Trauerphrasen beschuldigen und beschämen
„Er/Sie würde nicht wollen, dass du so leidest“, mag im ersten Moment tröstlich klingen. Auf den zweiten Blick aber impliziert ein solcher Satz eine Maßregelung und Verharmlosung der Trauer. Er hält Trauernden unangemessenes Verhalten vor sowie die Aufforderung, ihre Emotionen zu korrigieren.
Die meisten Menschen wollen Trauernden natürlich nicht wehtun, aber sie wissen nicht, was sie sagen sollen, wie sie es sagen sollen und wie sie mit ihrer eigenen Angst umgehen sollen. Oft verlassen sie sich da auf Floskeln und Schablonen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Oftmals führen diese gutgemeinte Durchhalteparolen jedoch dazu, dass Trauernde sich aus sozialen Situationen zurückziehen.
Familienangehörige, Freunde und Kollegen wünschen sich, dass Trauernde wieder so sind, wie sie vor dem Verlust des geliebten Menschen waren. Sie sehen den Schmerz und wollen ihn lindern. Statt die Gefühle der Trauernden anzuerkennen und wertzuschätzen wollen sie ihnen die Trauer nehmen und damit das „Problem“ lösen.
Wenn tröstende Worte ihr Ziel verfehlen, liegt es oft daran, dass unausgesprochene oder unterstellte Untertexte mitgehört werden, die die Realität der Betroffenen verfälschen oder verharmlosen.
Viele Trauernde beginnen angesichts der wohlmeinenden Kommentare an ihrem eigenen Verstand zu zweifeln, an der Wahrhaftigkeit ihrer Liebe und Trauer, an der Richtigkeit ihrer Gedanken und Gefühle.
Darüber hinaus verursachen sie enormen sozialen Druck auf Trauernde, sich (endlich!) besser zu fühlen, durchzuhalten, positiv zu denken und das Glück zu wählen.
Es ist gegen die Intuition, aber wahrer Trost liegt in der Anerkennung des Schmerzes.
Um sich von jemandem getröstet zu fühlen, muss man das Gefühl haben, in seinem Schmerz gehört zu werden.
Du brauchst, dass die Realität deines Verlustes widergespiegelt wird - ohne Beschönigung und in ihrem ganzen Ausmaß.
Mach den Phrasencheck
Vorlage und Anleitung unter
trauer-raeume.de/trauerleben
DirZuliebe - TrauerRäume
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DIRZULIEBE ZU GAST
Jeden letzten Samstag im Monat im Tränenreich Potsmam
https://trauer-raeume.de/angebote-praesent/
TRIFF GLEICHGESINNTE
Auch wenn in der Trauer soziale Ereignisse für viele Betroffene eine enorme Belastung darstellen, brauchen wir einander zum Lebenserhalt.
Mit SALON, ATELIER und KABINETT öffnet DirZuliebe Trauernden geschützte Räume an wechselnden Orten. In Verbundenheit und Austausch mit anderen Betroffenen könnt ihr hier unterschiedliche offene und angeleitete Gesprächs- und Handlungsangebote erkunden und nutzen.
Nach schweren Verlusten ist der Zusammenbruch des sozialen Netzes für viele von uns ein zusätzliches Desaster. Da ist es enorm hilfreich, sich mit anderen Betroffenen immer und immer wieder auszutauschen – nicht nur in den ersten Wochen, sondern auch nach Monaten und Jahren. Wir sehen, wie andere Menschen, die scheinbar Unmögliches durchgemacht haben, trotzdem ihr Leben meistern.
Das ist etwas völlig anderes als die üblichen Du-schaffst-das-Parolen. Hier geht es darum, zu sehen, wie die ganze Welt unter dieser Person zusammenbrach und sie trotzdem hier ist. Und manchmal bricht sie völlig zusammen. Und auch das kann sie überstehen. So können wir hoffen, dass auch wir es durchstehen können.
BINDUNGEN AUFBAUENI
Es sind die Fähigkeiten, die wir entwickeln, und die Art, wie wir Beziehungen knüpfen, die uns helfen zurechtzukommen.
Dabei bedeutet „zurechtkommen“ nicht, dass ES uns nie mehr zu Boden wirft.
Es bedeutet vielmehr, dass wir lernen, wie wir achtsam mit uns selbst umgehen und wohin wir uns wenden können, weil wir Beziehungen geknüpft haben,
in denen wir gehört und gehalten werden.
FINDE VERSTÄNDNIS UND MITGEFÜHL
Jeden letzten Samstag im Monat ab 11Uhr
Tränenreich Potsdam
Karl-Liebknecht-Str. 30
14482 Potsdam Babelsberg
GOOD MOURNING und herzliche Grüße bis dahin
*** Ina von DirZuliebe
Mit SALON, ATELIER und KABINETT öffnet DirZuliebe Trauernden und ihren Angehörigen geschützte Räume an wechselnden Orten. In Verbundenheit und Austausch mit anderen Betroffenen könnt ihr dort unter fachkundiger Begleitung unterschiedliche offene und/oder angeleitete Angebote erkunden und nutzen.
Schau mal hier:
https://trauer-raeume.de/angebote-praesent/
Blick ins ATELIER
ANDENKEN MIT HERZ UND HAND
Im Atelierbereich stehen Materialien und Anleitungen (gerne auch persönlich) für kreatives Gestalten bereit. Sie sind so aufgearbeitet, dass du mit geringem Zeitaufwand ein oder mehrere Stücke pro Besuch fertigen kannst - wie beispielswese einen vergoldeten Stein, eine selbst bedruckte Kerze, eine individuelle Grabvase oder eine Erinnerungsschachtel.
WARUM EIN ATELIER?
Seit jeher betätigen sich Menschen künstlerisch, um die Welt zu verstehen - insbesondere dann, wenn das Schicksal so überwältigend sinnlos erscheint.
Indem wir in die Trauer eintauchen und uns mit ihr beschäftigen, stärken wir unsere emotionalen Muskeln und lernen, das Untragbare zu (er)tragen.
Manuelle Betätigung unterstützt diesen Prozess, denn die Verbindung von Kopf, Herz und Hand ist fundamental. Wir erfahren – BERGREIFEN - die Welt mit den Händen.
In einer Art „therapeutischem Tun“ wachsen wir in das UNFASSBARE hinein.
ANREGUNGEN aus dem ATELIER
o GEDÄCHTNISSCHATULLE – bewahre kostbare Momente
o FLIESENVERS – sende IHNEN Botschaften
o DIVING FLOWERS – lass Blumen sprechen
o KERZENGRUSS -am Ende bleiben Licht und Liebe
o DUFTFÄCHER – es weht DEIN Hauch
o GOLDENES ANDENKEN – vergolde deine Erinnerungsschätze
Im Vordergrund steht dabei immer das Handeln, das „Werkeln“, nicht das Ergebnis, das „Werk“.
Das Materialangebot wird stetig erweitert, so dass es von Termin zu Termin variieren und rotieren kann.
TRIFF GLEICHGESINNTE
Jeden letzten Samstag im Monat
Tränenreich Potsdam
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*** Ina von DirZuliebe
BLICK INS KABINETT
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Angehörigen geschützte Räume an wechselnden Orten. In Verbundenheit und Austausch mit anderen Betroffenen kö nnt ihr dort unter fachkundiger Begleitung unterschiedliche offene und/oder angeleitete Angebote erkunden und nutzen.
SCHAU NACH INNEN
Der Kabinettbereich bietet Raum für RÜCKZUG UND SELBSTFÜRSORGE.
Hier kannst du deinen Gedanken und Gefühlen nachhängen und dich innerlich mit
deiner Trauer verbinden.
Wo Konventionen manches tabuisieren, warten Schreib- und Zeichenutensilien sowie ausführliche Übungsanleitungen darauf, innere Wirklichkeiten zu reflektieren und sie
ungeschminkt in Worte und Bilder zu fassen. Indem wir dies tun, gewinnen wir wieder etwas an Klarheit und Kontrolle – wenn auch nicht über die Ereignisse, so doch über die Woge der Emotionen, die uns überrollt.
Mit dem Stift in der Hand werden wir sozusagen Meister unserer Geschichte und können Veränderungen wahrnehmen, die uns zeigen, wie wir uns entwickeln.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, die Trauer „hinter uns zu lassen“, sondern vielmehr darum, unsere emotionale Muskelkraft zu stärken und MIT der Trauer weiterzugehen.
In der Hingabe an eine Tätigkeit im Hier und Jetzt magst du im Kabinett auch Momente der Ruhe erfahren, die du vielleicht im Alltag sonst nicht finden kannst.
Und ist die Aufmerksamkeitsspanne in Trauerzeiten auch vielleicht strak eingeschränkt: Wenn du von Natur aus zu den intensiven Leserinnen und Lesern gehörst, wirst du womöglich auch jetzt nach treffenden Worten hungern. Eine kleine Bibliothek an Erfahrungsberichten, Ratgebern und literarischen Texten gibt djesem Hunger Nahrung.
Lies ein Buch, schreib einen Brief, male ein Bild - alle Angebote im Kabinett sind variabel und bedürfnisorientiert anpassbar.
TRIFF GLEICHGESINNTE
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KOMMT INS GESPRÄCH
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Mit SALON, ATELIER und KABINETT öffnet DirZuliebe Trauernden und ihren Angehörigen geschützte Räume an wechselnden Orten. In Verbundenheit und Austausch mit anderen Betroffenen könnt ihr dort unter fachkundiger Begleitung unterschiedliche offene und/oder angeleitete Angebote erkunden und nutzen.
MITGEFÜHL UND BEISTAND FINDEN
Für viele Trauernde ist nach einem schweren Verlust der Zusammenbruch des sozialen Netzes ein zusätzliches Desaster. Gleichzeitig verfügen wir anfangs oft nicht über ausreichend Kapazitäten für eine aktive Aufrechterhaltung von sozialen Beziehungen.
Im Salonbereich triffst du Gleichgesinnte, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. In offener Runde treffen wir uns bei Kaffee, Tee und Gebäck zum Gespräch.
Dabei stehe ich euch als Gastgeberin und auf Wunsch auch als erfahrene Gesprächspartnerin zur Seite. Gespräche helfen dir, deine Verluste zu tragen bzw. Menschen, die du liebst, in der Trauer zu unterstützen.
Worüber wir z.B. reden könnten:
o Alles absolut trauernormal
o Symptome der Trauer
o Was wäre hilfreich?
o Familie und Freunde
o Todes- und Gedenktage
o Mythos Loslassen
Im Austausch mit anderen Betroffenen wachsen wir in den Verlust hinein, indem wir erleben, dass wir mit unseren Erfahrungen nicht alleine sind.
TRIFF GLEICHGESINNTE
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WIR BRAUCHEN EINANDER
Wir sind auf Gemeinschaft und soziale Kontakte angewiesen.
Auch wenn in der Trauer soziale Ereignisse für viele eine enorme Belastung darstellen, brauchen wir einander zum Lebenserhalt.
JEDEN LETZTEN SAMSTAG IM MONAT IM TRÄNENREICH POTSMAM
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TRIFF GLEICHGESINNTE
Es ist enorm hilfreich, sich mit anderen Betroffenen immer und immer wieder auszutauschen – nicht nur in den ersten Wochen, sondern auch nach Monaten und Jahren. Wir sehen, wie andere Menschen, die scheinbar Unmögliches durchgemacht haben, trotzdem ihr Leben meistern.
Das ist etwas völlig anderes als die üblichen Du-schaffst-das-Parolen. Hier geht es darum, zu sehen, wie die ganze Welt unter dieser Person zusammenbrach und sie trotzdem hier ist. Und manchmal bricht sie völlig zusammen. Und auch das kann sie überstehen. So können wir hoffen, dass auch wir es durchstehen können.
BINDUNGEN SCHAFFEN
Es sind die Fähigkeiten, die wir entwickeln, und die Art, wie wir Beziehungen knüpfen, die uns helfen zurechtzukommen.
Dabei bedeutet „zurechtkommen“ nicht, dass ES uns nie mehr zu Boden wirft.
Es bedeutet vielmehr, dass wir lernen, wie wir achtsam mit uns selbst umgehen und wohin wir uns wenden können, weil wir Beziehungen geknüpft haben,
in denen wir gehört und gehalten werden.
Und NATÜRLICH gibt es immer wieder Momente, die uns zu Boden werfen, denn unser Verstorbener bleibt tot und das bleibt niederschmetternd.
Schau mal hier:
https://trauer-raeume.de/allgemein/journal-04-begleitung/
Impulse zur Selbsttätigkeit in der Trauer:
Vorlagen—Anleitungen—Begleittexte
Inhalt Journal 04:
Stell deine Leibgarde auf
Sammle gute Gedanken
Finde deinen Leitstern
Schreibe deinem Leitstern
Deine Trauer erfordert Aufmerksamkeit und Güte gegenüber dem, was nicht geändert werden kann. Die Welt wird dir das nicht immer entgegenbringen können. Aber du kannst es.
Alle Impulse und Übungen im Journal unterstützen dich dabei, die Beziehung zu deiner Trauer und deinem Verstorbenen zu vertiefen.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um Manipulation, Beschleunigung oder Beseitigung deiner Trauer. Vielmehr geht es darum, zu würdigen, was IST und in den Verlust hineinzuwachsen. Das Journal kann dir auch als Orientierungshilfe dienen. Es bietet Denkanstöße und gibt dir täglich etwas zu tun. /Impulse zur Selbsttätigkeit in der Trauer:
Vorlagen—Anleitungen—Begleittexte
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