Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert

Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert

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Berlins grösste Segelschule mit langjähriger Erfahrung
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Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 05/10/2018

ATS 21/18 - Cascais (Lissabon) nach Faro vom 26.9.2018 bis 06.10.2018

Endlich hatte es geklappt: Erstmalig wurde der Törn Lissabon–Faro (Algarve) als zehntägiger Törn angelegt. Los ging es am 26.9. in Cascais, ein Vorort westlich von Lissabon mit geschützter Marina. Cascais ist gut erreichbar vom Flughafen mit Taxi oder ÖPNV, Aerobus Route 1 bis Bahnhof Cais do Sodré und dann weiter mit der Regionalbahn nach Cascais. Die Marina ist gut ausgestattet, einige kleine Restaurants sind direkt am Kai, zum Provianteinkauf gibt es einen großen Supermarkt beim Bahnhof. Für den Transport zum Schiff lohnt sich ein Taxi, um das Geschleppe zu reduzieren. Am 27.9. hieß es: Leinen los und auf zum ersten Schlag nach Sesimbra.

Von dort ging es am 28.9. weiter nach Sines. Von oben grüßt in den Stadthafen Vasco da Gama als Bronzestatue. El Castello (wochentags geschlossen) ist ein kleines, aber sehr gutes Restaurant, familiengeführt. Der Fisch und das Fleisch wird in der Vitrine ausgewählt. Was aus ist, gibt es nicht mehr zu bestellen. Sehr lecker auch die selbst-gemachten Desserts. Am Besten mehrere wählen und ausreichend Löffel verteilen lassen. Frühzeitiges Erscheinen im Lokal ab 19.30 Uhr ist ratsam. Als wir das Lokal verließen, warteten die Menschen in langer Schlange auf einen Sitzplatz.

Von Sines ging es am 29.9. weiter Richtung Lagos. Das war ein Tagestörn mit über 60 Seemeilen. Einige Stunden davon ließen sich raumschots segeln mit achterlichen Wind aus Nord, die längere Zeit allerdings musste unter Motor gefahren werden. Es kamen Delphine, unter anderem Rundkopfdelphine, bis ans Schiff. Schließlich wurde dann der Leuchtturm vom Cabo de São Vicente recht voraus am Ende der imposanten Steilküste sichtbar. Nach dem Umrunden des Caps ankerten wir in der Bucht vor Sagres, da Lagos nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit erreichbar war. Das Baden vor dem Abendbrot war eine tolle Erfrischung nach dem heißen und langen Törn. Allerdings war auch mächtig Schwell in der Bucht, sodass für einige eine unruhige Nacht auf der rollenden Antares verbracht wurde.

Am nächsten Morgen (30.9.) ging es dann weiter nach Lagos. Unterwegs wurde noch ein Badestop eingelegt und mittags gab es dann auch frischen Wind, sodass wir mit einem Amwindkurs bis fast zum Ziel segeln konnten. In Lagos liegt die Marina hinter dem Besucherponton rechts am Kanal der Stadt. Die linksseitige Altstadt ist von der Marina gut über eine Fußgängerbrücke mit Hebevorrichtung für den Schiffsverkehr erreichbar (aktuelle Öffnungszeiten im Hafenbüro erfragen). An diesem Sonntag war die Brücke bereits stark eingeschränkt in Betrieb. Als wir festgemacht hatten, rissen Bolzen aus der Hebeaufhängung. Da für die Antares eine Maschinenwartung terminiert war, wollten wir aber sowieso über Nacht am Besucherponton bleiben und waren nicht betroffen vom Stau und anderen Unwägbarkeiten für die ein- und auslaufenden Segler.
Die Marina ist sehr gut ausgestattet. Einige feine Restaurants jeder Preisklasse, zum Teil mit Livemusik, sind im Marinazentrum untergebracht. Zu empfehlen ist das Lokal "Quay" als Frühstücksrestaurant. Die Spezialität sind Egg Benedict (pochierte Eier) in unterschiedlichen Ausführungen. In Lagos blieben wir länger als geplant wegen der Technik. Es gibt in der Stadt gute Einkaufsmöglichkeiten direkt an der Promenade, u.a. eine Markthalle (hinter der Autotankstelle). Im Erdgeschoss wird fangfrischer Fisch in großer Auswahl angeboten, in der ersten Etage ein großes Gemüse- und Obstangebot, frische und getrocknete Kräuter und mancherlei regionale Spezialitäten (Käse, aber auch Wurst und Fleisch, Wein und Spirituosen).

Von Lagos aus ging es am späten Nachmittag des 1.10. mit einem kurzen Schlag in die Lagune vor Alvor auf einen Ankerplatz. Eine sehr ruhige, sternenklare Nacht, ganz im Gegensatz zur Bucht von Sagres wurde verbracht.

Von Alvor aus entschieden wir uns, am 2.10. weiter zu segeln bis in die Bucht vor Faro. Dort gibt es drei Möglichkeiten, die Nacht zu verbringen: südlich bei Faro, rechts davon bei Olhão oder in der Ankerzone vor Arrairais (Ilha da Culatra). Wir entschieden uns für letzteres. Arrairais bietet eine kleine Marina mit einigen Restaurants (Dingi der Antares klarmachen bei Bedarf). Der Schlag von Lagos bis dorthin wurde erneut sehr lang, bei stetigem Ostwind wurden es über 60 Seemeilen, davon einige Stunden mit respektablen Wind von um die 12 Knoten.

Am nächsten Morgen (3.10.) ging es dann weiter nach Ayamonte, dem spanischen Städtchen im Grenzfluss Rio Guadiana zwischen Portugal und Spanien. Gegenüber von Ayamonte liegt das portugiesische Pendant Vila Real de Santo António. Wegen der Gezeitenströmungen ist es dort eine schwierig zu belegende Marina.
Der breite Rio Guadiana ist ein gut schiffbarer Fluss und ein echter Geheimtipp. Ein Grund dafür, den Algarve-Trip in diesem Jahr zehntägig zu gestalten, um Zeit zu haben, den Fluss zu erkunden.
Am Tag der deutschen Einheit hat die deutsch-deutsche Crew das Grenzland zwischen Algarve und Andalusien also als Kurs genommen.
Kurz hinter den Hafenstädten liegt eine Autobahnbrücke, die in der nautischen Literatur bei Highest Astronomical Tide eine angegebene Durchfahrthöhe von 18 m aufweist. Schon eine Herausforderung, diese bei den 18,15 m Masthöhe der Antares zu unterfahren: wenn der Boden der Fahrbahn der Autobahn den Antennen der Yacht nahe kommt, entsteht bei der Crew ein überaus mulmiges Gefühl. Natürlich hat alles gepasst, der Fluss hatte ablaufendes Wasser und die Tidenhöhe ist die maximale Angabe, die an diesem Tag um diese Zeit bis zwei Meter unter der Marke lag.
Von da an wurde also aus dem Algarvetörn eine Flusskreuzfahrt 20 Seemeilen den Fluss hinauf bis zu den gegenüberliegenden Städtchen Alcoutim (Portugal) und Sanlúcar de Guadiana (Spanien). Der Atlantik drückt noch ein bisschen höher in den Fluss, als bis zu diesen Orten. Die Strecke ist gut betonnt, die Fahrrinne ordentlich tief und mit nicht viel Verkehr leicht zu befahren. Auf der Strecke zeigt sich die mediterrane Landschaft in Wildnis und Kultur. Viele Vögel sind zu beobachten in den von Schilf, Weidegräsern und Bambus gesäumten Ufern. Die Landschaft selbst ist sehr hügelig, mal mit Bäumen bewachsen, mal kahl. Entlang des Weges liegen immer wieder Yachten vor Anker. Schon von weitem kündigt sich auf dem mäandrierendem Fluss vor den Städtchen der Zielort mit dem beeindruckenden Castelo de San Marcos hoch oben auf dem Berg an. Nach insgesamt über 60 Seemeilen konnten wir am Besucherponton auf der spanischen Seite festmachen (alternativ kann dort geankert werden und die Städtchen per Dingi besucht werden). Auf der spanischen Seite ist im Rathaus ein Schlüssel für ein einfaches WC mit Duschen erhältlich. Der Liegeplatz ist äußerst preiswert. Auf der portugiesischen Seite soll es nach Auskunft kundiger Segler öffentliche Anlagen geben, die wir allerdings nicht gesehen haben. Zwischen den Städtchen pendelt eine Personenfähre. Auf der spanischen Seite gibt es zwei kleine Lebensmittelläden, auf beiden Seiten eine Reihe von kleinen Restaurants. Wir hatten in Sanlúcar im El Llano ein ausgezeichnetes Abendessen mit frischen Fisch, Fleisch und Tapas. Die Städtchen haben beide viel Charme, unterscheiden sich aber doch sehr. In Sanlúcar ist der Aufstieg zum Castell sehr zu empfehlen. Es gibt einen weiten Blick über die hügelige Landschaft mit Einblicken in das Flusstal und auf die beiden Städtchen. In Alcoutim wirkt das Flair des Ortes deutlich ursprünglicher.
Die Lage am Fluss ist sehr ruhig und still. Am Abend bellen die Hunde durch das Tal, am Morgen krähen nur die Hähne um die Wette. Auf spanischer Seite läuten die Kirchen in mitteleuropäischer Sommerzeit, auf der portugiesischen Seite einen Schlag weniger.

Zurück ging es am nächsten Tag (4.10.) nach Ayamonte. Nach ausgiebiger Besichtigung der Städtchen am Morgen machten wir bei ablaufendem Wasser nach drei Stunden Fahrt mit 7 Knoten über Grund flussabwärts in Ayamonte fest. Die Marina ist ganz in Ordnung, es gibt in der Stadt eine ganze Zahl von Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, einschließlich einer Markthalle.

Der letzte Törntag (5.10.) war dem Segeln nach Vilamoura, dem Zielort, gewidmet, nochmal über 50 Seemeilen. Am Morgen des 6.10. geht es dann zurück nach Hause.

Insgesamt haben wir zehn sehr erlebnisreiche Tage verbracht. Gut gefallen haben uns die Möglichkeiten, langes Segeln zu kombinieren mit Badeaufenthalten, Liegen vor Anker in den Lagunen und Buchten und einer Flusskreuzfahrt. Die Stimmung an Bord war außerordentlich gut; Christian unser stets gut gelaunter und kreativer Skipper. An den Ankertagen haben sich unsere Kochkünste zu aller Zufriedenheit hervorragend ergänzt. Mit den zwei Flammen und dem Backofen der Antares sind wir bis zum Drei-Gänge-Menü vorangekommen. Es war sehr köstlich. Nicht zu umgehen und unbedingt einzubauen sind die kleinen Puddingtörtchen Pasteis de Nata. Und zwar die portugiesische Variante, da konditorisch deutlich besser gewürzt als die spanischen. Hüftgold pur: Blätterteig gefüllt mit Vanillepudding.
Die Seemannschaft war ausgezeichnet. Unsere unterschiedlichen Fähigkeiten und Kompetenzen haben sich perfekt ergänzt.
Und zum Fazit über Wetter und Temperatur, also den unbeeinflussbaren Faktoren eines Segeltörns gilt nun mal: den Wind kann man nicht bestimmen. Wenn es nicht windet, oder die Richtung des Windes ungünstig in Hinsicht auf das eigene Ziel ist, dann ist es eben so! Etwas weniger Motoren hätte allen trotzdem gut gefallen. Ein toller Törn, vielen Dank an Christian und das Team der Segelschule Hering.

Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 01/10/2018

ATS 20/18 - La Coruña nach Lissabon (Cascais)

..folgende Konstanten bzw. Variablen waren gegeben: Nordwind oder Südwind, Strom mit oder gegenan, unsichtiges Wetter oder klare Sicht, 1 Längengrad vs. 2 Zeitzonen, Delphine oder keine...wir hatten genügend. Eines war uns aber sicher... Fischerbojen!

Aber von vorn..., die Crew kam zeitlich sehr zerrissen an Bord, sodass 3 für 5 Lebensmittel bunkern mußten. Höhepunkt des Ganzen: wir transportieren alles quer über den prall gefüllten Platz "Praza de María Pita".
Jeder schob einen randvollen Einkaufswagen.

Nach einer ersten kurzen Nacht, Einteilung der Notrolle und Durchführung der Sicherheitseinweisung geht es raus. Kein Wind, Wasser wie Öl, aber was soll ich sagen... Delphine. Erster Stop Muxia.

Nächster Tag grau in grau, keine Sicht, die Sonne schaffte es nicht an diesem Tag durch zu dringen. Radar an und los. Kein Wind..."Eiserne Genua". Ziel: Isla Ons, Mooring.
Und wie immer kurz vor Ankunft... "Murphys Gesetz". Alles was schwimmfähig ist trifft sich an der einzigen Engstelle. Fischer, Guardiã Civil im Einsatz und wir plus Kleinvieh...
Unser gewählter Liegeplatz wäre traumhaft, würde man etwas sehen!

Dritter Step: kurzer Schlag, aber wieder Nebel...Baiona. Man sieht weder Land noch den Hafen. Erst kurz vor der Einfahrt lichtete es sich.
Und noch immer kein Segel oben...

Der nächste Tag spielte wetterbedingt ein wenig verrückt: Wind kommt, Wind geht, Wind kommt, Wind geht... Aber wir hatten gute Sichtverhältnisse.
1115 Grenzüberschreitung, wechselten die Gastlandflagge und gaben der Borduhr eine neue Zeit. Und wieder einmal Delphine scharenweise...
Zielhafen war Porto, also hinein in den Rio Douro. Bekamen von den Marineros sofort einen guten Liegeplatz zu gewiesen. So muß es sein!
Der folgende Tag war dem kulturellen und kulinarischen gewidmet.
Bevor wir Porto mit "Tränen im Rachen" wieder verließen drehten wir noch eine Runde bis zur alten Stahlbrücke "Ponte de D. Luis I".
Ausgeruht sahen wir unserer kommenden Nachtfahrt entgegen, Nazaré wollten wir morgens festmachen.
Mitternacht kam wieder einmal Nebel auf. Dennoch erreichten wir am Vormittag den Hafen. Jetzt hieß es Stadtbummel und Seele baumeln lassen...

Unser letzter großer Schlag führte uns von Nazaré über Peniche nach Cascais, am Cabo de Roca und Cabo Raso vorbei, wobei der Wind an den Kaps auf 7-8 Bft und deutlich auch die Welle anwuchs.
Wir surften regelrecht um die Kaps herum. Abgekämpft aber glücklich landeten wir in den Armen eines Hafenmitarbeiters von Cascais.

Da es in Lissabon, in keinem der vielen Häfen, für uns einen passenden Liegeplatz gab fand unser Törnende in diesem pittoresken Örtchen statt.

Como voa o tempo!

20/09/2018

Was für ein Sommer! Wir genießen noch den letzten schönen Segeltag mit Wind und Sonne. Morgen beginnt der Herbst 😳

Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 17/09/2018

ATS 19/18 - Brest nach La Coruña

..mal abgesehen, dass die zwei vergangenen Frankreichtörns schon der Hammer waren wurde diesem (einmaligen) Segeltörn die Krone aufgesetzt.
Nicht der direkte Weg in 3 Tagen und Nächten, sondern 14 Tage Biskaya Rund!
5 Nachtschläge sollten es am Ende werden...

So machten wir in der ersten Woche Landgänge in Camaret-sur-Mer, Concarneau, Belle Île und La Rochelle.
Der erste sicht- und fühlbare Nebeneffekt: die (Ferien) Saison ist vorbei... die Häfen sind leerer. Und Belle Île, mit beiden Häfen, war Pflichtprogramm!
Frankreich wird nicht langweilig...

Ab der zweiten Woche wurden die Steps länger. Allein 4 von 5 Nachtschlägen fielen in die zweite Törnhälfte. Wobei der längste Ritt von La Rochelle nach San Sebastian (Donostia) führte, davon ungefähr 80 % durch ein Schießgebiet.
Kurz vor San Sebastian gerieten wir noch in ein weiträumiges Gewitter. Tiefschwarze Nacht, markant abzeichnender Horizont voraus und grell einschlagende Blitze ringsherum.
Zum Glück alles weiter weg.

Nach zwei Nächten kamen wir gegen 0800 in San Sebastian an.
Wie sich später heraus stellte eine glückliche Fügung. Denn am Vormittag begannen in der Bucht die traditionellen baskischen Ruderwettbewerbe. Ausgetragen in alten bunten Fischerbooten. Einer der Höhepunkte dieser Stadt, ein riesiges Spektakel hier zu Lande, was wir auch in der sehr schönen Altstadt zu spüren bekamen...
Der nächste Sprung führte nach Bilbao, wo wir im Vorort Getxo fest machten.
Unterwegs bekamen wir von achtern noch unerwarteten Besuch... die Herren "Custom" und "Immigration" kamen an Bord 😨.
Alles reine Formalitäten...

Am nächsten Tag fuhren wir mit der U-Bahn nach Bilbao City wo wir unter anderem das Guggenheim-Museum, die historische Altstadt und eine von weltweit nur acht Baudenkmälern, die Seilfähre bestaunten.

Dieser wunderbare Segeltörn ging mit zwei weiteren Nachtschlägen von Bilbao via Gijon zu unserem Endhafen ins sonnige La Coruña zu Ende...(leider)

Zitat von einem Crewmitglied:

Es war als hätt der Himmel
den Ozean still geküßt,
dass er im Sternenschimmer
von ihm nur träumen müßt.

Der Wind ging durch die Segel
die Masten wogten sacht
es standen schwarz die Felsen
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus
und flog über stille Wasser
als flöge sie nach Haus.

Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 10/09/2018

ATS 18/18
Retourkutsche...von La Rochelle nach Brest

Nachdem die neue Crew La Rochelle unsicher machte knüpften wir an unser letztes Inselhopping wieder an und so führte uns diese Segelreise entlang der noch unerkundeten Eilande Île d'Yeu, Belle Île, Île de Croix sowie der Häfen Lesconil und Camaret-sur-Mer zurück nach Brest.

Jede der Inseln hatte ihr eigenes Flair. Mal pittoresk, mal kilometerweite Sandstrände, mal von Wind und Wellen zerzauste Küsten... wo "Hinkelsteine" mitten in Vorgärten stehen (und liegen).
Auch deren schwimmende Artgenossen begleiteten immer wieder unseren Kurs nordwärts...

..und immer schön dabei die Breizh-Kulinarischen-Leckerbissen durch probieren.
Es wurde nie langweilig.

Und dieses Mal konnten wir auch die gigantischen Schifffahrtsbauten am Raz de Sein, wie die Westkardinale "La Plate" und das Leuchtfeuer "La Vieille" hautnah bestaunen.

Zum Abschluss des Segeltörns kamen wir an einer bretonischen "Schlachteplatte" nicht vorbei.
Bon appétit!

Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 31/08/2018

ATS 17/18 - Brest nach Rochelle

..neues erkunden und entdecken, nie stillstehen... mit der Zeit gehen.
Unter diesem Motto stand dieser Segeltörn, der erstmalig so durch geführt wurde.
Umso aufgeregter und neugieriger war die Crew... samt Skipper.
Auf den Spuren von Commissaire Dupin sollte unser Weg entlang der französischen Atlantikküste ((Bretagne/Vendée) gehen.
Gleich am Anfang machten wir Halt in Douarnenez und Concarneau, in der Annahme an seinen Tatorten zu stehen. Wir schauten an seiner Dienststelle und seinem Lieblingsrestaurant "Amiral" vorbei.
..und immer wieder toll dieser Liegeplatz unterhalb der Festung.
Auf dem Weg dorthin gleich die volle Packung: Nebel! Mit Sicht unter 100 m ging es am französischen Kap der Guten Hoffnung (Raz de Sein) richtig los. Ausguck und elektronische Vollnavigation. Und wie immer in solchen Situationen... alles trifft sich genau an diesem Ort! Schallsignal und Situation war geklärt.

Im Verlaufe des Törns zeichnete sich ab, dass die gewählte Route mit Inselhopping vergleichbar war. So machten wir Station auf der Belle Île und Île de Noirmoutier.
Auch dem Segel-Mekka Sable d'Olonne statteten wir einen Besuch ab, bevor wir in die faszinierende Stadt La Rochelle eintauchten.
Hier geht ein sehr schöner (erster) Törn zu Ende.

Weitere Höhepunkte waren das Liegen im Endlospäckchen an Mooringbojen und die äußerst beeindruckende und taffe Hafenmeisterin in Sauzon.
..ich sage nur: eine Meerjungfru ohne Flosse aber dafür mit "Gummiboot"!😊

Und nicht zu vergessen d'Artagnan, der verwegene Hafenmeister von La Rochelle.
Immer freundlich, immer ein Lächeln auf den Lippen und sehr umsichtig.

Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 30/08/2018

ATS 16/18 - Dublin nach Brest

Törnänderung: anstatt wie sonst über Wales zu den Scilly's zu segeln entschließen wir uns die ostirische Küste südwärts zu gehen.
Leider hat die Wetterlage unserer Step-by-Step-Planung im Wege gestanden, sodass wir gleich einen langen Schlag nach Cork vollzogen.
Dafür hatten wir hier jetzt mehr Zeit uns intensiv der schönen Altstadt zu widmen, denn wir lagen mitten im Zentrum.
Wetter: bewölkt, teils regnerisch bei 16 Grad Celsius.
Nächster Stop waren die Scilly's. Keine wesentliche Wetterbesserung. Untenrum kurze Hosen, obenrum dick eingemummelt... Mütze!!!
Hier wurden die "eingefleischten Läden" geplündert und natürlich auch Fish & Ships gegessen.
Unser dritter langer Schlag führte uns des nächtens nördlich am VTG Finistere vorbei, im Fadenkreuz Île d'Ouessant. Wobei man bedenken muss: dieses ist 30 sm breit und hat mehrere Einbahnwege...
Weiterhin grau in grau und nass. (Berlin um 30 Grad Celsius)
Um uns die Füße zu vertreten latschten wir einmal über die Insel nach Lampaul und zurück.
Wobei wir an das eine oder andere sehr schmackhafte Stückchen Kuchen nicht vorbei kamen.
Am letzten Tag zeigte sich doch noch die Sonne. Ein letzter Segelschlag mit Anker- und Badestopp in der Bucht von Brest rundete diesen Meilentörn ab.

Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 07/07/2018

Ankunft im Gelobten Land...
..der Highländer. Nach durchwachten Nächten auf endloser Wellenkulisse der langersehnte Landfall. Unsere Knotenleistung kann sich sehen lassen, neue Segel und brandneuer Gevatter Diesel haben sich bewährt.
Zahlreiche Tierbegegnungen versüßten unsere Überfahrt. Bis hin zur Platznahme durch völlig geschwächtes Federvieh. Wie aus Schikane mehrere Ölplattformen genau auf unserem Kurs, aber auch nicht ne Meile daneben. Neben quirligen Delphinen und neugierigen Robben belohnte uns die Morgenwache mit majestätischen Walen. Ganz schön was los in der Keltenfauna.
Unter derlei Kurzweil passieren wir Ft. George, wo sich uns zu Ehren zahlreiche Schaulustige zusammenfanden.
Es schließen sich die Tore hinter der Antares. Ein neues Kapitel mit neuem Capitano und Besatzung beginnt.
Richt'ge Männer wie wir so im richtigen Wind, das macht Spaß, tiddeli up, in der Luft, tiddeli down...

Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 04/07/2018

Auf nach Schottland!
Wir verlassen das liebgewonnene Notwegen und legen für die nächsten 300 Meilen WSW an.
Cheerio

Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 01/07/2018

Vom Nebel an die Kette!
Unaufhaltsam setzt unser tapferes Schiff mit seiner noch tapferen Besatzung seine Fahrt fort. Durch die faszinierende Inselwelt.
Des Seemanns gefürchteter Nebel kann uns nicht aufhalten.
Schutz vor der 10minütigen Dämmerungsphase = Nacht in gar verträumter Bucht bezogen. Norwegerwasser beschwommen und abgegrillt. Gestern Südwind mit uns, heute gegen.
Dieser Abend klingt in Kleinststadthafen inmitten schützender Felsen aus. Schon schmilzt der Käse über dem Auflauf...
Wir sind die Mannschaft aus Piräus, wir lieben den Hafen, die Schiffe und das Meer...

Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 29/06/2018

Antares wieder am Start!
Es gefiel unserer Lady, ein kleines Motorlifting an sich vornehmen zu lassen. Damit einher ging ein gravierender Wetterumschwung. Wind blieb, wenn auch geschmeidiger. Sonne kam, schien und siegte. Und tüncht alles in die köstlichsten Farben. Wirft Schatten. Hatten wir vorher alles nich. Schaulustige strömen im malerischen Stavangener Altstadthafen nicht nur wegen der Antares zusammen; ein paar kommen auch wegen der Kreuzfahrer und einer Viking-Schrammelband. Mittendrin unser Mannschaftswechsel.
Nächste Woche steht noch eine Nachuntersuchung an. Bis dahin machen wir die umliegenden Fjorde sicher und treiben unsere Yacht zu seglerischen Höchstleistungen. Das Wasser im hiesigen Inselreich kommt uns recht geplättet daher, munter der Wind. Das gibt Knoten. Bemerkenswert auch die künstlerische Interpretation unseres Kartenplotters, heute mal im Ecken- und Kantenlook. Ansonsten zocken wir eine Brücke nach der anderen ab, nicht ohne vorher metrische Berechnungen angestellt zu haben. Wo heute noch Einkehr in Marina, solls morgen mal eine Bucht mit Parkhaken sein.
Alle die auf Fjordfahrt gehen, müssen Männer mit Bärten sein!

Photos from Segelschule Hering Inh. Uwe Schubert's post 21/06/2018

Antares trifft im Nordland ein!
Einlauf im Licht der Mitternachtssonne. Hart war die Überfahrt vom lieblichen Schweden. Zunächst war es ein Leuchtturm, der uns die baldige Ankunft im gelobten Land ankündigte. Welch liebenswürdiges und langersehntes Signal an fremder Küste nach widerborstigem Wind und Welle. Zudem galt es, sich verschlimmernder Großwetterentwicklung zuvorzukommen.
Die Sonne wird heut nacht nicht untergehn und die Welt zählt laut bis zehn. Sehr praktisch, um durch die Untiefen und Felsen hindurchzumanövrieren, mit denen die Nordländer ihre Küsten gespickt haben.
Gestern dann vorgeschobene Position am Südkap bezogen. Und aufgrund des Gegenwindes jede noch so mickerige Schäre als Deckung benutzt und mit Schleichfahrt durch Felsengassen gedümpelt.
Dabei das ein oder andere Aussteigerparadies entdeckt. Eine Wonne für Auge und Seele. Wie gern verweilte man hier und würfe den Anker. Aber nein, wir widerstehen allen oberflächlichen Verlockungen. Wählen des Seglers harte Kost und arbeiten uns um die tricky SE-Corner herum nach Stavanger vor. Wo das fjordische Norwegen mit aller Macht herausbricht.
Und krachen die Stühürme mit rauher Gewalt
auf den Ozeanen so unendlich weit, dann fliegt er mit Feuer und steigt ungeheuer zur Freiheit der Meere...

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