30/09/2025
Sehr gutes Gespräch mit dem Staatssekretär Ingo Behnel und Abteilungsleiter Jürgen Müller beim Familienministerium mit den Vorstadssprechern Kenan Kolat, Ehsan Djafari, Anna Hartmann vom Polnischen Sozialrat und Berna Althoff vom VIW
13/05/2025
Die Vertreterratssitzung des VIW fand in Halle bei LAMSA statt. Auf der Sitzung waren insgesamt 9 Mitgliedsvereine vertreten.
Nach Einführung durch die Sprecher*innen wurden die bisherigen Arbeiten ausgewertet. Auch der Koalitionsvertrag wurde kritisch unter die Lupe genommen. Am zweiten Tag haben wir uns mit den zukünftigen Herausforderungen beschäftigt.
10/12/2024
Pressemitteilung des VIW zum 100-jährigen Jubiläum der BAGFW
Berlin, 10 Dezember 2024
Der Verband für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity e.V. (VIW) gratuliert der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) herzlich zu ihrem 100-jährigen Bestehen. Dieses Jubiläum steht nicht nur für ein Jahrhundert herausragenden Engagements für die Gesellschaft, sondern auch für die konsequente Förderung von Solidarität, Humanität und Gerechtigkeit in Deutschland.
Als Dachverband der sechs großen Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege - Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasverband, Der Paritätische Gesamtverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Deutschland und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland - spielt die BAGFW eine unverzichtbare Rolle im sozialen Gefüge Deutschlands. Seit seiner Gründung setzt er sich unermüdlich für benachteiligte und hilfsbedürftige Menschen ein und gestaltet die Sozialpolitik unseres Landes aktiv mit.
Auch aus Sicht des VIW als Dachverband der Migrantenorganisationen möchten wir die langjährige Zusammenarbeit mit der BAGFW hervorheben. Diese Partnerschaft ist geprägt von gegenseitigem Respekt, wertvollem Austausch und dem gemeinsamen Ziel: einer inklusiven, gerechten und solidarischen Gesellschaft. Die BAGFW war stets ein verlässlicher Partner, der mit seiner Expertise und seiner Brückenfunktion zwischen Zivilgesellschaft, Politik und anderen Akteuren auch unsere Anliegen als Migrantenorganisationen unterstützt hat.
Besonders beeindruckend ist das Engagement der BAGFW nicht nur in den klassischen sozialen Bereichen wie der Kinder- und Jugendhilfe, der Altenpflege oder der Behindertenhilfe, sondern auch bei der Förderung von Integration und Inklusion. Sie hat immer wieder gezeigt, dass Vielfalt und Solidarität die Fundamente einer starken Gesellschaft sind - Werte, die auch wir im VIW teilen und fördern.
Wir blicken hoffnungsvoll in die Zukunft und wünschen uns eine noch intensivere und engere Zusammenarbeit. Gemeinsam können wir Herausforderungen wie den demografischen Wandel, soziale Gerechtigkeit und Integration in einer vielfältigen Migrationsgesellschaft meistern.
Wir danken der BAGFW für 100 Jahre unermüdlichen Einsatz für die Menschen in Deutschland und freuen uns darauf, gemeinsam die nächsten Kapitel sozialer Arbeit und Solidarität zu schreiben.
Im Namen des VIW und unserer Mitgliedsorganisationen sprechen wir der BAGFW und ihren Mitgliedsverbänden unsere herzlichsten Glückwünsche und unsere Anerkennung aus. Auf weitere 100 Jahre engagierte Zusammenarbeit!
Vorstandssprecher | VIW - Verband für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Vielfalt e.V.
11/11/2021
VIW bei der ConSozial Messe.
ConSozial ist DIE Fachmesse für Sozialarbeit in Deutschland
17/08/2021
https://www.islamiq.de/2021/08/16/interkultureller-wohlfahrtsverband-fordert-mehr-mitsprache/
Interkultureller Wohlfahrtsverband fordert mehr Mitsprache - IslamiQ
Der Verband für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity fordert mehr öffentliche Mitsprache und Förderung für Migrantenorganisationen in der Wohlfahrt.
16/08/2021
Berlin, den 16.08.2021
Forderungen des Verbandes für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity (VIW) zur Bundestagswahl 2021
Aktuelle Studien des SVR (Sachverständigenrat für Integration und Migration) und des DEZIM (Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung) weisen nach, dass Migrant*innenorganisationen schon heute einen beträchtlichen Anteil an der Wohlfahrtspflege leisten, über die notwendige Fachlichkeit verfügen und ihre Zielgruppen effektiver erreichen als etablierte Strukturen dies vermögen.
Die Leistungen unseres Wohlfahrtspflegesystems (und auch unseres Gesundheits-systems) erreichen die Menschen in unserem Land nicht gleichermaßen. Menschen mit Migrationsgeschichte partizipieren nicht ihrem Anteil in der Gesellschaft entsprechend. Die Corona-Pandemie und die spezifischen Befragungen zu ihren Auswirkungen im Kontext des letzten Armutsberichtes weisen eindeutig auf eine strukturelle Benachtei¬ligung hin. Diese Realität ist mit den Gleichheitsgrundsätzen, auf denen unser Zusammenleben beruht, nicht zu vereinbaren.
Diese Ungleichbehandlung in den etablierten Systemen ist ungerecht und die Unterversorgung der Zielgruppen belastet unsere Volkswirtschaft zudem durch immense Folgekosten.
10 Forderungen an die Politik
1) Der Verband für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity (VIW), fordert eine gleichberechtigte Teilhabe migrantischer Perspektiven an den Planungs- und Gestaltungsprozessen für den Bereich der Wohlfahrtspflege. Die etablierte Wohlfahrtspflege bildet unsere Einwanderungsgesellschaft nicht mehr in der notwendigen Weise ab, das zeigen Untersuchungen in Bezug auf die Erreichung von migrantischen Zielgruppen deutlich.
2) VIW fordert überall dort eingeladen zu werden, wo auf Landes – oder Bundesebene die öffentliche Hand gemeinsam mit den Vertreter*innen der BAGFW (Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege) über die Zukunft unseres Landes berät.
3) VIW fordert eine umfängliche Förderung für Migrant*innenorganisationen in der Wohlfahrtspflege zum Aufbau einer effektiven Verbandsstruktur, die auf Landes– und Bundesebene eine Entsprechung der BAGFW–Verbände darstellen kann und die Interessen der migrantisch geprägten Zielgruppen endlich wirksam vertreten kann.
4) VIW fordert eine Qualifizierungsoffensive für Migrant*innenorganisationen, die sich kommunal in den Bereichen der Wohlfahrtspflege engagieren.
5) VIW fordert eine sofortige Öffnung der Regelstrukturen insbesondere in den Bereichen, die in den Studien als Kernkompetenzen der Migrant*innenorganisati¬onen ausgewiesen werden, nämlich die Beratung von Menschen mit Migrationsge¬schichte in den Bereichen MBE (Migrationsberatung für Erwachsene) und JMD (Jugendmigrationsdienste).
6) VIW fordert die digitale Grundversorgung mit Netzausbau, WLAN im öffentlichen Raum und einer Verankerung von sozialrechtlichen digitalen Hilfen im SGB XII als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge in ganz Deutschland.
7) VIW fordert strategische Handlungsansätze, um die Problematik der ungleichen Verteilung gesellschaftlicher Chancen vor allem in der Bildung und Ausbildung zu begegnen, von denen insbesondere Kinder und Jugendliche aus einkommens¬armen Familien vor allem mit Migrationsbiografien betroffen sind.
8) VIW fordert die Einführung einer existenzsichernden Grundsicherung für die Kinder, damit kein Kind in Deutschland in Armut aufwachsen muss.
9) VIW fordert einen Rechtsanspruch auf Angebote der Kinder- und Jugendarbeit, der Bildung und Teilhabe für alle, insbesondere für Kinder aus Familien mit Migrationsbiografien und Fluchterfahrung, garantiert und sicherstellt, dass jedes Kind in Deutschland bestmöglich in seiner Entwicklung gefördert wird. Die Erfahrung aus der Corona-Pandemie hat uns in drastischer Art und Weise vorgeführt, wie defizitär das Bildungssystem in Deutschland aufgestellt ist.
10) VIW fordert mehr öffentlich geförderte Ausbildungsplätze, damit alle Jugendlichen, vor allem diejenigen mit Migrationsbiografien, die einen Ausbildungsplatz suchen auch einen erhalten können.
Der Verband für interkulturelle Wohlfahrtspflege,
Empowerment und Diversity (VIW)
Der VIW ist ein Netzwerk von bundesweit tätigen migrantischen Vereinen, gegründet mit den Zielen die Diversitykompetenz im Bereich der Wohlfahrtspflege zu erhöhen und das ehrenamtliche Potential in den Minderheitengruppen durch Empowerment sichtbar und wirkungsvoll zu machen. Der Verband für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity (VIW) möchte die transethnische und transkulturelle Perspektive, das “migrantische Auge” der Migrantengruppen in die gemeinsame Gestaltung der Zukunft unseres Landes einbringen.
Aus diesem Grund setzt sich der VIW ein:
I. Deutschland und seine Bevölkerung haben sich in den letzten Jahrzehnten entscheidend verändert. Die Pluralität der heutigen Gesellschaft bildet sich in den bestehenden Strukturen der Wohlfahrtspflege in ihren Planungs- und Entscheidungsprozessen nicht ausreichend ab.
II. Die Zukunft eines solidarischen Zusammenlebens in Deutschland ist auf jede Form des Bürgerschaftlichen Engagements angewiesen. Jeder Beitrag zur Förderung des Ehrenamtes ist ein Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.
III. Der VIW möchte das ehrenamtliche Potential der Minderheitengruppen durch Professionalisierung und institutionelle Interessenvertretung fördern, weiterentwickeln und eine transkulturelle Perspektive in die gesellschaftlichen Planungsprozesse einbringen.
Mitglieder des VIW
• Amaro Drom
• Bund der spanischen Elternvereine in der Bundesrepublik Deutschland
• Bundesverband Deutsch-Arabischer Vereine in Deutschland
• Bundesverband russischsprachiger Eltern
• Bundesverband syrischer Vereine in Deutschland
• Iranische Gemeinde in Deutschland
• Korientation
• Kroatischer Weltkongress
• Polnischer Sozialrat
• Türkische Gemeinde in Deutschland
• Verband griechischer Gemeinden in Deutschland
• Zentralrat der Afrikanischen Gemeinden in Deutschland