11/09/2026
Heute Abend beginnt Rosh haShana, das jüdische Neujahrsfest und der Beginn des Jahres 5787.
Anders als der Jahreswechsel im gregorianischen Kalender steht Rosch haShana nicht allein für einen Neubeginn. Der Feiertag eröffnet eine Zeit der Selbstprüfung und Umkehr. Nach jüdischer Tradition wird an Rosh haShana über das vergangene Jahr reflektiert und zugleich danach gefragt, welche Verantwortung das eigene Handeln für das kommende Jahr trägt.
Mit Rosh haShana beginnen die zehn Tage der Umkehr, die in Yom Kippur münden. Im Zentrum steht dabei die Vorstellung, dass Veränderung möglich ist, aber Auseinandersetzung voraussetzt: mit dem eigenen Handeln, mit begangenem Unrecht und mit der Verantwortung gegenüber anderen.
Gerade darin liegt eine besondere Aktualität des Feiertags. Verantwortung bedeutet nicht nur, zurückzublicken, sondern auch zu fragen, welche Verhältnisse fortbestehen, wo Widerspruch notwendig ist und was verändert werden muss. Ein neues Jahr allein schafft keinen Neuanfang. Er entsteht dort, wo Reflexion Konsequenzen für das eigene Handeln hat.
Rosh haShana verbindet diesen Ernst zugleich mit Hoffnung. Mit Äpfeln und Honig wird der Wunsch nach einem guten und süßen neuen Jahr ausgedrückt und damit die Zuversicht, dass Veränderung und Erneuerung möglich bleiben.
Wir wünschen allen, die Rosh haShana feiern, ein gutes, süßes und friedliches Jahr 5787. 🍎 🍯
Shana Tova u’Metuka! !שנה טובה ומתוקה