft und Toleranz, Verbundenheit und Freiheit zu befassen.
17/05/2026
Demokratie bedeutet auch: Herauszufinden, wie ein friedliches und multikulturelles Zusammenleben gelingen kann.
Kaum eine Filmserie hat sich diesem Thema so konsequent gewidmet wie die Sci-Fi-Erfolgsserie Star Trek. Seit über 50 Jahren entwirft sie Bilder davon, wie Demokratie, Zusammenhalt und Frieden im Weltall funktionieren könnten – und wo ihre Grenzen liegen.
Auf der Demokratietagung in Berlin lädt Dr. Nathalie Weidenfeld Jugendliche dazu ein, genau diesen Fragen anhand von Star Trek: Strange New Worlds nachzugehen.
Im Workshop „Demokratie im Weltall: Cineastische Visionen der Demokratie in Star Trek Strange New Worlds“werden Ausschnitte aus der letzten Episode der zweiten Staffel gemeinsam gesichtet und analysiert.
Dabei geht es um zentrale Spannungsfelder demokratischer Gesellschaften:
🖖 Loyalität zur eigenen Herkunft oder zum gemeinsamen politischen System?
🌍 Respekt vor anderen Kulturen oder Einmischung im Namen universeller Werte?
👥 Zusammenhalt in der Gemeinschaft oder Verantwortung gegenüber der eigenen Familie?
Star Trek gibt auf diese Fragen keine einfachen Antworten. Interessant ist vielmehr, dass die Serie im Laufe der Jahrzehnte immer wieder andere Akzente gesetzt hat – geprägt vom jeweiligen Zeitgeist.
Dr. Nathalie Weidenfeld formuliert dazu:
„Die Antworten der heutigen Serie sind in vielerlei Hinsicht nicht die gleichen wie die der früheren Serien. Welcher Kapitän hat am meisten für die Demokratie und den Frieden im All getan? Ein Blick in die Welt von Star Trek lässt nicht nur in filmischer Hinsicht interessante Rückschlüsse zu.“
Der Workshop eröffnet damit einen besonderen Zugang zur Demokratietagung: über Film, Popkultur und die Frage, was demokratischer Zusammenhalt heute braucht.
📌 Demokratietagung vom 24.–26. Juni 2026 in Berlin
🎓 Workshop mit Dr. Nathalie Weidenfeld am 26. Juni 2026 um 16:00 Uhr
📍 Humanistische Hochschule Berlin, Grabbeallee 36–40, Berlin-Pankow
👉 Jetzt zur Demokratietagung anmelden:
https://humanistische-hochschule-berlin.de/demokratie/
15/05/2026
📣 Veranstaltungshinweis
Vom 24. bis 26. Juni 2026 widmet sich die internationale Tagung „Historische Ursprünge und humanistische Grundlagen demokratischer Ordnung“ der Frage, was wir aus den Anfängen demokratischer Praxis und ihren humanistischen Grundlagen für aktuelle Herausforderungen lernen können.
Im Mittelpunkt stehen Fragen, die aktueller kaum sein könnten:
Was hält Demokratien im Innersten zusammen? Welche Rolle spielen die Ursprünge der Demokratie und wie sind ihre normativen Grundlagen zu bestimmen? Welche Rolle spielen individuelle Freiheit und gesellschaftliche Gerechtigkeit in einer zunehmend digitalen, globalisierten Welt?
Die Tagung findet auf der Museumsinsel Berlin-Mitte statt. Das Nachmittagsprogramm am Freitag führt auf den Campus der Humanistischen Hochschule Berlin in Berlin-Pankow.
Eine Veranstaltung der Humanistischen Hochschule Berlin, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg – in Kooperation mit der Universität Athen und der Parmenides Stiftung.
Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, der Körber Stiftung und Humanismus Stiftung Berlin.
👉 Weitere Informationen und Anmeldung: www.humanistische-hochschule-berlin.de/demokratie
08/05/2026
: Im Oktober 2023 hat Dr. Matthias Lindner den Ruf zum Professor für Theorien, Methoden und Konzepte der Sozialen Arbeit angenommen. Zudem leitet er den Studiengang Bachelor Soziale Arbeit (Vollzeit + Dual). Wir stellen ihn kurz vor:
❓Wie prägt dein deine Sicht auf die Welt?
➡️ In der Sozialen Arbeit wird jeden Tag aufs Neue deutlich, wie sehr ökonomische Bedingungen darüber entscheiden, welche Zugänge Menschen bekommen und welche Plätze sie in der Gesellschaft einnehmen können. Deshalb werde ich nicht müde, auf den Zusammenhang von gelingendem Leben und sozialer Herkunft zu verweisen. Daraus ergibt sich eine anwaltschaftliche und empathische Haltung gegenüber den Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.
❓Was sind deine Forschungs- und ?
➡️ Meine Arbeitsschwerpunkte sind niedrigschwellige und akzeptierende Ansätze sowie ambulante und stationäre Erziehungshilfen. Dabei schlägt mein Herz insbesondere für komplexe Hilfeverläufe und die Arbeit mit sogenannten Systemsprengern und Jugendlichen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben. Dazu gehören auch die Arbeitsbereiche Armut, Wohnungslosigkeit und Drogenkonsum. Darüber hinaus arbeite ich zu Theorie- und Professionsdiskursen in der Sozialen Arbeit sowie zu rekonstruktiven Forschungs- und Handlungsmethoden.
❓ bedeutet für mich:
➡️…einen solidarischen, empathischen und respektvollen Umgang mit den Menschen, mit denen wir arbeiten und ihren Lebenswelten zu pflegen und diese Haltung auch in der akademischen Ausbildung zu vermitteln. Ziel einer humanistischen sozialarbeiterischen Theorie und Praxis ist es Menschen zu ermöglichen ein gutes Leben zu führen – im Hier und Jetzt.
01/01/2025
✨ Mit Zuversicht und Freude starten wir ins Jahr 2025! ✨
Als Humanistische Hochschule Berlin setzen wir uns weiterhin dafür ein, humanistische Werte wie Toleranz, Demokratie und ethisches Handeln in Bildung und Gesellschaft zu stärken.
2024 war für uns ein Jahr voller Wachstum und inspirierender Begegnungen. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir viel bewegen: Unsere Studiengänge wie Angewandte Ethik, Humanistische Lebenskunde und Soziale Arbeit bieten nicht nur akademische Bildung, sondern auch Raum für Reflexion und ethische Orientierung. Mit mittlerweile 150 Studierenden, spannenden Seminaren und Dialogen über die drängenden Fragen unserer Zeit haben wir eine starke Basis geschaffen.
Auch 2025 blicken wir nach vorne: Wir planen die Erweiterung unseres Campus, neue innovative Studiengänge und die Weiterentwicklung unseres Studienbetriebs. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir Bildung als Schlüssel für eine gerechte, menschliche Zukunft gestalten.
Wir freuen uns darauf, diesen Weg weiterhin mit Ihnen zu gehen – als Studierende, Partner:innen oder Unterstützer:innen unserer Hochschule.
10/06/2024
Interview mit unserem Rektor, Prof. Dr. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin über die Zukunft der Bildung und warum die Gründung der Humanistischen Hochschule Berlin ein gesellschaftlicher Meilenstein ist.
Zur neuen Humanistischen Hochschule Berlin | diesseits - Das humanistische Magazin
Zum Wintersemester 2023/2024 hat die Humanistische Hochschule Berlin ihren Studienbetrieb aufgenommen. Ein Gespräch mit dem Rektor Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin über Aufbau, Finanzierung und Notwendigkeit der Hochschule.