10/01/2026
Die letzten Tage in Berlin haben gezeigt, wie schnell gewohnte Sicherheit wegbrechen kann.
Information. Versorgung. Gewohnte Abläufe - von jetzt auf gleich weg.
Unsere alltägliche Sicherheit ist fragiler, als es uns lieb ist.
Sie ist vollkommen abhängig vom Strom. Im Winter ganz besonders, weil die Kälte dazukommt.
Wir haben erlebt, wie schnell innere Unruhe und Unsicherheit entstehen, wenn die Selbstverständlichkeiten plötzlich fehlen.
Wir wurden mit unserer Verletzlichkeit konfrontiert.
Keine Heizung, kein Licht, kein Internet , keine Nachrichten, kein Kontakt. Kein Supermarkt. Keine Apotheke. Keine Tankstelle. Kein warmes Wasser. An manchen Stellen gar kein Wasser.
Kein Strom in der Stadt.
Kälte kann lebensbedrohlich werden.
Unabhängig von den Ursachen solcher Situationen:
Menschen brauchen Handlungsfreiheit und die Fähigkeit,
• sich selbst Sicherheit zu geben.
• sich den eigenen Handlungsspielraum zu erhalten.
Schon das Wissen, vorbereitet zu sein, nicht völlig ausgeliefert zu sein, verändert etwas.
Der innere Druck nimmt ab.
Der Gedanke an eine mögliche Katastrophe wird weniger bedrohlich.
Handlungsfähigkeit bleibt erhalten.
Im kommenden Epigenetik-Letter veröffentliche ich aus dem aktuellem Anlass eine sachliche, einfache Liste mit ein paar Erklärungen zur häuslichen Vorsorge für einen Winter-Blackout.
Der Epigenetik-Letter erscheint am Sonntag, dem 11. Januar 2026, um 8 Uhr.
Wer ihn erhalten möchte, sollte ihn vorab abonnieren.
Der Link ist im Profil und in den Kommentaren.
05/01/2026
Blackout in Berlin bei Eis und Schnee, minus zehn Grad.
Kalte Wohnung, kaltes Wasser.
Informationen sind schwer zugänglich.
Zwei Dinge werden in dieser Situation selten benannt und sind absolut zentral.
Bewegung.
Muskelarbeit erzeugt Energie und Wärme.
Wenn Muskeln arbeiten, kommt der Kreislauf in Gang, die Durchblutung verbessert sich.
Treppe auf und ab, umhergehen, hüpfen, Kniebeugen, Liegestütze, Hampelmänner, tanzen.
Stillhalten kühlt aus.
Längere Bewegungslosigkeit kann die Gesundheit gefährden.
Bewegung senkt zugleich den Stresspegel.
Das Nervensystem wird entlastet.
Gedanken werden ruhiger, konstruktiver, hoffnungsvoller.
Das ist wesentlich, um mehrere Tage durchzuhalten.
Stimme.
Singen, laut.
Vorlesen, laut.
In Gemeinschaft oder allein. Für sich selbst.
Die Stimme verändert die Atmung.
Sie wird tiefer und gleichmäßiger.
Das beruhigt das Nervensystem und reduziert innere Anspannung.
Texte, Geschichten, Gedichte, die
trösten,
Mut machen,
spannend sind,
die Aufmerksamkeit fesseln,
helfen, die Zeit gut zu überbrücken und auf andere Gedanken zu kommen.
Sie führen innerlich aus der Situation heraus und stabilisieren.
Bewegung und Stimme
sind jederzeit verfügbar.
Im nächsten Epigenetik-Letter am Sonntag um 8 Uhr veröffentliche ich
eine sachliche, einfache Liste zur sinnvollen Grundausstattung für solche Situationen.
Wenn du noch nicht abonniert hast, findest du den Link im Profil und in den Kommentaren.
27/12/2025
Unser Stoffwechsel hat über zwei Millionen Jahre trainiert
und soll sich jetzt in wenigen Jahren neu erfinden.
Der menschliche Stoffwechsel ist ein Langstreckensystem.
Er lernt über Wiederholung. Über Dauer. Über Zeit.
Die Strecke von Schloss Neuschwanstein bis nach Seebüll von rund 1.000 Kilometern, wie diese Abbildung sie zeigt,
entspricht zu etwa 995 Kilometern einer einzigen Trainingsphase:
Nahrung ausschließlich aus wild wachsenden Pflanzen, Früchten, Nüssen, Wildtieren und Fischen.
Das ist die Zeit der Sammler und Jäger.
Dafür hatte unser Stoffwechsel weit über 2.000 000 Jahre Trainingszeit.
Dann verdichtet sich alles.
Die letzten 5 Kilometer stehen für Ackerbau und Kulturgetreide: Urgetreide, Zuchttiere als Ergänzung der Wilden Nahrung dank der Sesshaftigkeit.
Eine deutliche Veränderung,
aber immer noch eine Übungszeit von knapp 10.000 Jahren.
Die Industrienahrung schrumpft mit ihren rund 140 Jahren
auf etwa 44 Meter.
Eine sehr kurze Übungszeit für raffinierte Ernährung, Dosen, Zucker, Zusatzstoffe.
Auf den letzten 11 Metern spielen sich die letzten 30 Jahre ab:
Mikroplastik, hormonaktive Substanzen, Medikamentenrückstände im Fleisch und Trinkwasser, massenweise Stoffe, die dem Körper unbekannt sind, die er nicht ausscheiden kann, weil dafür die Systeme fehlen -
und ein vollkommenes Ernährungschaos.
Stoffe, für die es keine Anpassungszeit gab werden eingelagert.
Stoffwechselstörungen in diesem Umfeld sind kein Versagen.
Sie sind eine natürliche Reaktion des Körpers auf Überforderung.
Das Umfeld verändert sich schneller,
als unsere physiologischen Möglichkeiten der Kompensation und Anpassung.
Es führt kein Weg daran vorbei, das Denken einzusetzen.
Diese Stoffe lassen sich nicht instinktiv regulieren.
Wir besitzen keine Sinne für Mikroplastik.
Sie erfordern
bewusste Auseinandersetzung,
Lernen
und einen informierten, absichtsvollen Umgang.
——————————————-
Die Metapher der Strecke und der Zeiträume basiert auf einem Vortrag von Dr. Markus Strauß am 26.01.2019 in Legau im Allgäu.
Foto: Google Maps
24/12/2025
Stell dir vor, du wünschst deinen lieben Menschen nicht nur Gesundheit, sondern gibst ihnen gleich zwei einfache Helfer mit, die sie direkt unterstützen.
Nicht etwas teures, kompliziertes, das nur überfordert und schlechtes Gewissen macht.
Das kenne ich gut. Ich habe über die Jahre sehr viel in Technik investiert, um zu erkennen, dass entscheidend ist, einige wenige Gewohnheiten zu entwickeln, damit sich etwas verändert.
Lauter einfache Dinge, die leicht in den Tagesverlauf eingebaut werden.
Im E-Book findest du fundiertes, gut zugängliches Wissen über
alltägliche Möglichkeiten, den Körper zu unterstützen –
gerade jetzt,
in der kalten Jahreszeit, aber auch das ganze Jahr über.
Dieses Wissen lässt sich im Alltag nutzen und oft auch
im Austausch mit Familie und nahen Menschen weitertragen.
Vielleicht ist an den Weihnachtstage ein guter Moment, darin zu lesen,
und dieses Wissen als Geschenk mitzunehmen und mit deinen Lieben zu teilen.
Link im Kommentar und auf der Webseite.
Frohe Weihnachten und einen wunderbaren Start ins neue Jahr!
Herzlichst
Agnes
22/12/2025
Was ein harmloses „Wie geht es Ihnen?“ anrichten kann.
Ich war zwei Wochen zur Kur und wurde dort jeden Tag gefragt, wie es mir geht.
Nicht höflich, nicht routiniert, sondern ernsthaft, mit Zeit und mit dem Warten auf die Antwort.
Am Anfang war mir das sogar angenehm. Es tat gut, gesehen zu werden und Zeit für mich selbst zu haben. Diese Ruhe, dieses wirkliche Interesse, das man im Alltag kaum kennt.
Nach etwa einer Woche ging es mir dann schlechter als vorher.
Das war irritierend, weil sich äußerlich nichts verschlechtert hatte.
Der Grund lag darin, dass ich gezwungen war, genauer bei mir hinzuschauen.
Nicht schnell, nicht oberflächlich, sondern wirklich. Auf mein Befinden.
Auf all das, was ich sonst übergehe.
Wo Spannung sitzt.
Wo Erschöpfung längst dazugehört.
Wo Dinge normal geworden sind, obwohl sie es eigentlich nicht sind.
Dieses tägliche Nachfragen führte dazu, dass ich mich mit mir selbst auseinandersetzen musste, gründlicher als im Alltag.
Nach der Kur war mir eines klar:
Hinschauen allein reicht nicht. Erkenntnisse entstehen im geschützten Rahmen. Entscheidend ist, was danach im Alltag passiert.
Es sind die alltäglichen Gewohnheiten, die den Tag strukturieren.
Und wer an diesen Gewohnheiten etwas verändert, verändert damit die Struktur seines Alltags.
Für Menschen, die stark getaktet funktionieren, ist genau das oft die größte Herausforderung.
An dieser Stelle wurde mir klar, wie hilfreich eine Form von alltäglicher Begleitung wäre, die genau dort ansetzt – in meinem normalen Leben.
20/12/2025
Mein individuelles Gesundheitstraining biete ich ab jetzt auch in zwei Phasen an.
Phase 1:
6 Wochen Basistraining.
Phase 2:
10 Wochen Vertiefung.
Die Arbeit bleibt individuell, eng begleitet sowie ärztlich und epigenetisch fundiert.
Die Struktur ist klarer und übersichtlicher geworden.
Fragen dazu beantworte ich gerne im persönlichen Gespräch.
19/12/2025
Man macht vieles richtig.
Und trotzdem kommt man nicht voran.
In der Pflanzenzucht ist das geklärt. Gesetz des Minimums.
Fehlt Wasser, hilft Dünger nicht.
Fehlen Nährstoffe, hilft Gießen nicht.
Darüber wird nicht diskutiert.
Beim Menschen schon.
„Ich mache doch schon alles.“
„Ich lebe doch vernünftig.“
Ein Mangel wird nicht dadurch kleiner,
dass anderes gut läuft.
Fehlendes Vitamin D bleibt ein Mangel
auch bei guten übrigen Werten und ausreichend Schlaf.
Viele trinken kaum noch Wasser.
Stattdessen Softdrinks.
Der Stoffwechsel bleibt belastet.
Das Gesetz des Minimums gilt nicht nur für Nährstoffe.
Fehlt ein tragendes Umfeld,
lässt sich das nicht durch Ernährung oder Bewegung ersetzen.
Dieser Mangel erzeugt Dauerstress, oft über Jahre.
Selten wird er im ganzen Ausmaß erkannt.
Zugehörigkeit.
Anerkennung.
Entfaltung.
Sinn.
Diese Bedürfnisse werden selten beachtet.
Für den Menschen sind sie aber essenziell.
Langfristig reagiert er immer auf das,
was fehlt.
Es geht dabei nicht um Optimierung.
Nicht um 100 Prozent oder Normbereiche.
Kein Faktor muss perfekt sein.
Aber jeder relevante Faktor muss berücksichtigt sein.
Das, was nicht beachtet wird,
bestimmt nämlich, dass die guten Ergebnisse ausbleiben.
Aus diesem Grund
läuft das System sozusagen aus.
Erscheint es stimmig?
Ich würde mir ein Gesetz des Minimums für Menschen wünschen.
Ein solches Gesetz würde helfen,
bei Energiemangel und Beschwerden systematisch
nach dem limitierenden Faktor zu suchen.
02/12/2025
Viele merken, dass ihnen die Energie fehlt.
Und sie merken gleichzeitig nicht mehr, wo sie fehlt.
Genau deshalb ist die 48-Stunden-HRV-Messung so klar:
Sie zeigt, was man im Alltag nicht mehr sauber auseinanderhalten kann:
Belastung, Erholung, Energieverbrauch im Zeitverlauf, ohne Interpretation. Wir bekommen rein physiologische Werte.
Die HRV-Messung zeigt:
Auf welchem Stressniveau der Körper wirklich arbeitet
– unabhängig davon, wie es sich subjektiv anfühlt.
Wie gut der Körper zwischen Anspannung und Entspannung wechselt
– ob er flexibel bleibt oder nur noch „durchzieht“.
Wie erholsam die Nächte tatsächlich sind
– statt der bloßen Vermutung „ich schlafe ja eigentlich gut“.
Welche Alltagssituationen Energie ziehen
– und welche entlasten.
Ob sich Muster zeigen, die auf Überlastung oder beginnende Erschöpfung hinweisen.
Wie weit man sich vom früheren Energielevel entfernt hat
– und wo der Körper Unterstützung braucht.
Für viele ist das der erste Moment, in dem sie schwarz auf weiß sehen, wie es ihrem Körper wirklich geht.
Eine Gelegenheit, mit dem Körper wieder in Kooperation zu treten.
30/11/2025
Viele Interessenten sagen offen, dass diese Investition schwer einzuordnen ist. Das verstehe ich.
Man weiß, was ein Auto kostet.
Ein Berater verspricht einen ROI in Zahlen.
Was die Investition in die eigene Gesundheit bringt, wirkt für viele wie eine Blackbox.
Das ist das, was Menschen nach der Zusammenarbeit berichten:
1. „Ich bin nicht mehr im Überlebensmodus.“
2. „Ich gehe viel besser mit
unvorhergesehenen Situationen um.“
3. „Die Beziehung zu meiner Frau ist inniger geworden.“
4. „Ich habe mehr Verständnis meinen Kindern gegenüber und kann besser auf ihre Bedürfnisse eingehen.“
5. „Ich lache viel mehr und lauter.“
6. „Beruflich eröffnen sich neue Wege.“
7. „Ich fühle mich wach, fit und ausgeglichen.“
8. „Seit einem Jahr hatte ich keine Grippe, keine Erkältungskrankheit, war überhaupt nicht krank. Das kann ich fast nicht sagen, es ist so ein Phänomen.“
9. „Ich habe die Asthma-Mittel um drei Viertel reduziert.“
10. „Ich habe eine Krankheit glatt vergessen.“
11. „Meine Leber ist inzwischen wie neu.“
12. „Jeder Euro ist das tausendfache an Glück wert.“
13. „Ich würde es immer wieder machen.“
14. „Du siehst 20 Jahre jünger aus.“
15. „Ich würde das Geld spenden für Menschen, die noch zögern.“
16 Wochen individuelle Begleitung.
Raus aus dem Überlebensmodus.
Raus aus der Erschöpfung.
Hin zu einem Alltag, den man wieder steuern kann und zu einem Leben, das sich wieder nach einem eigenen Leben anfühlt.
30/11/2025
Neulich erzählte mir ein Klient etwas, das viele kennen: Er wacht auf, setzt sich auf die Bettkante und merkt sofort, dass die Energie fehlt.
Ein kurzer Moment.
Aber er irritiert, wennn er sich nicht logisch erklären lässt.
Der bewusste Verstand verarbeitet etwa 40 Bit pro Sekunde.
Der Körper gleichzeitig rund 11 Millionen Bit.
Ein Unterschied, der zeigt, wie wenig im Bewusstsein ankommt und wie viel unbemerkt, am Verstand vorbei, kompensiert wird.
Trotzdem versuchen wir alles über den Kopf zu regulieren.
Ein vertrauter Reflex aus Verantwortung und Gewohnheit.
Die Müdigkeit nach dem Aufstehen weist auf etwas anderes hin:
Der Körper arbeitet längst an Grenzen, die bewusst nicht registriert wurden.
Nicht aus Schwäche, sondern weil der Körper autonom arbeitet - jenseits rationaler Kontrolle.
Der Köper meldet sich erst dann, wenn die Kompensationsmechanismen ausgeschöpft sind.
Jetzt wird der Mensch zur Hilfe gerufen, sozusagen. Die Symptome, die Müdigkeit, Erschöpfung, Schwere, Kraftlosigkeit - das ist eine Bittedes Körpers „Schau bitte hin, ich komme nicht weiter“
Das ist der Punkt, den die wir alle normalerweise über Jahre übersehen.
Wenn man dieses Zusammenspiel zwischen dem autonomen Körper und dem bewussten Verstand durchschaut, wird die Situation verständlich.
Nicht angenehmer, aber erklärbar.
Der Körper meldet erst dann, wenn es wirklich notwendig ist - wenn er auf sich aufmerksam machen muss. Wenn er Unterstützung braucht.
Diese Sichtweise „Der Kopf kann weitermachen, der Körper macht nur nicht mehr mit.“ steht eigentlich Kopf.
Es müsste heißen: Der Kopf macht nicht mit;) Er weigert sich, hinzuschauen, sich dem Körper zuzuwenden und seine Symptome zu verstehen.
Wir merken etwas erst dann, wenn der Körper nicht mehr kompensieren kann.
Alles davor läuft still und unbemerkt.
Wenn Beschwerden auftauchen, ist die Regulation bereits am Limit.
Das ernst zu nehmen ist schlicht sinnvoll, schlau und klug. Keine Schwäche.
26/11/2025
„Ich wollte mich damit nicht zufrieden geben.“
Das ist der wichtigste Satz meiner Kunden.
Aus einem Gespräch mit einer ehemaligen Klientin. Wortwörtlich zitiert:
„In meinem Kopf war die Idee, ich habe alles Erbkrankheiten. Also das mit dem Darm von meiner Großmutter, mit dem Asthma von meinem Großvater, mit dem Rheuma von meiner Mutter und den Rest dann noch von meinem Vater.“
Schritte:
„…deutlich zu verstehen, dass so wie ich arbeite, … in der falsch verstandenen Hingabe an meine Arbeit, ich weit über meine Grenzen gehe und die nicht spüre.“
„…zu verstehen, zum Beispiel über den Glukose-Sensor am Arm, zu sehen, wie reagiere ich ganz persönlich auf die Nahrungsmittel. Das war für mich wichtig, das zu sehen, so funktioniere ich…
Was kann ich tun?“
Ergebnisse:
„Seit einem Jahr hatte ich keine Grippe, keine Erkältungskrankheit, war überhaupt nicht krank. Das kann ich fast nicht sagen, es ist so ein Phänomen.“
„Ich habe die Asthma-Mittel um drei Viertel reduziert, ein bisschen brauche ich noch.“
Was hat sich noch verändert?
„Ich lache viel mehr und lauter und freue mich an den Dingen“
„Und ich würde jetzt sagen, jeder Euro ist das tausendfache an Glück wert.
Also es ist genau richtig investiert. Und würde ich immer wieder machen
… ich bin glücklich“
19/11/2025
Ich arbeite seit vielen Jahren an einem Schnittpunkt, den man nicht planen kann.
Medizin, Psychotherapie, Biografie.
Es hat sich ergeben.
Nicht theoretisch, sondern durch die Menschen, mit denen ich gearbeitet habe.
Ich habe als Ärztin angefangen.
Relativ schnell war klar, dass man viele Beschwerden nicht versteht, wenn man nur auf Befunde schaut.
Also habe ich Psychotherapie gelernt.
Nicht nebenbei, sondern gründlich.
Mit allem, was dazu gehört:
Bindung, frühe Prägungen, Familienmuster, Trauma.
Dann die Jahre im klinischen Alltag.
Sehr unterschiedliche Menschen.
Sehr unterschiedliche Belastungen.
Dort habe ich gesehen, wie Körper reagieren, lange bevor der Mensch merkt, dass er erschöpft ist.
Und wie normal sich dauerhafte Anspannung anfühlen kann.
Parallel dazu habe ich verstanden, wie eng Stressachsen, Stoffwechsel, Schlaf und Genvarianten mit der Lebensgeschichte verbunden sind.
Man kann das nicht trennen.
Der Körper reagiert auf Biografie.
Und die Biografie formt den Körper.
Irgendwann war klar, dass ich so nicht mehr arbeiten möchte, wie es in der klassischen Medizin vorgesehen ist.
Zu wenig Zeit.
Zu wenig Raum.
Zu wenig Verbindung zwischen den Ebenen.
Heute arbeite ich körperlich, nervlich und biografisch gleichzeitig.
Es gibt dafür kein anderes Wort dafür als:
ärztliche Begleitung, die aus vielen Jahren entstanden ist und Ursachen im Fokus hat.
Keine neue Methode Hype xyz,
kein fertiges Konzept, das für alle gilt.
Sondern Erfahrung.
Ich schreibe das, weil ich merke, dass dieser Weg oft unsichtbar bleibt und gleichzeitig erklärt, warum meine heutige Arbeit so tief greift.
Wenn du darüber sprechen möchtest:
Ein Gespräch ist einfacher als ein Post.