Deutsche Journalisten-Akademie

Deutsche Journalisten-Akademie Die digitale Journalistenschule für die nächste Journalistengeneration.

Wer gehört werden will, muss gesehen werden – das Thema „Sichtbarkeit“ spielt im digitalen Zeitalter auch für Journalist...
20/08/2026

Wer gehört werden will, muss gesehen werden – das Thema „Sichtbarkeit“ spielt im digitalen Zeitalter auch für Journalistinnen und Journalisten eine große Rolle. Immer mehr Redaktionen setzen deshalb darauf, einzelne Medienschaffende als Personenmarken aufzubauen, um beispielsweise neue Zielgruppen zu erreichen, eine Bindung zum Publikum zu erzeugen und Vertrauen zu stärken. Doch wie gehen sie dabei vor – und was können Journalistinnen und Journalisten selbst davon lernen? Im Blog der MEDIENTAGE München erläutert Lisa Priller-Gebhardt, worauf es ankommt, wenn Medienhäuser „starke Stimmen“ aufbauen.

Die Hinweise sind auch für Berufseinsteigende interessant, denn sie zeigen, wie sich fachliches Profil, persönliche Stärken und passende Kanäle verbinden lassen, um journalistisch sichtbar zu werden.

Verlage wie das Handelsblatt entwickeln Strategien, um Vertrauen aufzubauen und Lesende zu gewinnen. Dazu zählen starke Personenmarken im Journalismus.

20/08/2026

„Für die schlechte Stimmung in unserem Land sind nicht zuletzt die Medien verantwortlich, weil sie die Maßnahmen jeder Regierung sofort mit negativen Kommentaren und Meldungen begleiten, und sich im Übrigen lieber den Problemen gesellschaftlicher Randgruppen widmen. Die AfD braucht da nur zuzus...

Vieles in der PR ist Fleißarbeit. Verteiler pflegen, Texte in Varianten anpassen, Berichte zusammenfassen, Mentions ausw...
19/08/2026

Vieles in der PR ist Fleißarbeit. Verteiler pflegen, Texte in Varianten anpassen, Berichte zusammenfassen, Mentions auswerten. Genau hier ist KI stark.
Doch der Kern der Public Relations ist etwas anderes. Es sind Beziehungen. Zu Journalistinnen und Journalisten, zu Stakeholdern, zu Communitys, zur eigenen Organisation.
Diese Beziehungen entstehen nicht durch Texte aus einer Maschine. Sie entstehen durch Verlässlichkeit, durch Gespräche, durch Vertrauen über Zeit. Das kann keine KI übernehmen.
Der Gewinn liegt in der Verschiebung. Wenn die Maschine die Fleißarbeit übernimmt, bleibt mehr Zeit für das, was Menschen besser können. Zuhören, einordnen, verbinden.
KI ist ein Werkzeug für die Routine. Die Beziehung bleibt Handarbeit.
Mehr zum Lehrgang KI für Public Relations: deutschejournalistenakademie.de/lehrgang/ki-fuer-public-relations

„Angestellt oder freiberuflich? Es gibt eine dritte Option.“Im Journalismus wird die Berufswahl meist als Binärfrage prä...
19/08/2026

„Angestellt oder freiberuflich? Es gibt eine dritte Option.“

Im Journalismus wird die Berufswahl meist als Binärfrage präsentiert. Angestellt oder freiberuflich. Festvertrag oder Honorarrechnung. Redaktion oder Pauschalist.
Beides hat seine Logik. Beides hat seine Grenzen.
Es gibt aber eine dritte Variante, die selten benannt wird. Selbst publizieren. Eigenes Geschäftsmodell entwickeln. Vom Lieferanten zum Unternehmer werden.
Das ist nicht für alle. Es verlangt Kompetenzen, die im klassischen Studium nicht vorkommen. Markt- und Wettbewerbsanalyse. Pitch Deck statt Anschreiben. Business Model Canvas statt Stellenbeschreibung.
Aber für die, denen die ersten beiden Optionen zu eng sind, ist es die ehrlichste.
deutschejournalistenakademie.de/lehrgang/unternehmerischer-journalismus/

Es gibt eine Gefahr im konstruktiven Journalismus, die man kennen muss. Die Begeisterung für eine Lösung kann den kritis...
17/08/2026

Es gibt eine Gefahr im konstruktiven Journalismus, die man kennen muss. Die Begeisterung für eine Lösung kann den kritischen Blick trüben.
Eine schöne Idee ist noch kein Beleg. Ein Projekt, das gut klingt, muss nicht funktionieren. Eine Maßnahme, die an einem Ort wirkt, lässt sich nicht überall kopieren.
Deshalb gilt für Lösungen dieselbe Sorgfalt wie für Probleme. Belege prüfen. Zahlen hinterfragen. Nach Nebenwirkungen fragen. Auch die Stimmen hören, für die es nicht funktioniert.
Konstruktiver Journalismus ist kein Werbeprospekt für gute Absichten. Er berichtet über Lösungen so skeptisch und gründlich wie über alles andere.
Gerade weil er Hoffnung machen kann, trägt er Verantwortung. Eine als Erfolg verkaufte Lösung, die keine ist, schadet doppelt.

Mehr zum Lehrgang Konstruktiver Journalismus: deutschejournalistenakademie.de/lehrgang/konstruktiver-journalismus

Viele verstehen PR als Senden. Botschaften formulieren, verbreiten, möglichst laut. Hauptsache, es geht raus.Das ist nur...
16/08/2026

Viele verstehen PR als Senden. Botschaften formulieren, verbreiten, möglichst laut. Hauptsache, es geht raus.

Das ist nur die halbe Arbeit. PR ist ein Austausch in beide Richtungen. Wer nur sendet und nie zuhört, redet an seinem Publikum vorbei.

Zuhören heißt, ernst zu nehmen, was zurückkommt. Kritik, Fragen, Stimmungen, Erwartungen. Wer das ignoriert, verliert den Kontakt, oft ohne es zu merken.

Die besten Kommunikationsfachleute verbringen viel Zeit mit Hinhören. Sie wissen, worüber gesprochen wird, bevor sie selbst sprechen. Sie reagieren auf echte Fragen, nicht auf gedachte.
Kommunikation, die nur in eine Richtung läuft, ist keine Beziehung. Sie ist ein Lautsprecher. Und Lautsprecher schaltet man irgendwann ab.

Mehr zum Lehrgang Public Relations: deutschejournalistenakademie.de/lehrgang/public-relations

Es gibt einen Unterschied zwischen verständlich machen und dumm machen.Wer komplexe Forschung erklärt, steht ständig in ...
16/08/2026

Es gibt einen Unterschied zwischen verständlich machen und dumm machen.

Wer komplexe Forschung erklärt, steht ständig in der Versuchung, das eine für das andere zu halten. Aus einer differenzierten Studie wird ein griffiges Fazit. Aus einer Wahrscheinlichkeit wird eine Tatsache. Aus einer Hypothese wird eine Schlagzeile.

Das ist nicht Wissenschaftskommunikation. Das ist Verkürzung mit Folgen.

Gute Wissenschaftskommunikation übersetzt. Sie sucht nach Bildern, Analogien und Beispielen, die das Original treffen, nicht nur ähneln. Sie behält die Einschränkungen drin. Sie sagt „etwa“, „vermutlich“, „in dieser Studie“, wenn das Original es so sagt.

Das ist anstrengender als ein dramatischer Aufmacher. Es ist aber das, wofür der Beruf existiert.

Mehr zum Lehrgang Wissenschaftskommunikation: deutschejournalistenakademie.de/lehrgang/wissenschaftskommunikation

13/08/2026

Welche Kunst und welche Kunstschaffende bevorzugen bestimmte Galerien? Welche Kunstformen sind unterrepräsentiert? Und wie ähnlich oder unterschiedlich sind die Programme verschiedener Häuser? Mit seinem Projekt „Semantischer Kunstmarktraum“ möchte Steffen Konrath mithilfe von KI-basierter s...

In jeder Recherche kommt der Moment der Stellungnahme. Die Gegenseite bestreitet, beschwichtigt, weist zurück. Das ist i...
11/08/2026

In jeder Recherche kommt der Moment der Stellungnahme. Die Gegenseite bestreitet, beschwichtigt, weist zurück. Das ist ihr gutes Recht und muss gehört werden.

Aber ein Dementi ist kein Beweis. Es ist eine Behauptung, die einer anderen Behauptung widerspricht. Wer sich davon beirren lässt, verliert den Faden.

Was zählt, ist der Beleg. Ein Vertrag, eine E-Mail, eine Überweisung, ein Protokoll. Etwas, das unabhängig von der Aussage existiert und sich prüfen lässt.

Deshalb ist das Sammeln und Sichern von Dokumenten das Rückgrat der Recherche. Eine gut belegte Geschichte hält auch dann, wenn alle Beteiligten sie bestreiten.

Worte lassen sich zurücknehmen. Ein Dokument liegt vor oder nicht.

Mehr zum Lehrgang Investigativer Journalismus: deutschejournalistenakademie.de/lehrgang/investigativer-journalismus

Für viele Journalistinnen und Journalisten gehören Trauma-Interviews, also Gespräche mit Menschen, die schwerwiegende se...
06/08/2026

Für viele Journalistinnen und Journalisten gehören Trauma-Interviews, also Gespräche mit Menschen, die schwerwiegende seelische oder körperliche Belastungen erlebt haben, zu den größten Herausforderungen ihres Jobs. Berufseinsteigenden fehlt es dabei oft am nötigen Rüstzeug, um eine solche Situation gut zu bewältigen.

Glenda Cooper erörtert in diesem Fachbeitrag auf Basis von Forschungserkenntnissen, wie „Forumtheater“, also interaktives Theater, das unter anderem Rollenspiele einsetzt, hierbei helfen kann. Sie zeigt auf, wie junge Medienschaffende von Theater-Workshops profitieren können, um mit eigenem Unbehagen umzugehen, Empathie und Selbstvertrauen zu entwickeln und letztendlich sensiblere Interviewpraktiken zu erlernen:

Interviews mit traumatisierten Menschen können belastend sein. Trotzdem sehen sich immer wieder auch Berufseinsteiger:innen mit dieser Herausforderung konfrontiert. Eine interaktive Theaterform kann helfen.

Adresse

Karmeliterweg 84
Berlin
13465

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