23/05/2026
Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen. Sonst scheiterst du, bevor deine Idee richtig Fahrt aufnehmen konnte.
Du scrollst durch Insta und denkst dir „Warum hat SIE schon wieder 438 Likes?“ oder „Sein Newsletter hat 5.000 Abonnent*innen und meiner dümpelt bei 200 rum.“ Weißt du, was das mit dir macht? Es lähmt dich. Du zweifelst an dir. Und im schlimmsten Fall hörst du frustriert auf, weil du denkst, du bist nicht gut genug.
Dabei hinken diese Vergleiche. Denn vielleicht haben diese Menschen schon 5 Jahre Vorsprung. Sind dreimal gescheitert, bevor es funktioniert hat. Haben ein Team im Hintergrund. Oder einfach ganz andere Rahmenbedingungen als du.
Auch mir passiert das. Seit einem dreiviertel Jahr mache ich Kraftsport. 3x die Woche, 45 Minuten. Im Gym schaue ich manchmal neidisch auf die anderen, die locker das Doppelte stemmen und deren Muskeln man tatsächlich sieht. (Meine? Eher so... versteckt 😶🌫️)
Aber dann erinnere ich mich: Vor einem Jahr habe ich GAR KEINEN Kraftsport gemacht. Jetzt mache ich 100 % mehr. Und im Alltag fühle ich mich stärker. Das ist mein Fortschritt. Das ist der Vergleich, der zählt.
Der einzige Mensch, mit dem du dich messen solltest, bist du selbst von vor einem Jahr.
Wo standest DU vor 12 Monaten? Was wusstest du da noch nicht? Welche Texte hast du geschrieben, die heute peinlich wären? Wie chaotisch war dein LinkedIn-Profil? Wie sah deine Sport-Routine aus?
Wenn du mitten im Fortschritt steckst, siehst du ihn nicht. Erst wenn du rauszoomst und zurückschaust, erkennst du: Verdammt, ich bin echt weitergekommen.
Also: Bleib dran. Schreib deinen Newsletter. Poste auf LinkedIn. Entwickle deine Angebote weiter.
Meine Frage an dich: Wenn du dich mit dir selbst von vor einem Jahr vergleichst – was ist der offensichtlichste Unterschied?
Fotocredit: Christian Manthey
19/05/2026
Wir machen uns gerne über Amtsdeutsch lustig. Dabei klingen viele B2B-Texte genau so.
Was haben schlechte Business-Texte und klassische Behördenbriefe gemeinsam?
1. Das Text-Labyrinth
Schachtelsätze treffen auf Substantivierungen. Die gemeine Schwester der Substantive. Schachtelsätze müssen wir dreimal lesen. Substantivierungen verkomplizieren einfache Sachverhalte unnötig. Die Folge: Die Leute verstehen am Ende nichts.
2. Die Arroganz
Distanz von oben herab. Eine negative Haltung. Keine Kommunikation auf Augenhöhe. Ich fühle mich automatisch schlecht und klein beim Lesen.
3. Die Service-Wüste
Keine Serviceorientierung. Maximale Verwirrung. Viel Text, wenig Klarheit. Deine Leser fragen sich am Ende nur eine Sache. Und was muss ich jetzt tun?
All das beobachte ich schon seit vielen vielen Jahren. Vor allem bei Briefen und Kommunikation vom Ämtern. Aber eben auch in Business-Texten.
Die Kernfrage lautet immer: Wie kann ich so schreiben, dass mein Gegenüber meinen Text gerne bis zum Schluss liest, ihn auf Anhieb versteht und weiß, was der nächste Schritt ist?
Um das zu vermitteln, geht für mich ein beruflicher Traum in Erfüllung. Ich darf am 18. Juni bei der Staatsanzeiger Akademie ein Webinar veranstalten: "Behördenkommunikation auf Augenhöhe: Klar schreiben statt distanziert formulieren."
Hier gibt's mehr Infos: https://akademie.staatsanzeiger.de/events/behoerdenkommunikation-auf-augenhoehe-klar-schreiben-statt-distanziert-formulieren/
Wer aus deinem Netzwerk arbeitet in einer Behörde oder öffentlichen Verwaltung? Markiere die Person doch in den Kommentaren.
Und verrate mir, welchen Brief vom Amt du zuletzt extrem verwirrend fandest!
15/05/2026
Die besten Tools sind meistens die, die nur eine einzige Sache machen – diese aber in Perfektion (und wunderschön).
Am heutigen Freitag mal ein Shoutout an tscheck.in 🫶
Für mich die genialste und hübscheste Website, um sich Check-in-Fragen für Workshops ausspucken zu lassen. Nutze ich super gerne in meinen Co-Writing Spaces, damit sich die Teilnehmenden warmschreiben. Wenn dir die Frage nicht passt, klickst du einfach weiter.
Geh dafür einfach auf www.tscheck.in
Lass uns mal die heutige Frage beantworten:
„Ich bin dankbar für...“
Meine Antwort lautet:
„Den Frieden und die Demokratie in Deutschland.“
Und deine?
Welche kostenlosen Tools liebst du ultraheiß und innig?
12/05/2026
Viele (LinkedIn-)Posts scheitern nicht am Inhalt.
Sie scheitern am ersten Satz.
Im Feed scrollen wir durch unzählige Beiträge. Wer dort nicht überzeugt, verliert. Trotzdem fließt die meiste Energie in den Fließtext – und die Hook wird zur Nebensache.
Dabei ist sie der einzige Grund, warum jemand auf „mehr“ klickt.
Hier sind 10 Hook-Formeln, die (fast) immer funktionieren:
🤝 1 DER DIALOG (Social Proof)
„Gestern fragte mich meine Kundin Maria: Lohnt sich ein Podcast wirklich?“
Schafft sofort Nähe.
🆚 2 DER KONTRAST (Abgrenzung)
„Sichtbarkeit ist keine Ego-Show. Sie sichert dein Business.“
Achtung vor Floskeln.
✔ 3 DER SPOILER (Fazit zuerst)
„Der wichtigste Tipp fürs Verkaufsgespräch: Nenn die Zahl zuerst.“
Kein Aufwärmen, direkt zum Punkt.
🔢 4 DIE ZAHL (Visueller Anker)
„12.000 Euro. So viel habe ich mit falschen Angeboten verbrannt.“
Zahlen stoppen den Daumen.
🔙 5 DER RÜCKBLICK (Lektion)
„Was ich früher gern über Selbstständigkeit gewusst hätte.“
Nur stark mit echtem Learning.
❌ 6 DIE WARNUNG (Korrektur)
„Hör auf, Visitenkarten zu drucken. Pflege dein LinkedIn-Profil.“
Klar und direkt.
🖼️ 7 DER VERGLEICH (Bildsprache)
„Feedback ist wie Salz. Zu wenig wirkt nicht, zu viel ruiniert alles.“
Ein Bild ersetzt 3 Absätze.
🗣️ 8 DER ZURUF (Zielgruppe)
„An alle Eltern im Homeoffice, die sich zerrissen fühlen:“
Direkte Ansprache wirkt. Immer.
🎯 9 DIE LÖSUNG (Nutzen)
„Wie du Preise erhöhst, ohne Kunden zu verlieren.“
Wenn Zeit, Geld oder Nerven gespart werden, hören wir zu.
🔮 10 DIE PROGNOSE (These)
„In 5 Jahren spricht niemand mehr über die 40-Stunden-Woche.“
Macht neugierig – braucht aber Substanz.
Und jetzt du:
Wie hätte die Hook zu diesem Post noch lauten können?
08/05/2026
Niemand sagt dir: „Dein Text klingt nach KI.“ Sie scrollen einfach weiter.
Technisch perfekt. Inhaltlich korrekt. Aber ohne Puls. KI-Texte klingen oft nach allem und niemandem. Wenn die KI schlecht gebrieft wurde. Das Problem: Sind deine Texte austauschbar, bist du es auch.
In der Slideshow zeige ich dir 8 Zeichen, an denen du KI-Texte erkennen kannst. Tipp: Speicher dir den Post für später, damit du die Muster immer wiederfindest.
Und kleiner Disclaimer: Natürlich gibt es auch Menschen, die so schreiben und deren Stil das ist – lange bevor es KI gab. Aber wenn sich verschiedene dieser Muster häufen in einem Text, kann das ein Indiz sein. Muss es aber nicht.
Woran erkennst du KI-Texte noch?
(Und bitte sag jetzt nicht den Gedankenstrich – den nutze ich schon seit Jahren, was sag ich, seit Jahrzehnten!)
PS: Im neuesten Magazinartikel auf meiner Website kannst du tief in das Thema eintauchen! Mit Vorher-Nachher-Beispielen. 🤓
05/05/2026
Ich bin grottenschlecht darin, über meine Erfolge zu sprechen.
Kürzlich habe ich bei der „Kontaktstelle Frau und Beruf“ (wie sperrig könnte ein Name sein? 🤭) einen LinkedIn-Workshop gegeben. Das Feedback? Begeistert. Durchweg. Und ich sitze hier und denke: Wie erzähle ich davon, ohne dass es sich anfühlt wie „Schaut mal her, wie toll ich bin“?
Das Ding ist: Ich weiß, wie wichtig Social Proof ist. Ich predige es selbst in meinen Workshops. Ich bezeichne das als „Medaillen-Content“.
Testimonials sind kein Angeberei-Instrument, sondern ein Vertrauensanker. Sie zeigen potenziellen Kund*innen, was sie erwartet und ob ich einlöse, was ich verspreche. Wie ich Workshops gestalte. Wie die Atmosphäre war. Welchen Mehrwert es gab.
Deshalb ringe ich mich jetzt durch und teile das schönste Feedback mit dir:
„Mein Verständnis für LinkedIn hat sich um 300 % verbessert. Danke dafür.“
„Ganz herzlichen Dank für diesen tollen, informativen und fesselnden Workshop. Inhaltlich gigantisch und super kurzweilig. Ich bin sehr geflasht!“
„Herz und Verstand. Keine Guru-Allüre. Großzügig. Super Umgang mit der Komplexität des Themas.“
„Empowerment pur.“
Was die Teilnehmerinnen besonders geschätzt haben: Die hohe Informationsdichte bei gleichzeitiger Kurzweiligkeit. Die praxisnahen Materialien (Worksheets und Handouts für ihren Schreiballtag). Und dass es sich nicht anfühlte wie ein Frontalvortrag, sondern wie ein echter Austausch.
Eine Teilnehmerin lag mit Scharlach flach und hat sich trotzdem eingeloggt. „Ich wollte dich unbedingt hören – zum Glück habe ich mich aufgerafft.“
Das berührt mich. Und ist der beste Lohn für meine Arbeit. Aber echt! Es zeigt: Der Workshop hat funktioniert, denn er hat Menschen weitergebracht.
Und genau darum geht es mir. Nicht um Selbstdarstellung. Sondern darum, Menschen handlungsfähig zu machen. Mit klarem Kopf, konkreten Schritten und dem Gefühl: Ich kann das. YAY!
Redest du gerne über deine Erfolge? Und wenn ja, wie?
Foto: Christian Manthey
27/04/2026
Was wir in der Schule über gutes Schreiben lernen, ruiniert oft unsere Business-Texte. Den Beweis dafür lieferte mir meine Tochter.
Oder: Welchen Quatsch die Kinder manchmal in der Schule lernen.
Was ist passiert? Sie zeigt mir stolz den Bericht für die Schule, den sie als Hausaufgabe verfasst hat.
Der erste Satz: Ein Schachtelsatz über 4 Zeilen mit mindestens 18 Informationen drin. Okay, kleine Übertreibung. Aber you get the point.
Ich sage ihr das, was ich auch meinen Coachees sage:
„Mach aus dem ersten Satz mindestens 3 Sätze. Die Faustregel: Pro Satz ein Gedanke.“
Die Reaktion auf diese Empfehlung ist sonst immer begeistertes Nicken und ein Dank für diese einfache Eselsbrücke.
Meine Tochter jedoch erklärt mir, dass sie das genau so machen müssen.
😳😱🤨
Der erste Satz muss alles enthalten, was für den Bericht wichtig ist:
▶ Ort
▶ Zeit
▶ Personen
▶ Hergang
▶ Konsequenz
In EINEM Satz.
Da ist es klar, dass ein Schachtelsatz entstehen muss. Mir rollen sich die Fußnägel hoch. Echt.
Da ist es kein Wunder, wenn viele auch im späteren Leben noch so schreiben. Neulich hat meine Tochter gelernt, wie man Substantivierungen erzeugt 🫣
An die Journalist*innen unter euch: Muss das so bei einem Bericht??
An alle anderen: Welche Sachen erzählen eure Kinder aus der Schule, die ihr komplett sinnentleert findet?
______
Ich bin Stefanie, die Schreibcoachin mit der Markenbrille. Und wenn ich nicht gerade die Deutsch-Hausis meiner Tochter checke, erarbeite ich das Branding meiner Klient*innen und verpacke das gemeinsam in verständliche (!) Texte.
Foto:
23/04/2026
Zusammen ist man weniger allein. Und verdammt viel produktiver.
Ich lade dich herzlich in meinen SCHÖNGOLD Co-Writing-Space ein. Das Konzept ist simpel: Wir treffen uns digital, setzen uns Ziele und schreiben. Einfach mal machen.
Was du davon hast:
▶ Ein Text, der endlich fertig (oder massiv vorangekommen) ist
▶ Motivierender Austausch mit Gleichgesinnten
▶ Das unbezahlbare Gefühl, etwas geschafft zu haben
(Kein Wunder, dass es mittlerweile echte Stammgäste gibt.)
🔄 Der Ablauf: Check-in, kurzes Warm-up, 2 x 45 Minuten konzentriertes Schreiben, Abschlussfeierrunde.
👛 Kostenpunkt: Nix. Du bist mein Gast.
📆 Nächste Session: Dienstag, 28. April 2026 um 10:30 Uhr.
Den Link zur Anmeldung findest du direkt im Bild.
Was machst du, wenn die Motivation fürs Schreiben im Keller ist?
PS: Welches Muster magst du bei Klamotten am liebsten? Streifen? Punkte? Leo, Zebra, Karo...
21/04/2026
Du musst in 1 bis 2 Sekunden überzeugen. Sonst bist du raus.
Dieser Newsletter erreichte mich im letzten Monat. Ich fand den Einstieg so unglaublich nichtssagend, dass ich einen Screenshot machen musste.
Hier wird ganz viel Potenzial verschenkt: Nämlich die Lesenden davon zu überzeugen, weiterzulesen. Sie öffnen die Mail, sind (einigermaßen) heiß und möchten jetzt richtig gute Gründe bekommen, warum sie dir ihre Zeit schenken sollten. Du hast eh schon einen halben Jackpot gelandet, weil sie deine Mail überhaupt geöffnet haben.
Wenn du dann mit Floskeln übers Wetter kommst und eine „spannende Mischung“ und „wertvolle Tipps“ versprichst, holst du dein Gegenüber definitiv nicht hinterm Ofen hervor.
Was du stattdessen tun kannst, 3 konkrete Beispiele:
🔥 einen aktuellen Aufhänger wählen, der gerade brennt
😲 ein tolles Zitat aus dem Content wählen, was überrascht
🤭 eine provokante Frage stellen
Kurz: Einen Einstieg wählen, der entweder:
▶ einen Widerspruch aufzeigt
▶ Mehrwert verspricht
▶ Brisanz mitbringt
▶ FOMO erzeugt
▶ aktuell ist
▶ unterhält
Irgendwas, nur nicht das aus dem Beispiel. Bitte. Wenn du dich ertappt fühlst, let's talk!
Womit bist du in deinen letzten Newsletter eingestiegen?
16/04/2026
5 Dinge, die ich noch nicht über Alpakas 🦙 wusste:
1. Ohne den Menschen können Alpakas nicht überleben, weil sie einmal im Jahr geschoren werden müssen (es gibt keinen natürlichen Fellwechsel).
2. Neben ihrer absoluten Süßheit werden sie vor allem für ihr Fell gehalten.
3. Sie sind gar nicht zutraulich und mögen es nicht, gestreichelt zu werden.
4. Sie existieren, weil Menschen sie gezüchtet haben.
5. Alpakas spucken.
Welche kuriosen Fakten kennst du über Alpakas oder ein anderes Tier?
*****
Ich bin Stefanie Heiserowski, Schreibcoachin mit Markenbrille.
Wenn ich nicht gerade mit Alpakas wandern gehe, arbeite ich mit meinen Kund*innen an coolen Corporate und Personal Brands und ihrer Tone of Voice. Das Ergebnis: Authentische Texte für Website, LinkedIn & Co.