04/08/2026
Lena Drazinou
“Mona Lisa Overdrive”
eine Sammlung digitaler Nutzer
In einer Realität, in der alles und jeder digital überwacht wird, wird 3Jane – ein digitales Wesen – zur Sammlerin. Diese Installation ist der Ort, an dem sie ihre Sammlung digitaler Nutzer aufbewahrt. Diese werden von lebenden Wesen in Stein verwandelt und von Stein in eine einzige Maske. Die Installation greift auf mehrere Figuren aus William Gibsons Buch “Mona Lisa Overdrive” zurück, um die Beziehungen zwischen der Materialität des Körpers und der Immaterialität von Daten im Kontext des digitalen Kapitalismus zu untersuchen.
Masterbetreuung: Klemens Kühn, Maria Wolgast
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02/08/2026
Ilana Custos Quatreville
"Vom Archiv zur Bühne"
Bühnen- und Kostümbild für "Die Freiheit einer Frau" von Edouard Louis
„Alles begann mit einem Foto. […] Ich finde kaum Worte, um es zu beschreiben, aber alles an ihrer Haltung, ihrem Blick und der Bewegung ihrer Haare vermittelt auf diesem Foto ein Gefühl von Freiheit, von unendlichen Möglichkeiten, die vor einem liegen, und vielleicht auch von Glück.“ — Édouard Louis, Die Freiheit einer Frau (2021)
Beim Lesen der ersten Zeilen von Édouard Louis’ Roman musste ich an Fotografien meiner Mutter denken. Sie wurden zum Ausgangspunkt dieser Arbeit im Bühnen- und Kostümbild, die aus Archiven, Erinnerungen und überlieferten Geschichten hervorgegangen ist.
Masterbetreuung: Klemens Kühn, Nina Wetzel
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31/07/2026
Julia Mock
"Die Figur als Objekt"
Das Masterprojekt übersetzt die fragmentarischen Charaktere aus Dea Lohers Unschuld in Objekte, die ihre symbolischen Zustände sichtbar machen. Die Installation zeigt Menschen am Rand der Gesellschaft nicht als psychologische Figuren, sondern als materielle Verdichtungen von Scheitern, Sehnsucht und sozialer Kälte. Eine zusätzliche Ebene aus Stimmen ermöglicht Besucher*innen, die Objekte selbst zu verstehen: Textfragmente und sprachliche Splitter öffnen individuelle Zugänge und machen die Figuren über Klang, Raum und Assoziation erfahrbar.
Masterbetreuung: Prof. Kerstin Laube, Steffi Wurster
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29/07/2026
Mireia Guzmán
Die Freiheit einer Frau
Eine abstrakte Küche erscheint als falscher, unbenutzbarer Raum. In einer Atmosphäre des Stillstands kreisen Stimmen, Bilder und fragile Miniaturen zwischen Erinnerung, Gewalt und dem Wunsch nach Befreiung. Ausgangspunkt ist Édouard Louis’ Roman Die Freiheit einer Frau. Die Installation macht erfahrbar, wie Scham das Verhältnis von Édouard und seiner Mutter Monique zum eigenen Leben, zur Herkunft und zum eigenen Selbst prägt. Dabei wird Scham als sozial verankertes Phänomen sichtbar.
Masterbetreuung: Klemens Kühn, Steffi Wurster
Mitwirkende an den Audiospuren:
Olivia Stahn - Stimme Monique
Emil Lug - Stimme Édouard
Birte Gerstenkorn - Tonaufnahmen und Mischung
Uta Hörmeyer - Dramaturgie
Mireia Guzmán - Regie
📷 Mireia Guzmán
26/07/2026
Chiara Poma Rinklef .frizzante
"Eine Band betritt die Oper"
Konzertdesign für das 10-Jahres-Jubiläumskonzert der Band Rikas in der Stuttgarter Staatsoper
Eine Band, die einst mit Gitarren und einem Interrail-Ticket auf Europas Straßen begann, betritt die Stuttgarter Staatsoper. Zehn Jahre Bandgeschichte – erzählt als Konzerterlebnis. Der Abend ist in zwei Hälften geteilt: Die Erste ein Tagtraum, mit Schattenwand und Erzählstimme. Die Zweite eine Show: Showtreppe, Glitzer, Retro-Glamour. Dazwischen eine Pause. Und die Frage, wie viel Narration ein Live-Moment verträgt, und wie viel Popkonzert eine Opernbühne.
Masterbetreuung: Franziska Ritter, Annette Müller
📸 LisaNguyen / Rikas
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franziska .frizzante
25/07/2026
Julie Savery .jpeg
"Sensitive Machines"
Das Masterprojekt untersucht Funktionalität und Produktivität als prägende Konzepte der Moderne. Kraftwerkzeuge verkörpern diese Funktionalität: Mit ihnen bohren wir in den Produktivitätsfetisch. Dafür werden Werkzeuge und gefundene Materialien aus ihren gewohnten funktionalen Kontexten gelöst und neu zusammengeschraubt. Mittels hybrider Objekte und Kostüme entsteht eine spekulative Cyborg-Welt, in der sich die Beziehung zwischen Körper und Maschine destabilisiert.
Masterbetreuung: Prof. Kerstin Laube, Annette Müller
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23/07/2026
Paulina Jarosinska
"Fische können unter Wasser atmen"
In einer Nasszelle, gefangen in einem Netz aus Erwartungen, Fremd- und Selbstkontrolle. Frei nach Motiven aus Staubfrau von Maria Milisavljević zeigt die Installation, wie diese Erwartungen, übersetzt in den Umgang mit Putzgegenständen, das Handeln erschweren. Dort entsteht die Sehnsucht, sich aus diesem patriarchalen Netz zu befreien, der Gravitation zu trotzen und frei atmen zu können, wo andere ersticken würden. Die Sehnsucht danach, einfach loszulassen und gegen den Strom zu schwimmen.
Masterbetreuung: Maria Wolgast, Prof. Kerstin Laube
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22/07/2026
Im Workshop „Mediale Inszenierung“ erarbeiteten die Studierenden des 2. Semesters unter Leitung von Dozent Heiko Kalmbach formale und technische Grundlagen für den Einsatz von bewegten Bildern im Raum. Zum zweiten Mal haben wir den Unterricht an einen besonderen Ort verlegt – den Teufelsberg Berlin – und die Praxisübung ortsspezifisch für dieses geschichtsträchtige Gelände entwickelt.
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Die jeweiligen Teams setzten sich in diesem Jahr mit verschiedenen Kurztexten von Franz Kafka, Samuel Beckett und Ursula K. Le Guin auseinander. Auf dem Areal des Teufelsbergs standen neben filmischen / medialen Überlegungen natürlich site-spezifische Fragen im Vordergrund, wie das Framing von Orten, die Auseinandersetzung mit existierenden Materialien und Räumen sowie die Einbindung des Publikums im öffentlichen Raum.
9 realisierte Projekte:
„Nebensonnen“ – Mila Thoma, Karlotta Maurer, Sophie Leypold
„Sorry for the Chaos“ – Inés Peláez, Paulina Jarosinska
„Illusion / Company“ – Sepideh Yekehbash, Somayeh Ahemeh
„Heimkehr“- Eva Patramani, Luise Körber
„The Trap“ – Philipp Eyselein, Sabrina Podemski
„Dialogues“ – Hanna Kritten Tangsoo, Luise Krüger
„Zustände“ – Luise Körber
„Heimkehr“ – Fan Ye, Runzhi Ye
„Löffelarchiv“ – Noah Ebert Gómez
Danke an das Team vom Teufelsberg und an Franziska Ritter für den tollen Support.
09/06/2026
Die diesjährigen Masterarbeiten des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin zeigen eindrucksvoll die Vielfalt und Innovationskraft der Absolvent*innen. Die präsentierten Projekte reichen von Bühnenraum- und Kostümbildkonzepten zu Texten von Edouard Louis und Maria Milisavljević (Staubfrau) und Dea Loher (Unschuld) bis hin zu installativen, immersiven und multimedialen Arbeiten zu frei gewählten Themen. Die Bandbreite der Arbeiten bewegt sich zwischen künstlerischer Praxis, politischem Statement und räumlicher Forschung. Die Masterarbeiten stehen exemplarisch für die Haltung und das Engagement der Studierenden, die mit ihren Entwürfen und Installationen neue Perspektiven auf den szenischen Raum eröffnen und Verantwortung für gesellschaftliche Themen übernehmen.
09/06/2026
Eröffnung: Freitag 26.Juni 2026 um 19 Uhr bis open end
Ausstellung auch Samstag 12-18 Uhr
Ort: TU Berlin, Ackerstrasse 76, Hof 3, Aufgang H, 2. OG